Erweiterte hausratversicherung

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Informationen und Meinungen zur Hausratversicherung der Statlichen Versicherung der DDR. Alle Alt-Verträge wurden von der Allianz übernommen.

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News-Archiv

02.06.2009 | News zum Thema Hausratversicherung DDR

Allianz Erweiterte Haushaltversicherung (EHV) – damals so gut wie heute? Die Allianz – EHV bietet einen einzigartigen Rundum-Schutz, wenn kostbare Hausratgegenstände gestohlen wurden, die Waschmaschine ausgelaufen ist und das Wasser die eigene Wohnung und die Wohnung der lieben Nachbarn ruiniert hat.

EHV (Allianz)- Hausratversicherung aus DDR Zeiten

Allianz Erweiterte Haushaltversicherung (EHV) – damals so gut wie heute? Die Allianz – EHV bietet einen einzigartigen Rundum-Schutz, wenn kostbare Hausratgegenstände gestohlen wurden, die Waschmaschine ausgelaufen ist und das Wasser die eigene Wohnung und die Wohnung der lieben Nachbarn ruiniert hat.

Es gibt Vorteile aber auch Nachteile bei einer EHV (Allianz). Einen echten DDR-Haushaltsversicherung-Vertrag haben nur noch sehr wenige. Die meisten wurden auf neue Vertragsbedingungen umgestellt. Gern informieren wir Sie, denn eine Überprüfung ist ratsam. Im Nachfolgenden einige Informationen zur Erweiterten Haushaltversicherung. Hierbei handelt es sich um gesammelt Informationen und stellt keine Beratung dar.

Erweiterte Haushaltversicherung (DDR Vertrag)

Aber auch wenn im Urlaub die Reisetasche entwendet wurde, können diese Verluste oder Schäden mit nur einer passenden Versicherung abgedeckt werden. Der Klassiker aus den neuen Bundesländern – Die Erweiterte Haushaltsversicherung kurz EHV ( DDR-Hausratversicherung ) der Allianz, bietet dreimal Schutz und Sicherheit in einem Paket:

Hausrat – Haftpflicht – Reisegepäck

Das gesamte "Hab und Gut" ist natürlich zum Neuwert Hausratversichert gegen Schäden durch:

  • Brand, Blitz, Explosion, Luftfahrzeuge
  • Leitungswasser
  • Sturm, Überschwemmung/Hochwasser (auch durch starken Regen), Hagel, Bodensenkung
  • Felssturz, Erdrutsch, Schneedruck (Elementarereignisse)
  • Einbruchdiebstahl, Raub

Tipp: Alle zum Haushalt gehörenden Personen sind automatisch mit Haftpflichtversichert und zwar weltweit (nur /0239/) und unabhängig vom Alter, Verwandtschaftsgrad und wirtschaftlicher Selbstständigkeit. Bei Alt-Verträgen 10/0238/ oder 50/0238/ ist die Haftpflicht begrenzt auf die "Warschauer Pakt Staaten" und es gibt noch andere Leistungskürzungen. Zusätzlich kann bei Abschluss einer EHV | Erweiterte Haushaltversicherung ( DDR-Hausratversicherung ) eingeschlossen werden:

  • Fahrraddiebstahl
  • Schlüsselverlust
  • Überspannungsschäden
  • Ihren ständigen Hausrat des Wochenendhauses / Bungalows
  • Hundehalterhaftpflichtversicherung
  • Gefälligkeitshandlungen
  • Forderungsausfalldeckung

Ihr Reisegepäck ist gegen Abhandenkommen beim Beförderungsunternehmen, Diebstahl, und beim Unfall des Transportmittels weltweit mit versichert. (Stand 06/2009)

Meinungen zur: Hausratversicherung aus DDR Zeiten

[12.04.2009] Wir selbst haben noch eine Hausratversicherung, die ursprünglich zu DDR-Zeit abgeschlossen wurde. Diese wurde nach der Wende in eine EHV verändert. Sicherlich gibt es andere günstigere Versicherungen, aber wir haben uns überzeugen lassen, dass diese Versicherung für uns die richtige ist. Wir haben überhaupt nicht erst Angebote von anderen Versicherungen eingeholt, weil diese Hausratsversicherung alles absichert, was wir benötigen. Als Hausbesitzer haben wir allerdings noch eine Gebäudeversicherung, die bei einer anderen Versicherung günstiger war. Zu DDR-Zeiten wohnten wir in einem Neubaublock. Dort wurde um das Haus herum die Drainage vergessen und unsere Keller wurden mehrfach mit Abwässern überflutet. Da kein Geld für einen nachträglichen Bau einer Drainage vorhanden war, mussten wir damit leben, dass die Keller in regelmäßigen Abständen überflutet wurden. Es dauerte dann zeitweilig Wochen, bis die Keller wieder ausgepumpt, gereinigt und getrocknet waren. Dadurch entstanden natürlich viele Schäden an Gegenständen, die dort gelagert waren. Es war überhaupt kein Problem von der Versicherung Schadenersatz zu erhalten. Das betraf die Bereifung von Fahrrädern, Fahrräder, die durch das Wasser verrostet waren, Raufasertapeten, Farben, Holztapeziertafeln, Lebensmittel, Bekleidung und andere Gegenstände.

Das Dach unseres Hauses wurde eines Tages neu mit Dachpappe gedeckt. Aber leider nicht richtig und irgendwo drang während einer Regenphase durch einen Spalt Wasser ins Haus. Das bedeutete, vom Dach des Hauses über das Obergeschoss bis in die Kellerräume, lief das Wasser die Wände herunter und das betraf jede Wohnung. Sämtliche Wasserschäden wurden anstandslos bezahlt. Wenn an den elektrischen Geräten wie Fernsehern oder Radios durch Blitzschläge Reparaturen notwendig wurden und der Schaden ließ sich nachweisen, war auch hier eine Kostenübernahme anstandslos möglich. In einer Hausratversicherung von DDR-Zeiten waren die im Keller aufbewahrten Fahrräder mit versichert. Ich glaube, dazu musste man später eine kleine Zusatzversicherung abschließen, weil zu viele Diebstähle vorgekommen waren und bei Reisen waren die Koffer gegen Verlust und Beschädigung versichert. Teilweise waren auch Wochenendhäuser und Gartenlauben zu einem geringen Beitragssatz mit versichert. Wer eine DDR-Hausratversicherung abgeschlossen hatte, war auch gegen Hochwasser versichert.

Gerade bei Grundstücken in gefährdeten Gegenden war das eine notwenidige Absicherung. Die in der Wohnung befindlichen Gegenstände waren zum Zeitwert versichert und die Versicherung wurde nach Wohnungsgröße abgeschlossen. Außerdem beinhaltete diese Versicherung auch gleichzeitig eine Haftpflichtversicherung , die nichts extra gekostet hat. Alle Personen die in dem Haushalt gewohnt haben und noch keine Erstausbildung abgeschlossen hatten, waren mit versichert. Wir können jedenfalls sagen, dass wir bei einer Schadensregulierung durch die Allianz noch nie Schwierigkeiten hatten. Es wurde schnell und unbürokratisch geholfen.

(Meinung zur DDR-Haushaltversicherung von: W. Kuhnhardt)

[22.05.2009] Die Versicherungsverträge der früheren staatlichen Versicherung der DDR wurden nach deren Privatisierung zum großen Teil von der Allianz ( Deutsche Versicherungs- AG ) übernommen. Neben der Marktführung in den neuen Bundesländern übernahm damit die Allianz auch die alte DDR Hausratversicherung, zu den bestehenden Bedingungen. Jeder der sie hat, sollte sie behalten. In dieser Versicherung sind neben den typischen Schäden der Hausratversicherung ohne besondere Beitragserhöhung, ganz automatisch auch Hochwasserschäden, Schäden im Wochenendhaus, oder der Datsche mit eingeschlossen. Ebenfalls mit versichert ist bei Ausfall der Tiefkühltruhe der Inhalt.

Was für die Versicherung, besonders beim Elbehochwasser 2002 ein finanzieller Klotz wurde, war für uns Versicherungsnehmer ein Geldsegen. Vielen wurde dies erst im Schadensfall klar, dass sie für ihre entstandenen Schäden durch das Hochwasser versichert sind. Während andere, die nur eine normale Hausratversicherung hatten, auf die staatlichen Fördermittel warten mussten, war der Versicherungsnehmer mit der alten DDR Hausratversicherung auf der versicherten Seite und konnte schon nach kurzer Zeit durch die gezahlte Entschädigungssumme mit der Beseitigung der Schäden beginnen. (Meinung zur DDR-Haushaltversicherung von: Gast 714805)

[02.06.2009] Ich habe meine Wohnung seit Jahren bei der Allianz Leipzig versichert und ich brauchte in den ganzen Jahren keinen Schaden zu melden. Aber zu Weihnachten kippte eine Kerze unseres Schwibbogen um und viel auf den Teppich. Diese versengte den Teppichboden in kurzer Zeit. Ein Anruf nach den Feiertagen bei meiner Generalvertretung und ein Mitarbeiter kam kurz vorbei. Er begutachtete den Schaden, schätzte ihn auf 500,-EUR und ich durfte den Teppich neu verlegen lassen. Der Rechnungsbetrag war dann allerdings über 900,-EUR, der wurde anstandslos an die Teppichfirma bezahlt. Das nenne ich kulant und freundlich! (Meinung zur DDR-Haushaltversicherung von: R.Hollmick)

[22.06.2009] Die Hausratversicherung sichert den Versicherungsnehmer vor Schäden in der Wohnung ab. Sie zählt als freiwillige Versicherung zu den wichtigsten Sachversicherungen, die jede Familie besitzen sollte. Nun ist allgemein bekannt, dass man vor dem Vertragsabschluß die Versicherer vergleichen sollte. Hier gibt es bei der Hausratversicherung eine Besonderheit. In der damaligen DDR gab es die Hausratversicherung mit einer wesentlich erweiterten Absicherung gegenüber dem heutigen bekannten Versicherungsschutz. Die Allianz übernahm damals diese Verträge der Versicherungsnehmer und bietet sie heute noch mit dem erweiterten Schutz an. Diese erweiterte Hausratversicherung kurz EHV genannt, bietet dreimal Schutz in Sicherheit in einem Paket. Darin sind erweiterter Hausrat, Privathaftpflicht und Reisegepäck, natürlich alles zum Neuwert komplett versichert. Wo gibt es heute noch etwas ähnliches. Zusätzlich können noch solche Risiken, wie Brand, Blitz, Explosion, Luftfahrzeuge, Leitungswasser, Sturm, Überschwemmung/Hochwasser (auch durch starken Regen), Hagel, Bodensenkung Felssturz, Erdrutsch, Schneedruck (Elementarereignisse), Einbruchdiebstahl und Raub in diesen Vertrag mit versichert werden. (Meinung zur DDR-Haushaltversicherung von: John Fuhrmann)

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Meinung hinterlassen. Benutzen Sie unser Kontakt-Formular (Bitte vollständig ausfüllen! – Vermerken Sie was nicht angezeigt werden soll)

Was ist eine erweiterte Haushaltsversicherung?

Eine erweiterte Haushaltsversicherung ist eine Art Zusatzversicherung die Gegenstände versichert, die bei einer normalen Haushaltsversicherung nicht mitversichert sind.

Eine erweitete Versicherung dieser Art greift bei Schäden, die durch höhere Gewalt, durch unvorhergesehene Naturereignisse wie Sturm, Hagel, Überschwemmung, Erdbeben, Schneedruck oder Lawinen ausgelöst wurden. Unter Umständen kann je nach Versicherungsart auch Versicherungsschutz bei Blitzschlag oder Starkregen gewährt werden.

Eine erweiterte Haushaltsversicherung ist auch unter dem Namen Elementarversicherung bekannt.

Schäden die also durch Naturgewalten hervorgerufen werden, sind in der Regel von den meisten Haushaltsversicherungen nicht erfasst. Dazu bedarf es einer Extra-Vereinbarung diese hat allerdings höhere Beiträge zur Folge.

Diese höheren Beiträge sind deswegen nötig, weil bei einem eventuellen Schadensfall meist mehrere Versicherte betroffen sind.

Beispiel: Bei Überschwemmungen können auf einen Schlag tausende von Gebäuden beschädigt werden, in diesem Fall reichen Prämien und Rücklagen in der Regel nicht aus, um entstandenen Schaden zu decken. In diesem Fall sind für eine Versicherung deswegen bei Elementarschäden enorme Rücklagen oder teure Rückversicherungen nötig.

Elementarschäden sind Schadensereignisse die zu zahlreichen Schäden führen.

Darum ist hierfür auch eine separate Vereinbarung nötig. In dieser Vereinbarung wird das Risiko für zum Beispiel eventuelle Lawinengefahr oder Hochwassergefahr eingeschätzt. Darum führt dies auch zu höheren Versicherungsbeiträgen und Selbstbeteiligungen.

In der sogenannten erweiterten Haushaltsversicherung gibt es bezüglich Hochwasser oder Überschwemmung eine genaue Risikoeinstufung, hierfür wurden vier Risikoklassen ermittelt:

– GK 4 bedeutet einmal Hochwasser in 10 Jahren

– GK 3 bedeutet einmal Hochwasser in 10 bis 50 Jahren

– GK 2 bedeutet einmal Hochwasser in 50 bis 200 Jahren

– GK 1 bedeutet einmal Hochwasser innerhalb von 200 Jahren

Bei anderen Schäden die durch Naturereignisse verursacht werden, liegt eine solch genaue Risikoeinstufung noch nicht vor.

Fazit: Ob jemand seine Haushaltsversicherung erweitert, bleibt jedem selbst überlassen. Meistens entscheidet darüber die Gegend in der wo man wohnt und die vorherrschenden Wetterverhältnisse.

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Tipps zum Online Abschluss

  • mindestens Ausstattung gehoben/wertbeständig wählen

  • wenn möglich jährliche Bezahlung wählen (weitere Ersparnis

  • Helvetia und GRAWE sind unsere Redaktionstipps

  • Formulare ausfüllen und versichert sein

    Hausratversicherung: 82 Tarife im Check

    Drei von vier Haushalten haben sie. Doch viele sind zu teuer versichert. Unser Test zeigt: Den Schutz für Hab und Gut gibt es auch zum kleinen Preis.

    Als Bauarbeiter das Gerüst für die Sanierung des Altbaus aufstellten, beschlossen Sabine Lanwerd und Manuel Fritz: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, endlich eine Hausratversicherung abzuschließen.“ Das Paar hatte schon viele Geschichten über Einbruchdiebstähle gehört. „Man weiß doch, wie es läuft: Die Täter klettern über das Gerüst und räumen die Wohnung aus“, sagt Fritz. Ein Hausratversicherer würde den Schaden zahlen. Doch dazu kam es glücklicherweise nicht. Die Haussanierung verlief problemlos.

    Als allerdings ein Jahr später die Wohnung über den eigenen vier Wänden ausbrannte und Löschwasser ihr Schlaf- und Wohnzimmer ruinierte, waren sie froh, eine Hausratversicherung zu haben. Sie zahlte rund 8 000 Euro für neue Betten, Lampen, beschädigte Gemälde und anderen Hausrat. Allein die Reinigung der Kleidung kostete knapp 900 Euro.

    „Die Abwicklung mit der Versicherung verlief nicht völlig reibungslos“, beschwert sich der Schmuckdesigner Fritz. Über den Ersatz für den Orientteppich, die Holzmöbel und Musikinstrumente mussten sie sich streiten. Der von dem Versicherer beauftragte Regulator hielt eine Reinigung der Sachen durch Fachfirmen für ausreichend. Die Möbel könnten aufgearbeitet werden. Erst nach einigem Hin und Her einigten sie sich.

    Drei Monate im Hotel

    Hotel bezahlt. Sabine Lanwerd und Manuel Fritz wohnten nach einem Löschwasserschaden im Hotel. Der Versicherer zahlte.

    Noch in der Brandnacht empfahl die Feuerwehr, wegen der Löschwasserrückstände vorerst nicht in der Wohnung zu schlafen. Lanwerd und Fritz zogen in ein Hotel. Bis die Wohnung wieder bewohnbar und instand gesetzt war, dauerte es rund drei Monate. Für das Hotel kam der Versicherer auf. Denn ihre Police beinhaltet eine Klausel, wonach Hotelkosten in Höhe von 1 Promille der Versicherungssumme für maximal 100 Tage übernommen werden. Der Tagessatz liegt bei einer Versicherungssumme von 45 100 Euro bei 45,10 Euro. Lanwerd und Fritz erhielten aus Kulanz sogar mehr erstattet.

    Wichtiger Basisschutz

    So wie die beiden Berliner kann heute jeder Eigentümer und Mieter plötzlich mit einem Schaden dastehen. Wer sich nicht absichert, ist ohne Rücklagen vielleicht finanziell ruiniert, wenn durch einen Brand die Einrichtung komplett zerstört wird.

    Mehrere Tausend Euro Schaden kommen auch bei einem Einbruchdiebstahl schnell zusammen. Durch einen Blitzschlag kann ein Baum auf das Haus fallen, Regenwasser eindringen und Sachen beschädigen. Platzt der Zulaufschlauch zur Geschirrspülmaschine, kann die Kücheneinrichtung ruiniert sein. In solchen Fällen zahlt die Hausratversicherung den Schaden (siehe Tabelle“Hausratversicherungen“).

    Geld für den Neukauf

    Nach einem Schadensfall kommt der Versicherer für die Wiederbeschaffung des zerstörten oder verschwundenen Inventars auf. Wie alt die Sachen waren, spielt dabei keine Rolle. Ersetzt wird der Neuwert.

    Sind die Möbel oder Teppiche beschädigt, kommt häufig eine Reparatur oder Restaurierung in Betracht.

    Um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, sollten Versicherte den Bestand ihres Hausrats regelmäßig dokumentieren. In der Regel kommt im Laufe der Jahre immer mehr hinzu. Dabei gilt auch: Je höherwertiger die Einrichtung, umso wichtiger ist die Absicherung für den Schadensfall. Ein absolutes Muss ist eine Hausratversicherung allerdings nicht. Wer nur Sachen von geringem Wert hat, sollte prüfen, ob der Versicherungsschutz wirklich notwendig ist.

    Der Hausrat von Auszubildenden, Studenten, Wehr- oder Zivildienstleistenden ist bis zum Ende der Ausbildung oder des Dienstes über die Police der Eltern mitversichert. Vorausgesetzt, der Hauptwohnsitz ist noch bei den Eltern und der Hausrat lagert nur vorübergehend im Studentenwohnheim.

    Günstig versichern

    Finanztest hat Tarife von 52 Versicherern geprüft. Wir wollten wissen, was der Schutz für unseren Modellfall in verschiedenen Städten kostet. Das Ergebnis zeigt, dass es in der Hausratversicherung enorme Preisspannen gibt. In Wilhelmshaven, einer mittelgroßen Stadt mit rund 80 000 Einwohnern, kostet die Absicherung bei den Direktversicherern Neckermann und KarstadtQuelle 47 Euro und bei der Bayerischen Hausbesitzer 215 Euro. In einer Großstadt wie Köln zahlen Versicherte 93 Euro bei dem Versicherer Asstel (Basis) und 377 Euro bei der Bayerischen Hausbesitzer.

    Der Wechsel zu einem günstigen Anbieter kann eine Ersparnis von gut 200 Euro pro Jahr bringen. Die Top-Angebote aus unserem Test stehen in der Tabelle „Die Top-Angebote in der Hausratversicherung“.

    Bargeld, Sparbuch und Schmuck

    Der Jahresbeitrag für unseren Modellfall schließt auch den Schutz für Wertsachen mit ein. Dazu gehören in der Regel Bargeld, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck sowie Gold und Silber. Üblicherweise ist die Entschädigung auf 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt, wenn die Wertsachen gesichert gelagert werden, beispielsweise in einem Tresor. Sonst gibt es meistens weniger.

    Mehr Schäden durch Blitze

    Alle Angebote enthalten zudem den wichtigen Schutz für Überspannungsschäden. Schlägt ein Blitz direkt in die Stromleitung ein, können Geräte zerstört oder beschädigt werden. Im Jahr 2006 zahlten Versicherer für rund 450 000 Überspannungsschäden etwa 240 Millionen Euro. Aufgrund des Klimawandels rechnet die vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft beauftragte Arbeitsgruppe „Blitz- und Überspannungsschäden“ mit einer Zunahme solcher Schäden.

    Ausreichende Versicherungssumme

    Die Versicherungssumme sollte genau dem Betrag entsprechen, der für die Neuanschaffung des gesamten Hausrats nötig ist. Sonst gilt er als unterversichert und der Schaden wird nur anteilig ersetzt. Beispiel: Der Gesamtwert des Hausrats beträgt 40 000 Euro, die Versicherungssumme aber nur 20 000 Euro. Bei einem Wasserrohrbruch entsteht an einem Teppich ein Schaden von 3 000 Euro. Ersetzt wird nur die Hälfte des Schadens, nämlich 1 500 Euro, denn es wurde nur der halbe Wert des Hausrats versichert.

    Damit es zu keiner Unterversicherung kommt, können Versicherte einen Tarif abschließen, bei dem der Versicherer auf den Einwand der Unterversicherung verzichtet. Meistens muss dafür eine bestimmte Summe – in der Regel 650 Euro pro Quadratmeter – versichert werden.

    Nachteil: Wer seinen Hausrat zum Beispiel pauschal für 650 Euro pro Quadratmeter versichert, ist möglicherweise über- oder unterversichert. In solchen Fällen sollte

    die Versicherungssumme individuell festgelegt werden.

    Das teure Rad

    Rad weg. Dennis Kuhlow hat den Fahrraddiebstahl mitversichert. Der Versicherer hat die Zahlung zugesagt.

    Die Hausratversicherung zahlt auch, wenn das Fahrrad geklaut wird. Als Dennis Kuhlow vor einigen Jahren nach Berlin zog, beschloss er, sein Trekkingrad in Höhe von 1 Prozent der Versicherungssumme, in seinem Fall mit 330 Euro, mitzuversichern. Als das mit einem teuren Schloss abgesicherte Rad eines Nachmittags aus dem abgeschlossenen Hinterhof geklaut wurde, war sein Ärger groß.

    Mittlerweile hat der Versicherer die Regulierung zugesagt. „Allerdings habe ich noch keinen Cent gesehen“, sagt der Berliner Künstler. Gezahlt wird erst, wenn die Polizei das Ermittlungsverfahren einstellt und Kuhlow einen Nachweis darüber dem Versicherer vorlegt.

    Immer wieder gibt es Ärger über die sogenannte Nachtzeitklausel, die viele Versicherer in ihren Verträgen haben. Dann ist das Rad nachts zwischen 22 und 6 Uhr nur versichert, wenn in verschlossene Wohnungen oder Keller eingebrochen wurde. Wird es auf der Straße abgestellt, greift der Schutz nicht. Manche Versicherer verzichten auf die Nachtzeitklausel. Für unseren Test wollten wir wissen, wie teuer die Versicherung eines Fahrrads in Höhe von 2 Prozent der Versicherungssumme oder 1 000 Euro – mit und ohne Nachtklausel – ist. Da die Versicherer auch Diebstahlstatistiken in die Kalkulation einbeziehen, ist der Schutz in Großstädten besonders teuer.

    Viele Extras

    Über die Basisabsicherung hinaus können viele Leistungen extra mitversichert werden. Hinter Bezeichnungen wie Kompakt-, Optimal-, Spezial-, Exklusiv- oder Topschutz verbergen sich umfangreichere Leistungspakete. Der Tarifdschungel ist für Laien manchmal schwer zu durchschauen.

    Es gibt Überflüssiges, aber auch Sinnvolles. So kann der Diebstahl von Kinderwagen, Rollator oder Gartenmöbel mitversichert werden. Möglich ist auch eine Regulierung, wenn das Ceran-Kochfeld zerbricht, das Eingefrorene in der Kühltruhe infolge Stromausfalls verdirbt oder Wäsche draußen von der Leine gestohlen wird.

    Nahezu unerlässlich ist ein Zusatzschutz für Wasserschäden für Aquarienbesitzer oder Wasserbettenliebhaber.

    Für alle, die gerne und oft verreisen, kann auch die Erstattung von Rückreisekosten aus dem Urlaub sinnvoll sein. Muss eine Reise wegen eines erheblichen Versicherungsfalles (zum Beispiel Schaden ab 5 000 Euro) abgebrochen werden, kommt der Versicherer bis zu einer bestimmten Summe für die Mehrkosten der Rückreise auf (siehe Tabelle „Hausratversicherungen“).

    Hausrat im Ferienhäuschen

    Einbruch in Gartenlaube. Grit und Andreas Schulze haben noch eine Hausratversicherung aus DDR-Zeiten. Ihren Schaden bekamen sie ersetzt.

    Glück im Unglück hatten Grit und Andreas Schulze. Einbrecher räumten ihre Laube in einer brandenburgischen Kleingartenkolonie aus. Für die gestohlene Motorradausrüstung, Radio, Rucksäcke und diverse Kleinigkeiten erstattete der Versicherer rund 1 300 Euro. Die „Erweiterte Haushaltsversicherung“ aus DDR-Zeiten, die nach der Wende von dem Versicherer Allianz weitergeführt wurde, bietet einen „Rundumschutz“. Dieser erstreckt sich ohne Entschädigungsgrenze auch auf Lauben, Wochenend- und Sommerhäuschen.

    Heute gibt es solchen umfassenden Schutz nach den neuen Bedingungen nicht mehr. Der Versicherungsort ist in der Regel auf die Wohnung, ein Nebengebäude auf dem Grundstück und Garagen beschränkt. Hausrat, der außerhalb der Wohnung vorübergehend aufbewahrt wird, ist bei vielen Versicherern im Rahmen der Außenversicherung nur für die Dauer von drei Monaten und nur bis zu einer bestimmten Summe versichert. Nicht geschützt ist der Hausrat in Wohnmobilen. Sie gehören als „rolling homes“ nicht zu den ortsgebundenen Behausungen, entschied das Landgericht Coburg (Az. 33 S 146/01).

    Unterwegs im Urlaub

    Hingegen greift die Außenversicherung, wenn Diebe aus einem Hotelzimmer Fotoausrüstung und Bargeld klauen. Dies gilt auch im Ausland, denn die Hausratversicherung geht bei vielen Versicherern bis zu einer bestimmten Summe weltweit mit auf Reisen. Aber Achtung: Der Einbruchdiebstahl muss polizeilich gemeldet und dokumentiert sein.

    Regeln beachten

    Um ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden, müssen Versicherte bestimmte Regeln und Verhaltenspflichten beachten. So dürfen beispielsweise die Fenster nicht gekippt sein, wenn die Wohnung verlassen wird. Die Haustür muss abgeschlossen sein. Eine für mehrere Monate nicht bewohnte Wohnung oder das Baugerüst während einer Sanierung muss als gefahrerhöhende Maßnahme dem Versicherer mitgeteilt werden.

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    Источники: http://www.reve24.de/news/ehv-hausratversicherung-aus-ddr-zeiten_allianz_0239.html, http://vergleich-haushaltsversicherung.at/was-ist-eine-erweiterte-haushaltsversicherung/, http://www.test.de/Hausratversicherung-82-Tarife-im-Check-1742974-2742974/

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