Gleitender neuwert

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Wert 1914: Basiswert für Versicherungen

Zuletzt aktualisiert am 22.09.2017

Der Wert 1914, auch Gebäudeversicherungswert 1914 oder einfach 1914er Wert genannt, ist ein theoretischer Wert, der vor allem für den Abschluss von Wohngebäudeversicherungen wichtig ist. Die Versicherer ermitteln mit Hilfe dieses Werts die Versicherungssumme und die Höhe der Prämien. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, was es mit diesem Versicherungswert auf sich hat, wie er sich berechnet und welche Vorteile das Berechnungssystem bietet.

Inhaltsverzeichnis

Bei dem Wert 1914 handelt es sich um einen fiktiven Rechenwert, der als einheitliche Grundlage zur Ermittlung des Gebäudeneubauwerts und der Prämienhöhe verwendet wird. Das Jahr 1914 dient als Basis, da dies das letzte Jahr in Deutschland war, in dem drei wichtige Faktoren gegeben waren:

  1. Stabile (und damit aussagekräftige) Baupreise.
  2. Währung war goldgedeckt.
  3. Außergewöhnliche Baupreissteigerungen lagen nicht vor.

Der Wert 1914 an sich gibt den Neubauwert des Gebäudes im Jahr 1914 an. Mit Hilfe des jährlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baupreisindex lässt sich der Wert 1914 umrechnen, sodass der Neubauwert für ein beliebiges Jahr ermittelt werden kann – sofern für dieses Jahr ein Baupreisindex vorliegt:

  • Wert 1914 = Neubauwert ÷ (Baupreisindex ÷ 100)

Neubauwert ist nicht gleich Verkehrswert

Beim Neubauwert handelt es sich um den Betrag, der nötig wäre, um bei einer völligen Zerstörung der Immobilie das Gebäude im gleichen Zustand wieder aufzubauen. Dieser Wert ist vor allem für Versicherungen von Bedeutung, hat aber nichts mit dem Verkehrswert der Immobilie zu tun, dem Betrag also, der für das Gebäude bei einem Verkauf auf dem freien Markt erzielt werden kann. Häufig liegen Neubauwert und Verkehrswert sogar weit auseinander – ein großes und hochwertiges Haus in ungünstiger Lage könnte beispielsweise nur einen Verkehrswert von 250.000 Euro haben, während sich der Neubauwert aufgrund der Größe und Ausstattung auf 350.000 Euro beläuft. Würde man in diesem Fall den Verkehrswert als Versicherungswert zugrunde legen, bestünde eine massive Unterversicherung.

Lag 2005 der Gebäude-Neubauwert beispielsweise bei 250.000 Euro und Sie möchten den Neubauwert für 2015 ermitteln, ist dies ohne weiteres durch die Umrechnung des Werts 1914 möglich. Der Wert 1914 für das Gebäude beträgt 23.732,68 Mark (Baupreisindex für 2005: 1.053,4), woraus sich ein Neubauwert von 310.969,24 Euro für das Jahr 2015 ergibt (Baupreisindex 2015: 1.310,3).

Die exakte Ermittlung des Neubauwerts ist für Wohngebäudeversicherungen sehr wichtig, daher werden die Versicherungssummen aller Gebäudeversicherungen jährlich angepasst. Würde dies nämlich nicht geschehen, käme es sehr schnell zu einer Unterversicherung – ein Gebäude wäre dann beispielsweise für 250.000 Euro versichert, nach zehn Jahren läge der Neubauwert aber, wie oben im Beispiel gezeigt, bereits bei rund 311.000 Euro.

Baupreisindizes seit 1995

Der große Vorteil des Werts 1914 ist, dass er sich nicht mehr verändert, sobald man ihn einmal ermittelt hat. Er dient damit als stabile Grundlage für die Berechnung des Neubauwerts für verschiedene Jahre.

Weitere Faktoren für tatsächliche Versicherungssumme

Bei der tatsächlichen Ermittlung der Versicherungssumme spielen für die Versicherungen allerdings noch andere Aspekte eine Rolle, nämlich:

  • Der Gebäudetyp der versicherten Immobilie
  • Art und Anzahl der Nebengebäude, wie etwa Garagen oder Gartenhäuser
  • Bauausführung und -ausstattung
  • Wohnfläche

Diese Aspekte lassen sich nicht über den Wert 1914 abbilden, haben aber große Auswirkungen auf den Neubauwert eines Gebäudes. Schließlich verursacht der Neubau einer Garage zusätzliche Kosten, ebenso ist der Bau eines Hauses mit größerer Wohnfläche automatisch auch mit höheren Kosten verbunden.

Was tun ohne Wert 1914?

Nicht jeder Versicherungsnehmer ist ohne weiteres in der Lage, den Wert 1914 zu ermitteln – sei es, weil er den Neubauwert seiner Immobilie für kein Jahr kennt, oder weil er nicht über den Baupreisindex des entsprechenden Jahres verfügt.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass damit eine Gebäudeversicherung ausgeschlossen ist: Den meisten Versicherern genügt es, sofern der Neubauwert für ein bestimmtes Jahr bekannt ist, denn anhand dieses Werts können sie den Wert 1914 bestimmen. Oftmals ist aber auch die Wertermittlung durch einen Bausachverständigen ausreichend. Bestand bereits eine Gebäudeversicherung, lässt sich der Wert 1914 in der Regel auch dem alten Versicherungsschein entnehmen.

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Der gleitende Neuwertfaktor

Es existiert neben dem Wert 1914 noch ein Anpassungsfaktor, der für Gebäudeversicherungen wichtig ist: Der gleitende Neuwertfaktor. Dieser Faktor wird jährlich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) errechnet und basiert auf dem Baupreisindex sowie dem Tariflohnindex für das Baugewerbe, den das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Er dient den Versicherungen zur Berechnung der Prämienhöhe für Gebäudeversicherungen, ist allerdings nicht bindend für die Versicherungen und kann daher von ihnen – je nach wirtschaftlicher Lage – angepasst werden.

Grundsätzlich wird die Lohnentwicklung zwar bereits im Baupreisindex berücksichtigt, da es sich bei den meisten gemeldeten Schadensfällen aber nicht um Totalschäden, sondern um Teilschäden handelt – bei denen die Lohnkosten stärker ins Gewicht fallen – wird der Tariflohnindex für das Baugewerbe beim gleitenden Neuwertfaktor noch einmal mit 20 Prozent berücksichtigt. Daher liegt der gleitende Neuwertfaktor auch stets mindestens drei Punkte über dem Wert des Baupreisindex.

Die Formel für die Berechnung der Prämienhöhe lautet:

  • Prämienhöhe = Wert 1914 × gleitender Neuwertfaktor × Beitragssatz

Der Beitragssatz wird von den Versicherungen festgelegt und kann bei diesen eingesehen werden.

Vergleich der Versicherungsangebote ist wichtig

Grundsätzlich ist bei allen Arten von Versicherungen ein Vergleich der Angebote sinnvoll, denn die Konditionen und Prämien unterscheiden sich teils deutlich – Gebäudeversicherungen bilden hier keine Ausnahme. Bei der Gebäudeversicherung kommt aber noch ein weiterer Aspekt hinzu: Der gleitende Neuwertfaktor. Dieser wird zwar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ermittelt und an alle Mitglieder weitergeleitet, der Wert wird allerdings nicht veröffentlicht und ist für die Mitglieder bei der Berechnung der Prämienhöhe auch nicht bindend.

Allein durch die Anpassung des gleitenden Neuwertfaktors können sich also schon Unterschiede bei der Prämie ergeben, zudem haben Sie als Verbraucher keine Möglichkeit zu überprüfen, ob eine Versicherung den Faktor des GDV übernommen oder selbst noch nachträglich angepasst hat. Aus diesem Grund ist im Bereich Gebäudeversicherungen ein regelmäßiger Vergleich der Angebote besonders wichtig.

Da der gleitende Neuwertfaktor einmal im Jahr neu berechnet wird, sollten Sie auch jährlich einen Vergleich der Versicherungsangebote durchführen. Der Vergleichsrechner von FinanceScout24 kann Ihnen dabei helfen, die günstigsten Angebote für Ihre Immobilie zu finden. Dabei sollten Sie aber natürlich die Kündigungsfrist Ihres laufenden Vertrags beachten – ein Vergleich wird Sie trotz verschiedener günstigerer Angebote nicht weiterbringen, wenn Sie Ihren Vertrag erst in neun oder zwölf Monaten kündigen können.

Die Hausratsversicherung nicht vergessen

Über eine Gebäudeversicherung sind nur die Immobilie selbst und fest eingebautes Mobiliar versichert. Wollen Sie einen wirklich umfassenden Schutz für Ihr Haus oder Ihre Wohnung, sollten Sie darüber nachdenken, zusätzlich zur Gebäudeversicherung auch eine Hausratversicherung abzuschließen. Diese kommt für Schäden an beweglichen Einrichtungsgegenständen auf – und das übrigens nicht nur bei Schäden durch Unfälle, sondern auch bei Vandalismus und Diebstahl.

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Baupreisindex: Was Sie wissen sollten

Vandalismus und der Versicherungsschutz

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15 Fragen

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Unser Haus wurde nach Aussage des Vorbesitzers, der zur Familie des Hausbausers gehörte, im Jahr 1912 gebaut. Wir haben kein Unterlagen über das Haus erhalten. Wie kann man da den Wert von 1914 .

Muß ich den Versicherungswert erhöhen , wenn er zum gleitenden Neuwert abgeschlossen wurde ?

Guten Tag, ich habe einen aktuellen Neuwertfaktor von 17,0300, wie hoch ist dann die aktuelle Versicherungssumme in Euro im Schadensfall?

Auf meinem Berechnungsbogen GV wurde ein 20.700 von 1914 falsch berechnet. Lt . Angaben keller, EG, OG ausgebaut. 165,00 euro und Kliniker 5 euro 170x 172m 29700 Mark . Ist das schlimm ist das .

Zur Ermittlung des Versicherungswertes benötigt der Versicherer Angaben zur Wohnfläche des Gebäudes. Das Dachgeschoss ist ausgebaut, allerdings ist die Wohnfläche durch die Dachschräge .

Ich habe ein Mehrfamilienhaus gebaut im letzten Jahr für einen Betrag von 2 Mio. €. dafür habe ich eine Gebäudeversicherung abgschlossen. Die Versicherung wollte nur unterversicherungsverzicht .

Da die Gebaeude und Hausratversicherung nach qm berechnet wurde. Das Nachlassgericht verlangt aber ausdrücklich diesen Index 1914. Wo kann ich diesen fuer mein 1980 erbautes Haus hergekommen.

Unsere zwei Häuser wurden von der Bank auf 197.000,- € geschätzt .Versichert sind sie insgesamt über 780.000,-€. Will die Bank uns da drücken oder istdas normal ,das die Versicherungssumme so hoch .

Wir haben ein Haus erworben mit Scheune und Grundstück wurde geteilt, so das die weiteren vorhandene relativ neuen Lagerhallen mit 2/3 des Grundstücks nicht zu uns gehören. Das Haus selbst ist .

Unser geerbtes Haus ist mit Wert 1914 44.500 Mart versichert. Da inzw. kein Laden mehr drin ist u. nur ca. 200 qm bewohnbar sind, möchten wir den Wert 1914 auf 22.500 senken. Der Vers.-Vertreter .

Wir haben ein Versicherungsangebot unseres jetzigen Versicherers Signal-Iduna erhalten. In unserem aktuellen Vertrag ist die Berechnungsgrundlage nach VSU Wert 1914. Nun erhalten wir ein .

wie kann ich diesen Wert BASISWErT für die Wohngebäudeversicherung ermitteln: bei meinem Haus – Jugendstilvilla Bad Honnef 1905 BJ ermitteln?

wie kann ich das ausrechnen??

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Gleitender neuwert

Grundlage der Gleitende Neuwertversicherung ist die Versicherungssumme 1914. Der nach der Versicherungssumme 1914 errechnete Gebäudewert wird jährlich durch Anpassung des gleitender Neuwertfaktors auf dem Wiederherstellungswert des Gebäudes zum Jahr des jeweiligen Schadeneintrittes gehalten. D.h. selbst wenn die Baupreise steigen erhalten Sie im Schadensfall ein Gebäude gleicher Art und Ausstattung. Ob Sie diesen Wert heute überhaupt noch brauchen hängt von Ihrem Versicherungstarif ab. Die heutigen Gebäudeversicherungstarife berechnen, wie zum Beispiel der Immo Protect Tarif, die Versicherungssumme nach Quadratmetern und einer hierzu passenden Quadratmeterversicherungssumme.

Einen Nachteil hat die Versicherung nach gleitendem Neuwert übrigens auch, da die Anpassung an den Widerherstellungswert von der Baupreisentwicklung in Deutschland abhängig ist, steigen in diesem Zusammenhang auch die Versicherungsprämien.

Wichtig: Werden nach der erstmaligen Summenermittlung Neu-, Um- und Anbauten durchgeführt, müssen diese der Gesellschaft gemeldet werden, damit die Versicherungssumme entsprechend angepasst wird.

Umrechnungsbeispiel Versicherungssumme/Versicherungswert ihres Wohngebäudes:

Bei bekanntem „gleitendem Neuwertfaktor“ (in Policen auch Anpassungsfaktor genannt) und Wert 1914 (aus dem Versicherungsschein)

gleitender Neuwertfaktor“ 2010 = 15,2 * Wert 1914 = Versicherungssumme

Gleitender Neuwertfaktor aus dem Jahr

Alpahbetischer Index, Wohngebäudeversicherung Lexikon:

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Werte in der Wohngebäudeversicherung

Im Zusammenhang mit der Wohngebäudeversicherung gibt es insgesamt vier Werte die in Betracht kommen:

Im Rahmen der Wohngebäudeversicherung ist ein Gebäude zum ortsüblichen Neubauwert versichert.

Um die Versicherungssumme zur Wohngebäudeversicherung zu ermitteln, wird der Wert eines Gebäudes auf den Wert in Mark umgerechnet, den es im Jahr 1914 gehabt hätte.

1914 war das letzte Jahr in Deutschland mit relativ stabilen Baupreisen. Aufgrund des Ersten Weltkrieges und der nachfolgenden Weltwirtschaftskrise war die Inflation so hoch, dass Immobilien und auch Grund und Boden an Wert gewannen. Gleichzeitig stiegen die Baupreise überproportional an.

Die Versicherer hätten daraufhin die Versicherungssummen erhöhen können, haben sich jedoch für ein Verfahren entschieden, das noch heute Gültigkeit hat:

Die Preise des Jahres 1914 werden ermittelt und mit einem Faktor multipliziert, der stetig überprüft und anhand der sich verändernden Baupreisindices aktualisiert. Daraus ergibt sich der gleitende Neuwertfaktor.

Dieser Neuwertfaktor wird turnusmäßig angepasst und erhöht, so dass der stetig, mit den Jahren steigende Wert Ihrer Immobilie berücksichtigt wird und inflationsbedingte Schwankungen ausgeglichen werden.

Bei der Berechnung der Versicherungssumme zu Ihrer Wohngebäudeversicherung werden nicht nur Größe, Ausstattung und Ausbau des Gebäudes nach Preisen des Jahres 1914 berücksichtigt, sondern auch Architektengebühren, Konstruktions- und Planungskosten und evtl. erbrachte Eigenleistungen.

Auch die Region wird bei der Wertermittlung berücksichtigt, da die Baupreisentwicklung in den Regionen unterschiedlich verläuft.

Onlinerechner für die Wohngebäudeversicherung

  • Individuellen Versicherungswunsch vorgeben
  • Online vergleichen und direkt abschließen

Gleitende Neuwertversicherung:

Die gleitende Neuwertversicherung hat den großen Vorteil für den Eigentümer dass der Versicherer unbegrenzt haftet, wenn der Wert 1914 richtig ermittelt wurde. Eine Beschränkung der Versicherungsleistung auf die Hochrechnung aus der Versicherungssumme 1914 mit dem aktuellen Baupreisindex ist nicht zulässig.

Die Versicherungssumme 25.000 Mark aus 1914 entspräche einer Versicherungssumme 275.190,- € aus 2003. Kostet der Wiederaufbau des versicherten Gebäudes in gleicher Größe und Ausstattung zzgl. möglicherweise anfallender Kosten und einem versicherten Mietausfall 310.000,- € muss der Versicherer auch diese Summe bezahlen. Eine Begrenzung der Entschädigung auf die hochgerechnete Summe von ca. 275 TSD ist nicht zulässig, wenn der Versicherungswert 1914 mit 25.000,- Mark richtig ermittelt wurde.

Zum 01.01 jeden Jahres erhöht oder vermindert sich der gleitende Neuwertfaktor entsprechend des, vom Statistischen Bundesamtes veröffentlichten, Baupreisindex für Wohngebäude.

Der gleitende Neuwertfaktor wird auf eine Stelle hinter dem Komma gerundet.

Innerhalb eine Monats nach Zugang der Mitteilung über die Erhöhung des gleitenden Neuwertfaktors können Sie als Versicherungsnehmer durch schriftliche Ablehnung der Erhöhung mit Wirkung zum Zeitpunkt des in Krafttretens der Erhöhung widersprechen. Die Versicherung wandelt sich dann von einer gleitenden Neuwertversicherung in eine Neuwertversicherung, und zwar zur bisherigen Prämie und mit der bisherigen Versicherungssumme, die sich aus der Versicherungssumme 1914 multipliziert mit dem zum Zeitpunkt des Widerspruchs geltenden Baupreisindexes für Wohngebäude ergibt.

Möglichkeiten zur Wertermittlung

Der Versicherungswert eines Gebäudes kann auf verschiedene Arten ermittelt werden:

  • durch einen Wertermittlungsbogen der Versicherer,
  • durch die Schätzung einen Bausachverständigen,
  • Umrechnung der ursprünglich aufgewendeten Baukosten.

Auf Grundlage dieser Werte kann die Versicherungssumme ermittelt werden.

Der Versicherungswert auf aktueller Preisbasis

Bei der Versicherung nach Neuwert richtet sich der Versicherungswert ebenfalls nach dem ortsüblichen Neubauwert mit Planungs- und Konstruktionskosten, aber nach den aktuellen Preisen. Das heißt, der Wert wird nicht jedes Jahr angepasst, sondern der Versicherungsnehmer muss selbst die Baupreisentwicklung beobachten und für die Anpassung der Versicherungssumme sorgen. Tut er dies nicht besteht die Gefahr der Unterversicherung. Somit kann sich die Versicherung des Gebäudes nach Neuwert für den Versicherungsnehmer nachteilig auswirken.

Der Zeitwert ist gleich dem Neuwert abzüglich der Wertminderung, die sich aus Alter und Abnutzung ergibt. Deshalb wird eine Versicherung zum Zeitwert nur in sehr seltenen Fällen gewählt, dies kann dann der Fall sein, wenn ein Gebäude aufgrund einer erheblich über dem Durchschnitt liegenden Gefahrenklasse eingeordnet wird.

Wenn ein Gebäude wegen erheblicher Gefahren nicht mehr zu Wohnzwecken verwendet werden kann oder es zum Abbruch bestimmt ist, gilt als Versicherungswert der gemeine Wert.

Dieser ergibt sich aus dem erzielbaren Verkaufspreis des Gebäudes (ohne Wert des Baugrundes und der nicht versicherten Grundstücksbestandteile).

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Источники: http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/wert-1914, http://www.vsc-online-service.de/gleitender-neuwert-gebaeudeversicherung.htm, http://www.versicherung-vergleiche.de/gebaeudeversicherung/werte.htm

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