Gebäudeversicherung leitungswasser

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Leitungswasser

Wann sind Schäden durch Leitungswasser versichert?

Schäden durch Leitungswasser sind weniger spektakulär als solche durch Brand, Blitzschlag oder Explosionen. Die versicherte Gefahr Leitungswasser verursacht in der verbundenen Wohngebäudeversicherung jedoch eine größere Schadenquote als die Gefahren Feuer bzw. Sturm und Hagel.

Der Versicherungsschutz deckt drei Teilbereiche ab: Bruchschäden innerhalb von Gebäuden, Bruchschäden außerhalb von Gebäuden und Nässeschäden. Im Bedingungswerk zur Wohngebäudeversicherung regelt § 3 VGB 2010 (1914) die Behandlung der Gefahr “Leitungswasser”.

Abgrenzung zwischen Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung

Im Hinblick auf Schäden durch Leitungswasser ist zunächst eine Abgrenzung zwischen der Hausratversicherung und der Wohngebäudeversicherung erforderlich. Schäden an Rohren der Wasserversorgung, Heizungsanlagen und leitungswasserführenden Installationen sind unter bestimmten Umständen in der Hausratversicherung versichert bzw. unversichert, wenn keine Hausratversicherung besteht.

Die Hausratversicherung ist für versicherte Installationen zuständig, die der Versicherungsnehmer als Mieter oder Eigentümer auf eigene Kosten und auf eigene Gefahr zusätzlich angeschafft hat. Werden lediglich Installationen ausgetauscht, die bereits von Anfang an zum Gebäude gehörten, fallen sie unter die Zuständigkeit der Wohngebäudeversicherung.

Bruchschäden innerhalb von Gebäuden

In § Nr. 1 VGB 2010 (1914) sind die Rohre und Installationen im Innern des Gebäudes aufgeführt, für die Versicherungsschutz besteht. Als innerhalb des Gebäudes “gilt der gesamte Baukörper, einschließlich der Bodenplatte”. Auch Rohre von Solarheizungsanlagen auf dem Dach gelten als Rohre innerhalb des Gebäudes. Nicht versichert sind Rohre und Installationen unterhalb der Bodenplatte, sofern nicht etwas anderes vereinbart wurde.

Schutz besteht für frostbedingte und sonstige Bruchschäden an Rohren

  • Der Wasserversorgung (zu- oder Ableitungen) oder den damit verbundenen Schläuchen (§ 3 Nr. 1 a) aa) VGB 2010 (1914)
  • Der Warmwasser- oder Dampfheizung sowie Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen (bb)
  • Von Wasserlösch- und Berieselungsanlagen sowie Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen (cc)

Bedingung ist, dass die vorgenannten Rohre nicht Bestandteil von Heizkesseln, Boilern oder vergleichbaren Anlagen sind.

Schutz besteht ferner für frostbedingte (nicht sonstige!) Bruchschäden an

  • Badeeinrichtungen, Waschbecken, Spülklosetts, Armaturen (z. B. Wasser- und Absperrhähne, Ventile, Geruchsverschlüsse, Wassermesser) sowie deren Anschlussschläuche (§ 3 Nr. 1 b) aa) VGB 2010 (1914)
  • Heizkörper, Heizkessel, Boiler oder vergleichbare Teile von Warmwasserheizungs-, Dampfheizungs-, Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen

Ein Rohrbruch im Sinne der Versicherungsbedingungen liegt vor, wenn ein Rohr bricht oder durch Korrosion Risse oder Löcher im Rohr entstehen. Ist lediglich eine Rohrverbindung undicht und kommt es infolge dessen zum Austritt von Wasser, kommt der Wohngebäudeversicherer nicht für die Reparaturarbeiten am Rohr selbst aus. Sofern durch das austretende Wasser Schäden an anderen versicherten Sachen entstehen, sind diese als Nässeschaden allerdings versichert.

Bruchschäden außerhalb von Gebäuden

Auch für frostbedingte und sonstige Schäden an Rohren außerhalb des Versicherungsgebäudes besteht Versicherungsschutz. Gemäß § 3 Nr. 2 VGB 2010 (1914) leistet der Versicherer Entschädigung “für außerhalb von Gebäuden eintretende frostbedingte und sonstige Bruchschäden an den Zuleitungsrohren der Wasserversorgung oder an den Rohren der Warmwasserheizungs-, Dampfheizungs-, Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen”.

Die Haftungszusage gilt für Rohre, die der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen. Sie müssen sich auf dem Versicherungsgrundstück befinden. Zudem muss der Versicherungsnehmer selbst (und nicht etwa ein Nachbar oder eine Gebietskörperschaft) die Gefahr für die Rohre tragen.

Nässeschäden sind Schäden an versicherten Sachen, die durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser entstehen. Die verbundene Wohngebäudeversicherung deckt solche Schäden ab und zahlt, wenn versicherte Sachen zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen. Der entsprechende Paragraf im Bedingungswerk ist § 3 Nr. 3 VGB 2010 (1914).

Demnach besteht für Nässeschäden nur Versicherungsschutz, wenn das Wasser “aus Rohren der Wasserversorgung (Zu- und Ableitungen) oder damit verbundenen Schläuchen, den mit diesem Rohrsystem verbundenen sonstigen Einrichtungen oder deren wasserführenden Teilen, aus Einrichtungen der Warmwasser- oder Dampfheizung, aus Klima-, Wärmepumpen oder Solarheizungsanlagen, aus Wasserlösch- und Berieselungsanlagen sowie aus Wasserbetten und Aquarien” bestimmungswidrig austritt.

Leitungswasser gleichstellt sind gemäß den VGB Sole, Öle, Kühl- und Kältemittel aus Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen sowie Wasserdampf.

Ein bestimmungswidriger Austritt von Leitungswasser liegt vor, wenn Frisch- oder Schmutzwasser gegen den Willen des Versicherungsnehmers (oder einer anderen berechtigten Person) austritt.

Beispiel: Aquarium läuft aus

Der Versicherungsnehmer M. beschäftigt eine Haushaltshilfe auf 400-Euro-Basis. Als diese ihre Arbeit wie gewohnt verrichtet, stößt sie mit dem Rohr des Staubsaugers ungewollt, aber mit viel Schwung in das Aquarium. Die Glaswand zerberstet und 450 Liter Wasser treten aus. Das Wasser beschädigt das Parkett. Im Aquarium befanden sich sechs hochwertige Koi-Karpfen, die auf dem Fußboden verenden. Für die Erneuerung des Parketts sind 1.800 Euro erforderlich. Die Wiederanschaffung der Koi-Karpfen kostet 5.200 Euro und für ein neues Aquarium werden 1.300 Euro fällig.

Der Wohngebäudeversicherer ersetzt den Schaden am Parkett, da dieses zum Wohngebäude gehört und Wasseraustritt aus Aquarien gemäß § 3 Nr. 3 im Versicherungsschutz inkludiert sind. Möglicherweise wird der Versicherer die Haushaltshilfe in Regress nehmen und ihr grobe Fahrlässigkeit vorwerfen. Die Wohngebäudeversicherung ist weder für das Aquarium noch für die Karpfen zuständig, da beides keine Gebäudebestandteile sind. Sofern M. über eine Hausratversicherung verfügt, wird diese ebenfalls ablehnen, da die Todesursache der Fische nicht das Wasser an sich war und das Aquarium als gläsernes Objekt nicht versichert ist. Nur wenn zusätzlich eine Glasversicherung besteht, werden die 1.300 Euro für die Neuanschaffung ersetzt.

Leistungsausschlüsse für die versicherte Gefahr Leitungswasser

Auch für die Gefahr Leitungswasser sehen die Versicherungsbedingungen einige Ausschlüsse vor. Der Versicherungsschutz gilt nicht für Gebäude oder an Gebäudeteilen, die nicht bezugsfertig sind. Während der Bauphase greift in der Regel die Rohbauversicherung. Sie geht automatisch in die Wohngebäudeversicherung über, wenn die Bezugsfertigkeit hergestellt ist. Der Versicherungsschutz erlischt auch bei bestehenden Objekten, wenn diese aufgrund größerer Umbauten vorübergehend nicht bezugsfertig sind. Dann muss ggf. eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden.

§ 3 Nr. 4 a) listet eine Reihe weiterer Ausschlüsse auf. Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen demnach

  • Regenwasser aus Fallrohren
  • Plansch- oder Reinigungswasser
  • Schwamm
  • Grundwasser, stehendes oder fließendes Gewässer, Überschwemmung oder Witterungsniederschläge oder einen durch diese Ursachen hervorgerufenen Rückstau
  • Erdbeben, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch
  • Erdsenkung oder Erdrutsch, es sei denn, dass Leitungswasser diese verursacht hat
  • Brand, Blitzschlag, Überspannung durch Blitz, Explosion, Implosion, Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung
  • Öffnen der Sprinkler oder Bedienen der Berieselungsdrüsen wegen eines Brandes, durch Druckproben oder durch Umbauten oder Reparaturarbeiten an dem versicherten Gebäude oder an der Wasserlösch- oder Berieselungsanlage
  • Sturm, Hagel
  • Leitungswasser aus Eimern, Gießkannen oder sonstigen mobilen Behältnissen

Zusatzklauseln für die versicherte Gefahr Leitungswasser

Gefahren durch Leitungswasser können erweitert versichert werden, indem der Einschluss von zusätzlichen Klauseln gegen eine Erhöhung der Versicherungsprämie vereinbart wird. Nachfolgend werden die relevanten Klauseln aufgeführt und erläutert.

Klausel 7166: Regenfallrohre innerhalb des Gebäudes

Die Klausel schließt zweierlei mit ein. Erstens sind abweichend von den Standard-Versicherungsbedingungen Nässeschäden durch Leitungswasser versichert, das aus innerhalb des Gebäudes verlaufenden Regenfallrohren bestimmungswidrig ausgetreten ist. Zweitens sind an solchen im Gebäude verlaufenden Regenfallrohren auch frostbedingte und sonstige Bruchschäden versichert. Die Entschädigungshöchstgrenze wird üblicherweise auf 1 Prozent der Versicherungssumme „Wert 1914“ multipliziert mit der Anpassungssumme festgelegt.

Klausel 7167: Kosten für die Beseitigung von Rohrverstopfungen

Mit dem Einschluss der Klausel erwirbt der Versicherungsnehmer Versicherungsschutz für die Kosten für die Beseitigung von Verstopfungen von Ableitungsrohren innerhalb versicherter Gebäude sowie auf dem Versicherungsgrundstück. Die Entschädigungshöchstgrenze beträgt üblicherweise ein Prozent der Versicherungssumme (Wert 1914 multipliziert mit dem Anpassungsfaktor).

Klausel 7260: Weitere Zuleitungsrohre auf dem Grundstück

Wird die Klausel 7260 eingeschlossen, haftet der Versicherer für außerhalb von Gebäuden eintretende frostbedingte und sonstige Bruchschäden an den Zuleitungsrohren der Wasserversorgung sowie an den Rohren der Warmwasserheizungs-, Dampfheizungs-, Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen.

Der Zusatzschutz gilt für Rohre, die auf dem Versicherungsgrundstück verlegt sind, aber nicht zur Versorgung der versicherten Gebäude inklusive Anlagen dienen. Voraussetzung ist, dass der VN die Gefahr für die Rohre trägt. Ausgeschlossen sind Rohre, die ausschließlich gewerblichen Zwecken dienen. Die Entschädigungshöchstgrenze ist üblicherweise auf ein Prozent der Versicherungssumme (Wert 1914 multipliziert mit dem geltenden Anpassungsfaktor) begrenzt.

Klausel 7261: Weitere Zuleitungsrohre außerhalb des Grundstücks

Mit dem Einschluss der Klausel wird der Versicherungsschutz auf frostbedingte und sonstige Bruchschäden außerhalb von Gebäuden an den Zuleitungsrohren der Wasserversorgung sowie an den Rohren der Warmwasserheizungs-, Dampfheizungs-, Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen. Ausgedehnt. Der Schutz der Klausel bezieht sich auf Rohre, die außerhalb des Versicherungsgrundstücks liegen, die aber der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen. Der Schutz bezieht sich auf Rohre, für die der Versicherungsnehmer die Gefahr trägt. Ausgeschlossen sind Rohre, die ausschließlich gewerblichen Zwecken dienen. Die Entschädigungshöchstgrenze beträgt ein Prozent der Versicherungssumme (Wert 1914 X Anpassungsfaktor).

Klausel 7265: Sonstige Bruchschäden an Armaturen

Mit dem Einschluss der Klausel werden sonstige Bruchschäden an Armaturen in den Versicherungsschutz eingeschlossen. Armaturen sind z. B. Wasser- und Absperrhähne, Ventile, Wassermesser und Geruchsverschlüsse. Der Versicherungsschutz gilt nicht für Armaturen, die bei Eintritt des Versicherungsfalls bereits defekt sind. Der Versicherer ersetzt auch die Kosten für den Austausch von zerstörten Armaturen, sofern dieser durch einen Versicherungsfall gemäß den Standard-Versicherungsbedingungen erforderlich ist. Die Entschädigungshöchstgrenze wird häufig auf 500 Euro begrenzt.

Schadens- und Entschädigungsbeispiele für Leitungswasser

Vandalismus? Jugendlicher flutet Keller mit Gartenschlauch!

Ein 16jähriger betritt in den Abendstunden das Grundstück des VN. Er zerschlägt mit einem Stein ein Kellerfenster neben dem an der Außenwand des Gebäudes angebrachten Gartenwasserhahn. Danach steckt er einen Gartenschlauch durch das zerstörte Kellerfenster und dreht den Hahn auf. Da der Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt der Tat nicht zuhause ist, läuft sehr viel Wasser in den Keller. Es richtet dort Schäden am Bodenbelag und an den Wänden an.

Dass es sich um strafbaren Vandalismus handelt, spielt zunächst keine Rolle. Der Versicherer muss den entstandenen Schaden zahlen, soweit er versicherte Sachen betrifft. Maßgeblich ist, dass Leitungswasser bestimmungswidrig ausgetreten ist. Als bestimmungswidrig gilt der Austritt, wenn er gegen den Willen des Versicherungsnehmers erfolgt. Der Versicherer wird im Anschluss an die Entschädigung versuchen, den Täter durch die Polizei ermitteln zu lassen und ihn bzw. die aufsichtspflichtigen Personen in Regress zu nehmen. Der Versicherungsnehmer muss um seine Entschädigung aber auch dann nicht fürchten, wenn dies nicht gelingt.

Laufenden Wasserhahn vergessen

Der Versicherungsnehmer wäscht Kleidungsstücke im Waschbecken. Nachdem er die Kleidungsstücke eingeweicht hat, verlässt er das Badezimmer und vergisst, den Wasserhahn zuzudrehen. Da die eingelegte Wäsche den Überlauf verstopft, läuft das Wasser über den Waschbeckenrand bis in den Flur, wo es das Parkett beschädigt. Erst dann bemerkt der VN den Schaden.

Der Versicherer wird voraussichtlich ablehnen, weil das Wasser aus dem Wasserhahn nicht bestimmungswidrig ausgetreten ist. Der Austritt war vom VN erwünscht, wenn auch mit anderen Folgen. Sofern eine Entschädigung nicht grundsätzlich abgelehnt wird, ist mit einer Einstufung des Verschuldens als grobe Fahrlässigkeit zu rechnen. In diesem Fall zahlt der Versicherer nur einen Teil des entstandenen Schadens. Die Höhe wird dann nach dem Grad des Verschuldens bemessen. Einige Versicherer verzichten bei Schäden bis zu einem vereinbarten Betrag auf den Einwand bzw. die Prüfung der groben Fahrlässigkeit und gehen von einfacher Fahrlässigkeit aus.

Der Versicherungsnehmer entdeckt an der Wand seines Schlafzimmers einen Wasserfleck und zieht einen Rohrbruch als Ursache in Betracht. Die herbeigerufene Installationsfirma reißt ein Loch in die Wand, um das dahinter liegende Rohr zu prüfen. Das Rohr ist vollständig intakt. Bei weiteren Untersuchungen stellt sich heraus, dass das Regenwasser von außen durch die nicht vollständig abgedichtete Wand eingedrungen ist.

Der Versicherer wird in diesem Fall die Entschädigung ablehnen, weil es sich nicht um Leitungswasser handelt. Der Versicherungsnehmer muss die Kosten für die Installationsfirma selbst tragen. Hätte ein Rohrbruch vorgelegen, wären auch die Suchkosten versichert gewesen.

Korrosion befällt alle Leitungen

Bei versicherten Reparaturarbeiten nach einem Rohrbruch stellt die Handwerksfirma fest, dass mit großer Wahrscheinlichkeit alle Rohre des Gebäudes durch Korrosion beschädigt sind. Wasser tritt bislang aber nicht aus. Der Versicherungsnehmer teilt dies dem Versicherer mit und verlangt die Übernahme der Kosten für den Austausch aller Leitungen im Haus. Sein Argument: Es handele sich um Kosten zur Schadenabwendung.

Der Versicherungsnehmer muss wohl oder übel alle Rohre im Gebäude austauschen – und zwar unverzüglich und auf eigene Kosten. Der Versicherungsschutz bezieht sich ausdrücklich nur auf Rohrbrüche, nicht auf vorbeugend notwendige Instandsetzungsmaßnahmen. Die VGB verpflichten den Versicherungsnehmer, alle wasserführenden Einrichtungen stets in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und Schäden ohne Verzug zu beseitigen.

Anmerkung: Die obigen Beispiele sind teilweise an solche aus dem Ausbildungs-Standardwerk “Hausrat- und Wohngebäudeversicherung” des Verlags für Versicherungswirtschaft, 2. Auflage, angelehnt.

Leitungswasserversicherung

Inhaltsverzeichnis

Wichtiges zur Leitungswasserversicherung

  • Leitungswasserschäden verursachen oft hohe Kosten

Es sind Brand- und Leitungswasserschäden, die besonders hohe Kosten verursachen. Deutlich häufiger sind dabei jedoch die Wasserschäden – eine Absicherung macht also durchaus Sinn.

  • Sinnvoll für Eigentümer & Vermieter

    Vermieter und Eigentümer sollten sich mit einer Wohngebäudeversicherung inklusive Leitungswasserversicherung absichern – Mieter hingegen benötigen diese Versicherung eher nicht, da in der Regel die Versicherung des Vermieters greift.

  • Zusatzoptionen ansehen

    Sollten Sie ein Wasserbett oder andere Einrichtungsgegenstände, wie etwa ein Aquarium, besitzen: Einige Policen decken auch diese Objekte ab – vereinzelt sogar ohne Mehrkosten.

  • Indirekt zahlen auch Mieter mit

    Vermieter dürfen Kosten für die Wohngebäudeversicherung über die Nebenkosten auf die Mieter umlegen.

  • Eine Leitungswasserversicherung schützt Versicherte vor den finanziellen Folgen von Leitungswasserschäden. In den meisten Fällen ist dieser Versicherungsschutz ein Bestandteil anderer Policen, wie von Wohngebäudeversicherungen oder auch Hausratversicherungen. Allerdings gibt es auch Einzelversicherungen, welche einen bestehenden Versicherungsschutz ergänzen können.

    Hier erfahren Sie, welche Schadensfälle durch eine Leitungswasserversicherung abgedeckt werden, welchen Schutz gute Tarife bieten, für wen der Abschluss einer solchen Police wichtig ist und mit welchen Kosten das verbunden sein kann.

    Leistungsumfang: Was ist versichert?

    Leitungswasser und Brände können an Gebäuden die größten Schäden verursachen. Leitungswasserschäden sind dabei jedoch deutlich häufiger, denn sie können vergleichsweise leicht durch Rohrbrüche, defekte Armaturen in Bad und Küche sowie durch Beschädigungen an Heizungsanlagen, Boilern, Bad- und Sanitäreinrichtungen entstehen.

    Auch berstende Anschlüsse von Waschmaschinen oder Spülmaschinen oder undichte Boiler können Leitungswasserschäden herbeiführen. Besonders tückisch ist in vielen Fällen, dass zum Beispiel ein beschädigtes Wasserrohr in der Wand meist erst entdeckt wird, wenn der Schaden bereits sichtbar geworden ist und umfangreiche Renovierungsmaßnahmen erforderlich sind.

    Mieter oder Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern haben zusätzlich das Risiko, dass nicht nur die eigene Wohnung, sondern auch darunterliegende Wohnbereiche durch unkontrolliert austretendes Leitungswasser stark beschädigt werden könnten.

    Frisch- und Abwasserschäden sind abgedeckt

    Der Versicherungsumfang einer Leitungswasserpolice deckt Schäden sowohl durch Frisch- als auch durch Abwasser ab, daher ist auch gelegentlich von einer „Wasserschaden-Versicherung“ die Rede. Die abgrenzende Formulierung „Leitungswasser“ bezieht sich auf Überschwemmungen und Schäden durch Starkregen, denn in solchen Fällen ist der Elementarschutz der Wohngebäudeversicherung zuständig.

    In all den genannten und noch weiteren Fällen kann eine Leitungswasserversicherung für die Behebung entstandener Schäden aufkommen und finanzielle Rückschläge abwenden. Dabei erstrecken sich Leitungswasserversicherungen auf:

    • Durchnässungsschäden durch bestimmungswidrig austretendes Wasser aus Zu- und Ableitungsrohren der Wasserversorgung
    • Frostschäden an den mit dem Leitungswasser verbundenen Einrichtungen innerhalb des Gebäudes
    • Schäden an Zu- und Ableitungsrohren innerhalb des versicherten Gebäudes
    • Schäden an Zuleitungsrohren außerhalb des versicherten Gebäudes auf dem versicherten Grundstück

    Die sogenannten Durchnässungsschäden haben das vielleicht größte Schadenspotenzial. Dabei handelt es sich um Schäden, welche durch bestimmungswidriges Austreten von Leitungswasser entstehen. Ganze Wände oder Deckenkonstruktionen können so in Mittleidenschaft gezogen werden, was in der Regel hohe Kosten zur Folge hat.

    Zu austretendem Leitungswasser kann es in allen Bereichen der Wasserversorgung eines Gebäudes kommen. Zu den damit verbundenen Installationen gehören zum Beispiel:

    • Rohre, Rohrverbindungsstücke, Dichtungen, Muffen
    • Mit der Leitungswasserzufuhr verbundene Schläuche und Installationen wie Badewannen, Waschbecken, Toiletten, Heizungssysteme, Ventile, Spülmaschinen, Waschmaschinen sowie verschiedene Warmwasserbereiter
    • Sprinkleranlagen

    Versicherungsumfang genau prüfen

    Schäden durch defekte Wasserbehälter wie zum Beispiel Zisternen, Wasserbetten oder auch Aquarien können bei manchen Anbietern gegen Aufpreis mitversichert werden. Einige Versicherer bieten diesen Schutz auch ohne zusätzliche Kosten an.

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    Bestimmungswidriges Austreten und grobe Fahrlässigkeit

    Große Bedeutsamkeit kommt im Zusammenhang mit der Leitungswasserversicherung der Formulierung „bestimmungswidriges Austreten“ zu. Diese Vertragsklausel setzt voraus, dass ein Schaden durch Leitungswasser entstanden ist, welches entgegen der Bestimmung, also ohne beziehungsweise gegen Ihren Willen ausgetreten ist. Damit wird vorsätzliches Handeln als Schadensursache ausgeschlossen. Sollten jedoch unberechtigte Personen, wie beispielsweise Kinder einen Leitungswasserschaden verursachen, kann ebenfalls ein bestimmungswidriges Austreten vorliegen.

    Typische Ursachen für ein bestimmungswidriges Austreten von Leitungswasser sind technische Defekte oder Verschleiß:

    • Durchgerostete Rohre, Heizungskörper oder Verbindungsstücke
    • Undichte Ventile
    • Geplatzte Zuleitungen von Haushaltsgeräten
    • Folgen von verstopften Abflüssen
    • Überschwemmungen durch nicht grob fahrlässig offen gelassene Zuleitungen

    Bei Frostschäden handelt es sich um aufgrund eines Temperatursturzes eingefrorene Rohre oder Installationen. Nicht nur die beschädigten Teile an sich können dabei Reparaturkosten verursachen, auch die Folgeschäden von unentdeckten abgetauten Frostschäden können immens sein. Der Schutz einer Leitungswasserversicherung beschränkt sich also nicht auf flüssiges Leitungswasser allein, sondern deckt auch viele Risiken ab, welche durch gefrorenes oder verdampftes Leitungswasser drohen.

    In der Regel werden Frostschäden, welche als Folge grober Fahrlässigkeit entstanden sind, nicht reguliert. Wenn Sie zum Beispiel im Winter Außenwasserhähne nicht entsprechend trockenlegen oder ein Gebäude oder Gebäudeteil gar nicht heizen, sodass dort Frostschäden an Leitungssystemen entstehen, lehnen die meisten Versicherer die Schadensregulierung ab. Durch eine optionale Zusatzleistung bieten jedoch einige Anbieter auch die Abdeckung von Fällen grober Fahrlässigkeit an. Versicherungsnehmer sollten den Einschluss einer solchen Zusatzoption in Betracht ziehen.

    Prüfen Sie Ihre Deckungssumme

    Zahlreiche Versicherungsverträge bieten den Zusatz „Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit“ entweder von vornherein oder als Bonusoption an. Dieser Verzicht sorgt dafür, dass die Versicherung auch Schäden als Folge grober Fahrlässigkeit reguliert. Allerdings gelten dabei in der Regel reduzierte Deckungssummen. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Leitungswasserpolice beziehungsweise die entsprechende Wohngebäude- beziehungsweise Hausratversicherung auch für solche Fälle eine ausreichend hohe Deckungssumme bietet.

    Die aufgeführten Szenarien und möglichen Schadensfälle werden von den meisten Leitungswasserversicherungen abgedeckt. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob der Versicherungsschutz in einer Wohngebäudeversicherung mitenthalten ist oder durch einen Einzeltarif gewährt wird.

    Bei der Auswahl der für Sie passenden Versicherung sollten Sie jedoch auf die Höhe der Deckungssumme achten und etwaige Wartezeiten berücksichtigen. Die Deckungssumme sollte möglichst genau dem Wert des zu versichernden Gebäudes entsprechen. Eine zu niedrige Deckungssumme kann dazu führen, dass der Versicherer aufgrund der Unterversicherung nicht in vollem Umfang für entstandene Schäden aufkommt.

    Im Kontrast dazu führt eine zu hohe Deckungssumme zu unnötig hohen Versicherungsbeiträgen. Eine möglichst genau passende Deckungssumme ist also in erster Linie im Interesse des Kunden. Einige Leitungswasserversicherungen entfalten ihren Versicherungsschutz erst nach einer Wartezeit. Die Dauer unterscheidet sich jedoch von Anbieter zu Anbieter und kann mehr als ein Jahr betragen oder auch gar nicht bestehen. Ein Blick in das Versicherungsangebot sorgt hier für Klarheit.

    Versicherung greift erst nach Gebäudefertigstellung

    Der Versicherungsschutz einer Leitungswasserversicherung greift in der Regel erst, sobald ein Gebäude fertiggestellt ist. Für Schäden während des Baus sind entsprechende Bauversicherungen zuständig.

    Wann ist eine Leitungswasserversicherung sinnvoll?

    Leitungswasserschäden an Gebäuden fallen in der Regel in den Verantwortungsbereich des Eigentümers. Mieter sind entsprechend über die Wohngebäudeversicherung ihres Vermieters versichert. Im Falle von Eigentümergemeinschaften sind die Parteien meist gemeinsam über die Hausverwaltung oder eine vergleichbare Institution versichert. Die Leitungswasserversicherung ist für Eigentümer entsprechend dringend erforderlich, denn ein großer Schaden kann ein Gebäude im schlimmsten Fall unbewohnbar machen oder zumindest hohe finanzielle Belastungen mit sich bringen.

    Die Wohngebäude- beziehungsweise Leitungswasserversicherung kommt jedoch nicht für Schäden an Einrichtungsgegenständen auf. Diese fallen in den Versicherungsbereich von Hausratpolicen. Sowohl Eigentümer als auch Mieter benötigen also einen zusätzlichen Versicherungsschutz für Leitungswasserschäden an der Einrichtung.

    Zahlreiche Hausratversicherungen bieten bereits in den Basistarifen einen entsprechenden Schutz. Dennoch sollten Sie prüfen, ob Ihre Versicherung auch die für Sie wichtigen Versicherungsleistungen enthält und die Deckungssumme den Wert Ihres Hausrats widerspiegelt. Der Hausratschutz in Bezug auf Leitungswasserschäden leistet in der Regel in den oben für die Wohngebäude-Leitungswasserversicherung aufgeführten Schadensfällen. Allerdings springt der Hausratversicherer nicht für die am Gebäude entstandenen Schäden ein, sondern beschränkt sich auf Möbel, Haushaltsgeräte, Elektrogeräte und zahlreiche weitere Einrichtungsgegenstände.

    Sollte ein Leitungswasserschaden schuldhaft verursacht worden sein, kann die Haftpflichtversicherung der entsprechenden Person (z.B. Mieter, Eigentümer in einer Eigentümergemeinschaft) oder die Gebäudehaftpflichtversicherung des Eigentümers oder der Eigentümergesellschaft für die Schadensregulierung zuständig sein. Die Leitungswasserpolicen für Mieter und Eigentümer sollten deshalb stets durch einen entsprechenden Haftpflichtschutz ergänzt werden. Nur wenn alle Versicherungen vorhanden sind, besteht ein umfangreicher Schutz gegenüber möglichen Leitungswasserschäden.

    Wichtige Versicherungen gegen Leitungswasserschäden

    Kosten einer Leitungswasserversicherung

    Genaue Preise für einzelne Leitungswasserversicherungen können nur im Rahmen eines ausführlichen Versicherungsvergleichs beziehungsweise durch einen Blick in den Versicherungsvertrag herausgefunden werden. Die letztlichen Kosten hängen dabei direkt von den Eigenschaften des zu versichernden Gebäudes oder dem Wert der Einrichtung ab. Wird die Leitungswasserversicherung als Bestanteil einer Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, wirken sich die folgenden Angaben auf den Preis der Police aus:

    • Gebäudetyp: z.B. Ein-oder Mehrfamilienhaus
    • Bauweise: z.B. Massiv; Stahl, Glas oder Holz
    • Bauausführung: z.B. hochwertig mit Naturstein oder weniger hochwertige Materialien
    • Baujahr
    • Versicherungs-, Deckungssumme
    • Anzahl der Geschosse
    • Anzahl der Wohneinheiten
    • Flächenangaben
    • Nebengebäude

    Da Leitungswasserschäden für Wohngebäude zu den relevantesten Risiken zählen, nehmen die Kosten für die Leitungswasserpolice einen bedeutenden Anteil am Gesamtbeitrag ein. Auch wenn der Verzicht auf einen solchen Versicherungsschutz die Wohngebäudeversicherung deutlich günstiger werden lassen kann, sollten Leitungswasserschäden unbedingt versichert werden.

    Mieter zahlen Wohngebäudeversicherung mit

    Mieter werden an den Kosten der Wohngebäudeversicherung im Rahmen der Nebenkostenabrechnung beteiligt. Versicherungsprämien für die Wohngebäudeversicherung sind laut § 2 Nr. 13 Betriebskostenverordnung ausdrücklich umlagefähige Nebenkosten.

    Bei einer Hausratversicherung ergeben sich die Gesamtkosten und damit auch die Kosten für die Leistungswasserversicherung zu einem großen Teil aus der Deckungssumme, welche von Kunden entsprechend dem Gesamtwert der zu versichernden Objekte ausgewählt wird. In der Regel sind Leitungswasserschäden am Hausrat bereits in den Grundversicherungstarifen abgedeckt.

    Kündigung der Versicherung

    Bei Leitungswasserversicherungen, Wohngebäudeversicherungen und Hausratversicherungen gelten im Allgemeinen die bei Sachversicherungen üblichen Kündigungsfristen und Kündigungsgründe. Die genauen für Ihr Versicherungsverhältnis geltenden Regelungen können Sie Ihrem Versicherungsvertrag entnehmen.

    In der Regel können Sie als Versicherungsnehmer Ihre Versicherung drei Monate vor dem Vertragsende beziehungsweise dem Ende des Versicherungsjahres kündigen. Das Kündigungsschreiben muss die Versicherung vor dem Ablauf der dreimonatigen Frist erreicht haben. Außerdem können Sie außerordentlich innerhalb von einem Monat kündigen, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:

    • Der Versicherer führt eine Vertragsänderung durch (z.B. Beitragserhöhung, Leistungsreduzierung)
    • Immer wenn ein Schadensfall eingetreten ist, unabhängig davon, ob der Versicherer den Schaden übernommen oder die Regulierung abgelehnt hat.
    • Beim Verkauf eines Gebäudes geht die Wohngebäudeversicherung auf den neuen Besitzer über. Dieser kann dann entscheiden, ob die Police bestehen bleiben soll. Alternativ kann innerhalb eines Monats gekündigt werden. (Gilt nicht für Hausratpolicen)

    Auch der Versicherer kann kündigen

    Der Versicherer hat ebenfalls Kündigungsmöglichkeiten. So kann das Vertragsverhältnis regulär zum Vertragsende oder zum Ende folgender Versicherungsjahre gekündigt werden. Auch der Versicherer muss sich dabei an eine Dreimonatsfrist halten.

    Zudem kann die Versicherung nach einem Schadensfall das Vertragsverhältnis außerordentlich kündigen. Dies passiert besonders häufig, wenn in einem Jahr gleich mehrere Schadensfälle vorgefallen sind.

    In solchen Fällen sollten Sie versuchen, der Kündigung entgegenzuwirken, denn nach einer Vertragskündigung durch den Versicherer kann es schwierig werden, eine neue Versicherung zu finden. Sollte Sie die Kündigung für Ihre Leitungswasserversicherung erreichen, ist es ratsam, sich mit dem Versicherer in Verbindung zu setzten. In vielen Fällen kann die Kündigung durch Nachbesserungen am Versicherungsvertrag verhindert werden.

    Alternativ können Sie versuchen, eine Kündigungsumkehr zu vereinbaren. Dann haben offiziell Sie als Kunde die Kündigung ausgesprochen und haben so bessere Chancen, eine neue Police abzuschließen.

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    Wohngebäudeversicherung bei Leitungswasserschaden

    Leitungswasserschäden gehören zu den ganz klassischen Gefahren, die in der Wohngebäudeversicherung versichert sind. Trotzdem muss man ganz genau unterscheiden, wo das Wasser herkommt und wie der Schaden entstanden ist. Die Versicherer sind zunehmend äußerst findig, wenn es darum geht, die Kostenübernahme für einen Schaden abzulehnen. Häufig muss ein Fall dann sogar vor Gericht entschieden werden, der Versicherte muss dann die Kostenübernahme einklagen. Deshalb ist es gut zu wissen, welche Schäden im Versicherungsschutz sicher enthalten sind und vom Versicherer bei Bedarf zuverlässig übernommen werden.

    Ein Wasserrohrbruch hat Гјble Folgen

    Die Wohngebäudeversicherung deckt mit Schäden aus Leitungswasser vorallem klassische Wasserrohrbrüche. Gerade bei niedrigen Temperaturen können alte und marode Rohre schnell brechen. Geschieht dies in der Wohnung, tritt Leitungswasser aus. Dieses Leitungswasser kann Tapeten, Teppiche, Möbel und elektrische Geräte beschädigen oder auch ganz zerstören. Ein Haus kann sogar unbewohnbar sein, weil ein Wasserrohrbruch für einen erheblichen Wasserschaden gesorgt hat. Die Gefahr „Leitungswasser“ darf deshalb nicht unterschätzt werden, sie ist deshalb meist sogar als klassische Gefahr in einem Basistarif für die Wohngebäudeversicherung versichert (Gebäudeversicherung Leistungen).

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    Leitungswasser als wichtige Gefahr im Vertrag

    Eine klassische Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden auf, die durch Leitungswasser im Haus entstehen können. Leitungswasserschäden sind schon in den günstigen Basis- oder Einsteigertarifen abgesichert, weil es sich hier um eine Standardleistung aus der Wohngebäudeversicherung (Gebäudeversicherungen im Vergleich) handelt. Allerdings behalten sich die Versicherer vor, genau zu definieren, aus welchen Leitungen das Wasser ausgetreten ist und einen Schaden verursacht hat. Hier erleben Versicherte leider manchmal böse Überraschungen, weil eine sicher geglaubte Kostenübernahme dann doch vom Versicherer abgelehnt wird. In solchen Fällen hilft oft nur der Gang zum Anwalt, um sein Recht zu erstreiten.

    Zu- und Ableitungen im Gebäude sind versichert

    Üblicherweise sind die Zu- und Ableitungsrohre im Gebäude versichert. Wenn aus diesen Rohren Leitungswasser austritt und einen Schaden verursacht, fällt dies unter den Versicherungsschutz, der Versicherer muss für anfallende Kosten zahlen. Sind Leitungen außerhalb des Gebäudes angebracht, kann der Versicherungsschutz schon eingeschränkt sein. Hier besteht nämlich nur für einen Teil der Rohre ein umfassender Versicherungsschutz.

    Was zahlt die Versicherung bei einem Leitungswasserschaden?

    Außerhalb des Gebäudes sind Wasserzuleitungs- und Heizungsrohre versichert, die direkt für die Versorgung des Hauses erforderlich sind. Wenn sich Leitungsrohre außerhalb oder auch auf dem versicherten Grundstücks befinden, sind meist Zusatzklauseln abzuschließen. Darin wird festgehalten, welche weiteren Rohre außerhalb des Gebäudes im Versicherungsschutz abgedeckt sind. Diese Details muss man kennen, denn wenn ein Wasserrohrbruch erst zu einem Leitungswasserschaden führt und wenn der Schaden somit entstanden ist, muss der Versicherte schnell reagieren und den Schaden umgehend an seinen Versicherer melden.

    Vorsicht bei Regen- und Reinigungswasser

    Der Versicherungsschutz der Wohngebäudeversicherung greift nur bei Leitungswasserschäden. Das heißt, dass Schäden aus Regenwasser, aus Plansch- oder Reinigungswasser, Leitungswasser aus Eimern oder anderen Behältern, Grundwasser oder sogar Rückstau und Überschwemmungen nicht im Versicherungsschutz inbegriffen sind. Der Versicherer wird also bei einem Schaden ganz genau prüfen, ob es sich um einen Leitungswasserschaden handelt oder ob ein anderer Wasserschaden vorliegt.

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    Источники: http://www.wohngebaeudeversicherung.info/versicherte-gefahren/leitungswasser/, http://www.financescout24.de/wohngebaeudeversicherung/leitungswasserversicherung, http://www.xn--gebudeversicherungtest-24b.de/gebaeudeversicherung-bei-leitungswasserschaden/

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