Fondsgebundene rentenversicherung steuerlich absetzbar

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Rente, Pension und Altersvorsorge: Jetzt kümmern und später Bescheid wissen!

Mit Beginn des Ruhestands ist das Thema "Steuererklärung" noch nicht vorbei: Altersbezüge sind nicht steuerfrei, und deshalb müssen Pensionäre und auch viele Rentner weiterhin eine Steuererklärung abgeben.

Pensionen sind in voller Höhe steuerpflichtig als (nachträgliche) Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit. Renten dagegen sind meist nur mit einem bestimmten Anteil steuerpflichtig. Betriebsrenten aus einer Pensionszusage oder Unterstützungskasse, die ehemalige Angestellte von ihrem früheren Arbeitgeber erhalten, werden steuerlich wie Pensionen behandelt.

Altersvorsorge-Aufwendungen sind Vorsorgeaufwendungen, bei denen gesichert ist, dass sie tatsächlich für die Altersvorsorge verwendet werden (Altersbasisversorgung). Sie sind in der Steuererklärung im Rahmen der Sonderausgaben abzugsfähig.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen ersten Überblick über die Themen

1. Gesetzliche Rente, private Renten und Betriebsrenten

Steuerlich gesehen gibt es verschiedene Gruppen von Renten:

  • Renten, die nachgelagert besteuert werden, wie etwa die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier bestimmt das Jahr des Rentenbeginns über den sogenannten Besteuerungsanteil der Rente;
  • nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtige Renten, wie Renten aus privaten Versicherungen oder Zusatzversorgungsrenten nach dem öffentlichen Dienst;
  • Renten, die in voller Höhe steuerpflichtig sind, soweit sie auf steuerfreien bzw. steuerlich geförderten Beiträgen beruhen. Davon betroffen sein können Renten aus der betrieblichen Altersvorsorge oder eine Riester-Rente;
  • Renten, die in voller Höhe steuerfrei sind, wie die Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Maßgebend für die Besteuerung einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung der Besteuerungsanteil bei Rentenbeginn. Rentenbeginn ist der Zeitpunkt, ab dem die Rente, ggf. auch nach rückwirkender Zubilligung, tatsächlich bewilligt wird. Wann der Rentenantrag gestellt wird oder erstmals die Rente gezahlt wird, spielt für den Rentenbeginn keine Rolle. Auch das Datum des Rentenbescheids ist ohne Bedeutung. Auch bei Rentennachzahlungen ist unter Rentenbeginn der Zeitpunkt zu verstehen, in dem der Rentenanspruch entstanden ist.

Der Beginn der Rente wird im Rentenbescheid genannt und muss in Zeile 7 auf der Vorderseite der Anlage R eingetragen werden.

Empfehlung der Redaktion

Für in 2005 bereits bestehende Renten (Bestandsrenten) beträgt der Besteuerungsanteil 50 %. Erhöhungsbeträge aus regelmäßigen Rentenanpassungen nach 2005 sind aber in voller Höhe steuerpflichtig.

Für Renten, die ab 2006 beginnen, steigt der Besteuerungsanteil abhängig vom Jahr des Rentenbeginns (Rentnerjahrgang) bis zum Jahr 2020 schrittweise um zwei Prozentpunkte jährlich auf 80 % und danach um einen Prozentpunkt jährlich auf 100 % ab dem Jahr 2040.

Leibrenten aus privaten Versicherungen meist mit dem günstigen Ertragsanteil besteuert. Dazu gehören zum Beispiel Renten aus einer privaten Rentenversicherung, aus einer privaten Unfallversicherung und aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

In der Regel sind Rentenzahlungen aus einer privaten Versicherung an das Leben einer Person gebunden (Leibrente). Je nach Zeitdauer der Rente gibt es zwei verschiedene Rentenarten:

  • Die (lebenslange) Leibrente wird so lange gezahlt, wie der Rentenbezieher oder eine andere Person lebt.
  • Die abgekürzte Leibrente ist zwar auch an das Leben des Rentenbeziehers oder einer anderen Person gebunden, wird aber nur für eine bestimmte Dauer gezahlt. Dazu gehören zum Beispiel eine private Erwerbsminderungsrente oder eine Waisenrente aus einer privaten Versicherung.

Bei lebenslangen Leibrenten hängt die Höhe des steuerpflichtigen Ertragsanteils vom Lebensalter bei Rentenbeginn ab. Dabei gilt: Je früher die Rente beginnt, desto länger ist (statistisch gesehen) Ihre Lebenserwartung und damit die Laufzeit Ihrer Rente. Und umso höher ist folglich der Ertragsanteil.

Betriebliche Altersvorsorge liegt vor, wenn der Arbeitgeber Leistungen zur Alters-, Hinterbliebenen- oder Invaliditätsversorgung zusagt. Diese Versorgungszusage erfüllen Arbeitgeber im Rahmen von fünf möglichen Durchführungswegen: Direktzusage (Pensionszusage), Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds.

Bei der Besteuerung von Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge ist abhängig vom Durchführungsweg zu unterscheiden:

  • Die Zahlungen werden wie die Pension eines Beamten in voller Höhe als nachträgliche Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit versteuert (Werkspensionen). Dazu zählen Leistungen aus einer Direktzusage (Pensionszusage) oder Unterstützungskasse.
  • Die Zahlungen werden wie Renten besteuert. Das gilt für Betriebsrenten aus einer Direktversicherung, Pensionskasse oder einem Pensionsfonds.

2. Besteuerung von Pensionen

Pensionen sind grundsätzlich in voller Höhe steuerpflichtig als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.

Anders als bei einem Rentenbezieher ändert sich also im Grundsatz für Pensionäre beim Übergang in den Ruhestand steuerlich nicht viel: Der (ehemalige) Arbeitgeber behält monatlich Lohnsteuer ein, in der Steuererklärung wird das Ruhegehalt in der Anlage N eingetragen – wie bisher das Gehalt aus der aktiven Dienstzeit.

Einen steuerlichen Vorteil haben Pensionäre im Vergleich zu aktiven Arbeitnehmern: Ihr Ruhegehalt zählt zu den Versorgungsbezügen, für die es den Versorgungsfreibetrag und den Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag gibt. Dadurch wird die Steuerbelastung zumindest ein wenig abgemildert.

3. Altersvorsorge

Altersvorsorgeaufwendungen und viele sonstige Vorsorgeaufwendungen sind nur begrenzt steuerlich abziehbar. Es gibt eine alte und eine neue Berechnungsmethode. Das Finanzamt wendet immer die für den Steuerzahler finanziell bessere Methode an (Günstigerprüfung).

Zur abziehbaren "Altersbasisversorgung" gehören ausschließlich

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (die allgemeine und die knappschaftliche Rentenversicherung);
  • Beiträge an die landwirtschaftliche Alterskasse;
  • Beiträge an berufsständische Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen;
  • und Beiträge für eine private "Rürup-Rente" (Basisrente-Alter, seit 2014 auch Basisrente-Erwerbsminderung).

4. Riester-Rente

Mit der Riester-Rente werden vor allem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer und Beamte gefördert.

Riester Rente

Darüber hinaus können die gesamten Aufwendungen für den Altersvorsorgevertrag als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden, wobei die Altersvorsorgezulage angerechnet wird.

Die Förderung gibt es vor allem für zertifizierte (private) Altersvorsorgeverträge, aber auch für eine betriebliche Altersvorsorge. Sie endet mit dem Übergang in die Altersrente bzw. den Ruhestand, spätestens mit der Vollendung des 67. Lebensjahres.

Das angesparte Kapital wird in der Regel als Rente ausbezahlt, die Rentenzahlungen müssen grundsätzlich in voller Höhe versteuert werden.

5. Rürup-Rente

Bei einer Rürup-Rente (Basisrente) handelt es sich um einen Vertrag zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung, ggf. ergänzt um eine Absicherung des Eintritts der verminderten Erwerbsfähigkeit, der Berufsunfähigkeit oder von Hinterbliebenen (Basisrente-Alter). Seit 2014 wird auch die die Absicherung gegen den Eintritt der verminderten Erwerbsfähigkeit im Versicherungsfall, ggf. verbunden mit einer Absicherung gegen Berufsunfähigkeit gefördert (Basisrente-Erwerbsminderung).

Der Rürup-Vertrag muss eine monatliche, gleichbleibende oder steigende, lebenslange Leibrente vorsehen.

Nicht zulässig sind also beispielsweise ein Kapitalwahlrecht oder eine (teilweise) Kapitalauszahlung, ein Auszahlungsplan, eine Auszahlung durch die regelmäßige Gutschrift einer gleichbleibenden oder steigenden Anzahl von Investmentanteilen oder ein planmäßiges Sinken der Rentenhöhe.

Eine Mindestrente muss der Anbieter nicht garantieren. Deshalb kommt auch eine fondsgebundene Rentenversicherung infrage.

Damit die Beiträge als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich abzugsfähig sind, muss im Versicherungsvertrag eine auf das Leben des Versicherten bezogene lebenslange Rente vereinbart sein. Der Vertrag muss zudem nach § 5a AltZertG zertifiziert sein und der Versicherte einwilligen, dass der Anbieter bestimmte Daten an die Finanzverwaltung elektronisch übermittelt. Die Ansprüche aus dem Vertrag dürfen zudem

  • nicht vererblich,
  • nicht übertragbar,
  • nicht beleihbar,
  • nicht veräußerbar und
  • nicht kapitalisierbar sein.

Interessante Beiträge zu diesem Thema:

Seit 2005 gelten für Renten neue Steuerregeln. Eine Rentensteuer wie häufig zu lesen ist, wurde durch das Alterseinkünftegesetz aber nicht eingeführt. Ob Sie als Rentner eine Steuererklärung abgeben und Steuern zahlen müssen, hängt vor allem davon ab, wie hoch der steuerpflichtige Anteil Ihrer Rente(n) ist. Denn Renten werden höchst unterschiedlich besteuert:

Die Renten und Pensionen steigen in Zukunft langsamer, das Versorgungsniveau sinkt in den kommenden Jahren. Dadurch entsteht im Alter eine Versorgungslücke. Die Devise lautet also: Sie müssen selbst für das Alter vorsorgen. Als Anreiz zum Sparen erhalten Sie eine staatliche Förderung: die sog. Riester-Rente .

Jeder zahlt Versicherungsbeiträge , zur gesetzlichen Sozialversicherung, privaten Kranken-, Pflege-, Haftpflicht-. Lebensversicherung usw. Nur, welche Beiträge sind steuerlich absetzbar, mit welchem Anteil in welcher Höhe und wie werden die Beiträge richtig in die Anlage Vorsorgeaufwand der Steuererklärung eingetragen, damit das Finanzamt den höchstmöglichen Betrag steuerlich anerkennt?

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Lohnsteuer kompakt FAQs

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Wo gebe ich Beiträge zu einer fondsgebundenen Lebensversicherung ein?

Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen sind nur dann steuerbegünstigt, wenn sie vor 2005 abgeschlossen wurden. Die Beiträge sind grundsätzlich im Rahmen der „anderen Versicherungen“ als Vorsorgeaufwendungen absetzbar.

Doch ein steuerlicher Abzug scheitert meistens, weil der mögliche Abzugshöchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro mit Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherungen, zur Arbeitslosenversicherung sowie zu privaten Unfall- und Haftpflichtversicherungen ausgeschöpft ist.

Die fondsgebundene Rentenversicherung ist nicht steuerlich absetzbar, und die Beiträge können nicht als Sonderausgaben im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden.

Gefördert werden fondsgebundene Lebensversicherung lediglich als zertifizierte Verträge für die Riester– oder die Rürup-Rente. Die Beiträge müssen dann im Rahmen der Steuererklärung separat im Bereich der Riester-Rente bzw. im Bereich der Basis-Rente (Rürup-Rente) nachgewiesen werden müssen. Im Rahmen einer Riester-Rente sind Beiträge bis zu einer Summe von 2.100 Euro pro Jahr steuerlich als Sonderausgaben begünstigt.

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    Fondsgebundene Rentenversicherung

    • Lebenslange Renten
    • Absicherung der Angehörigen im Todesfall
    • Keine Mindestverzinsung
    • Deutlich höhere Renditen als klassiche Varianten

    Was sind fondsgebundene Rentenversicherungen?

    Fondsgebundene Rentenversicherungen stellen eine Alternative zur klassischen Altersvorsorge dar und bieten in Zeiten niedriger Zinsen Chancen auf bessere Renditen und eine höhere Rente. Jedoch gehen damit Risiken einher, weshalb die Auswahl geeigneter Fonds nicht ohne professionellen Rat erfolgen sollte.

    Wie funktioniert eine fondsgebundene Rentenversicherung?

    Eine private Rentenversicherung auf Basis von Fonds dient zum Aufbau einer lebenslangen, monatlichen Rente. Während klassische Altersvorsorgeprodukte nur einen bestimmten Anteil der Beiträge in ertragreiche Anlageformen wie Aktien investieren dürfen, sieht das bei Fondspolicen anders aus. Vielmehr wird vermehrt in Investmentfonds angelegt. Wenn diese sich sehr gut entwickeln, profitieren die Versicherten von den Erträgen und damit einer höheren Rente im Alter. Allerdings kann es ebenso zu Wertverlusten kommen. Das führt wiederum zu einer verringerten Rente. Jedoch können solche Wertverluste gerade bei langen Laufzeiten in der Regel ausgeglichen werden.

    Zudem können Versicherer und Versicherte sich von schwachen Fonds trennen und die Beiträge und bisher das angesparte Kapital stattdessen in andere Investmentfonds anlegen. Oftmals ist außerdem vorgesehen, dass das Kapital in den letzten Jahren vor der Rente in sichere Fonds umgeschichtet wird. Kursverluste kurz vor dem Ruhestand sind somit kaum noch möglich.

    Dabei gibt es kein Standardprodukt zur fondsgebundenen Rentenversicherung. Vielmehr gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Angebote, die sich nicht nur durch unterschiedliche Risikovarianten auszeichnen. Zudem variieren die Verträge auch hinsichtlich der Kosten und genauen Konditionen. Interessierte sollten daher in jedem Fall vorab in einem persönlichen Beratungsgespräch klären, welche Tarife sich tatsächlich für die eigene Vorsorge eignen.

    Welche Vorteile bietet eine solche Rentenversicherung?

    Im Gegensatz zu klassischen Rentenversicherungen sind Fondspolicen von den aktuellen Niedrigzinsen weniger betroffen. Schließlich müssen klassische Produkte in sichere Anlagen, beispielsweise Staatsanleihen, investieren, die kaum noch Zinsen bringen und sogar von Negativzinsen bedroht sind. Fondsrenten können hingegen bei guter Leistung sehr hohe Renditen erwirtschaften. Dadurch steigt der finanzielle Rahmen im Alter.

    Darüber hinaus gibt es Fondsrenten in verschiedenen Risikoklassen. Das hat den Vorteil, dass die Altersvorsorge mit der fondsgebundenen Rentenversicherung der eigenen Anlagestrategie angepasst werden kann. Soll eher der Fokus auf Sicherheit gelegt werden, ist es möglich, einen geringeren Aktienanteil zu wählen. Bei einem renditeorientierten Vorgehen wird dagegen auf sichere Anlagen wie Staatsanleihen zugunsten der Rendite verzichtet.

    Eine Fondsrente gewährt bei Rentenbeginn zudem mehr Flexibilität als andere Altersvorsorgeprodukte. Es besteht die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und einer Kapitalabfindung. Wer noch nicht genau weiß, wie der eigene Lebensabend in mehreren Jahrzehnten gestaltet werden soll, kann sich somit verschiedene Optionen frei halten.

    Letztlich ist die fondsgebundene Rentenversicherung stärker den persönlichen Bedürfnissen anpassbar. Interessierte sollten jedoch trotzdem nicht aus den Augen verlieren, dass bei der Fondsrente Wertverluste möglich sind. Es ist nicht für jeden Menschen ratsam, die persönliche Altersvorsorge ausschließlich auf diese Form der Rentenversicherung aufzubauen. Gemeinsam mit einem Altersvorsorgeexperten kann überprüft werden, welche die beste Strategie zur persönlichen Vorsorge ist.

    Redaktions-Tipp

    Bei der privaten Rentenversicherung können Sie verschiedene Investmentfonds zum Aufbau der Altersvorsorge auswählen. Wenn Sie selbst wenig versiert in diesem Bereich sind, lassen Sie sich von einem Experten Ihr persönliches Risikoprofil erstellen und wählen Sie anhand dessen die am besten geeigneten Fonds.

    Was geschieht im Todesfall mit der Rente?

    Die fondsgebundene Rentenversicherung zahlt eine monatliche Rente, und zwar ab vereinbartem Rentenbeginn bis zum Tod des Versicherungsnehmers. Allerdings erhalten Angehörige in bestimmten Fällen auch nach dem Tod des Versicherten eine finanzielle Unterstützung.

    Bei Tod vor Rentenbeginn werden den Hinterbliebenen die bisher eingezahlten Beiträge sowie die erzielten Erträge ausgezahlt, sofern eine Beitragsrückgewähr mit dem Anbieter vereinbart wurde. Eine solche Option verursacht jedoch Kosten, die die spätere Rente im Erlebensfall schmälert. Daher sollten Interessierte genau überlegen, ob die Angehörigen den entsprechenden finanziellen Schutz benötigen. Alternativ kann eine Risikolebensversicherung für Sicherheit sorgen.

    Stirbt der Versicherte nach Renteneintritt, hört die Rentenzahlung im Normalfall auf. Jedoch werden mittlerweile viele Tarife mit einer Rentengarantiezeit angeboten. Diese Garantiezeit umfasst beispielsweise einen Zeitraum von zehn Jahren. Tritt der Tod des Versicherten innerhalb dieser zehn Jahre ein, wird die Rente bis Ablauf an die bezugsberechtigte Person weitergezahlt.

    Darüber hinaus ist es oft möglich, eine Hinterbliebenenrente zu vereinbaren. Damit lässt sich beispielsweise der Ehepartner absichern. Dieser erhält dann im Todesfall bis zum eigenen Lebensende die vereinbarte Hinterbliebenenrente. Wie bei der Beitragsrückgewähr entstehen durch Rentengarantiezeit und Hinterbliebenenrente Kosten. Beim Vergleich der verschiedenen fondsgebundenen Rentenversicherungen ist es aus diesem Grund empfehlenswert, mit einem Experten zu erwägen, ob sich ein solcher zusätzlicher Schutz wirklich auszahlt.

    Steuererklärung und Steuervorteile

    Obwohl die Beiträge für die fondsgebundene Rentenversicherung grundsätzlich nicht steuerlich absetzbar sind, bietet diese Variante attraktive Steuervorzüge. Unter der Bedingung, dass die Vertragslaufzeit der Versicherung mindestens zwölf Jahre umfasst und nicht vor dem 63. Lebensjahr des Sparers endet, müssen im Rentenalter nur 50 Prozent der Erträge, die mit der fondsgebundenen Rentenversicherung erwirtschaftet wurden, versteuert werden. Selbst bei einer einmaligen Kapitalauszahlung sind die Erträge nur zur Hälfte steuerpflichtig.

    Steuerliche Vorteile während der Ansparphase sind für die fondsgebundene Rentenversicherung leider nicht vorgesehen. Dafür gibt es seit dem Jahr 2005 die Rürup-Rente, die hohe Steuervorteile bietet und sich für Selbstständige und Freiberufler sowie gutverdienende Arbeitnehmer empfiehlt.

    Für wen ist die fondsgebundene Rentenversicherung geeignet?

    Die fondsgebundene Rentenversicherung ist insbesondere für jüngere Sparer geeignet, die sich eine Altersvorsorge aufbauen möchten. Sie profitieren am meisten von den renditeorientierten Tarifen und können Wertverluste von Investmentfonds im Regelfall ausgleichen. Dazu gibt es unter anderem die Möglichkeit, die Anlage in stärkere Fonds umzuschichten. Ein solcher Wechsel ist steuerfrei und jederzeit eine Option.

    Menschen ab Mitte vierzig sollten vor Abschluss der Versicherung die Hilfe eines Experten in Anspruch nehmen, um unnötige Risiken zu vermeiden. Wenn sich ein Investmentfonds, in den die Versicherung vorrangig investiert, schlecht entwickelt, ist es sonst unter Umständen nicht mehr möglich, bis zum Beginn der Rente Verluste wieder auszugleichen.

    Generell ist ein Vergleich der verschiedenen Angebote am Markt aber für alle Interessierte ratsam. Dabei wird auch geprüft, ob beispielsweise die Riester-Rente oder Rürup-Rente eher zu empfehlen sind.

    Redaktions-Tipp

    Achtung: Sparer, die keinerlei finanzielle Rücklagen haben, sollten die Fondsrente nicht als alleiniges Mittel zum Aufbau ihrer Altersvorsorge verwenden. Besser ist es, zuerst einen Notgroschen anzusparen und gegebenenfalls mit einer klassischen Altersvorsorge den Grundstein für die Versorgung im Alter zu schaffen.

    Die fondsgebundene Rentenversicherung im Test

    Wenn private Rentenversicherungen getestet werden, stehen oft die klassischen Varianten im Vordergrund. Das liegt vielleicht auch daran, dass ein Vergleich der fondsgebundenen Rentenversicherungen aufgrund der zum Teil sehr unterschiedlichen Risikobewertungen nicht einfach ist.

    Focus-Money hat im fondsgebundene Rentenversicherung Test 2016 für eine bessere Vergleichbarkeit die Tarife in verschiedene Garantieklassen eingeteilt. Zur Garantieklasse B gehören dabei jene Angebote, die einen sehr hohen Anteil sicherer Fonds und ein vergleichsweise niedriges Risiko aufweisen. In der Garantieklasse E sind wiederum all jene Rentenversicherungen, die voll auf Rendite setzen und mit einem deutlich höheren Risiko verbunden sind.

    Testsieger Garantieklasse B:

    • Alte Leipziger – ALfonds
    • AXA/DBV – Relax Rente Chance
    • Condor – Congenial privat garant Compact
    • HDI – TwoTrust Varia Privatrente
    • Provinzial NordWest – GarantRente Vario
    • Stuttgarter – Flex-Rente performance-safe
    • WWK – Premium FondsRente protect pro

    Testsieger Garantieklasse E:

    • Condor – Congenial privat Compact
    • Continentale – FR3-Fonds-Rente LifeLine Invest
    • Europa – LiveInvest E-FR3
    • WWK – FRV Premium FondsRente pro

    Wann sollte man die Fondspolice kündigen oder wechseln?

    Wenn sich fondsgebundene Versicherungen schlecht entwickeln, denken Versicherte schnell über eine Kündigung nach. Eine übereilte Vertragskündigung ist in der Regel jedoch nicht empfehlenswert, da neben Wertverlusten auch hohe Verwaltungskosten entstehen. Grundsätzlich sind Versicherte gut beraten, wenn sie ihre Sparanteile in diesem Fall auf andere Fonds umverteilen. Bei vielen Versicherungen ist ein solcher Fondswechsel einmal jährlich sogar kostenfrei möglich. Ein kompletter Tarifwechsel lohnt sich meist lediglich, wenn Sparer erst seit wenigen Jahren in eine fondsgebundene Rentenversicherung mit einer schwachen Fondsauswahl einzahlen.

    Können Versicherte die Beiträge für die Fondspolice nicht mehr aufbringen, kann der Versicherungsvertrag beitragsfrei gestellt werden. Dann zahlen sie keine Beiträge mehr, das bisher angesparte Kapital erwirtschaftet allerdings weiterhin Erträge. Bei Ende der Vertragslaufzeit kann die Rentenversicherung schließlich in Form einer Einmalauszahlung oder einer Rente in Anspruch genommen werden.

    Wird eine Fondspolice gekündigt, zahlt die Versicherung hingegen nur den so genannten Rückkaufswert aus. Dieser errechnet sich aus dem Wert der Fondsanteile abzüglich eines – oftmals nicht ganz unerheblichen – Abschlages. Eine Kündigung sollte immer der letzte Schritt für den Versicherten sein.

    Angebot und Beratung

    Fondsgebundene Rentenversicherungen gibt es in ganz unterschiedlichen Formen. Die Bandbreite reicht von eher sicheren bis zu sehr risikofreudigen Fonds. Daher sollten sich Interessierte gut informieren, bevor sie eine Fondsrente abschließen. Nur so lässt sich eine solide Vorsorge fürs Alter treffen. Ein unverbindliches Angebot und eine unabhängige Beratung helfen bei der Auswahl eines geeigneten Tarifs!

    Источники: http://www.steuertipps.de/altersvorsorge-rente, http://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2017/907/wo_gebe_ich_beitraege_zu_einer_fondsgebundenen_lebensversicherung_ein, http://www.finanzen.de/altersvorsorge/fondsgebundene-rentenversicherung

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