Direktversicherung lebensversicherung

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Direktversicherung

Mit einer Lebensversicherung betrieblich vorsorgen

  • Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2017
  • Von: Sara Zinnecker

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Direktversicherung ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Sie findet sich vor allem in kleinen und mittleren Betrieben.
  • In der Regel handelt es sich um eine klassische oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung. Diese schließt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter häufig günstiger ab.
  • Arbeitnehmer können bis zu 254 Euro ihres Bruttoeinkommens (im Jahr 2017) steuer- und sozialabgabenfrei in die Direktversicherung einzahlen (sogenannte Gehaltsumwandlung oder Entgeltumwandlung).
  • Bezuschusst der Chef die Beiträge mit mindestens 20 Prozent, lohnt sich die Direktversicherung in der Regel.
  • Auf die spätere Rente zahlen gesetzlich krankenversicherte Rentner den vollen Beitrag zur Krankenversicherung, sofern die Rente monatlich 148,75 Euro (im Jahr 2017) übersteigt.

So gehen Sie vor

  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, ob er eine betriebliche Altersvorsorge anbietet und um welche Form es sich handelt. Bietet er keinen Vertrag an, können Sie ihn dazu auffordern.
  • Planen Sie, häufig den Job zu wechseln, ist eine Direktversicherung nicht immer die beste Wahl. Prüfen Sie Ihre Alternativen bei der Altersvorsorge.
  • Bezuschusst Ihr Chef Ihre Beiträge nicht von sich aus, fragen Sie direkt nach, ob er zu Ihrem eigenen Beitrag 20 Prozent dazugibt. Immerhin spart auch er Sozialabgaben in dieser Höhe, wenn Sie Gehalt umwandeln.
  • Ab spätestens 2022 muss der Chef ohnehin Ihre Beiträge mit 15 Prozent bezuschussen. Das steht im neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz.
  • Den Vertrag können Sie bei einem Arbeitgeberwechsel übertragen oder selber fortführen. Ihre angesparte Altersvorsorge verfällt nicht.

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Über den Chef für das Alter vorzusorgen ist eine Möglichkeit für Arbeitnehmer, die spätere gesetzliche Rente aufzustocken. Jeder Angestellte hat das Recht, Teile seines Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge zu stecken. Der Staat fördert diese Art der Vorsorge über Vergünstigungen bei den Sozialabgaben und der Einkommensteuer. Umgekehrt muss sich jeder Arbeitgeber darum kümmern, dass die bAV in seinem Unternehmen möglich ist. Die Direktversicherung ist ein gängiges Modell dafür.

So funktioniert eine Direktversicherung

Bei dieser Form der Altersvorsorge über den Betrieb schließt der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter eine klassische Kapitallebens- oder Rentenversicherung ab. Eine Variante ist eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung, bei der der Versicherer einen Teil der monatlichen Sparbeiträge in Aktienfonds investiert.

Viele kleine und mittelgroße Unternehmen greifen auf die Direktversicherung als Form der bAV zurück. Im Vergleich zu anderen Möglichkeiten bedeutet sie den geringsten Aufwand. Den Vertrag sucht meist der Arbeitgeber aus und schließt ihn für seine Angestellten ab. Weil der Versicherer so mehrere Verträge auf einmal verkaufen kann, gewährt er oft Rabatte bei den Kosten.

Eine Direktversicherung kann nur für die berufliche Haupttätigkeit vereinbart werden, nicht für einen Nebenjob. Die Beiträge zur Direktversicherung kann dann entweder der Arbeitgeber allein bezahlen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sie aber auch gemeinsam aufbringen oder der Arbeitnehmer übernimmt sie allein.

Immer dann, wenn der Arbeitnehmer eigenes Geld in einen bAV-Vertrag steckt, spricht man von einer sogenannten Gehaltsumwandlung oder Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber zieht den Beitrag des Arbeitnehmers direkt von seinem Bruttolohn ab und überweist ihn (gegebenenfalls zusammen mit seinem Anteil) an die Versicherung. Daher fallen gut 20 Prozent Sozialabgaben und die Einkommensteuer auf diesen Teil des Gehalts weg.

Sparer können sich die Direktversicherung später als lebenslange Rente auszahlen lassen. Wenn es vertraglich vereinbart ist, ist auch eine Kapitalauszahlung möglich. Bei Verträgen, die ab 2005 abgeschlossen wurden, bringt das für den Sparer aber eine erhebliche steuerliche Belastung mit sich.

Wann sich eine Direktversicherung lohnt

Eine Direktversicherung zahlt sich dann aus, wenn Ihr Arbeitgeber mindestens 20 Prozent zu Ihrem Beitrag dazugibt – und gern auch noch mehr. Tragen Sie stattdessen die Beiträge allein und verzinst sich das Guthaben nur moderat, müssten Sie sehr alt werden, um Ihr eingezahltes Geld wieder herauszubekommen.

Das liegt unter anderem auch daran, dass Sparer auf die spätere Betriebsrente im Regelfall hohe Abgaben zur gesetzlichen Krankenversicherung leisten und Abstriche bei der gesetzlichen Rente hinnehmen müssen. Die Befreiung von Sozialabgaben und Steuern in der Ansparphase können also die Abzüge in der Rentenphase nicht immer aufwiegen. Einige Rechenbeispiele dazu finden Sie im Ratgeber Altersvorsorge.

Den Arbeitgeber ins Boot zu holen, ist gar nicht so schwer. Sollte er Ihnen nicht von vornherein einen Zuschuss auf Ihre Beiträge anbieten, haken Sie freundlich nach. Zum einen spart sich auch Ihr Chef rund 20 Prozent an Sozialabgaben, wenn Sie Teile Ihres Gehalts in eine Direktversicherung einzahlen. Zum anderen sind Arbeitgeber ab spätestens 2022 ohnehin verpflichtet, Mitarbeitern 15 Prozent ihres Beitrags obendrauf zu legen. Mehr dazu finden Sie im Ratgeber zur Entgeltumwandlung.

Vorteile und Nachteile einer Direktversicherung

Wem der Chef eine Direktversicherung anbietet, sollte noch einmal die wichtigsten, damit verbundenen Vor- und Nachteile durchgehen.

Vorteile für Arbeitnehmer

Steuervorteil – Wenn Ihr Chef die Direktversicherung im Jahr 2005 oder später für Sie abgeschlossen hat, sind Ihre Beiträge jetzt steuerfrei und Ihre spätere Rente steuerpflichtig. In den allermeisten Fällen ist der Steuersatz im Rentenalter niedriger als in der Zeit der Berufstätigkeit, was einen Steuervorteil bedeutet.

Sicherheit – Alle Einzahlungen des Arbeitnehmers sind sicher – in der Sprache der Versicherungen: unverfallbar. Das gilt auch bei einem Wechsel der Arbeitsstelle. Bei den Beiträgen des Arbeitgebers kommt es auf die Vertragsdetails an. Ab 2018 gilt, dass die Arbeitgeberbeiträge gesichert sind, wenn ein Mitarbeiter mindestens drei Jahre im Unternehmen gearbeitet hat und beim Jobwechsel 23 Jahre alt war. Manche Arbeitgeber räumen aber schon direkt von Beginn an eine Unverfallbarkeit ein.

Kein Problem bei seltenem Jobwechsel – Wechseln Sie im Lauf Ihres Berufslebens ein- oder zweimal den Arbeitgeber, lässt sich dies ganz gut bewältigen: Am besten ist es, wenn der neue Chef den alten Vertrag übernimmt. Möglich ist aber auch, dass Sie Guthaben auf einen neuen Vertrag übertragen oder den alten Vertrag ruhen lassen und in einem neuen Vertrag weitersparen.

Berufsunfähigkeit mitversichern – Wer eine Direktversicherung abschließt, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) integrieren – in der Regel ohne Gesundheitsprüfung. Das nützt allen, die wegen etwaiger Vorerkrankungen bei ihrer regulären BU-Versicherung nur einen eingeschränkten Schutz bekommen haben.

Keine Beiträge für Privatversicherte – Wer privat krankenversichert ist, muss im Alter keine Krankenkassenbeiträge auf die betriebliche Rente oder die Einmalauszahlung zahlen.

Nachteile für Arbeitnehmer

Sozialabgaben auf die Betriebsrente fallen nur dann an, wenn die Versorgungsbezüge zusammengerechnet höher sind als 148,75 Euro im Monat (im Jahr 2017). Zu den Versorgungsbezügen gehören neben der Betriebsrente auch andere Bezüge aus einem früheren Dienstverhältnis, zum Beispiel Ruhegeld aus einer früheren Beamtentätigkeit oder Hinterbliebenenrenten.

Wer sich das Geld auf einen Schlag auszahlen lässt, muss die Beiträge im Laufe von zehn Jahren abbezahlen.

Weniger Sozialbeiträge – Durch die Entgeltumwandlung ist Ihr Bruttolohn in der Zeit des Ansparens niedriger. Auf der Grundlage des Bruttolohns werden aber die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherungen, also für Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung berechnet. Dadurch kann es passieren, dass Sie später, etwa wenn Sie arbeitslos werden, geringere Leistungen aus diesen Sozialsystemen erhalten.

Kaum Kostenüberblick – Da Sie nicht selbst die Versicherung abschließen, können Sie in der Regel nicht erkennen, ob der Vertrag günstig oder teuer ist. Die Versicherungsgesellschaft ist nicht verpflichtet, Ihnen die genauen Kosten bei Abschluss auszuweisen. Sie müssen konkret danach fragen.

Häufige Jobwechsel problematisch – Wer im Laufe seines Berufslebens häufiger die Arbeitsstelle wechseln will, sollte von der Direktversicherung eher absehen. Denn er muss sich jedes Mal damit beschäftigen, was aus der bisherigen Direktversicherungen wird. Wer sein Guthaben auf einen neuen Vertrag beim neuen Chef übertragen will, muss häufig schlechtere Konditionen hinnehmen und für den Übertrag oft auch Geld bezahlen. In einem solchen Fall dürften andere Formen der Altersvorsorge die bessere Wahl sein. Infrage kommen Riester-Verträge oder eine flexible Vorsorge, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan.

Weitere Tipps im Ratgeber Altersvorsorge

Sara Zinnecker

Expertin für Geldanlage

So können Sie fürs Alter vorsorgen

  • Zur Basisversorgung zählen die gesetzliche Rentenversicherung und Rürup-Verträge.
  • Gefördert sind Riester-Verträge oder betriebliche Altersvorsorge.
  • Die Lebensversicherung zählt zur ungeförderten Vorsorge.

Weitere Ratgeber:

Was hat der Arbeitgeber davon?

Traditionell haben Unternehmen eine bAV angeboten, um die Belegschaft im Alter abzusichern. Ein anderes Motiv ist heute aber vielleicht wichtiger: In Zeiten, in denen Fachkräfte knapp sind, kann eine bAV Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden.

Darüber hinaus haben Arbeitgeber auch wirtschaftliche Gründe, eine Direktversicherung anzubieten. Für jeden Euro, den ein Mitarbeiter in den bAV-Vertag einbezahlt, sparen sie sich gut 19 Prozent Sozialabgaben. Gibt der Chef anstelle einer Lohnerhöhung einen Zuschuss zur bAV, spart er sich weitere Sozialabgaben.

Was die Direktversicherung kosten darf

Der Arbeitgeber sucht als Direktversicherung entweder eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung aus oder schließt eine fondsgebundene Lebensversicherung ab. Sind bis zur Rente noch viele Jahre Zeit, gibt es mit Fonds die Chance auf eine höhere Rendite. Allerdings hängt die Entwicklung dieser Altersvorsorge stark davon ab, wie sich die Finanzmärkte entwickeln. Eine Versicherung ohne Fonds bietet derzeit dagegen nur eine geringe Rendite. Im Jahr 2017 liegt der Garantiezins für Beiträge nach Abzug der Kosten bei 0,9 Prozent pro Jahr. Ein solcher Vertrag lohnt sich nur dann, wenn der Arbeitgeber mit einzahlt.

Egal, welche Art der Vorsorge der Arbeitgeber auswählt: Wenn Sie die Abschluss- und Verwaltungskosten kennen, sind Sie im Vorteil. Denn neben der Anlagestrategie hängt die Rentabilität der Versicherung auch maßgeblich von den Kosten ab. Zur Orientierung: Bei 100 Euro Monatsbeitrag über 35 Jahre Laufzeit sind 1.600 Euro Abschlusskosten viel, 400 Euro noch in Ordnung. Wer die Wahl hat, sollte einen Vertrag ohne Abschlusskosten auswählen. Wer in Fonds investiert, sollte auch dort die Kosten im Auge behalten. Fondskosten von 1,5 Prozent pro Jahr sind hoch, 0,5 Prozent sind okay. Lassen Sie sich die Kosten aufschlüsseln.

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Was sonst noch wichtig ist

Kündigung – Eine Kündigung der Direktversicherung ist in dem Sinne nicht möglich. Wer seine Beiträge nicht weiterbezahlen will, muss den Arbeitgeber bitten, den Versicherer zu veranlassen, den Vertrag ruhend zu stellen. Scheiden Sie aus einem Arbeitsverhältnis aus und möchten Sie Ihren Vertrag nicht weiter besparen, müssen Sie mit der Versicherungsgesellschaft besprechen, ob Sie die Beiträge aussetzen können. Nur wenn die spätere Rente sehr gering ausfallen würde (weniger als 30 Euro im Monat), weil noch nicht viel angespart war, können Sie sich möglicherweise abfinden lassen und sind den Vertrag los. Fragen Sie bei der Personalabteilung oder beim Versicherer nach.

Arbeitslosigkeit – Falls Sie arbeitslos werden, behalten Sie Ihre Ansprüche auf die Betriebsrente. Darüber hinaus gilt: Ansprüche aus der bAV, die per Gesetz nicht verfallen können, werden grundsätzlich nicht auf das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angerechnet.

Krankheit und Elternzeit – Bei Krankheit oder in der Elternzeit können Sie die Ansprüche in voller Höhe aufrechterhalten, indem Sie die Beiträge selbst weiterzahlen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Beitragszahlung für längere Zeit einzustellen – was die Leistungen verringert – und den Vertrag danach wieder aufleben zu lassen.

Leistungen im Todesfall – In einigen Verträgen ist ein Todesfallschutz vereinbart. Stirbt der Versicherte, bekommen die Hinterbliebenen eine vereinbarte Summe ausgezahlt. Dazu zählen der Ehegatte beziehungsweise der Partner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die kindergeldberechtigten Kinder sowie Pflege- und Stiefkinder bis zu einem bestimmten Alter, der namentlich benannte Lebenspartner einer nicht eingetragenen Lebenspartnerschaft, die kindergeldberechtigten Enkelkinder im Haushalt bis zu einem bestimmten Alter.

Insolvenz des Arbeitgebers oder Versicherers – Bei einer Direktversicherung übernimmt ein Lebensversicherer die bAV. Geht der Arbeitgeber pleite, steht der Lebensversicherer weiter für die Zusagen ein. Bei einer Pleite des Versicherers müsste der Arbeitgeber theoretisch die vereinbarte Leistung erbringen. Praktisch würde die Auffanggesellschaft Protektor die bestehenden Verträge fortführen.

Diese Steuern und Sozialabgaben werden fällig

Der Staat fördert die bAV in der Ansparphase mit Erleichterungen bei Sozialabgaben und bei der Einkommensteuer. Allerdings unterscheidet sich die Handhabe, je nachdem, ob der Chef die Direktversicherung für den Mitarbeiter vor oder nach 2005 abgeschlossen hat.

Neue Verträge ab 2005

Steuern – Jeder Arbeitnehmer darf pro Jahr bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer- und sozialabgabenfrei einzahlen. Das sind im Jahr 2017 bis zu 3.048 Euro (oder 254 Euro bei monatlicher Zahlung). Darüber hinaus sind bei Verträgen ab 2005 weitere 1.800 Euro steuerfrei. Das macht für das Jahr 2017 insgesamt also maximal 4.848 Euro. Diese Beiträge müssen Sparer in der Steuererklärung nicht extra angeben. Sie werden bereits als steuerfrei in der Lohnabrechnung berücksichtigt.

Auf die spätere Rente bezahlen Sparer den persönlichen Steuersatz. Dieser ist für Rentner meist niedriger als während des Berufslebens, dadurch sparen Rentner Steuern. Betriebsrenten aus einem neuen Direktversicherungsvertrag kommen in der Anlage R der Steuererklärung in Zeile 31.

Sie können sich das angesparte Kapital auch auf einen Schlag auszahlen lassen, sofern Ihr Vertrag dieses Wahlrecht vorsieht. Das hat – anders als bei Altverträgen – aber den Nachteil, dass Sie es bei Auszahlung voll versteuern müssen. Der Bundesfinanzhof hat eine Steuerermäßigung ausgeschlossen (Az. X R 23/15). Bei der Kapitalauszahlung handelt es sich um sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 5 Einkommensteuergesetz.

Sozialabgaben – Auf Beiträge bis 254 Euro pro Monat (im Jahr 2017) zahlen Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsabgaben, also Krankenkassen- und Pflegeversicherung, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Auf die spätere Rente (ab 148,75 pro Monat) wird hingegen der volle Beitragssatz zur Krankenversicherung fällig. Im Jahr 2017 sind das durchschnittlich 15,7 Prozent inklusive Zusatzbeitrag und 2,55 Prozent Pflegeversicherung. Das gilt für alle gesetzlich krankenversicherten Rentner. Wer privat krankenversichert ist, spart sich die Beiträge.

Sonderfall: Alte Verträge bis 2004

Steuern – Ein Sparer zahlt pauschal 20 Prozent Steuern (plus den Solidaritätszuschlag) auf seine monatlichen Beiträge. Dafür ist die Rente später bei der Steuer bessergestellt: Als Rentner muss derjenige nur den sogenannten Ertragsanteil nach Paragraf 22 Nummer 5 Einkommensteuergesetz versteuern. Dieser hängt vom Alter des Rentners ab. Wer beispielsweise mit 67 Jahren in Rente geht, muss 17 Prozent der Rente versteuern. Wer schon ab 62 Rente bezieht, muss noch 21 Prozent dieser Rente versteuern. Betriebsrenten aus alten Direktversicherungsverträgen kommen in Zeile 36 in der Anlage R der Steuererklärung.

Lässt sich der Rentner das angesparte Kapital in einem Betrag auszahlen, bleibt dieser Betrag steuerfrei.

Sozialabgaben – Wer seine Beiträge monatlich einzahlt, muss darauf seinen Arbeitnehmeranteil an Sozialversicherungsbeiträgen entrichten. Frei von Sozialversicherungsbeiträgen sind nur jährliche Zahlungen bis 1.754 Euro.

Hinzu kommt: Seit 2005 müssen auch Sparer mit einer alten Direktversicherung auf ihre Betriebsrente den vollen Beitrag zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlen. Auch wer die Einmalauszahlung wählt, muss über zehn Jahre monatlich Beiträge aufbringen. Solche Sparer zahlen also in der Ansparphase den halben, in der Rentenphase den vollen Beitrag zur Krankenversicherung. Dieses Problem ist auch unter dem Schlagwort „Doppelverbeitragung“ bekannt.

Altsparer, die wissen, dass sie eine geringe Betriebsrente von weniger als 148,75 Euro pro Monat beziehen und kein weiteres Arbeitseinkommen, etwa aus selbstständiger Arbeit, haben, zahlen auf diese geringe Betriebsrente keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und je nach Einkommen mit dem Ertragsanteil nur minimale Steuern. Eine Rente könnte also im Vergleich zur Einmalauszahlung die bessere Wahl sein.

Direktversicherung privat weiterführen

Haben Sie Ihre Direktversicherung ab einem bestimmen Zeitpunkt privat fortgeführt, beispielsweise weil Sie irgendwann den Arbeitgeber gewechselt haben und haben Sie den Vertrag auf Sie als Versicherungsnehmer umschreiben lassen, profitieren Sie von einer sogenannten reduzierten Beitragspflicht. Grundlage ist ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom September 2010 (BvR 1660/08).

Das bedeutet: Für den Teil der späteren Betriebsrente, den Sie aus privaten Mitteln finanziert haben, fallen keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Ihre Versicherung muss – zur Not auf Nachfrage – diese Aufschlüsselung bieten. Den privat angesparten Teil der Betriebsrente tragen Sie in der Anlage R bei den Leibrenten aus privaten Rentenversicherungen mit ein (Zeile 15).

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Direktversicherung: Böse Überraschung

Altersvorsorge ließ sich bisher mit einer pauschal versteuerten Direktversicherung gut machen. Steuervorteile und gesparte Sozialabgaben machten sie attraktiver als eine private Lebensversicherung. Das ist nun anders.

„Wenn ich das gewusst hätte!“ Claus S. ist empört. Der frisch gebackene Rentner aus Westfalen ist Opfer eines neuen Gesetzes. Auf die Auszahlung von Direktversicherungen werden seit dem 1. Januar 2004 generell Krankenkassenbeiträge fällig. Es gilt der volle Satz wie jetzt auf alle Betriebsrenten und Einmalzahlungen aus betrieblicher Altersvorsorge. Sogar Verträge, die nur anfänglich über den Betrieb liefen und später privat fortgesetzt wurden, sind davon betroffen. Nur privat Krankenversicherte müssen nichts zahlen.

Die Direktversicherung von Claus S. ist im April fällig. Dann wird er eine große Summe auf einen Schlag bekommen. Die Kasse rechnet sie fiktiv auf 120 Monate um. Sie tut so, als bekäme der Rentner zehn Jahre lang über seine Altersbezüge hinaus einen Monatsbetrag aus seiner Direktversicherung.

Für diese und alle anderen Alters­einkünfte, egal ob gesetzliche oder Betriebsrente, zahlt der Rentner Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Nur was über die Beitragsbemessungsgrenze von zurzeit 3 487,50 ­Euro hinausgeht, bleibt beitragsfrei.

Wer 90 000 Euro aus einer Direktversicherung erhält und zusätzlich über normale Einkünfte aus gesetzlicher und betrieblicher Rente verfügt, überweist zehn Jahre lang rund 120 Euro mehr monatlich an seine Kasse.

Die Beitragslast ist für Rentner auch deshalb so hoch, weil sich bei ihnen kein Arbeitgeber mehr mit der Hälfte an den Kassenbeiträgen beteiligt.

Verschweigen kann ein Rentner seinen Geldregen nicht. Die Zahlstellen für Versorgungsbezüge – auch Direktversicherungen gelten als solche – sind verpflichtet, die Kasse des Empfängers über jede Auszahlung zu informieren.

Vorteil verpufft?

Der Steuervorteil veranlasste Claus S. vor 14 Jahren, sich als Zusatzvorsorge statt für eine private für eine Kapitallebensversicherung über den Betrieb in Form einer Direktversicherung aus Gehaltsumwandlung zu entscheiden. Der Rentner: „Eine private Versicherung wäre jetzt beitragsfrei. Dass der Steuervorteil das rausreißt, bezweifle ich.“

So wie der 65-jährige S. ärgern sich viele. „Der Gesetzgeber hat in ein Wespennest gestochen“, meint Hans Hungenberg vom AOK-Bundesverband. Hungenberg glaubt aber, dass sich der Aufruhr bald wieder legen wird: „Bis 1982 waren Betriebsrenten komplett beitragsfrei, ab dann war der halbe Beitrag fällig, jetzt der volle. Damals haben es die Betriebsrentner geschluckt, jetzt werden sie es auch tun, auch die neuen Beiträge auf Direktversicherungen.“

Hatte der Arbeitnehmer eine Rentenversicherung als Direktversicherung abgeschlossen, hielt die Krankenkasse schon bisher die Hand auf, sobald die erste Rente floss. Entschied der Rentner schon vor Rentenbeginn per Kapitalwahlrecht, sich das Geld lieber als Einmalsumme statt als Rente auszahlen zu lassen, wollte die Krankenkasse von diesem Geld bisher aber nichts haben.

Änderung denkbar

Im Jahr 2002 waren rund 4,6 Millionen der Direktversicherungen in Deutschland Kapitallebens- und knapp 1 Million Rentenversicherungen. „Kassenbeiträge fielen selten an“, sagt Stefan Sieben vom Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) in Siegburg.

Sieben kann sich vorstellen, dass der Gesetzgeber die Regel wegen der Empörung wieder ändert. „Wenn die Besteuerung der Alterseinkünfte zu 2005 neu geregelt wird, ließe sich das gut unterschieben.“

Lohnt sich eine Direktversicherung zurzeit noch? Nur beim guten Angebot mit Gruppenrabatt und hohem individuellen Steuervorteil ist die Antwort ja. Wer einen Vertrag hat, sollte dabei bleiben. Beitragsfreistellung ist ein Minusgeschäft. Ums Sparen fürs Alter kommt außerdem keiner herum.

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Direktversicherung: Altersvorsorge über den Arbeitgeber

Zuletzt aktualisiert am 16.03.2017

  • Wissen
  • Ratgeber
  • Direktversicherung

Bei der sogenannten „Direktversicherung“ handelt es sich in Deutschland um ein Altersvorsorgeprodukt, das ein Arbeitgeber für einen seiner Arbeitnehmer bei einer in Deutschland zugelassenen Versicherung beantragt. Die Direktversicherung ist somit eine Variante der betrieblichen Altersvorsorge. Die Direktversicherung kann in Form einer klassischen oder fondsgebundenen Lebensversicherung vom Arbeitgeber abgeschlossen werden. Er kann ebenso eine Rentenversicherung als Direktversicherung auswählen.

Inhaltsverzeichnis

Lohnenswert bei Arbeitgeber-Prämien

Für Arbeitnehmer lohnt sich diese Form der betrieblich geförderten Altersvorsorge vor allem dann, wenn der Arbeitgeber einen Teil der Prämien trägt.

Abgrenzung zum direkten Versicherungsabschluss

Der Begriff „Direktversicherung“ wird in Deutschland häufig mit dem Abschluss einer Versicherung ohne Außendienst konnotiert. Es handelt sich dabei um Versicherungen, die über das Internet oder telefonisch direkt bei einer Assekuranz abgeschlossen werden. Deshalb werden diese Unternehmen auch als Direktversicherer bezeichnet. Gängige Direktversicherungen in dem hier genannten Sinne sind Kfz-Versicherungen oder Privathaftpflichtversicherungen.

So funktioniert eine Direktversicherung

Bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber für seinen Arbeitnehmer eine Versicherung ab. Er sucht das passende Produkt für seine Angestellten aus. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Arbeitnehmer Vorschläge einbringen. Bei Direktversicherungen besteht die Wahl zwischen folgenden Versicherungsprodukten:

In diesem Fall wird Geld in eine Lebensversicherungspolice eingezahlt, von der Versicherung angelegt und zu einem festen Termin im Rentenalter ausgezahlt. Möglich ist auch die Auszahlung in Form einer monatlichen Zusatzrente. Die angestrebte Versicherungssumme wird im Vorfeld festgelegt und vom Versicherer garantiert. Verstirbt der Versicherungsnehmer vor diesem Stichtag, erhalten seine Hinterbliebenen einen Betrag in Höhe der Versicherungssumme.

  • Rentenversicherung

    Hierbei handelt es sich um eine private Rentenversicherung, in die eingezahlt wird. Der Arbeitnehmer erhält die monatlichen Rentenzahlungen, sobald er in den Ruhestand wechselt.

  • Fondsgebundene Lebensversicherung

    Bei der fondsgebundenen Variante der Lebensversicherung werden Fondsanteile gekauft, deren Erträge schließlich mit den Sparbeiträgen zu einem festen Zeitpunkt oder im Todesfall des Arbeitnehmers an Hinterbliebene ausgezahlt werden.

  • Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Unfallversicherungen

    Diese Versicherungsprodukte können ebenfalls als Direktversicherung dienen, wenn sie mit einer Lebensversicherung oder eine Prämienrückgewähr kombiniert werden.

  • Wer zahlt die Beiträge

    Die Beiträge für das gewählte Versicherungsprodukt können vom Arbeitgeber allein oder anteilig getragen werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Arbeitnehmer seine Policen in Form einer „Entgeltumwandlung“ selbst bezahlt. In diesem Fall fließt ein Teil seiner Einkünfte sofort in die Direktversicherung.

    Für wen ist die Direktversicherung von Vorteil?

    • Für Unternehmen: Von der Direktversicherung profitieren vor allem kleinere Unternehmen, die keine eigene Pensionskasse oder -fonds führen. Wenn sie ihre Arbeitnehmer mit einer Direktversicherung absichern, werden die Beträge direkt vom Bruttolohn abgezogen. Auf diese Weise müssen Unternehmen weniger Steuern und Sozialabgaben bezahlen.
    • Für Arbeitnehmer: Arbeitnehmer profitieren besonders von der Direktversicherung, wenn die Beitragszahlung vom Arbeitgeber mindestens in der Höhe der eingesparten Sozialbeiträge oder ganz bezuschusst wird. Zugleich sollten die Kosten für den Versicherungsvertrag möglichst gering sein, damit der Arbeitnehmer weniger Abzüge hat. Von Vorteil ist die Direktversicherung außerdem für privat Krankenversicherte, da sie später bei der Auszahlung der Versicherungssumme keine Sozialabgaben leisten müssen. Lohnenswert ist die Direktversicherung außerdem dann, wenn Arbeitnehmer selbst keine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) abschließen können, die Direktversicherung jedoch aus einer BUV mit Beitragsrückgewähr besteht oder die BUV mit einer Kapitallebensversicherung kombiniert wird.

    Minijobber von Direktversicherung ausgeschlossen

    Eine Direktversicherung ist nur für hauptberufliche Arbeitnehmer möglich. Minijobber haben keine Möglichkeit, von dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge zu profitieren.

    Kündigung der Direktversicherung

    Wenn sich Arbeitnehmer für eine Direktversicherung entscheiden, sind sie an den Vertrag gebunden und können ihn in der Regel nicht vorzeitig kündigen. Bei finanziellen Engpässen ist lediglich der Antrag auf Beitragsfreiheit möglich.

    Was passiert beim Wechsel des Arbeitgebers?

    Wenn ein über die betriebliche Altersvorsorge direktversicherter Arbeitnehmer den Arbeitsplatz wechselt, kann er den neuen Arbeitgeber um die Fortführung des Vertrags bitten.

    Allerdings besteht die Möglichkeit, dass eventuelle Gebühren erneut gezahlt werden müssen sowie ausgehandelte Rabatte zwischen ehemaligem Arbeitgeber und Versicherung entfallen. Darüber hinaus ist es für den Arbeitnehmer nach einem Wechsel auch möglich, die Versicherungspolice privat weiter zu bezahlen.

    Kosten und Nutzen

    Die Beitragshöhe für die Direktversicherung richtet sich nach dem gewählten Produkt und der darin gewählten Versicherungssumme. Was der Versicherungsnehmer letztlich bezahlen muss, hängt außerdem davon ab, wie viel der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersvorsorge beisteuert.

    Jeder Angestellte kann grundsätzlich vier Prozent seines Bruttogehalts direkt durch Entgeltumwandlung in eine Versicherungspolice einfließen lassen. Voraussetzung dafür ist, dass die Arbeit sozialversicherungspflichtig ist.

    Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der monatlich 3.000 Euro brutto verdient, hat die Möglichkeit, jeden Monat 120 Euro davon in die Direktversicherung einzuzahlen.

    • Zusätzliche Form der Altersvorsorge für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte
    • Geförderte Altersvorsorge durch den Arbeitgeber
    • Automatische Entgeltumwandlung ist praktisch
    • Steuerersparnis für Spitzenverdiener und Privatversicherte
    • Eingezahltes Geld ist auch bei einer Insolvenz des Arbeitgebers sicher
    • Keine Kündigung, sondern nur Beitragsfreistellung möglich
    • Auszahlung erst im Rentenalter möglich
    • Mögliche finanzielle Verluste bei Wechsel des Arbeitgebers
    • Gesetzlich Versicherte müssen bei Auszahlung Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen (bis zu 20 Prozent des ausgezahlten Kapitals)
    • Volle Versteuerung der Einkünfte ab 2040
    • Lange Bindung
    • Arbeitgeber entscheidet in letzter Instanz über Versicherungsprodukt
    • Durch Entgeltumwandlung sinkt das Nettoeinkommen und somit sinken auch die späteren Rentenansprüche
    • Einfache Form der betrieblichen Altersvorsorge, die Arbeitgeber seit 2002 anbieten müssen
    • Mögliche Steuerersparnisse
    • Einsparung von Sozialabgaben
    • Versicherungsverträge können bei Betriebswechsel alter Mitarbeiter auf neue Mitarbeiter übertragen werden
    • Geringer Verwaltungsaufwand
    • Keine eigene Rentenkasse nötig
    • Zusätzlicher Verwaltungsaufwand bei der Lohnabrechnung

    Abschlussdatum der Direktversicherung wichtig

    Seit dem 1. Januar 2005 gelten andere Konditionen für die betriebliche Altersvorsorge.

    • Beiträge sind nach § 40b des Einkommensteuergesetzes (EStG) bis zu 1.752 Euro pro Jahr pauschal mit 20 Prozent zu versteuern.
    • Bei einer Arbeitgeberfinanzierung sind die Beiträge sozialversicherungsfrei.
    • Bei einer Entgeltumwandlung sind Beiträge sozialversicherungspflichtig.
    • Kapitalauszahlungen sind steuerfrei.
    • Rentenzahlungen werden nach § 22, Nr.5 des EStG mit dem Ertragsanteil versteuert.
    • Auf die Rentenzahlung oder Kapitalauszahlung müssen Sozialversicherungsbeiträge für einen Zeitraum von zehn Jahren entrichtet werden.
    • Im Todesfall kann das Kapital an jede beliebige Person ausgezahlt werden.
    • Beiträge sind nach § 3, Nr. 63 des EStG bis zu vier Prozent zur Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung steuerfrei und sozialversicherungsfrei.
    • Keine Unterscheidung zwischen Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerfinanzierung.
    • Es sind zusätzliche Einzahlungen von 1.800 Euro in die Direktversicherung steuerfrei möglich.
    • Bei Kapitalabfindung gibt es keine Steuerfreiheit mehr.
    • Bezugsberechtigte im Todesfall des Versicherungsnehmers können nur Ehepartner, ehemalige Ehepartner, kindergeldberechtigte Kinder, Lebensgefährten oder Partner in eingetragenen Lebensgemeinschaften sein.
    • Personen außerhalb der genannten Personengruppen erhalten im Todesfall ein Sterbegeld, das auf maximal 8.000 Euro begrenzt ist.

    Versteuerung

    Während der Einzahlphase sind Beitragszahlungen bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer- und abgabenfrei. Steuerfrei sind darüber hinaus zusätzlich 1.800 Euro pro Jahr, die in die Direktversicherung eingezahlt werden. Allerdings sind diese Kosten nicht von der Sozialabgabenpflicht befreit.

    Wird das Kapital aus einer Direktversicherung ausgezahlt, müssen gesetzlich Versicherte neben Steuern auch Pflege- und Krankenversicherungsbeiträge davon bezahlen. Privat Versicherte sparen bei einer Auszahlung die Sozialabgaben.

    Ab dem Jahr 2040 müssen alle Einkünfte im Alter zu 100 Prozent versteuert werden. Hierzu zählen auch Einkünfte aus Direktversicherungen.

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    Источники: http://www.finanztip.de/betriebliche-altersvorsorge/direktversicherung/, http://www.test.de/Direktversicherung-Boese-Ueberraschung-1158267-2158267/, http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/direktversicherung

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