Genesungsgeld unfallversicherung

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Genesungsgeld unfallversicherung

Tagegeld, Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld

Zusätzlich zu den klassischen Leistungen einer Unfallversicherungen lassen sich auch Vereinbarungen über ein Tagegeld, Krankenhaustagegeld oder Genesungsgeld treffen. Von derartigen Bestandteilen sollten Sie im Regelfall jedoch eher Abstand nehmen.

Diese Vereinbarungen treiben den Preis der Unfallversicherung oft unnötig in die Höhe und Nutzen dem Versicherten häufig sehr wenig. Zwischen den jeweiligen Zusatzversicherungen bestehen allerdings Unterschiede, die wir Ihnen nachfolgend kurz aufzeigen möchten.

Unfallversicherung und Tagegeldversicherung

Das Tagegeld wird im Gegensatz zum Krankenhaustagegeld an jedem Tag gezahlt, an dem der Versicherungsnehmer in Folge eines Unfalls in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt oder in ärztlicher Behandlung ist und dadurch keine Arbeitsleistung für den eigenen Unterhalt erbracht werden kann. Eine Kopplung an eine stationäre Behandlung wie beim Krankenhaustagegeld besteht dabei nicht.

Tagegeld wird maximal für ein Jahr bezahlt. Die Höhe der Leistung ist abhängig vom Invaliditätsgrad.

Die Tagegeldversicherung ist also grundsätzlich geeignet Einkommensverluste kurzfristig zu überbrücken. Da die Unfallversicherung häufig erst dann leistet, wenn alle Behandlungen abgeschlossen und ein bestimmter Invaliditätsgrad ärztlich festgestellt wurde, kann das Tagegeld eine Überbrückung bis zur eigentlichen Versicherungsleistung darstellen.

Die Notwendigkeit dieser Zusatzversicherung darf trotzdem bezweifelt werden. So besteht für Arbeitnehmer ja zunächst einmal die Lohnfortzahlung bis zum 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Ob darüber hinaus gar keine Arbeitsleistung mehr erbracht werden kann, ist bei der Masse der Unfälle statistisch eher weniger wahrscheinlich.

Eine solche, teure Zusatzversicherung sollte also nur dann abgeschlossen werden, wenn praktisch keine Rücklagen zur Verfügung stehen, kein Anspruch auf Lohnfortzahlungen oder Versorgungsleistungen aus anderen Versicherungen besteht und die eigene Arbeitsleistung direkt ans Einkommen gekoppelt ist. Hier kommen eigentlich nur gering verdienende Freiberufler und Selbstständige (die nur von der eigenen Arbeitskraft leben) in Frage, die nicht über entsprechende alternative Versicherungen verfügen.

Unfallversicherung und Krankenhaustagegeld

Das Krankenhaustagegeld wird für die Dauer einer stationären Behandlung in Folge eines Unfalls gezahlt. Der Leistungszeitraum beträgt maximal 2-5 Jahre, je nach Versicherungsbedingungen. Auch das Krankenhaustagegeld gehört zu den weniger wichtigeren, dafür aber teureren Versicherungen.

Speziell für Arbeitnehmer ist das Krankenhaustagegeld eher nicht interessant. Selbstständige und Freiberufler sollten prüfen, welchen Anspruch sie zum Beispiel aus der gesetzlichen Krankenversicherung oder durch die private Krankenversicherung bereits geltend machen können.

Je nachdem wie leistungsfähig der Schutz durch die eigene Krankenversicherung ist, macht es bei Bedarf tendentiell mehr Sinn eine private Krankenhaustagegeldversicherung abzuschließen oder diesen Leistungsumfang in eine bestehende private Krankenversicherung zu übernehmen, als diese Zusatzversicherung an die Unfallversicherung zu koppeln.

Die Deutschen neigen ja tendentiell dazu, sich unbedingt gegen jede Eventualität versichern zu wollen, die Krankenhaustagegeld Zusatzversicherung zur Unfallversicherung können Sie sich im Regelfall aber wirklich sparen.

Zusatzversicherung für Genesungsgeld

Zusätzlich zur Krankenhaustagegeldversicherung kann auch ein Genesungsgeld zusätzlich zur Unfallversicherung vereinbart werden. Hier würde die Leistung bei Entlassung aus dem Krankenhaus beginnen und spätestens bei Gesundschreibung durch einen Arzt oder nach Ablauf von 100 Tagen enden.

Auch diese Versicherungsleistung ist unnötig teuer und nicht zu empfehlen.

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Genesungsgeld

Genesungsgeld ist ein Bestandteil der privaten Unfallversicherung und kann zusätzlich in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen werden. In den Basisleistungen einer Unfallversicherung ist dies im Normalfall nicht enthalten. Nach einem Unfall fehlen häufig finanzielle Mittel, da man bei längerer Krankheit nur 80 % seines Nettolohnes erhält. Somit lässt sich diese finanzielle Lücke einfach schließen. Weitere Kosten, die nach einem Unfall auf uns zukommen, werden ebenfalls mit dem Genesungsgeld abgedeckt. Wenn wir eine Haushaltshilfe benötigen, sollten solche Zahlungen auch getätigt werden können. Diesen hervorragenden Service bietet nur die private Unfallversicherung. Nicht nur für private Unfälle werden diese Gelder gezahlt, sondern auch für Unfälle, die sich am Arbeitsplatz ereignen. Diese Leistung wird für die gleiche Dauer, wie die des Krankenhausaufenthaltes erbracht. Die Höhe des Genesungsgeldes hängt vom abgeschlossenen Krankenhaustagegeld ab. Die Zahlungsdauer liegt bei maximal 100 Tagen. Wenige Versicherer bieten eine Zahlungsdauer von 150 Tagen an.

Je nach Zahlungsdauer kann die Leistung prozentual heruntergeschraubt werden. Jeder Versicherer hat andere Abstufungsregelungen im Vertrag vereinbart. Die Abstufungen richten sich nach dem Grad der Genesung. In der Regel zahlen die Unfallversicherer in der 1. Woche nach dem Krankenhausaufenthalt 100 % Genesungsgeld. Nach mehreren Tagen kann beispielsweise eine Abstufung auf 25 % des Tagessatzes erfolgen.

Praxisbeispiel für die Leistung des Genesungsgeldes einer privaten Unfallversicherung:

Herr Mayer hat eine Unfallversicherung abgeschlossen mit 25 Euro Krankenhaustagegeld und 25 Euro Genesungsgeld. Er erleidet einen Arbeitsunfall, sodass er unmittelbar ins Krankenhaus eingeliefert wird. Sieben Tage lang dauert der Aufenthalt. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt zu Hause nochmal sieben Tage. Die private Unfallversicherung leistet 350 Euro an Herrn Mayer.

Die Staffelungen findet man in Versicherungsbedingen. Sollte man wegen eines Unfalls mehrfach mit Unterbrechungen im Krankenhaus liegen, so wird der Krankenhausaufenthalt für die Zahlung des Genesungsgeldes als unterbrochen gewertet. Fällig wird das Geld bei Entlassung aus dem Krankenhaus.

Empfehlung für den Abschluss einer Unfallversicherung: Achten Sie darauf, dass Sie ein Krankenhaustagegeld mit im Unfallvertrag vereinbaren. Wichtig dabei ist, dass Sie beachten keine Doppelversicherung zu erhalten. In vielen Fällen hat der Kunde bereits ein Krankenhaustagegeld in Form eines Einzelvertrages. Denn der Unfallvertrag leistet nur Krankenhaustagegeld in Verbindung mit dem Unfall. Wenn schon ein Krankenhaustaggeldvertrag vorliegt, benötigen Sie nicht unbedingt einen weiteren.

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Was ist ein Genesungsgeld?

Hat man einen Krankenhausaufenthalt hinter sich, brauchen die meisten einen bestimmten Zeitraum, um wieder ganz gesund zu werden. Ein an das Krankenhaustagegeld anschließende Genesungsgeld kann helfen, die hohe finanzielle Belastung abzumildern.

Ein Genesungsgeld wird gezahlt, wenn der Patient zu einer privaten Unfallversicherung oder einer privaten Krankenversicherung, ein Krankenhaustagegeld und ein Genesungsgeld mit vereinbart hat. Dazu muss der Versicherte eine vollstationäre Behandlung im Krankenhaus hinter sich haben, bei der er auch ein Krankenhaus-Tagegeld bezogen hat. Das Genesungsgeld soll die Lücke zwischen Gesundung und der Erwerbsfähigkeit des Kranken überbrücken und ist abhängig vom geleisteten Krankenhaustagegeld.

Um bei einer Unfallversicherung Genesungsgeld beziehen zu können, muss die Behandlung im Krankenhaus durch einen Unfall verursacht worden sein.

Wie lange bekommt man Genesungsgeld?

Das Genesungsgeld wird gezahlt, wenn der Versicherte nach dem Krankenhausaufenthalt weiterhin krankgeschrieben wurde. Manche Versicherungen vereinbaren Staffelbeträge, in denen zum Beispiel bis zum zehnten Tag Krankschreibung 100% des Krankenhaustagesgeldes, von Tag 11 bis 20 nur noch 50% und dann 25 % gezahlt werden bis längstens 100 Tage. Diese Staffelung entspricht in etwa dem Genesungsweg, bis der Versicherte wieder voll belastbar ist.

Bei einigen Versicherungen wird der volle Betrag ohne Staffelung sogar bis zu 150 Tage gezahlt, das führt aber auch zu einem teuren Vertrag.

Versicherungsklauseln prüfen

Muss man mehr als einmal wegen derselben Krankheit vollstationär behandelt werden, wird die Zeit als durchgehender Krankenhausaufenthalt gewertet. Wie und in welchem Umfang dann Genesungsgeld gezahlt wird, sollte mit der Versicherung vor Vertragsabschluss geklärt werden, da auch Versicherungen die das Genesungsgeld in Höhe des Krankenhaustagegeld versprechen, das Genesungsgeld unter diesen Bedingungen staffeln können.

Wer sich entscheidet ein Genesungsgeld in den Vertrag mit aufzunehmen, sollte unbedingt die Bedingungen und die Preise vergleichen. Auch die Höhe des Krankenhaustagegeldes sollte so abgestimmt werden, da das Genesungsgeld abhängig von dieser Größe ist.

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Источники: http://www.versicherung-tipps.net/unfallversicherung/tagegeld.html, http://www.unfallversicherung.net/genesungsgeld/, http://www.versicherung-in.de/was-ist-ein-genesungsgeld-4820/

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