Haftpflicht kinder

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Kinder in der Privathaftpflicht

Im Familientarif sind Kinder kostenlos mitversichert

  • Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2016
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Familienhaftpflichtversicherung sind Kinder bis zum Ende von Ausbildung oder Studium mitversichert, solange sie noch nicht regulär gearbeitet haben.
  • Kinder bis sieben Jahre sind nicht schuldfähig. Eltern müssen daher nicht für entstandene Schäden haften.
  • Viele Versicherungen bieten auch Tarife an, die Schäden durch schuldunfähige Kinder abdecken.

Manchmal geht es ganz schnell: Ein Moment der Unachtsamkeit, und schon haben Sie einen Unfall verursacht, der Ihre finanzielle Existenz bedroht. Und falls Sie Nachwuchs haben, ist diese Gefahr noch größer: Kinder verursachen eher einen Schaden als Erwachsene, weil sie die Konsequenzen ihrer Handlungen nicht immer überblicken können. Eine Haftpflichtversicherung, die für die finanziellen Folgen solcher Unglücke aufkommt, sollte daher jeder haben.

Während der Schulzeit und der ersten beruflichen Ausbildung schließt eine Familienhaftpflichtversicherung neben minderjährigen auch erwachsene Kinder ein – sogar wenn der Nachwuchs nicht mehr zu Hause wohnt. Als erste berufliche Ausbildung gelten Lehre und Studium, die ohne Unterbrechung aufeinander folgen. Wer nach dem Bachelor direkt einen Master macht, ist ebenfalls abgesichert.

Auch in der Wartephase nach der Schule schützt die private Haftpflicht ein Jahr lang. Falls das Kind nach der Lehre bereits erwerbstätig war und dann noch einmal ein Studium oder eine Lehre aufnimmt, muss es sich allerdings selbst versichern. Das gilt in der Regel auch, sobald es heiratet.

Wann Kinder mitversichert sind

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 19. Mai 2016)

Falls Eltern ihre erwachsenen Kinder auch nach der ersten Berufsausbildung für eine befristete Zeit weiter mitversichern möchten, gibt es bei guten Haftpflichtversicherungen entsprechende Tarifangebote.

Mehr dazu im Ratgeber Haftpflichtversicherung

Julia Rieder

Expertin für Versicherungen

Keine Kür, sondern Pflicht

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Kleine Kinder haften nicht

Erst mit sieben Jahren gelten Kinder vor dem Gesetz als delikt- beziehungsweise schuldfähig, im Straßenverkehr sogar erst mit zehn Jahren. Das bedeutet, dass Eltern für kleine Kinder nicht haften müssen, wenn diese einen Schaden verursachen. Schießt ein sechsjähriger Junge einen Fußball durch die Fensterscheibe der Nachbarn, ist er schuldunfähig. Die private Haftpflichtversicherung, in der das Kind mitversichert ist, muss für den Schaden nicht aufkommen.

Eine Ausnahme gibt es: Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, springt die Versicherung ein.

Bei der Frage, wann genau Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzen, kommt es auf den Einzelfall an – das genaue Alter und die Reife des Kindes sind ausschlaggebend. Als Faustformel gilt laut dem Bundesgerichtshof (Urteil vom 24. März 2009, Az. VI ZR 51/08): Ist das Kind jünger als vier Jahre, muss es so beaufsichtigt werden, dass Eltern jederzeit eingreifen können. Eltern müssen Kinder bis sieben Jahre alle 15 bis 30 Minuten kontrollieren. Ältere Jungen und Mädchen dürfen auch über einen längeren Zeitraum unbeobachtet sein, die Eltern sollten aber ungefähr wissen, wo sich der Nachwuchs aufhält. Bei einer Sechsjährigen haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, wenn sie zu weit von dem Mädchen entfernt sind, um es daran zu hindern, ein Auto zu zerkratzen. In diesem Fall haften die Eltern für ihr Kind, und die Haftpflichtversicherung muss den Schaden am Auto ersetzen.

Damit die Versicherung trotzdem zahlt

Kleine Unfälle mit Kindern passieren meist im privaten Umfeld, also bei Nachbarn oder Verwandten. Da Eltern sich diesen Menschen meist persönlich verpflichtet fühlen, möchten viele die vom Nachwuchs verursachten Schäden ersetzen, auch wenn sie das eigentlich nicht müssten. Dafür eignen sich Haftpflichtpolicen, die auch Schäden von schuldunfähigen Kindern ersetzen. Allerdings ist die Deckungssumme meist recht niedrig. Wählen Sie daher einen Tarif, der Schäden mindestens bis zu einer Höhe von 30.000 Euro ersetzt.

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.

Haftpflichtversicherung für Kinder

Inhaltsverzeichnis

Wichtiges zur Haftpflichtversicherung für Kinder

Schließen Sie eine Familienversicherung ab, um Ihr Kind in der Haftpflicht mitzuversichern.

  • Eltern haften für Ihre Kinder

    Achten Sie darauf, Ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen, um nicht für Schäden zu haften. Sollten Sie die Aufsichtspflicht tatsächlich verletzen, kommt die Haftpflichtversicherung für Schäden auf.

  • Tarifvergleich hilft bei der Auswahl

    Nutzen Sie einen Vergleichs-Rechner, um die besten Angebote für Ihre Familienversicherung zu finden.

  • Schnell ist es passiert: Ihr Kind verletzt beim Spielen aus Versehen ein anderes Kind, Spielzeug geht kaputt oder die Scheibe des Nachbarn wird durch einen Fußball zerschmettert. Der Schaden ist groß, die Kosten hoch – wer zahlt? Haben Sie nun eine Haftpflichtversicherung für Ihre Kinder abgeschlossen, bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen.

    Eltern sollten stets darauf achten, bei der Haftpflichtversicherung auch das Kind mitzuversichern – in der Regel handelt es sich hier um eine Familien-Haftpflicht. Auch Tagesmütter, die regelmäßig fremde Kinder beaufsichtigen, sollten mit ihrem Versicherungsgeber über mögliche Konditionen sprechen. Doch wie gestaltet sich eine solche Versicherung? Und wann haftet sie?

    Eltern haften für ihre Kinder

    Diesen Satz lesen Sie besonders häufig bei etwaigen Baustellen: „Eltern haften für ihre Kinder“. Das bedeutet, dass Eltern für den Schadensersatz verantwortlich sind, wenn Schäden durch ihre Kinder entstehen. Doch diese Regelung gilt nur dann, wenn Sie als Elternteil Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Inwiefern diese Pflicht jedoch auszusehen hat, hängt stets von der jeweiligen Situation und der Reife des Kindes ab.

    Dabei müssen immer folgende Fragen beantwortet werden:

    • Wie alt ist das Kind und welche Aufsicht ist in diesem Alter nötig?
    • War der Nachwuchs zu lange unbeaufsichtigt?
    • Wie hoch ist der verursachte Schaden?
    • Konnten die Eltern überhaupt voraussehen, dass dieser Schaden verursacht wird?
    • Kann das Kind verstehen, welche Folgen sein Handeln hat?

    Schadensbeispiel

    Ihr fünfjähriger Nachwuchs tobt mit Freunden auf dem Gehweg vor dem Haus. Dabei zerkratzt Ihr Kind unabsichtlich das Fahrzeug des Nachbarn. Sie haben jedoch nicht alle 15 bis 30 Minuten, sondern erst nach 60 Minuten nach Ihrem Nachwuchs geschaut. Somit haben Sie Ihre Aufsichtspflicht verletzt und müssen für den Autoschaden aufkommen.

    Hier also sind Sie dafür verantwortlich, den Schaden zu ersetzen – in diesem Fall greift der Versicherungsschutz der Haftpflicht.

    Aber: Sind Sie Ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen und der Schaden dennoch entstanden, sind Sie nicht dafür verantwortlich. Hier wiederum zahlt die Versicherungsgesellschaft nicht und der Geschädigte muss selbst für die Kosten aufkommen. Natürlich bieten viele Eltern in solchen Fällen an, die Kosten zu übernehmen, allerdings müssen sie diese dann aus der eigenen Tasche zahlen.

    In einigen Fällen übernimmt die Versicherung dennoch die Kosten, obwohl die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Vor Gericht müssen deshalb stets folgende Fragen geklärt werden:

    1. Ist das Kind älter als sieben Jahre?
    2. Konnte das Kind die Konsequenzen seines Handelns abschätzen?
    3. Hat das Kind den Schaden vorsätzlich verursacht?

    Werden diese drei Fragen eindeutig positiv beantwortet, muss das Kind oftmals selbst für den Schaden haften. Hier lohnt die Familienhaftpflicht, die den Schaden abdecken kann. Denn andernfalls muss er mit Beginn der Volljährigkeit die Kosten begleichen.

    Aufsichtspflicht

    Kinder haften bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres nicht vor dem Gesetz und ab diesem Zeitpunkt bis zur Volljährigkeit sind sie beschränkt haftbar. Verursacht jedoch ein Kind einen Schaden, haftet die Person die die Aufsichtspflicht über das Kind hatte. Der Gesetzgeber geht dabei zunächst immer von einem schuldhaften Nicht-Nachkommen der Aufsichtspflicht aus. Neben den Eltern können dies auch die Großeltern, die Pflegeeltern, die Tante oder die Nachbarn sein, welche die Aufsichtspflicht verletzt haben.

    Der Aufsichtspflichtige muss nur dann nicht für den Schaden haften, wenn er beweisen kann, dass der Schaden, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passiert wäre. Einige Versicherungen bieten einen Einschluss des sogenannten Bausteins „Deliktunfähige Kinder“. Hier leistet die Versicherung auch, wenn ein Kind unter 7 Jahren einen Schaden verursacht hat, ohne dass die Aufsichtspflicht verletzt wurde.

    Welche Altersgruppen sind versichert?

    Ob die Versicherung haftet, hängt jedoch nicht nur von der Aufsichtspflicht der Eltern ab – auch die Einteilung der Altersgruppen ist hierfür entscheidend:

    Kinder unter 7 Jahren

    Kinder unter 7 Jahren gelten grundsätzlich als deliktunfähig. Deliktunfähige Kinder müssen nicht für den verursachten Schaden aufkommen, da sie schuldunfähig sind. Hier haften Eltern nur dann, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzen. Sie sollten deshalb darauf achten, dass auch deliktunfähige Kinder in Ihre Versicherung mit einbezogen werden. Im Straßenverkehr wird diese Regel sogar erweitert: Hier gelten Kinder bis zu einem Alter von zehn Jahren als deliktunfähig, da sie schnell überfordert sein können.

    Kinder zwischen 7 – 18 Jahren

    Kinder zwischen 7 und 18 Jahren werden üblicherweise in der Familienhaftpflicht mitversichert. Hierbei haften die Eltern jedoch nicht immer, denn je nach Situation muss der Nachwuchs selbst für den Schaden aufkommen. Dies ist etwa der Fall, wenn es die Konsequenzen seines Handelns nachvollziehen kann und die ausreichend geistige Reife besitzt, sein eigenes Handeln zu beurteilen. Konnte der Minderjährige also absehen, dass durch seine Tätigkeit ein Schaden entsteht, haftet er selbst. Konnte es sich dieser Konsequenzen jedoch nicht bewusst sein, haften meist die Eltern – besonders dann, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind.

    Übrigens: Auch die Benutzung des Internets durch Minderjährige haben Sie als Eltern zu beaufsichtigen. Besprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs also Regeln zur Nutzung und halten Sie diese schriftlich fest.

    Kinder über 18 Jahre

    In der Haftpflicht für das Kind sind auch Kinder über 18 Jahren mitversichert. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss darüber, wann der Versicherungsschutz besteht und wann er erlischt:

    Ein Freiwilliges Soziales Jahr antritt

    Ein Referendariat beginnt

    Achten Sie bei Abschluss der Haftpflichtversicherung stets darauf, dass Ihre Kinder ausdrücklich mitversichert sind. Sinnvoll ist auch, wenn der Versicherungsvertrag eine Klausel enthält, die deliktunfähige Kinder mitversichert – dabei ist die Versicherungssumme allerdings oftmals begrenzt.

    Schritt für Schritt zu Ihrer Haftpflicht für Kinder

    Bevor Sie überhaupt eine Haftpflicht für Ihre Kinder abschließen, sollten Sie sich einen Überblick über die Angebote verschaffen. So haben Sie auch die Möglichkeit, eine besonders günstige und dennoch seriöse Versicherungsgesellschaft zu finden. Hierfür ist es sinnvoll, den FinanceScout24-Rechner zu verwenden:

    1. Nennen Sie im FinanceScout24-Rechner Ihr Alter und geben Sie an, wen Sie versichern möchten. Achten Sie schon hierbei darauf, auch Ihre Kinder mit einzuschließen.
    2. Sie gelangen nun zu einem Formular, in welchem Sie Ihre Angaben detaillierter angeben können. Geben Sie neben Ihrem Alter und den Versicherungsnehmern auch an, ob deliktunfähige Kinder unter 7 Jahre sowie ein oder mehrere Hunde mitversichert werden sollen.
    3. Geben Sie außerdem an, ob Sie eine Ausfalldeckung benötigen, ob es eine Vorversicherung gab und ob Sie im öffentlichen Dienst arbeiten.
    4. Klicken Sie auf den Button „Jetzt Tarife vergleichen“.
    5. Sie erhalten nun eine Liste von Anbietern, die zu Ihren Wünschen passen. Sie haben die Möglichkeit, die Ergebnisübersicht zu ändern: Wählen Sie hierfür einfach die Zahlweise, die Laufzeit, die Deckungssumme sowie die Höhe der Selbstbeteiligung.
    6. Bevor Sie einen Anbieter wählen, können Sie auch eine Beratung bei FinanceScout24 anfordern – nutzen Sie unsere Beratung entweder via E-Mail oder über unsere Kundenhotline.
    7. Um die einzelnen Angebote zu überprüfen, finden Sie neben den Logos der jeweiligen Versicherungsgesellschaften die Kundenbewertungen und alle wichtigen Infos. Auch das Siegel „Getestet“ gibt Aufschluss über die Seriosität des Unternehmens.

    Bei einem Klick auf „Leistungsumfang“ erhalten Sie zusätzlich ausführliche Informationen über den jeweiligen Versicherungsschutz. Hier sollte überprüft werden, welche Personen mitversichert sind und welche einzelnen Aspekte (berufliche Tätigkeiten, Leistungseinschlüsse, Wohnen, Fortbewegen, Schlüsselverlust) inbegriffen sind. Achten Sie hier auch auf etwaige Begrenzungen der Versicherungssumme.

    Vertragsunterlagen genau prüfen

    Lesen Sie sich vor Vertragsabschluss unbedingt die beiden Dokumenten „Allgemeine Bedingungen“ und „Besondere Bedingungen“ durch. In diesen ist jeder Aspekt der Versicherung enthalten.

    Achten Sie hier auf besondere Klauseln und überprüfen Sie, ob es evtl. Punkte gibt, mit denen Sie nicht einverstanden sind oder die Sie nicht nachvollziehen können.

    Beachten Sie vor Abschluss außerdem die folgenden Tipps, da diese helfen können, die ideale Versicherung zu finden:

    • Wählen Sie eine Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro.

    So können Sie sichergehen, dass der Schutz auch zur Deckung von hohen Sachschäden sowie Personenschäden reicht.

  • Versichern Sie Internetschäden mit.

    Diese sichern Sie ab, wenn durch Ihr Zutun im Internet Dritte geschädigt werden – etwa durch einen Virus.

  • Zahlen Sie Ihre Prämie jährlich.
  • Versicherungsgesellschaften sehen oftmals Aufschläge vor, wenn die Prämie jeden Monat oder in jedem Quartal gezahlt wird. Dadurch wird der Versicherungsbeitrag insgesamt teurer.
  • Schließen Sie die Versicherung mit einer Laufzeit von einem Jahr ab.

    Dadurch haben Sie die Möglichkeit, relativ schnell zu einem Vertrag mit besseren Konditionen zu wechseln.

  • Haben Sie sich nun für einen geeigneten Anbieter entschieden, können Sie über den Button „Online abschließen“ problemlos einen Antrag bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft in Auftrag geben:

    1. Überprüfen Sie noch einmal Ihren gewählten Versicherungsschutz ob seiner Richtigkeit.
    2. Geben Sie anschließend den gewünschten Versicherungsbeginn sowie alle relevanten Daten zu Ihrer Persönlichkeit an. Möchten Sie auch Ihren Lebenspartner versichern, müssen Sie dessen Namen und Geburtsdatum ebenfalls angeben.

    Gültiger Versicherungsschutz

    Bedenken Sie, dass Sie bei dieser Vorgehensweise den Versicherungsschutz verbindlich und ohne Unterschrift beantragen. Sie können den Antrag alternativ auch ausdrucken, unterschreiben und per Fax an die Versicherungsgesellschaft schicken.

    Nach Prüfung und Identifikation Ihrer Person erhalten Sie alle nötigen Vertragsunterlagen via E-Mail oder per Post – der Versicherungsschutz besteht schließlich ab dem von Ihnen gewählten Zeitpunkt.

    Wollen Sie Ihr Kind vor den finanziellen Folgen von Unfällen schützen, hilft Ihnen hierbei die Kinderunfallversicherung.

    Sollten Sie sich auch für die optimale finanzielle Vorsorge Ihrer Kinder interessieren, empfehlen wir Ihnen sich in unserem Ratgeber zur Geldanlage für Kinder zu informieren.

    Fragen und Antworten

    Was bedeutet Ausfalldeckung bei der Haftpflicht für Kinder und ist diese sinnvoll?

    Es kann stets passieren, dass Sie durch Dritte geschädigt werden – beispielsweise, wenn Sie als Fußgänger mit einem Radfahrer zusammenstoßen. Nun ist es durchaus möglich, dass der Dritte den verursachten Schaden nicht begleichen kann. Hier kommt die Ausfalldeckung zum Einsatz: Ist diese in Ihrer Versicherung eingeschlossen, kommt Ihre Haftpflichtversicherung für den Schaden auf.

    So bleiben Sie nicht auf den Kosten sitzen. Besonders sinnvoll ist dies natürlich bei einer Privathaftpflichtversicherung für das Kind, da durch Unwissenheit des Kinds oder beim Spielen schnell einmal ein kleiner Unfall entstehen kann.

    Welche Vergünstigungen sind möglich?

    Ob Vergünstigungen möglich sind, hängt in der Regel vom jeweiligen Anbieter ab. So bieten zahlreiche Versicherungsgesellschaften Rabatte für bestimmte Altersgruppen an – meist handelt es sich hierbei um Senioren ab etwa 60 – 65 Jahre. Auch verbeamtete Versicherungsnehmer können oftmals von günstigeren Beiträgen profitieren.

    Geben Sie bei Abschluss eine Selbstbeteiligung an, können Sie damit ebenfalls den Versicherungsbeitrag reduzieren. Schadensfreie Vorversicherungen führen zusätzlich zu Vergünstigen. Um herauszufinden, inwiefern Sie Ihren Versicherungsbeitrag senken können, sollten Sie sich vorab informieren und verschiedene Anbieter vergleichen.

    Sind Kinder auch noch mitversichert, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen sondern auswärts studieren?

    Kinder sind auch mitversichert, wenn sie aus dem Haus ihrer Eltern ausziehen und an einem anderen Ort studieren oder eine Ausbildung absolvieren. Dabei gilt jedoch, dass die Volljährigen nur dann mitversichert sind, wenn sie noch nicht erwerbstätig, im Referendariat oder verheiratet sind. Auch erlischt der Versicherungsschutz, wenn sie ein zweites Studium beginnen oder eine Ausbildung nach dem Studium antreten. Sobald diese Situationen eintreten, muss das Kind sich selbst versichern.

    Was bedeutet Deliktunfähigkeit?

    Kinder unter sieben Jahren sind deliktunfähig. Das bedeutet, dass sie nicht schuldfähig sind – sie können die Konsequenzen ihres Handelns meist nicht nachvollziehen. Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt, muss der Geschädigte den Schaden selbst bezahlen.

    Wann haften Eltern für ihre Kinder?

    In der Regel haften Eltern nur dann für ihre Kinder, wenn sie Ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Ihren Nachwuchs unzureichend beaufsichtigen, während er in Ihrer Nähe spielt.

    Wann zahlt die Haftpflicht nicht für Schäden, die durch Kinder verursacht wurden?

    Die Versicherung zahlt im Regelfall nicht, wenn die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind – möchten diese dennoch für den Schaden aufkommen, müssen sie diesen aus eigener Tasche zahlen. Auch kommt die Haftpflicht nicht für den Schaden auf, wenn der Nachwuchs diesen vorsätzlich verursacht hat.

    Was geschieht, wenn Kinder unter sieben Jahren Schäden verursachen?

    Kinder unter sieben Jahren sind durch das Gesetz deliktunfähig. Solange die Eltern im Schadensfall ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, müssen sie bzw. die Versicherung auch nicht für den Schaden aufkommen. Sind die Eltern ihrer Aufsichtspflicht allerdings nicht nachgekommen, haften sie für den Schaden – haben sie diesen versichern lassen, zahlt die Versicherung.

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    Kinder und Haftpflichtversicherung Wann sie leistet

    Verursachen Kinder einen Schaden, kommt die Haftpflichtversicherung nicht automatisch dafür auf. Ob der Versicherer leistet, hängt vom Alter des Kindes ab.

    Müssen Eltern für die Schäden aufkommen, die ihre Kinder verursachen? Diese Frage macht bei der Schadensregulierung in der Haftpflichtversicherung immer wieder Probleme. Der Gesetzgeber hat klare Regelungen getroffen: Kinder unter sieben Jahren sind nicht deliktfähig und somit auch nicht für Schäden haftbar zu machen, die sie verursacht haben. Ganz gleich ob es sich dabei um einen Bagatellschaden handelt oder um einen schweren Verkehrsunfall. In diesem Fall müssen auch die Eltern nicht für den Schaden aufkommen und damit auch nicht deren private Haftpflichtversicherung. Im Verkehr ist dieser Deliktschutz für Kinder sogar noch ausgeweitet: Bis zum Alter von zehn Jahren müssen sie für Schäden, die sie im fließenden Verkehr verursachen, nicht haften.

    Aufsichtspflicht: Haftpflichtversicherung springt nicht immer ein

    Eine Ausnahme gibt es jedoch: Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt, haften sie durchaus – und damit springt auch die private Haftpflichtversicherung zur Schadensregulierung ein. Doch, wann hat man seine Aufsichtspflicht verletzt? Das hat der Gesetzgeber nicht eindeutig geregelt, sprich: es ist eine Ermessensfrage.

    Das heißt im Klartext: Ab welchem Alter man Kinder alleine zuhause, im Garten oder auf der Straße spielen lassen kann, müssen die Eltern vom Alter und dem individuellen geistigen Entwicklungsstand des Kindes abhängig machen. Der natürliche Spieltrieb von Kindern wird bei der Beurteilung auch berücksichtigt: Auch wenn Kinder impulsiv und unüberlegt handeln und etwa einem Fußball, der auf die Straße rollt, nachlaufen, haben Eltern nicht zwangsläufig ihre Aufsichtspflicht verletzt. Eines ist sicher: Leicht ist es nicht, die Aufsichtspflicht zu verletzen: In der Mehrzahl der Fälle urteilen die Unternehmen, dass der Versicherungsnehmer seine Aufsichtspflicht nicht verletzt hat, zeigt die Erfahrung. Das bedeutet für den Geschädigten: Er geht leer aus.

    Haftpflichtversicherung: Aufsichtspflicht verletzt?

    Für Eltern kann diese Sachlage durchaus unangenehm sein. Denn oft sind es Nachbarn, die geschädigt wurden oder Freunde. Das gute Verhältnis möchte man nicht aufs Spiel setzen. Die meisten gehen irrtümlich davon aus, dass die Haftpflichtversicherung nicht bezahlt, wenn man nicht ordentlich auf sein Kind aufgepasst hat. Doch das ist genau der Trugschluss: Nur wenn man seine Aufsichtspflicht verletzt hat, haftet man als Eltern und die Versicherung springt für den Schaden ein! Hat man also wirklich nicht richtig auf seine Kinder aufgepasst, sollte man das dem Versicherer auch sagen.

    Haftpflichtversicherung mit Zusatzvereinbarung deckt Schäden durch Kinder

    Viele Unternehmen bieten inzwischen eine zusätzliche Deckung an: Kinder unter sieben Jahren, sogenannte deliktunfähige Kinder, können in die Haftpflichtversicherung integriert werden. Allerdings ist die Versicherungssumme bei Schäden meist beschränkt, etwa auf 5.000 Euro.

    während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

    Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

    während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

    Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

    Источники: http://www.finanztip.de/haftpflichtversicherung/kinder/, http://www.financescout24.de/haftpflichtversicherung/kinder, http://www.biallo.de/versicherung/news/haftpflicht-kinder/

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