Einbruchdiebstahl hausratversicherung

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Einbruchdiebstahl: Was zahlt die Versicherung?

Einbruchdiebstahl : Was zahlt die Versicherung?

Der Winter steht vor der Tür – und damit vermehrt auch Einbrecher auf Beutezug. Für viele Hausratversicherte gibt es ein böses Erwachen, wenn sie Schadenersatz von der Versicherung fordern.

Prävention :  Sechs goldene Verhaltensregeln zum Schutz vor Einbrechern

So massiv kann man seine Wohnung oder Haus kaum absichern, dass sie nicht doch noch Ziel eines Einbrechers werden könnte. Gerade an den dunklen Wintertagen sind die Diebe wieder häufiger unterwegs. Zumal die Zahl der Einbrüche in den vergangenen fünf Jahren ohnehin schon um rund ein Drittel gestiegen ist. Alleine die Hausratversicherungen wickelten 2014 rund 150.000 Schadensfälle ab, im Schnitt zahlten sie gerade mal 3300 Euro pro Einbruch.

Es ist nämlich nicht unbedingt davon auszugehen, dass der materielle Wert der Diebesbeute überhaupt oder vollständig ersetzt wird. Zum einen, weil es häufig an Wertbelegen für die entwendeten Dinge fehlt, zum anderen, weil Haushalte über die Jahre oft viel werthaltiger geworden sind, als sie einst versichert wurden.

Die wichtigsten Fragen rund um Einbrüche

Wann passieren die meisten Einbrüche?

Die meisten Einbrüche finden in den sogenannten „dunklen Monaten“ statt. Das heißt zwischen Oktober und Februar. Bevorzugte Uhrzeiten sind die Dämmerungszeiten.

Wie gehen die Täter zumeist vor?

Im Grunde ganz einfach: Die meisten benutzen laut Polizei einen Schraubenzieher. Zumeist nähern sich Einbrecher von der Gartenseite und hebeln Fenster oder Fenstertüren auf. Dreiviertel aller Einbrüche laufen so ab, heißt es.

Wie schützt man sich effektiv?

Einbruchssichere Fenster und Türen sind wohl der effektivste Einbruchsschutz. Wer persönlich zugeschnittene Infos sucht, kann sich kostenlos und neutral von Beamten der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle beraten. Dort werden auch geprüfte Handwerksbetriebe empfohlen.

Helfen elektronische Meldesysteme?

Laut Polizei gilt: Erst muss die Außenhaut gesichert sein, dann kann man über weitere Schutzmechanismen nachdenken. „Meldeanlagen melden den Einbruch, verhindern aber keinen“, heißt es bei der Polizei.

Nach einem Einbruch: Was tun?

Polizei anrufen und abwarten. Am besten nichts anfassen oder gar aufräumen. Alle weiteren Schritte lassen sich dann mit den Beamten besprechen.

Darauf kommt es an:

Welche Versicherung zahlt?

Zuständig für Einbrüche und daraus resultierenden Vandalismus ist die Hausratversicherung.

Vorausgesetzt, der Dieb hat sich durch gewaltsames Eindringen Zutritt zur Wohnung verschafft, sie mit einem unerlaubt nachgemachten Schlüssel betreten oder zuvor den Originalschlüssel geklaut. Vandalismus nach einem Einbruch liegt vor, wenn versicherte Gegenstände im Zuge des Einbruchs vorsätzlich zerstört oder beschädigt werden.

Kriminalstatistik

Straftaten

Insgesamt registrierte die Polizei 2014 rund 6,082 Millionen Straftaten, das sind zwei Prozent mehr als 2013. Die Polizei konnte 54,9 Prozent der Fälle aufklären, eine etwas bessere Quote als im Vorjahr. Über ein Viertel der Tatverdächtigen sind „alte Bekannte“, die auch wegen anderer Delikte schon im Visier waren.

Tatverdächtige

Fast jeder fünfte Tatverdächtige ist nicht-deutscher Herkunft. „Das will ich nicht verschweigen“, sagte de Maizière. Allerdings hinke hier das Zahlenwerk, weil auch Touristen Straftaten begehen oder Asylbewerber auffällig werden. „Trotzdem: Die Ausländerkriminalität ist alles in allem betrachtet höher als im Durchschnitt der Bevölkerung.“

Schwere Gewaltkriminalität

Die schwere Gewaltkriminalität mit Körperverletzungen und Raub geht seit 2009 stetig zurück. Auch die Jugendkriminalität sank im Vorjahr um 9,3 Prozent: „Man kann nicht sagen, dass die Jugendlichen immer gewalttätiger werden“, so de Maizière. Allerdings würden junge Menschen Gewalt immer intensiver ausleben.

Sexueller Missbrauch

Die Zahl der Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern, die die Behörden mitbekommen, verringerte sich um 2,4 Prozent. Auch Autodiebstähle und Sachbeschädigungen werden seltener beobachtet. 2014 gab es aber mehr Diebstähle (+2,4 Prozent), Rauschgiftdelikte (+9,2) und Taschendiebstähle (+2,5).

Wohnungseinbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist um 1,8 Prozent auf 152 123 gestiegen, so viel wie seit rund 15 Jahren nicht mehr. De Maizière warnte, herumreisende Einbrecherbanden seien nur schwer in den Griff zu bekommen. Bund und Länder würden an neuen Ermittlungskonzepten arbeiten.

Hasskriminalität

Besorgniserregend sei, dass fremdenfeindliche, antisemitische oder rassistisch motivierte Hasskriminalität im Sog von Flüchtlings- und Asyldebatte einen Höchststand erreicht habe. Kirchen, Synagogen und Moscheen werden gezielt angegriffen, auch Unterkünfte von Asylbewerbern und Flüchtlingen: „Das muss gestoppt werden“, sagte de Maizière.

Gewalt gegen Polizisten

Nicht hinnehmen wollen Bund und Länder, dass täglich mehr als zehn Polizisten massiv angegriffen werden. „Das ist erschütternd und zeugt von großer Brutalität und Menschenverachtung dieser Täter“, so der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow.

Was zahlt die Versicherung?

Achtung, sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände, aber nicht automatisch den ehemaligen Kaufpreis oder bei technischen Geräten den Preis, den das Einbruchsopfer heute für den Neukauf bezahlen müsste.

Wertsachen sind meist bis zu 20 oder 30 Prozent der Versicherungssumme abgedeckt, bei einigen Tarifen – entsprechend teurer – auch bis zur vollen Versicherung.

Nicht selten erbeuten die Einbrecher auch noch Kreditkarten. Deren Missbrauch ist nicht automatisch versichert, der Blick in die Versicherungsbedingungen empfiehlt sich. Doch auch Assekuranzen, die dafür haften, beschränken ihr Risiko auf einen niedrigen Prozentsatz der abgehobenen Summe.

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Reporterin Unternehmen & Märkte

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    Als Markus Becker* und seine Freundin nach einem langen Arbeitstag ihre Wohnung im fünften Stock im Düsseldorfer Stadtteil Flingern betreten wollten, mussten sie nicht nach dem Wohnungsschlüssel kramen – die Tür war schon offen. Einbrecher hatten die Tür in den Nachmittagsstunden einfach eingetreten. Alles Tragbare von Wert hatten sie mitgehen lassen: drei Computer, zwei teure Kameras mit Objektiven und Zubehör, eine kleine Digitalkamera sowie etwas Bargeld. Geschätzter Schaden einschließlich der beschädigten Wohnungstür: Rund 6500 Euro.

    Ohne die Versicherung wäre das Paar aus Düsseldorf wohl allein auf den Kosten für die Wiederbeschaffung der geklauten Geräte sitzen geblieben. Die Hausratversicherung regulierte den Schaden schnell – allerdings nicht in voller Höhe. Die Versicherung stellte sich bei den teureren Positionen auf der eingereichten Diebesgutliste an. Das sechs Jahre alte Notebook, seinerzeit teuer und auf dem Stand der Technik, sollte etwa am aktuellen Preis eines vergleichbaren Computers gemessen werden – der heute als zu leistungsschwach und billig gilt. Auch die teure Spiegelreflexkamera, die das Paar erst vier Monate zuvor gekauft hatte, war inzwischen beim Internetdiscounter 200 Euro billiger zu haben. Den Fachhandelspreis wollte die Versicherung nicht als Maßstab nehmen. Insgesamt ersetzte die Versicherung aber knapp 90 Prozent des Schadens.

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    Das Risiko von Wohnungseinbrüchen steigt in Deutschland. Gegenüber 2011 ist laut der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Mitte Mai vorgestellt wurde, die Zahl der Diebstähle nach Wohnungseinbrüchen um 8,7 Prozent auf 144.000 im Jahr 2012 gestiegen. Die Einbrüche am Tag sind sogar überproportional gestiegen und machen mehr als 40 Prozent der Fälle aus. Statistisch findet alle vier Minuten ein Einbruch statt. Die Aufklärungsquote ist mit knapp 16 Prozent niedrig.

    Die Ursachen für den starken Anstieg bei den Einbruchdiebstählen sind nicht so einfach auszumachen, zumal die Aufklärungsquote für eine klare Indizienlage nicht ausreicht. Aber die Politiker sind nun alarmiert. Innenminister Hans-Peter Friedrich lässt vom Bundeskriminalamt jetzt ein bundesweites Lagebild erstellen, das als Grundlage für Beratungen der Landesinnenminister dienen soll. Dann soll sich zeigen, welche Maßnahmen geeignet sind, um eine weitere Zunahme der Einbruchdiebstähle zu stoppen.

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    • Seite 4: Probleme bei der Beweispflicht

    Redakteur Finanzen WirtschaftsWoche Online

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    Fachanwaltskanzlei für Versicherungsrecht – hier für den Bereich: (Einbruch)-Diebstahl

    (Einbruch)-Diebstahl

    Allgemeines

    Die Einbruchdiebstahlversicherung findet sich in verschiedenen Versicherungssparten wieder. Häufig findet sie Anwendung in der Hausratversicherung oder in der Geschäfts- und Betriebsinhaltsversicherung. Es gibt auch Einbruch-Diebstahlversicherungen für Hausrat, der sich in Kfz´s befinden. Einfache Diebstahlversicherungen gibt es in der Hausratversicherung zum Beispiel für Wäsche auf der Leine, Gartenmöbeln und natürlich auch in der Kfz Kaskoversicherung für den Diebstahl des gesamten PKWs oder Motorrades. Auch die so genannte Fahrraddiebstahlklausel in der Hausratversicherung ist eine reine Diebstahlversicherung.

    Häufige Probleme bei der Schadenregulierung in der Hausratversicherung

    Die erste Hürde, die ein Versicherungsnehmer nehmen muss ist, dass er den Einbruchdiebstahlschaden sofort der Polizei melden muss. Er hat der Polizei umgehend eine Schadenliste mitzugeben oder nachzureichen, in der alle gestohlenen Dinge aufgeführt sind. Dringend ist auf eine ausreichend Beschreibung zu achten und alle Seriennummer anzugeben.

    Der Versicherungsnehmer wird davor gewarnt, nachträglich die Schadenliste zu ergänzen, insbesondere um teure Uhren, Schmuck, Bargeld etc. Er sollte von vornherein und unverzüglich eine möglichst vollständige Schadenliste aufstellen und bei der Polizei einreichen. Bei nachgereichten gestohlenen Gegenständen wird jeder Hausratsversicherer hellhörig und geht grundsätzlich davon aus, dass der Versicherungsnehmer sich hier einen Vorteil erschleichen will, zum Beispiel weil er die Quittung über eine teure Herrenuhr vom Nachbarn zugesteckt erhalten hat (oder bei ebay nur den Beleg ersteigert hat), damit die Versicherung nun mehr leisten muss. Dies ist zwar oftmals nicht so, führt aber in Prozessen oftmals zu schwierigen Auseinandersetzungen, so dass dringend empfohlen wird, möglichst umgehend eine vollständige Schadenliste anzufertigen.

    Ein weiteres Problem ist, wenn die Stehlgutliste nicht unverzüglich bei der Polizei eingereicht wird, denn das kann dazu führen, dass die Polizei die gestohlenen Gegenstände nicht auffinden kann oder zuordnen kann, wenn sie denn gefunden werden. Der Erfolg der Polizei wird dadurch verhindert. Die unverzügliche Einreichung der Stehlgutliste ist im übrigen eine Obliegenheit des Versicherungsnehmers und wenn er dieser nicht nachkommt hat das grundsätzlich negative Folgen.

    Stehlgutliste zum Versicherer/Information bei Auffinden von Gegenständen

    Selbstverständlich muss auch dieselbe Stehlgutliste bei der Versicherung eingereicht werden. Der Versicherer muss sich nicht die Liste von der Polizei holen. Sollte die Polizei Gegenstände zum Teil wieder auffinden, müssen Sie Ihren Versicherer davon in Kenntnis setzen. Glauben Sie im übrigen nie rechtlichen Ausführungen der Polizei hinsichtlich Ihres Versicherungsschutzes! Alleine falsche rechtliche Belehrungen von Polizisten zum Versicherungsumfang und zu Obliegenheiten würden Bücher füllen.

    Entschädigung zum Neuwert

    Da es sich um eine Neuwertversicherung handelt erhält der Versicherungsnehmer den Wert von der Versicherung erstattet, den der Versicherungsnehmer aufwenden muss, um sich den gleichen Gegenstand neu wieder anzuschaffen. Probleme gibt es diesbezüglich regelmäßig bei elektronischen Artikeln. Wird ein drei Jahre alter Laptop gestohlen erhält man in der Regel nicht den Anschaffungspreis sondern der Versicherer prüft, für welchen Betrag heute ein gleichwertiger Laptop (mit der alten Technik von damals) erworben werden kann. Abzüge von 50 % und mehr sind nicht unüblich.

    Beweislast zur Höhe des Schadens/Diebesgutes

    Ein weiteres erhebliches Problem ergibt sich hinsichtlich der Stehlgutliste allgemein. Der Versicherer kann bei jeder einzelnen Position grundsätzlich bestreiten, dass diese Position überhaupt jemals im Eigentum des Versicherungsnehmers stand. Deshalb ist es von großem Vorteil, über die gestohlenen Gegenstände Quittungen vorlegen zu können, so dass es sicher sinnvoll ist, Quittungen auch länger als ein oder drei Jahre aufzuheben, also über die Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verkäufer hinaus. Das gleiche Problem haben wir im übrigen auch bei Brandschäden. Auch da muss der Versicherungsnehmer selbst nachweisen, dass er tatsächlich diese gesamten Gegenstände hatte. Beweisbelastet, welche Gegenstände gestohlen wurden und wem Sie gehörten ist der Versicherungsnehmer.

    Unterversicherung

    Weitere Probleme entstehen bei Diebstahlschäden in der Hausratversicherung bei dem Thema Unterversicherung. Hat man lediglich 50.000 € als Versicherungssumme mit dem Versicherer vereinbart und hätte eigentlich der gesamte Wert des Hausrates eine Versicherungssumme von Euro 100.000 € erforderlich gemacht so ist man mit 50.000 € unterversichert oder konkret zu 50 %.

    Entschädigungsgrenzen

    An das Problem der Unterversicherung denken viele, an das Problem der Entschädigungsgrenzen wenige. Häufiger Anlass zu Streit ist, wenn viel Schmuck und viel Bargeld gestohlen wird, dass es Entschädigungsgrenzen hierfür gibt.

    Grobe Fahrlässigkeit

    Oftmals entstehen Probleme auch dadurch, dass der Versicherer behauptet, die Schadensverursachung erfolgte grob fahrlässig. Früher nach altem Recht führte das zu einem Leistungsausschluss des Versicherers, das heißt der Versicherer musste gar nichts leisten, wenn grobe Fahrlässigkeit vorlag. Bei heute entstehenden Schäden ist das anders, es kann nur ein Abzug von der Entschädigungssumme vorgenommen werden, je nach dem Grad der grob fahrlässigen Handlung. Problematisch bei Einbruchdiebstählen ist regelmäßig, das Fenster offen gelassen wurden, Wohnungen unbewohnt waren, Türen nicht abgeschlossen wurden, vereinbarte Sicherungen nicht angebracht waren und Gerüste nicht angezeigt wurden. Sollte ein solcher Fall bei Ihnen vorliegen rate ich direkt an, einen Anwalt zu beauftragen.

    Kfz-Diebstahl

    Bei dem Diebstahl von Kfz oder Motorrädern ist bei der Schadensmeldung dringend darauf zu achten, keinen falschen Kilometerstand anzugeben (ein zu geringer Kilometerstand führt zu einer Werterhöhung), denn der Versicherer könnte sich auf eine arglistige Täuschung berufen. Früher führte das noch zu einer völligen Leistungsfreiheit des Versicherers, wenn er nachweisen konnte, zum Beispiel durch auslesen des Schlüssels, dass die Kilometerangabe falsch war. Auch für den Versicherungsschutz äußerst gefährlich ist das Verschweigen von Vorschäden, schon gar wenn sie nicht vorher vollständig fachmännisch repariert worden sind. Auch die Frage nach Schlüsseln und Zweitschlüsseln sowie nachgemachten Schlüsseln ist dringend richtig zu beantworten. Fehlerhafte Angaben führen hier in der Regel zu Leistungskürzungen bis hin zum Leistungsausschluss. Der Versicherer lässt Gutachten anfertigen, die überprüfen, ob ein Schlüssel dupliziert wurde oder nicht. Wer hier lügt, bekommt in der Regel nichts vom Versicherer, zumindest nicht freiwillig.

    Zusammenfassung

    Der Versicherungsnehmer sollte sich ausreichend versichern, den Unterversicherungsverzicht des Versicherers einfordern, seinen Hausrat regelmäßig fotografisch festhalten oder mit der Videokamera durch das Gebäude laufen und Hausrat bildlich festhalten. Bei Schmuck und andere in höherwertigen Gegenständen wie Teppichen, Bildern etc. sollte über ein die Anfertigung von Gutachten zu Wertfeststellung nachgedacht werden, befindet sich viel Bargeld oder Schmuck in den Räumen sollte über eine Erhöhung der Entschädigungsgrenzen für höherwertige Gegenstände nachgedacht werden, gegebenenfalls sollte man sich einen Stahlschrank nach den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Versicherers anschaffen, um ausreichend Versicherungsschutz zu genießen. Im Schadenfall ist darauf zu achten, die Stehlgutliste unverzüglich bei Polizei und Versicherer abzugeben, diese sollte vollständig sein.

    Alle weiteren Fallstricke vermeiden Sie nur durch kompetente Hilfe, bei diesen Ausführungen handelt es lediglich um einen kleinen Abriss der Probleme.

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    Источники: http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/einbruchdiebstahl-was-zahlt-die-versicherung/12668704.html, http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/einbruchdiebstahl-beklaut-versichert-und-sehr-veraergert/8260860.html, http://www.ra-wittig.de/ratgeber/ratgeber-versicherungsrecht/einbruch-diebstahl/

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