Fahrradversicherung hausrat

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Fahrrad in der Hausratversicherung

Versichert ist nur das abgeschlossene Zweirad

  • Zuletzt aktualisiert: 31. August 2017
  • Von: Annika Krempel

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hausratversicherung zahlt immer, wenn ein Fahrrad bei einem Einbruch in die Wohnung oder den Keller gestohlen wird.
  • Sie können zusätzlich vereinbaren, dass auch der Diebstahl auf der Straße versichert ist, sofern das Rad abgeschlossen war.
  • Das ist vor allem bei teuren Rädern sinnvoll.
  • Sehr alte Policen versichern auch einfachen Diebstahl.
  • Spezielle Fahrradversicherungen schützen außerdem bei Schäden durch Unfälle, Sturz oder Vandalismus.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie Ihre Hausratpolice darauf, wie in dieser die Fahrräder Ihrer Familie versichert sind. Wichtig ist dabei, dass der Neuwert vereinbart ist und die Versicherungssumme passt.
  • Prüfen Sie außerdem, wie und wo Sie Ihr Fahrrad regelmäßig abstellen.
  • Achten Sie bei Vertragsanpassungen auf Vorgaben, wie Sie das Rad vor Diebstahl sichern müssen, sowie auf Höchstentschädigungsgrenzen.
  • Auf den von uns empfohlenen Vergleichsportalen können Sie festlegen, bis zu welcher Summe Fahrraddiebstahl mitversichert werden soll.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Hausratversicherung immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Ihr Fahrrad gehört zum Hausrat wie Kleidung und Möbel und ist damit in der Hausratversicherung genauso gegen Brand, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Leitungswasser und Einbruch-Diebstahl versichert. Besonders gute Versicherungen kommen ohne weiteren Einschluss einer Fahrradklausel auch bei einfachem Diebstahl für den Schaden auf. Das bedeutet: Der Dieb muss nicht erst in Ihre Wohnung oder Ihr Haus eingebrochen sein und dabei das Fahrrad gestohlen haben. Es ist auch versichert, wenn das angeschlossene Rad vor der Haustür gestohlen wird. Achten Sie aber darauf, bis zu welcher Höhe die Versicherung den Schaden ersetzt.

Zahlt Ihre Versicherung dafür bisher nicht, können Sie über eine Fahrradklausel den Schutz für das Zweirad in Ihrer Hausratversicherung problemlos auf (einfachen) Diebstahl erweitern. Bedingung ist, dass das Rad mit einem eigenen Schloss gegen die einfache Mitnahme gesichert ist.

Die sogenannte Nachtzeitklausel in älteren Verträgen beschränkt den Diebstahlschutz auf die Nutzung am Tage. Als weitere Bedingung für den Versicherungsschutz muss das Fahrrad gegen Wegnahme gesichert sein: Schließen Sie jedes Fahrrad mit einem eigenen Schloss an einen unbeweglichen Gegenstand, etwa einem Laternenpfahl oder Zaun, an.

Was zahlt die Hausratversicherung?

Die meisten Hausratversicherungen erstatten im Falle des Diebstahls entweder den Neu- oder den Zeitwert – allerdings nur bis zur Höhe des vereinbarten Wertes.Wichtig ist außerdem, dass Sie nicht unterversichert sind. Die Versicherungssumme soll dem Wert aller Gegenstände im Hausrat entsprechen. Der Einfachheit halber geben Anbieter Pauschalbeträge je Quadratmeter der Wohnfläche vor und verzichten im Gegenzug auf Unterversicherung.

Dann erhalten Sie den Neu- oder Zeitwert ungekürzt. Beim Zeitwert erhalten Sie weniger, weil die Versicherung Alter und Abnutzung auf den Zustand anrechnet und vom Neuwert abzieht. Ist das Fahrrad beschädigt oder zerstört worden, zahlt sie die Reparaturkosten.

Zusätzlicher Schutz ist möglich

Vereinbaren Sie die Fahrradklausel, wenn Sie entweder mehrere Fahrräder in der Familie haben und dafür die Obergrenze der Hausratversicherung nicht ausreicht. Die liegt oft bei einem Prozent der Versicherungssumme. Sinnvoll ist die Klausel auch, sofern Sie nicht anders zu einem Diebstahlschutz kommen. Bis zu 5 Prozent der Versicherungssumme ersetzt die Versicherung dann.

Der Aufpreis für die Fahrradversicherung hängt davon ab, wie wahrscheinlich es ist, dass in Ihrer Wohngegend Fahrräder gestohlen werden.

Achten Sie beim Abschluss auf folgende Punkte:

  • Der Schutz sollte rund um die Uhr gelten. Viele Policen schließen Diebstahl zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens aus, wenn das Rad nicht in Gebrauch ist. Ein Fahrrad ist noch in Gebrauch, wenn der Besitzer nachts sein Rad festschließt und noch in derselben Nacht weiterfahren will. Eine Stundenregel gibt es nicht, die vorschreibt, wie lange das Fahrrad angeschlossen sein darf. Aber der Versicherte muss glaubhaft darlegen, dass er das Rad noch benutzen wollte.
  • Im Versicherungsfall sollte die Entschädigung ausreichen. Oft liegt die Grenze bei ein paar Hundert Euro. Ist das Rad aber mehrere Tausend Euro wert, setzen Sie die Grenze am besten nach oben.
  • Wenn Sie Ihr Fahrrad ins Ausland mitnehmen, sollte es auch dort versichert sein.

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Schützen Sie Ihr Hab und Gut

  • Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet.
  • Die Versicherung deckt Schäden u.a. durch Feuer, Leitungswasser oder Einbruch ab.
  • Versichern Sie sich auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Rauch- und Rußschäden.

Von uns empfohlene Portale:

  • Mr-Money
  • finanzen.de
  • Finanzprofit
  • ohne Elementarschäden: Comfortplan

Mühe lohnt

Zwei Schlösser machen es Dieben schwerer, das Fahrrad zu klauen. Vor allem, wenn es unterschiedliche Schloss-Typen sind, wie beispielsweise Bügelschloss und Kette. Sie machen es außerdem den Dieben schwerer, die Diebstahlwahrscheinlichkeit abzuschätzen, wenn Sie regelmäßig das Fahrrad umstellen.

Schließen Sie Ihr Fahrrad immer ab

Ganz wichtig: Das Rad muss immer abgeschlossen sein, sonst zahlt die Versicherung nicht. Als Voraussetzung dafür steht meist in den Bedingungen einer Hausratversicherung, dass das Fahrrad „auf verkehrsübliche Weise gesichert“ ist. Das bedeutet, dass es mit einem handelsüblichen Schloss abgeschlossen sein muss – das Rahmenschloss genügt nicht. Entweder ist das Fahrrad an einem Fahrradständer festgekettet oder das Schloss ist an Reifen und Rahmen befestigt. Heben Sie außerdem den Kaufbeleg des Schlosses auf.

Ist das Fahrrad weg, müssen Sie beweisen, dass es gestohlen wurde. Heben Sie daher alles an Schlossresten und Spuren am Tatort auf, was die Diebe zurückgelassen haben. Sie müssen „nur“ das äußere Bild eines Diebstahls nachweisen, aber auch das kann problematisch sein. Machen Sie Fotos vom Tatort und fragen Sie nach Zeugen. Zeigen Sie den Diebstahl bei der Polizei an.

Für teure Fahrräder Vollkasko-Schutz

Wer sein Fahrrad auch gegen Schäden durch Unfälle, Stürze oder Vandalismus versichert wissen möchte, kann eine spezielle Fahrrad-Versicherung abschließen. Sie bietet einen Schutz ähnlich der Vollkasko-Versicherung bei einem Auto. Bei einigen Anbietern ist dann auch lose verbundenes Zubehör wie ein Fahrrad-Anhänger gegen Diebstahl versichert. Solche Policen lohnen sich nur für teure Fahrräder oder E-Bikes.

Einen Pannendienst bietet der Schutzbrief fürs Fahrrad. Wer mit dem Rad liegen bleibt, bekommt Reparaturhilfe und notfalls Rücktransport oder Übernachtung. Ein Schutzbrief ist sinnvoll für Rad-Reisende oder auch Berufspendler mit E-Bike oder Pedelec.

Weitere Tipps im Ratgeber Fahrradversicherung

Annika Krempel

Expertin für Versicherungen

Schutz für teure Fahrräder

  • Lohnt sich nur bei wertvollen Fahrrädern oder E-Bikes.
  • Wählen Sie Vollkasko-Schutz.
  • Achten Sie auf Klauseln zum Zubehör.

Von uns empfohlene Anbieter:

  • Ammerländer Versicherung
  • Waldenburger Versicherung (über Krist)

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Silke Kursawe ist bei Finanztip Expertin für Versicherungen. Sie ist Versicherungsbetriebswirtin und hat einen Master im Versicherungsrecht. Silke verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und im Bereich der Sach- und Haftpflichtversicherungen. Außerdem absolvierte sie erfolgreich ein Studium der Wirtschaftspädagogik in Göttingen.

Ist mein Fahrrad auch über die Hausratversicherung versichert?

Ihr Fahrrad bzw. Ihre Fahrräder sind im Rahmen der Hausratversicherung nur bei Einbruchdiebstahl in Ihrer Wohnung, im abgeschlossenen Keller oder der abgeschlossenen Garage mitversichert. Bei vielen Versicherern können Sie den einfachen Diebstahl von Fahrrädern – zum Beispiel vor dem Haus oder am Bahnhof – aber zusätzlich versichern. Bei einer Zusatzversicherung gilt dabei meist:

  • Die Fahrräder müssen abgeschlossen sein
  • Nachts zwischen 22 und 6 Uhr besteht nur Versicherungsschutz, wenn die Räder in einem abgeschlossenen Raum oder in Gebrauch sind

Weitere FAQs zur Hausratversicherung

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Fahrradversicherung

In diesem Fall kommt schnell die Frage nach bestehendem Versicherungsschutz auf. Wenn Du keine Fahrradversicherung hast, wirst du nicht nur auf Deinem Ärger sondern auch auf den vollständigen Kosten sitzen bleiben. Im Falle einer Hausrat- oder sogar Fahrradversicherung kommt es dann auf den Versicherer an, denn die Leistungen sind bei Diebstahl unterschiedlich. Einschränkungen und Klauseln können dir den Weg deutlich erschweren. Aus diesem Grund findest Du auf dieser Seite umfangreiche Informationen zu Fahrradversicherungen.

Die Fahrradversicherung – was ist das genau?

Jeder kennt eine Kaskoversicherung für das Auto. Die Versicherung für das Rad funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Du als Versicherungsnehmer sicherst Dein Fahrrad gegen Zahlung eines Entgeltes bei einer Versicherung z.B. gegen Diebstahl und Vandalismus ab, um Deinen finanziellen Schaden zu minimieren. Je nach Versicherer ist es variabel, ob eine Selbstbeteiligung anfällt. Bei der Versicherungssumme wird der Wert deines Fahrrads berücksichtigt.

Gemäß Schätzungen der Polizei werden jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Räder gestohlen. Jedoch werden nur rund 400.000 zur Anzeige gebracht – insgesamt 1,1 Millionen Fahrradbesitzer bleiben auf den Kosten für die Anschaffung eines neuen Fahrrades sitzen. Gerade qualitativ hochwertige Fahrräder haben ihren Preis – das wissen auch die Diebe!

Hast Du für Dein Fahrrad eine Versicherung abgeschlossen, brauchst Du die Kosten für ein neues Rad nicht alleine tragen.

Welche Leistungen kann ich von meiner Fahrradversicherung erwarten?

Die Hausratversicherung übernimmt lediglich den Schaden bei Diebstahl. Im Gegensatz zur Hausratversicherung inkl. Fahrraddiebstahlschutz sind die Leistungen der separaten Fahrradversicherung umfangreicher. Abhängig vom Tarif kannst du Leistungen wie Schutz bei Diebstahl und Teilediebstahl erwarten. Schutz bei Vandalismus gehört bei den meisten Versicherungen zum Grundschutz, andere wiederum bieten dieses gar nicht an – ein genauer Blick ins Kleingedruckte lohnt sich für Dich.

D u erhältst die Reparaturkosten als Zuschuss für den Kauf eines neuen Fahrrads. Hier ist zu berücksichtigen, dass Reparatur und Neubeschaffung an einen Vertragshändler gebunden sein können. Es gibt Anbieter, die allerdings nicht die gesamte Summe, sondern nur einen Höchstwert übernehmen. Oftmals ist der Schutz bei Teilediebstahl mit Auflagen verbunden, wie z.B. der Schutz gilt nur für festverbundenes Zubehör (Lampe, Sattel usw.). Meist ist die Entrichtung einer Selbstbeteiligung erforderlich, dafür werden die Kosten der Wiederherstellung inkl. Einbaukosten übernommen. Es gibt Einschränkungen, die besagen, dass nachträglich verbaute Teile aus Karbon wie z.B. Laufräder, Lenker, Sattel und Sattelstütze nicht versichert werden. Einige Anbieter bieten den Schutz nicht für alle Fahrradmodelle an, gleiches gilt für Pedelecs oder E-Bikes.

Der Versicherungsschutz ist nicht ortsgebunden, denn die meisten Versicherer bieten einen weltweiten Schutz an. Bei einigen besteht der Schutz nur in vordefinierten Ländern – einen weltweiten Schutz kannst Du gegen Zuschlag hinzubuchen. Die Informationen findest Du wie immer – im Kleingedruckten. Andere Anbieter übernehmen Schäden bei einem Auslandsaufenthalt z.B. bis zu 6 Wochen – dafür weltweit.

Wenn Du Dein Fahrrad nur für den Urlaub versichern möchtest, findest Du auch hier passende Angebote. Die Versicherungsverträge werden dann für den Zeitraum Deines Urlaubs geschlossen.

Mögliche Leistungen auf einem Blick

  • Diebstahlschutz bei Diebstahl, Teilediebstahl, Vandalismus
  • Reparaturschutz
  • Weltweiter Schutz, Schutz in vordefinierten Ländern – Erweiterung gegen Zuschlag möglich, weltweiter Schutz für die Dauer eines Auslandsaufenthalt
  • Höchstalter des Rades bei Versicherungsantrag variabel
  • Höchstversicherungssumme variabel und richtet sich nach dem Zeitwert des Rades und sinkt mit zunehmendem Alter
  • Übernahme der Kosten für den Kauf eines gleichwertigen Rades oder für die Reparatur meist bis zu maximal 2.000 Euro
  • Nachtklausel besteht selten

Ab wann ist eine Fahrradversicherung sinnvoll?

Bei einem Fahrradwert bis 500 Euro reicht in den meisten Fällen die Hausratversicherung aus. Hier ist die genaue Versicherungssumme beim Versicherer zu erfragen.

Eine separate Fahrradversicherung lohnt sich bereits bei einem Fahrrad-Wert ab 500 Euro, um Dich bestmöglich zu schützen. Bei der Auswahl der Versicherung solltest Du genau prüfen, ob es eine Höchstgrenze der Versicherungssumme gibt.

Bei der Durchsicht der Vertragsinhalte wirst Du schnell feststellen, dass jede Versicherung ein Höchstalter für Dein Bike bei Versicherungsantrag festlegt. Die Altersspanne liegt zwischen „nicht älter als 6 Monate“, über „nicht älter als 12 Monate“ bis hin zu „nicht älter als 3 Jahre“. Letzteres findest Du bei Versicherungen, die Dein Fahrrad für die Urlaubszeit versichern.

Das Fahrrad optimal versichern – so geht´s

Ohne Versicherung kannst Du das Risiko vor Diebstahl begrenzen, indem Du Dir die Rahmennummer Deines Fahrrades notierst. Zusätzlich kannst Du Dein Rad bei einem Fahrradhändler oder auch bei der Polizei für ca. 15 Euro kodieren lassen. Dadurch wird es Fundbüros und der Polizei bei Auffinden ermöglicht den Eigentümer zu informieren. Ganz wichtig ist, dass Du Dein Rad mit einem qualitativ hochwertigen Markenschloss an einem festen Gegenstand sicherst und nicht unbeaufsichtigt stehen lässt. Wenn Dein Fahrrad nicht gefunden wird, musst Du die Kosten alleine übernehmen.

1. Die Hausratversicherung inkl. Fahrradschutz

Die Frage nach der geeigneten Versicherung kannst Du Dir schnell selbst beantworten. Folgende Fragen helfen Dir bei Deiner Entscheidung:

  • Suchst Du nur eine Absicherung gegen Diebstahl?
  • Hast Du ein Alltagsrad?
  • Lässt Du Dein Fahrrad so gut wie nie auf der Straße stehen und stellst es immer abgeschlossen in die Wohnung oder in Deinen abschließbaren Keller?

Wenn Du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann reicht die Absicherung über die Hausratversicherung aus. Bedenke, dass je nach Versicherungsträger eine Erweiterung der Hausratversicherung benötigt wird. Dieses kannst Du bei Deinem Anbieter in einem Gespräch herausfinden.

Die Hausratversicherung inklusive Fahrraddiebstahlschutz übernimmt die Absicherung des rollenden Hausrats außerhalb der Wohnung und somit auch die Deines Alltagsrades bis zu 500 Euro in Höhe von 1 bis max. 5 Prozent der Hausratversicherungssumme. Alle in deinem Haushalt befindlichen Räder sind abgesichert. Die Vertragsbedingungen sind entscheidend und ältere Verträge nach den üblichen Musterbedingungen VHB 74 beschränken die Versicherungssumme auf einen Betrag bis zu 255,65 Euro.

Vor- und Nachteile der Hausratversicherung

  • Günstige Absicherung
  • Keine zusätzliche Versicherung erforderlich
  • Absicherung aller Fahrräder im Haushalt
  • Absicherung gegen Feuer
  • Absicherung nur gegen Diebstahl
  • Eingeschränkter Schutz
  • Leistung richtet sich nach Versicherungssumme des Hausrats
  • Räder werden mit 1% – 3%, max. 5% abgedeckt
  • Evtl. Erhöhung der Versicherungssumme
  • Prämie ist abhängig vom Wohnort
  • Mehrkosten bis zu 50 Euro im Jahr
  • Absicherung in der Zeit von 6 bis 22 Uhr
  • Bei Nichtnutzung Keller- oder Wohnungspflicht
  • Keine Übernahme von Schäden durch Vandalismus
  • Kein ausreichender Schutz auf der Straße

Wie Du sicherlich bemerkt hast, solltest Du Dir deine bestehende Versicherung genau ansehen. Denn wenn Du noch eine Versicherung nach den alten Musterbedingungen hast, wirst Du mit dem Geld von der Versicherung ein hochwertigeres Fahrrad bei Weitem nicht ersetzen können.

2. Die separate Fahrradversicherung

Wenn Dein Fahrrad „teurer“ als 500 Euro ist und Du einen umfangreichen Schutz wünschst, solltest Du eine separate Fahrradversicherung abschließen. Du sicherst Dein Fahrrad gegen Diebstahl, Teilediebstahl und Vandalismus und kannst bei Buchung eines Reparaturschutzes weitere Schäden absichern.

Die „Nachtklausel“, wie sie bei der Hausratversicherung besteht, wirst Du hier nur selten finden. Du solltest Dich über bestehende Klauseln und Einschränkungen informieren und solltest die Umsetzung dieser Klauseln in die Praxis prüfen.

Vor- und Nachteile der separaten Fahrradversicherung

  • Diebstahl
  • Vandalismus
  • Teilediebstahl
  • Totalschäden
  • Unfallschäden
  • Pannenschäden
  • Sturzschäden
  • Verschleißschäden
  • unsachgemäße Handhabung
  • Abnutzung oder Alterung
  • Konstruktions- und Materialfehler
  • Höhere Gewalt und Wasser
  • Elektronikschäden / Akku-Defekte bei E-Bikes
  • verhältnismäßig teurer
  • jedes Fahrrad einzeln versichern
  • Absicherung nur bis zu einer Obergrenze

3. Die richtige Versicherungssumme

Die Versicherungssumme sollte dem Kaufpreis Deines Rades inkl. Sicherheitsschloss und festverbautem Zubehör, gerundet auf volle Euro, entsprechen. Eine Überversicherung (Kaufpreis des Rades = 500 Euro, Versicherungssumme = 1.000 Euro) ist nicht sinnvoll, da Du im Schadensfall den tatsächlichen Wert Deines Rades als Ersatz bekommst. Hinzu kommt, dass die monatlichen Kosten (Prämie) dadurch für Dich zu hoch ausfallen.

Dinge die man bedenken sollte

  • Ausführliche Recherche (Lesen und Verstehen des Kleingedruckten)
  • Wert des Fahrrades berücksichtigen
  • Eigene Definition des gewünschten Leistungsumfangs
  • Eigene finanzielle Situation berücksichtigen
  • Nutzung des Rades für sich definieren inkl. Abstellmöglichkeiten (Praxis auf reelle Durchführung prüfen)
  • Versicherungssumme entspricht dem Kaufpreis
  • Überversicherung vermeiden

Wie versichere ich mein Fahrrad gegen Diebstahl?

Um Dein Fahrrad gegen Diebstahl zu sichern, stellst Du schriftlich einen Antrag bei der Versicherung Deiner Wahl. In diesem Antrag musst Du folgende Angaben machen:

  • Personaldaten wie Name und Geburtsdatum
  • Wohnort inkl. vollständiger Adresse
  • Versicherungsbeginn
  • Wert des Rades
  • Tarif
  • Höchstversicherungssumme
  • Fahrraddaten wie Rahmennummer, Fahrrad-Marke, Fahrrad-Typ, Schlosstyp

Nachdem Du den Antrag versendet hast und somit Deine Einwilligung zum Lastschriftverfahren gegeben hast, besteht bereits bei einigen Anbietern der Versicherungsschutz. Bei anderen ist der Versicherungsschutz erst gewährleistet, sobald der erste Beitrag eingegangen ist. Wiederum bei manchen Versicherungen beginnt der Vertrag und somit der Versicherungsschutz am 1. des auf die Antragstellung folgenden Monats. Verschleißschäden werden meist erst nach einer gewissen Laufzeit übernommen. In jedem Fall ist vorausgesetzt, dass sich das Fahrrad in einem einwandfreien Zustand befindet.

Voraussetzungen für den Diebstahlschutz

Viele Versicherungen schreiben im Versicherungsantrag die Verwendung von Markenschlössern der Firmen Abus, Axa, Trelock oder Kryptonite vor und treten nur in Leistung, wenn Du so ein Schloss nachweislich verwendet hast und dieses durch Vorlegen Deines Schlüssels beweisen kannst. Änderungen musst Du unverzüglich melden

Das bekommst Du im Schadensfall

Eines haben alle Versicherungen gemeinsam: Sie erlauben die Absicherung eines Rades bis zu einer Höchstversicherungssumme. Das bedeutet, dass Dein Rad nicht unendlich teuer sein darf. Die Höchstversicherungssumme variiert von Anbieter zu Anbieter und richtet sich nach dem jeweiligen Zeitwert, beginnend bei bis zu 499 Euro, bis zu 3.500 Euro, bis zu 4.000 Euro bis hin zu 5.000 Euro. Mit zunehmendem Alter kann sogar die Höchstversicherungssumme automatisch sinken. Im Falle eines Schadens werden die Kosten für den Kauf eines gleichwertigen Rades oder die Reparatur meist bis zu maximal 2.000 Euro übernommen.

Wie funktioniert die Schadenregulierung?

Du gehst mit allen benötigten Unterlagen zu Deinem Fachhändler – dieser reguliert den Schaden dann mit Deiner Versicherung.

Die Dauer der Schadenregulierung weicht je nach Anbieter ab und kann so aussehen:

Nachdem Du unverzüglich eine Anzeige bei der Polizei gemacht hast, begibst Du Dich innerhalb von 7 Arbeitstagen nach dem Schadensfall zu einem Vertragspartner der Versicherung bzw. Deinem Fahrrad-Fachhändler und füllst dort die Schadensanzeige aus. Der Vertragspartner faxt das Formular zusammen mit den Unterlagen an die Versicherung und bekommt innerhalb von 5 Arbeitstagen eine Deckungszusage oder eine Regulierungsablehnung. Danach schickt der Vertragspartner seine Rechnung unter Bezug auf die Schadensnummer an die Versicherung, diese reguliert die Rechnung bis zur Höhe der Deckungszusage innerhalb von 5 Arbeitstagen.

Todos beim Diebstahl

  • Anzeige bei der Polizei stellen
  • Schadensanzeige (Formular) ausfüllen
  • alle benötigen Unterlagen zum Vertragspartner/Fahrrad-Fachhändler mitbringen:
    • polizeiliche Anzeige
    • Schadensanzeige (Formular)
    • Original-Anschaffungsrechnung des Fahrrades und versicherter Zubehörteile
    • alle Schlüssel des Schlosses, mit dem das Fahrrad gesichert war
    • die Rechnung des Schlosses und falls noch vorhanden, das beschädigte Schloss
    • Kopie der polizeilichen Strafanzeige; Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft
  • 4 bis 6 Wochen nach dem Schaden: Fundamtbestätigung, dass das Fahrrad nicht gefunden wurde
  • bei Teilediebstahl über 250 Euro: Fundamtbestätigung über die verlorenen Teile

Todos beim Defekt (im Falle von Vandalismus)

  • Anzeige bei der Polizei stellen
  • Schadensanzeige (Formular) ausfüllen
  • alle benötigen Unterlagen zum Vertragspartner/Fahrrad-Fachhändler mitbringen:
    • beschädigte Teile aufbewahren
    • einen Kostenvoranschlag über die Art und die Höhe der Reparatur bei dem Vertragspartner einholen
    • ein Foto/Fotos der beschädigten Teile bzw. des beschädigten Rades machen
    • evtl. Beförderungsbeleg einreichen

E-Bike Versicherung

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Fast eine Million Pedelecs fahren inzwischen auf Deutschlands Straßen. Senioren können bequem mit dem Fahrrad durch die Stadt, in hügeligen Gegenden ist es generell angenehm, bergauf ein wenig Unterstützung zu erhalten. Allerdings haben die mit einem Elektromotor versehenen Räder auch ihren Preis. Ein E-Bike für 1.500 Euro ist noch vergleichsweise preiswert. Dementsprechend macht eine gute E-Bike Versicherung schon Sinn. Das Auto muss versichert sein, die hochwertige Stereoanlage ist über die Hausratversicherung versichert, aber wie steht es mit dem E-Bike? Es taucht immer wieder die Frage auf, ob ein E-Bike nicht auch durch die Hausratversicherung abgedeckt ist.

Ist die Hausratversicherung nicht ausreichend?

Grundsätzlich ist diese Frage zu bejahen, allerdings wird schnell deutlich, weshalb dieser Versicherungsschutz kaum ausreichend ausfällt. Zum einen ist das E-Bike nur gegen Diebstahl versichert. Zum anderen richtet sich die Höhe nach dem Versicherungsschutz nach der Versicherungssumme für den Hausrat. Beträgt diese Summe beispielsweise 75.000 Euro und das Rad ist mit einem Prozent der Versicherungssumme eingeschlossen, erhält der Eigentümer bei Diebstahl nur 750 Euro – nicht wirklich viel im Vergleich zum Kaufpreis. Darüber hinaus übernimmt die Hausratversicherung keine Zahlung, wenn das E-Bike beispielsweise durch unsachgemäße Behandlung beschädigt wurde.

Damit sollte die Frage beantwortet sein, weshalb deine Hausratversicherung keinen ausreichenden Versicherungsschutz für dein E-Bike bietet.

Was bietet denn die E-Bike Versicherung mehr?

Eine gute Versicherung für ein E-Bike ersetzt dir nicht nur den Schaden bei einem Diebstahl, sondern leistet bei einer ganzen Reihe von Schäden:

  • Diebstahl
  • Teildiebstahl
  • Vandalismus
  • Totalschaden
  • Unfallschaden
  • Sturzschaden
  • Pannenschaden
  • Akku-Defekt
  • Elektroschäden
  • Konstruktionsfehler
  • Produktionsfehler
  • Materialfehler
  • Neuradersatzleistung

Gerade Sturzschäden können dazu führen, dass nicht nur der Fahrer, sondern auch das Rad Schaden nimmt. Ein defekter Akku ist ebenfalls im Ersatz eine recht teure Angelegenheit und wir wissen alle, dass gerade bei elektronischen Bauteilen nichts für die Ewigkeit hält.

Wo liegt der Unterschied zwischen E-Bike und Mofa?

Diese Frage ist durchaus berechtigt, obwohl sie doch auf der Hand liegt. Ein E-Bike ist ein Fahrrad, welches den Fahrer auf Wunsch mit einem Motor unterstützt. Ein Mofa ist ein kleines, knatterndes Zweirad, das ohne Motor nur schwer zu bewegen ist. Es gibt jedoch, abgesehen von der mechanischen Komponente, noch ein weiteres verkehrsrechtliches Unterscheidungsmerkmal. Ein E-Bike ist ein E-Bike, wenn der Motor von alleine die Geschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten kann. Dass das Fahrrad durch Muskelkraft durchaus schneller fährt, spielt hier keine Rolle. Übersteigt die Geschwindigkeit des Rades nur durch Motorantrieb aber die Grenze von 25 Kilometern, handelt es sich um ein versicherungspflichtiges und damit kennzeichenpflichtiges Mofa.

Es wird also zwischen sogenannten Pedelecs 25 und Pedelecs 45 unterschieden. Der Akku eines Pedelecs leistet nicht mehr als 250 Watt, die Anfahrhilfe und Schiebunterstützung ist auf sechs Kilometer pro Stunde maximiert. Die Stiftung Warentest weist explizit darauf hin, dass mit der Privathaftpflichtversicherung geklärt werden muss, ob das jeweilige Pedelec unter den Versicherungsschutz fällt.

So wie es bei Fahrradversicherungen Unterschiede gibt, bestehen diese auch bei E-Bikes. Den besten Überblick über die am Markt erhältlichen Tarife gibt dir ein E-Bike Versicherungsvergleich. Die Privathaftpflicht der HUK schließt beispielsweise verursachte Schäden durch einen Unfall bei Dritten mit ein, die Hausratversicherung schützt das E-Bike aber nur gegen Diebstahl. Eine spezielle E-Bike Akkuversicherung findet sich weder bei der HUK noch bei der E-Bike Versicherung der Allianz.

Vergleich macht Unterschiede deutlich

Ein E-Bike Versicherungsvergleich zeigt dir nicht nur die Unterschiede bei den Preisen, sondern auch kleine Details, welche durchaus entscheidend sein können.

  • Einige Versicherer schreiben vor, von welchem Hersteller das Schloss sein muss. Bei einem billigen Schloss aus dem Supermarkt entfällt der Versicherungsschutz.
  • Manche Anbieter versichern kein E-Bike mehr, wenn es älter als zwei Jahre ist. Sie sehen eine Frist ab Ersterwerb vor, innerhalb derer die Police geschlossen werden muss.

Dazu beantwortet ein Vergleich für E-Bike Versicherungen auch deine wahrscheinlich zentralste Frage: Was kostet mich eine E-Bike Versicherung? Für die Prämie ist nicht nur der Wert des Fahrrades ausschlaggebend, sondern auch der Wohnort, da Fahrraddiebstähle in einigen Regionen Deutschlands häufiger vorkommen als in anderen. Aus diesem Grund fragen die Versicherer auch die Postleitzahl ab.

Beim Thema Versicherungen kommt immer wieder ein klassisches Killerargument auf: Bevor ich die Prämie bezahle, lege ich das Geld lieber zur Seite, und kaufe mir dann halt ein neues E-Bike. Klug gedacht, denn ein potenzieller Dieb wartet natürlich mit dem Diebstahl des E-Bikes, bis der Besitzer genug Geld angespart hat…..

Also: Kosten E-Bike 2.000 Euro, Kosten Versicherung 79,92 Euro im Jahr, E-Bike nach einem Jahr gestohlen – vorhandenes Guthaben 79,92 Euro. Dieses Beispiel macht die Fehleinschätzung hoffentlich deutlich.

Unsere Empfehlung

Ein recht populärer Vertreter für Fahrrad- und E-Bikeversicherungen ist sicherlich ENRA – mittlerweile auch ohne Selbstbeteiligung. Die ZEG E-Bike Versicherung verlangt, dass das Schloss mindestens 50 Euro gekostet haben muss und versichert keine E-Bikes, die älter als ein Jahr sind. Die maximale Versicherungssumme bei der „Zweirad Einkaufsgenossenschaft e.G.“ beträgt bei e-Bikes 6.000 Euro.

Im Grunde unterscheiden sich Fahrradversicherungen und E-Bike Versicherungen nur im Einschluss der Elektronikversicherung, da der Akku ebenfalls Bestandteil des Fahrrades ist.

Die Ammerländer bietet einen umfassenden Versicherungsschutz zu einer hervorragenden Prämie. Das Pedelec darf allerdings nicht älter als drei Jahre und teurer als 7.500 Euro sein. Das Fahrradschloss muss mindestens einen Wert von 49 Euro haben, damit bei Diebstahl der Versicherungsschutz von maximal 7.500 Euro greift. Erfreulicherweise wird das Schloss über diesen Betrag hinaus ebenfalls erstattet.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Fahrrad- und einer E-Bikeversicherung liegt in der Erstattung des Akkus bei Diebstahl oder Beschädigung. Allerdings setzt die Ammerländer E-Bikeversicherung voraus, dass der Rahmen aus Stahl oder Aluminium hergestellt wurde.

Wer ein Pedelec aus Carbon nutzt, sollte sich den Tarif der Krist anschauen. Krist bietet als Mindestdeckung 1.000 Euro, die Ammerländer 1.499 Euro an. Demgegenüber fallen die Zeiträume für Reparaturen in Bezug auf das Alter des E-Bikes bei der Ammerländer etwas großzügiger aus (Anmerkung: derzeit versichert die Ammerländer keine Caron-Fahrräder. Stand: 25.10.2017):

Источники: http://www.finanztip.de/hausratversicherung/fahrradversicherung/, http://www.drklein.de/fahrrad-hausratversicherung-faq.html, http://www.fahrradversicherung-test.com/

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