Goldmark gebäudeversicherung

0
103

Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherung – ein Muss

Eine Wohngebäudeversicherung ist für Immobilieneigentümer quasi unverzichtbar. War es früher vor allem Feuer, das Gebäude bedrohte und daher abgesichert werden sollte, sind es heute auch Leitungwasser und Sturm, die zusammen die drei Gefahren der verbundenen Gebäudeversicherung bilden.

Insbesondere Leitungwasserschäden haben dabei in den vergangenen Jahren immense Kosten verursacht. Dies mag auch auf dem etwas Versicherungs-untypischen Umstand beruhen, dass für jedes Leitungswasserrohr irgendwann einmal der Tag kommt, an dem es verrottet – während weder Feuer, noch Sturm zwangsweise jedes Haus einmal betreffen. Für viele Versicherer ist die Gebäudeversicherung eines Minusgeschäft und man wird in den kommenden Jahren mit recht hohen Preissteigerungen und anderen Sanierungsmaßnahmen rechnen müssen.

Wohngebäudeversicherung: Wertermittlung genau nehmen!

Wohngebäudeversicherungen wurden früher stets nach dem „Wert 1914“ in Mark (Goldmark, nicht D-Mark) berechnet. Durch die Multiplikation mit dem Baupreisindex ergab sich bei der gleitenden Neuwertversicherung so stets ein an die Entwicklung der Baupreise angepasste Versicherungssumme. Diese Versicherungssumme bildet entgegen der Auffassung Vieler jedoch keine Mindestentschädigungsgrenze, sondern eine Grenze ’nach oben‘ für Reparatur oder Neuaufbau, sofern der Versicherer nicht auch den Unterversicherungsverzicht erklärt hat.

Neben der Größe spielen auch die Bauartklasse (z.B. massiv mit harter Dachung), Grundstücksbestandteile und Ausstattungsmerkmale (z.B. Parkett, Kupferdach) eine Rolle.

Die richtige Versicherungssumme kann auch durch eine Berechnung eines anerkannten Bausachverständigen ermittelt werden – eine gute Variante.

Inzwischen gibt es einige Anbieter, die keine (begrenzende) Versicherungsumme mehr nennen, sondern auf Basis der Größe der Wohnfläche die Versicherungsprämie berechnen und versicherte Schäden pauschal zum Beispiel bis 600.000.- €, bis 1,2 Mio. €, oder gar unbegrenzt übernehmen.

Beachten Sie, dass zunehmend Versicherer die Berechnung der Wohnfläche individuell vorgeben (z.B. Kellerfläche pauschal mit 20% Wohnfläche berechnen) und nicht mehr alle Versicherer die Wohnfläche auf Basis der folgenden Definition akzeptieren:

„Wohnfläche ist die Grundfläche einer Wohnung einschließlich Hobbyräumen. Treppen, Balkone, Loggien und Terrassen gehören nicht dazu, Keller- oder Speicherräume nur, wenn sie zu Wohn- und/oder Hobbyzwecken ausgebaut sind.“

Wenn Sie gerade eine Immobilie erwerben, verlassen Sie sich nicht ungeprüft auf die Versicherungssumme der Vorversicherung – vielleicht hat der bisherige Besitzer Anbauten und Umbauten vorgenommen, Garagen oder Carports gebaut, eine Photovoltaikanlage installiert ohne dabei an die Anpassung der Versicherungssumme zu denken? Wie Sie einen Wert 1914 schnell auf Euro umrechnen können, lesen Sie hier.

Wohngebäudeversicherung: Nicht nur gegen Feuer, Leitungswasser und Sturm

Heutige Gebäudeversicherungen bieten nicht nur Schutz vor den Folgen der drei klassischen Gefahren Feuer, Leitungwasser und Sturm, sondern können auch vor den Folgen von Elementarschäden (z.B. Überschwemmung, Eisdruck) schützen, sofern vereinbart.

Weitere Ergänzungen sind die Mitversicherung von Grundstücksbestandteilen (z.B. Zaunanlage, Rohre auf und außerhalb des Versicherungsgrundstücks), Fotovoltaikanlagen, sogar unbenannten Gefahren, sowie ein umfangreicher Katalog von Kosten, die im Schadensfall übernommen werden, zum Beispiel Aufräum- und Abbruchkosten, Kosten der Bodendekontaminierung, Sachverständigenkosten des Versicherungsnehmers u.v.m.

Einem besonderen Stellenwert kommt die Frage zu, ob der Versicherer im Schadensfall auf den Einwand Grober Fahrlässigkeit verzichtet. Erfolgt kein Verzicht, kann es bei der Schadensregulierung seit 2009 zu einer sogenannten Quotelung kommen, was bedeutet, dass der Schaden nur zu einem bestimmten Prozentsatz erstattet wird (der auch Null lauten kann), in Abhängigkeit von dem Ausmaß des grob fahrlässigen Verhaltens (z.B. Kerze anzünden und den Raum verlassen, im Bett rauchen und dabei einschlafen, Badewanne einlaufen lassen und den Raum verlassen).

Das sollte eine Wohngebäudeversicherung beinhalten:

  1. Mitversicherung der Garagen, Nebengebäude und Grundstücksbestandteile wie Zäune etc.
  2. Absicherung gegen Feuer-, Leitungswasser-, Sturm / Hagelschäden
  3. Absicherung gegen Elementarschäden, inkl. Rückstauschäden
  4. Rauch- und Rußschäden auch ohne Feuer
  5. Überspannungsschäden durch Blitz
  6. Fahrzeuganprall
  7. Rohrbruch an Ableitungsrohren auf dem Versicherungsgrundstück
  8. Rohrbruch an Ableitungsrohren außerhalb des Versicherungsgrundstücks, falls Sie dafür die Gefahr tragen
  9. Rohrbruch an Klima-, Wärmepumpen- und Solarheizungsanlagen
  10. Rohrbruch an Wasserzuleitungs- und Heizungsrohren auf und außerhalb des Versicherungsgrundstücks
  11. Fußbodenheizung und Schwimmbad, falls vorhanden
  12. Wasseraustritt aus Aquarien und Wasserbetten
  13. Verzicht auf den Einwand der Groben Fahrlässigkeit
  14. Sachverständigenkosten
  15. Aufräum- und Abbruchkosten, Bewegungs- und Schutzkosten, Dekontaminationskosten, Mehrkosten in Folge behördlicher Auflagen
  16. Mietverlust für privat oder gewerblich genutzte Räume

Risikoanalyse Immobilie

Wollen Sie statt der Nutzung eines Vergleichsrechners Wohngebäudeversicherung lieber auf Nummer sicher gehen? Nutzen Sie unsere Risikoanalyse zur Gebäudeversicherung, zur richtigen Absicherung Ihrer Immobilie: Einfach anfordern, ausfüllen, ausdrucken, zurückschicken. Wir schlagen Ihnen den passenden Versicherungsschutz vor.

Wert 1914 – Wert heute:

Der Baupreisindex – wie viel ist „Wert 1914“ in Euro?

Letzte Aktualisierung: 07.09.2017

Bei der Ermittlung des Wohngebäudewertes für die Gebäudeversicherung hat man sich auf ein Fixjahr – nämlich 1914 – geeinigt, von dem aus über den vom Statistischen Bundesamt ermittelten sogenannten Baupreisindex für jedes einzelne Jahr der entsprechende Wert des Gebäudes berechnet werden kann. Eine solche jährliche Anpassung an die Kosten ist sehr wichtig, denn schließlich hatte ein Haus zum Beispiel im Jahr 1960 einen anderen (niedrigeren) Neubauwert, als im Jahr 2010. Um richtig versichert zu sein, hilft es nicht, im Schadensfall den Wert erstattet zu bekommen, den das Haus im Jahr 1960 hatte, man braucht das Geld für Reparatur oder Neubau jetzt, im Jahr 2017, im Zweifesfall also wesentlich mehr.

Dem Laien sagt ein Wert 1914 natürlich nichts und viele stellen sich die Frage, wie hoch denn nun das Gebäude eigentlich versichert ist?

Hierfür benötigt man den im jeweiligen Jahr geltenden Baupreisindex. Da das Statistische Bundesamt die Baupreisstatistik auf die Basis des Jahres 2005 umgestellt hat und es mehrere Indizes pro Jahr gibt, können die folgenden Werte geringfügig abweichen. Im Zweifesfall fragen Sie Ihren Gebäudeversicherer.

Baupreisindex

Berechnungsformel Wert 1914 – Wert heute

Für die Umrechnung des Wert 1914 auf den aktuellen Wert in EURO gilt die Formel:

Wert 1914 x aktueller Baupreisindex : 100 = Wert im aktuellen Jahr in EURO.

Rechenbeispiel für den Baupreisindex 2017

Faustformel Umrechnung Wert 1914 – Wert 2017

Wenn Ihnen die exakte Umrechnung des Wert 1914 in EURO zu aufwendig ist, können Sie für das Jahr 2017 auch folgende Faustformel benutzen und erhalten so einen relativ zutreffenden Wert:

Wert 1914 x 13,6 = Wert in EURO.

Bitte beachten:

Der Wert 1914 ist nur für die Versicherungssumme in der Gebäudeversicherung ausschlaggebend. Sie können mit dem Wert 1914 weder den aktuellen Verkaufspreis eines Gebäudes berechnen, noch den Einheitswert für das Finanzamt.

Wenn Sie eine Immobilie finanziert haben: Was passiert, wenn Ihnen etwas passiert?

Mit einer Risikolebensversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen Sie dafür, dass Ihr Haus auch Ihr Haus bleibt.

Finden Sie mit der BU-App heraus, wie sich Rauchen, Alkohol und Anzahl der Kinder auf Ihr Risiko auswirken (können), berufsunfähig zu werden:

Herzlichen Dank an das DIA für die Erlaubnis zur Nutzung der BU-App.

Gebäudeversicherung

  • Schutz bei Wasser-, Feuer- und Unwetter-Schäden
  • Versicherung des Hauses und der Nebengebäude
  • Schutz vor Elementarschäden mitdenken
  • Hohe Preisunterschiede – Individuellen Vergleich nutzen

Gebäudeversicherung: Was genau wird abgesichert?

Wird das eigene Haus stark beschädigt, erspart eine Gebäudeversicherung dem Eigentümer den finanziellen Ruin. Die Versicherung zahlt nicht nur, wenn das Wohngebäude durch Brand, Leitungswasser, Sturm und andere Ursachen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie schützt auch fest mit dem Haus verankerte Teile und weitere Gebäude auf dem Grundstück.

Inhaltsverzeichnis

Wer braucht eine Wohngebäudeversicherung?

Auf eine Gebäudeversicherung, auch Hausversicherung oder Wohngebäudeversicherung genannt, sollte kein Hauseigentümer verzichten. Denn kommt es zu schweren Schäden am Haus, sind diese ohne Versicherung in der Regel mit hohen wirtschaftlichen Einbußen verbunden. Haben Hausbesitzer nicht das Geld für notwendige Reparaturen, drohen sie im schlimmsten Fall sogar ihre finanzielle Absicherung für das Alter zu verlieren, das ihr Haus darstellen sollte. Eine Gebäudeversicherung ist daher „für Immobilienbesitzer empfehlenswert“, sagt auch die Verbraucherzentrale Hamburg.

Im Jahr 2015 hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mehr als 2,6 Millionen gemeldete Schäden registriert. Der Großteil ging auf Leitungswasserschäden zurück. Am teuersten sind allerdings Verwüstungen durch Naturgewalten wie Hochwasser. Den Schutz vor solchen Elementarschäden müssen Hausbesitzer normalerweise extra vereinbaren.

Leistungen einer Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung kommt für die finanziellen Folgen im Zuge eines versicherten Schadens am Haus oder an anderen, auf dem Grundstück stehende Objekte auf. Im Versicherungsschutz ist somit zum Beispiel eine Gartenlaube, eine Garage oder ein Geräteschuppen enthalten. Üblicherweise deckt die Gebäudeversicherung folgende Schäden ab:

  • Feuer durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion
  • Überspannung
  • Stürme mit einer Windstärke von mindestens 8, beziehungsweise 62 km/h
  • Hagel
  • Leitungswasser (bei bestimmungswidrigem Austreten)
  • Wasserschaden, entstanden durch Frost- und andere Bruchschäden

Auch Gegenstände wie Heizungen, Einbauküche und Antennen, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, werden in der Regel durch eine Gebäudeversicherung geschützt. Dennoch sollten Interessierte zu Versicherungsbeginn klären, welche Objekte mitversichert sind. Insbesondere Gebäude, die nicht direkt zur Immobilie gehören, müssen unter Umständen gesondert versichert werden, wie ein Gartenhaus in einer Kleingartensiedlung.

Bewegliche Gegenstände im Haus, etwa Möbel, Kleidung, Computer und andere Elektrogeräte, sind nicht durch die Gebäudeversicherung abgedeckt. Sollen auch diese bei Schäden wie Leitungswasser und Feuer geschützt sein, ist eine zusätzliche Hausratversicherung empfehlenswert.

Welche Kosten fallen für eine Gebäudeversicherung an?

Pauschal lassen sich die Kosten für eine Wohngebäudeversicherung nicht beziffern. Denn zu viele Risikofaktoren haben Einfluss auf die Beitragshöhe. Einerseits ist beispielsweise die Bauweise des Hauses relevant, andererseits die Art der Dachung. Ebenfalls wichtig ist der Standort des Eigenheims, dessen Nutzung sowie seine Ausstattung. Die Prämie hängt zudem davon ab, welchen Wert das Gebäude hat. Dieser wird mit dem sogenannten Wert 1914 berechnet.

Wie stark die Unterschiede durch kleine Abweichungen beim Haus ausfallen, zeigt beispielsweise Stiftung Warentest. Die Verbraucherorganisation hat für ihren letzten Gebäudeversicherung Test zwei Modellhäuser herangezogen: einen Neubau und eine Bestandsimmobilie. Schon allein hier variieren die Kosten bei den empfehlenswerten Anbietern von 124 Euro bis 238 Euro pro Jahr in Potsdam. Stünden die Häuser im teureren Düsseldorf, liegt die Spanne zwischen 233 Euro und 386 Euro jährlich.

Interessierte, die wissen möchte, was die Gebäudeversicherung für ihr Haus kostet, greifen daher am besten auf einen individuellen Tarifvergleich zurück. Durch die Abfrage verschiedener Kriterien lassen sich so optimale Anbieter finden.

Was bedeuten Wert 1914 und gleitender Neuwert?

Die Versicherungssumme einer Wohngebäudeversicherung bestimmt, wie viel Geld Versicherte bei einem Schaden maximal erhalten. Je höher der auch als Deckungssumme bekannte Betrag ist, desto umfangreicher ist die Entschädigung. Um die Versicherungssumme zu ermitteln, nutzen die Versicherungsunternehmen den sogenannten „Wert 1914“. Dieser besagt, welchen Wert das Haus im Jahr 1914 gehabt hätte.

Damit Kunden im Schadensfall immer so viel Geld bekommen, um das Haus so herzurichten, wie es vor dem Schaden war, wird der Wert 1914 mit dem Baupreisindex multipliziert. Dieser wird jährlich angepasst. Welchen Neuwert ein Haus 2016 zehn Jahre nach dessen Bau hat und wie hoch die Versicherungssumme entsprechend sein sollte, zeigt die folgende Beispielrechnung:

Da Häuser meist mehrere Jahrzehnte stehen, wird der Versicherungsumfang der Gebäudeversicherung ständig angepasst. Das passiert mit einem sogenannten gleitenden Neuwertfaktor. Damit werden die Beiträge regelmäßig hinsichtlich der Wertsteigerung des Hauses angeglichen. Die Entschädigungssumme entspricht dabei nicht nur den aktuellen Kosten für das Material. Auch die gegenwärtigen Löhne der Bauarbeiter werden berücksichtigt.

Wichtigen Schutz gegen Elementarschäden nicht vergessen

Elementarschadenschutz zahlen auch

Neben der Absicherung der Basisrisiken Feuer, Wasser, Sturm und Hagel sollten Hausbesitzer auch Schäden durch Naturgewalten abdecken. Dies ist aus mindestens zwei Gründen sinnvoll. Einerseits gibt es in Deutschland immer mehr heftige Stürme mit Starkregen und Hochwasser. Andererseits sind die dadurch verursachten Schäden in der Regel immens. Ohne eine zusätzliche Elementarschadenversicherung bleiben Hauseigentümer jedoch auf den verursachten Kosten sitzen.

Der Abschluss einer Elementarversicherung ist gerade in gefährdeten Gebieten, zum Beispiel an Flüssen oder in schneereichen Regionen, ratsam. Allerdings ereignet sich ein Großteil der Schäden in Gebieten außerhalb sogenannter Risikozonen. Entsprechend wichtig ist der Schutz für jedes Haus.

Die Elementarschadenversicherung bietet in Verbindung mit der Gebäudeversicherung eine umfassende finanzielle Absicherung vor so gut wie allen möglichen Gefahrenquellen rund um das Eigenheim. Die Zusatzversicherung für Elementarschäden kann nur in Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden.

Stolperfalle: Gesetzliche Sicherheitsregelungen beachten

Gerade in Bundesländern mit Rauchmelderpflicht sollten Sie unbedingt darauf achten, die kleinen Lebensretter an den vorgeschrieben Stellen im Eigenheim zu installieren. Bei fehlenden Rauchmeldern droht der Verlust Ihres Versicherungsschutzes.

Gebäudeversicherung steuerlich absetzen

Von der Steuer können in der Regel die Kosten teilweise abgesetzt werden, die dem Schutz oder der Vorsorge der eigenen Person dienen. Solche Ausgaben wie Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung werden steuerlich berücksichtigt. Der Schutz der eigenen Immobilie zählt allerdings nicht zu den absetzbaren Kosten, wenn die Besitzer im Haus leben. Die Wohngebäudeversicherung kann nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie eine vermietete Immobilie absichert. In diesem Fall gelten die Einkünfte über die Miete vor Steuer als Vorsorge und können somit als Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben werden.

Vermieter haben zwei Möglichkeiten, sich das Geld für ihre Gebäudeversicherung zurückzuholen. Entweder sie legen die Ausgaben für die Versicherung auf die Mietkosten um oder sie setzen sie von der Steuer ab.

Wohngebäudeversicherung bei Eigentümerwechsel

Wechselt der Eigentümer eines Gebäudes, muss die Wohngebäudeversicherung sofort informiert werden. Denn die Rechte und Pflichten aus der Versicherung gehen automatisch auf den neuen Besitzer über. Dieser kann den Vertrag übernehmen oder ihn innerhalb eines Monats kündigen und zu einem anderen Versicherer wechseln. Letzteres bietet sich bei einem neuen Eigentümer meist an. Denn dann können sich Kunden gegebenenfalls günstigere Angebote mit verbesserten Konditionen sichern. Wird das Haus inklusive Versicherung jedoch vererbt, besteht kein Recht auf Kündigung.

Achtung: Auch der Versicherer kann die Wohngebäudeversicherung bei einem Eigentümerwechsel kündigen. Dann endet der Vertrag einen Monat nach Erhalt des Kündigungsschreibens. Die Kündigung vonseiten des Anbieters sollten Kunden allerdings vermeiden, da es sonst zu Schwierigkeiten kommen kann, eine neue Gebäudeversicherung zu finden.

Stolperfalle: Welche Versicherungen sind in der Bauphase wichtig?

Wenn Sie als Bauherr ein Wohngebäude neu errichten oder umbauen, müssen Sie beachten, dass Sie mehr als eine Gebäudeversicherung brauchen. Um vollständig versichert zu sein, ist vor allem eine Bauherrenhaftpflicht wichtig. Sie erstattet alle Schäden, die vom Bau oder Baugrundstück ausgehen.

Gebäudeversicherung: Bei Leerstand muss Versicherung informiert werden

Die Gebäudeversicherung muss über Leerstand, Bauarbeiten oder andere Veränderungen am Eigenheim informiert werden. Anderenfalls besteht unter Umständen kein Versicherungsschutz. Denn alle Umbaumaßnahmen oder der Leerstand des Hauses – auch wenn nur vorübergehend – zählen für die Versicherung als gefahrenerhöhende Umstände. Der Versicherer muss darüber hinaus in Kenntnis gesetzt werden, wenn einzelne Zimmer im Haus umfunktioniert werden – also wenn ein Arbeitszimmer beispielsweise zum Kinderzimmer wird oder ein Teil beziehungsweise die ganze Immobilie als Gewerbe genutzt werden soll.

Nach dem Umbau des Hauses kann die Versicherung teurer werden. Denn fast jede Baumaßnahme erhöht den Wert der Immobilie. Wird die Gesellschaft nicht informiert, kann sie im Schadenfall die Leistungen verweigern oder nur teilweise erstatten, weil eine sogenannte Unterversicherung besteht.

Welche Gebäudeversicherung ist die richtige?

Bei der Wahl der richtigen Versicherung dienen Tests bekannter Verbraucherschutzorganisationen als ideale Entscheidungshilfe. Denn mittlerweile gibt es dutzende Anbieter und hunderte Tarife. Ein Blick auf die Tests kann allerdings einen genauen Vergleich der Versicherungen nicht ersetzen, schon allein aufgrund der verschiedenen Faktoren, die für die Beitragsberechnung wichtig sind.

Da zwischen den günstigsten und den teuersten Versicherungen mehrere hundert Euro liegen können und sich die Leistungen der Versicherungen unterscheiden, ist es ratsam, einen individuellen Vergleich verschiedener Wohngebäudeversicherungen durchzuführen. Unser kostenloser Tarifvergleich bietet eine einfache Möglichkeit, ein passendes Angebot zur Absicherung der eigenen vier Wände zu finden.

Источники: http://www.helberg.info/versicherungen/versicherungssparten/wohngebaudeversicherung/, http://www.helberg.info/versicherungen/versicherungssparten/gebaudeversicherung/wert-1914-wert-heute-der-baupreisindex/, http://www.finanzen.de/gebaeudeversicherung

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here