Ertragsanteilbesteuerung rente

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Ertragsanteilsbesteuerung

Die Ertragsanteilsbesteuerung stellt die Besteuerung aus Erträgen wiederkehrender Rentenzahlungen dar. Als Einschränkung gilt jedoch, dass es sich hierbei nur um Rentenzahlungen handelt, welche im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes nicht aus Bezügen resultieren, welche der Schicht eins oder Schicht zwei zuzurechnen sind. Nicht mit dem Ertragsanteil, sondern mit dem persönlichen Steuersatz werden Renten besteuert, die aus

  • der gesetzlichen Rentenversicherung
  • berufsständischen Versorgungswerken
  • Rürup-Verträgen
  • betrieblichen Altersversorgungen
  • Riester-Verträgen

resultieren. Hier verhält sich die Rentenbesteuerung etwas anders.

Die Ermittlung der Steuerlast

Der Ertragsanteil bezeichnet den Teil der Rentenleistungen, welcher als pauschalierter Zinsertrag betrachtet wird. Je älter der Bezieher der Rente bei Rentenbeginn ist, um so niedriger fällt der Ertragsanteil der Rente aus. Am populärsten ist sicher die Leibrente aus einer privaten Rentenversicherung. Die Ertragsanteilsbesteuerung findet aber beispielsweise auch bei einer Immobilienrente, der Überlassung einer Immobilie gegen eine lebenslange Rentenzahlung oder dem Bezug einer Berufsunfähigkeitsrente Anwendung. Die Höhe des Ertragsanteils wurde mit Einführung des Alterseinkünftegesetzes im Jahr 2005 neu, zugunsten der Steuerzahler, festgeschrieben.

Alter bei Rentenbezug

Die Tabelle ist wie folgt zu verstehen: Für eine Person beginnt mit dem 63. Geburtstag die Zahlung einer lebenslangen Leibrente aus einer privaten Rentenversicherung in Höhe von 500 Euro. Aus dieser Rente sind 20 Prozent steuerpflichtig, also 100 Euro. Der persönliche Steuersatz dieser Person liegt bei 30 Prozent. Es fallen daher 30 Euro Steuern auf eine Rentenzahlung von 500 Euro an. Erfolgt die „Rentenzahlung“ durch Ausschüttung aus einem Investmentsparplan, muss der Ertrag mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent versteuert werden. Lag die Sparrate bei 250 Euro, die Ausschüttung ebenfalls bei 500 Euro, unterliegen 250 Euro der Besteuerung mit 25 Prozent, einer Schuld von 62,50 Euro. Die definitive Besteuerung aus dem Fondssparplan hängt natürlich von der Variablen der tatsächlichen Wertentwicklung und einer möglichen Abgeltungssteuerzahlung auf die thesaurierten Ausschüttungen ab.

Die Entscheidung, ob eine private Zusatzrente durch eine Rentenversicherung oder eine andere Geldanlage aufgebaut werden soll, hängt zum einen vom persönlichen Steuersatz, zum anderen von der Besteuerung der Zinsen während der Ansparphase ab. Gerade das Thema Altersvorsorge durch Investmentsparpläne kann im Rahmen einer privaten fondsgebundenen Rentenversicherung sehr interessant sein.

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Abgrenzung zu geförderten Rentenversicherungen

Alle anderen im Alterseinkünftegesetz aufgeführten Rentenzahlungen unterliegen der Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz. Rentenleistungen aus Schicht zwei (Riester-Rente und betrieblicher Altersversorgung) werden in voller Höhe besteuert. Die Höhe des steuerpflichtigen Anteils von Renten, welche der Schicht eins zugeordnet werden, hängt vom Jahr der ersten Rentenzahlung ab. Mit der Umstellung der Besteuerung der Altersrenten wurde ein Stufenmodell eingeführt, welches eine jährliche Steigerung des steuerpflichtigen Anteils vorsieht. Die für den Rentenbezieher gültige Stufe ergibt sich aus dem Jahr des Rentenbeginns. Der steuerpflichtige Anteil der Rente ist ab dann festgeschrieben. Bis zum Jahr 2020 erfolgt eine Anhebung in Schritten von jeweils zwei Prozent bis zu 80 Prozent, ab 2021 in Schritten von einem Prozent. Ab 2040 werden die Renten aus der Schicht eins in voller Höhe besteuert.

Prinzip der Ertragsanteilsbesteuerung

Welche Renten fallen darunter?

Für Renten, die nicht mit dem jeweiligen Besteuerungsanteil nach § 22 Nummer 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa EStG erfasst werden, gilt weiterhin die so genannte Ertragsanteilsbesteuerung. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sparkapital verrentet wird, das vollständig aus versteuertem Einkommen gebildet wurde, was insbesondere bei Veräußerungsleibrenten oder Leibrenten gegen Einmalbetrag der Fall ist. Außerdem werden insbesondere Renten aus privaten Rentenversicherungen, soweit es sich nicht um Basis- oder Riester-Renten handelt, mit dem Ertragsanteil nach § 22 Nummer 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb EStG besteuert.

Bezüge aus privaten Rentenversicherungen werden ab 2005 in die nachgelagerte Besteuerung überführt. Das gilt aber nur für Verträge, die den Voraussetzungen des neuen § 10 Absatz 1 Nummer 2b EStG entsprechen. Für bestimmte Renten (Altverträge und solche Verträge (z.B. zur eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung), die nicht dem neuen § 10 Absatz 1 Nummer 2b EStG entsprechen, bleibt es bei der herkömmlichen Ertragsanteilsbesteuerung.

Wie werden die Einkünfte berechnet?

Bei der Ertragsanteilsbesteuerung wird zur Berechnung des steuerpflichtigen Teils der Rente nur eine Angabe benötigt:

  1. das Alter des Rentenempfängers, mit welchem die Rentenzahlung begann

Anhand des Alters bei Rentenbeginn ergibt sich der Ertragsanteil:

Besonderheit: Öffnungsklausel

Haben Sie während der Ansparphase für eine gesetzliche Rente freiwillig höhere Beiträge gezahlt, sieht das Gesetz eine Sonderregelung für die Ermittlung der Einkünfte vor (sogenannte Öffnungsklausel).

Soweit die Rente auf Beiträgen beruht, die oberhalb des Höchstbeitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung lagen, kann sie mit dem Ertragsanteil ermäßigt besteuert werden. Dafür muss beim Finanzamt ein Antrag auf Besteuerung der Rente mit dem Ertragsanteil gestellt werden und es muss nachgewiesen werden, dass die Einzahlungen in die Rentenkasse den Höchstbeitrag mindestens 10 Jahre überschritten haben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird die bezogene Rente in einen nachgelagert zu besteuernden Anteil und in einen mit dem Ertragsanteil zu besteuernden Teil aufgeteilt (§ 22 Nummer 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb Satz 3 EStG).

Ertragsanteil

Der Ertragsanteil ist der steuerpflichtige Teil einer Rente. Bis zum 31.12.2004 wurden Renten , soweit sie nicht auf steuerlich geförderten Beiträgen (wie Riester-Rente oder Entgeltumwandlung) beruhten, nur mit dem so genannten Ertragsanteil versteuert. Damit ist nur ein fiktiver Ertrag des eingezahlten Kapitals (also der Rentenversicherungsbeiträge) steuerpflichtig. Der Ertragsanteil ist gesetzlich festgelegt. Seine Höhe bestimmt sich nach dem Alter des Rentners bei Rentenbeginn. Bei Erwerbsminderungsrenten richtet sich die Höhe nach der Dauer des Rentenbezugs.

Die steuerrechtlichen Vorschriften setzen hierfür (abhängig vom Lebensalter des Rentners) bei Rentenbeginn feste Prozent-Sätze an, die zum 1.1.2005 neu festgelegt wurden.

Auch nach dem Einstieg in die nachgelagerte Besteuerung seit 2005 gibt es weiterhin Altersbezüge, die zumindest teilweise nach dem Ertragsanteil besteuert werden. Dies ist in der Regel für solche Renten oder Rentenbestandteile der Fall, die auf bereits versteuerten Beiträgen beruhen.

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Источники: http://www.verivox.de/themen/ertragsanteilsbesteuerung/, http://www.finanzamt-rente-im-ausland.de/de/wer-warum-wieviel/warum-muss-ich-zahlen/wie-laeuft-das-besteuerungsverfahren-ab/, http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/07_lexikon/E/ertragsanteil.html

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