Betrieblichen altersvorsorge

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Betriebliche Altersvorsorge : Jeder hat Anspruch auf Betriebsrente

Wer im Alter seinen Lebensstandard halten will, muss selbst vorsorgen. Diese Erkenntnis hat sich herumgesprochen. Eine Möglichkeit ist die betriebliche Altersvorsorge: Vom Bruttolohn wird ein vorher festgelegter Betrag – maximal 4 Prozent des Gehalts und bis zu 2.856 Euro jährlich – angelegt. Steuern und Sozialabgaben muss der Arbeitnehmer auf diese Summe nicht zahlen. So profitiert er doppelt, denn er spart Steuern und sorgt fürs Alter vor.

Auch für Arbeitgeber lohnt sich das: Da auf die gesparte Summe keine Abgaben fällig werden, reduzieren sich für ihn die Lohnnebenkosten. Manche Firmen zahlen ihren Beschäftigten etwas mehr zur betrieblichen Altersvorsorge. Das kann ein Wettbewerbsvorteil sein, etwa im Kampf um Fachkräfte. Eine gesetzliche Verpflichtung dafür besteht für Arbeitgeber nicht. „Wenn der Chef aber fair ist, gibt er mindestens 20 Prozent von dem angelegten Geld des Arbeitnehmers hinzu“, sagt Saidi Sulilatu, Experte für Vorsorge und Absicherung beim Verbraucherportal Finanztip. Dem Arbeitgeber entstünden so keine Mehrkosten, denn die 20 Prozent würden den gesparten Lohnnebenkosten entsprechen. Wer in Rente geht, bekommt den gesamten Betrag ausbezahlt – entweder einmalig oder monatlich in Raten.

Eigentlich ein attraktives Modell. Allerdings nehmen viele Arbeitnehmer, bei denen kein Tarifvertrag eine betriebliche Altersvorsorge vorsieht oder der Arbeitgeber nicht sowieso eine anbietet, diese Leistung nicht in Anspruch. Warum?

Weil auf die angesparte Summe nachträglich Steuern und Sozialabgaben fällig werden, sagt der Finanzexperte. „Es ist auf keinen Fall so, dass sich die betriebliche Altersvorsorge für alle lohnt“, sagt Sulilatu. Denn im ungünstigsten Fall wird bei Renteneintritt eine so hohe Summe fällig, dass der Sparer so dasteht, als wenn er für den Sparstrumpf Geld zurückgelegt hätte. Für Durchschnittsverdiener, die in betriebliche Altersvorsorge ohne finanzielle Unterstützung des Chefs einzahlen, sei daher die deutlich flexiblere private Vorsorge häufig attraktiver, sagt Sulilatu. Auch weil die Sparer bei der privaten Vorsorge nicht erst wie bei der betrieblichen Vorsorge mit Renteneintritt auf ihr Geld zugreifen könnten, sondern ihre Versicherungen schon vorzeitig auflösen können.

Für Besserverdiener kann das Modell betriebliche Vorsorge allerdings attraktiv sein. Denn nur bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 48.600 Euro werden zusätzliche Abgaben zur Krankenversicherung fällig. Und nur bis zu einem Bruttojahresgehalt von 71.400 Euro in Westdeutschland und 60.000 Euro in Ostdeutschland werden weitere Abgaben auf die Rentenversicherung fällig. Das heißt: Bis zu diesen Bemessungsgrenzen werden die Abgaben fällig. Danach sieht der Gesetzgeber keine weiteren Steigerungen vor, auch wenn das Einkommen bei vielleicht 500.000 Euro brutto im Jahr liegt. Und somit zahlt jeder, der in Westdeutschland über 71.400 Euro an Jahresbruttoeinkommen hat, auf seine Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge nur bis zur Bemessungsgrenze Abgaben, der Rest bleibt abgabefrei. Somit profitieren die sehr gut Verdienenden besonders bei diesem Modell.

Mittlere Einkommen profitieren nur, wenn der Chef drauflegt

Wenn die Betriebsrente ausgezahlt werde, müsse sie dann nur noch versteuert werden, sagt Sulilatu.. Natürlich ist die Steuer dann für die Besserverdienenden hoch, wenn sie einen sehr großen Anteil betrieblich vorgesorgt haben.

Dazu komme, dass sehr gut Verdienende häufig privat krankenversichert seien, sagt Sulilatu. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten müssten in der Privatversicherung keine nachträglichen Abgaben zur Krankenkasse geleistet werden, wenn die Betriebsrente ausgezahlt werde.

Allerdings kann sich das Modell auch für Geringverdiener lohnen: „Für sie ist oft die einzige Möglichkeit überhaupt signifikant für das Alter vorzusorgen“, sagt Sulilatu. Während Geringverdiener netto kaum etwas sparen könnten, legten sie brutto immerhin einen kleinen Betrag zurück.

Entscheidend sei jedoch nicht nur das Einkommen des Sparers, sondern auch wie viel der Chef zu der Versicherung dazu zahlt. Übernimmt der Arbeitgeber die gesamten Beiträge für die Altersvorsorge oder zumindest einen großen Teil davon, könne sich das Modell für den Angestellten lohnen, egal wie viel er verdient. Dann sei eine Betriebsrente auch mit einem mittleren Einkommen sinnvoll. Sogar für ältere Arbeitnehmer lohnt sich das Modell noch, sagt Sulilatu.

Ob der Chef zahlt oder nicht – der Arbeitnehmer sollte beim Abschluss der Versicherung auf jeden Fall darauf achten, wie der Vertrag aussieht und wer diesen verkauft, empfiehlt der Finanzexperte. Häufig würden Beratung und Verkauf von ein und demselben externen Versicherungsvertreter übernommen. „Von dem können sie keine unabhängige Beratung erwarten“, sagt Sulilatu, „denn es liegt in seinem Interesse, dass man möglichst viel einzahlt.“ Denn je höher der Versicherungsbetrag, desto höher ist auch die Provision für den Versicherungsvertreter. Für den Laien sei es oft schwierig zu erkennen, ob ein Vertrag gut sei. Eine Alternative könne die Honorarberatung bei einem Finanzexperten sein – diese koste den Mitarbeiter zwar Geld, der Experte sei aber unabhängig.

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    Urteil : Betriebsrente darf von Beschäftigungsdauer abhängen

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    Kommentar aus der Branche

    Vorab: Ich bin Versicherungsmakler.

    Ich stimme zwar der Meinung der Autorin nicht überein, dass bAV nur für bestimmte Klientel sinnvoll ist, sondern nahezu für jeden, aber das ließe sich hier nicht so einfach erläutern, da man Fallbeispiele braucht.

    Dennoch ist der Artikel nicht schlecht, lediglich der letzte Absatz ist nicht gelungen. Denn eines ist eine Eigenart der bAV: Versicherungsnehmer ist nicht der Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber (AG). Das bedeutet zum einen, dass hier auch eventuelle Haftungsrisiken liegen, die ein AG abklären sollte – deswegen ist nicht jede (vom Arbeitnehmer gewünschte) Lösung gut. Wichtig ist aber, dass ein AG mehrer Lösungen anbieten kann – sodass ein Arbeitnehmer nicht gezwungen ist, evtl. alte Verträge umzuwandeln, weil der AG Gesellschaft XY nicht anbietet.

    Zum Thema Honorarberatung: Ich biete beides an und habe beides auch schon durchgeführt: Allerdings ist auch hier zu beachten: Das Honorar bezahlt in der Regel der Versicherungsnehmer. Da Unternehmen aber ungern für Leistungen bezahlen, die sie auch kostenneutral (die Provision belastet das Unternehmenskonto nicht, sondern fließt vom Beitrag) bekommen können, scheuen viele Arbeitsgeber die Honorarberatung.

    Vielleicht sollte man erwähnen, dass bei einem Übertrag (zb. bei Firmenwechsel) die Abschlusskosten nicht erneut anfallen – was auch ein Vorteil ggü. beispielsweise privater AV ist.

    Zu guter letzt: Bitte bezeichnen Sie nicht alle Versicherungsvermittler als Vertreter.

    Was noch erwähnt werden sollte

    Arbeitnehmer die sich für die bAV entscheiden, haben noch mit anderen Nachteilen zu rechnen. Diese wurde leider im Artikel vergessen oder nicht genau benannt.

    1. Im Falle der Arbeitslosigkeit gibt es weniger ALG 1.

    2. Die staatliche Rente fällt geringer aus. Morgen früh werde ich noch Anhängen wie viel genau das kostet. Das muss man natürlich mit dem Ertrag gegenrechnen.

    3. Der Arbeitgeber entscheidet über das angebotene Produkt. Es ist deshalb gefährlich allgemeine Aussagen darüber zu treffen ob sich die bAV lohnt oder nicht. Denn konkrete Aussagen über Kosten und Risiken sind natürlich auch vom jeweiligen Vertrag abhängig.

    4. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich genau überlegen ob sie die BAV abschließen. Der Arbeitsgeber ist nicht verpflichtet seinen Anteil zu zahlen, wenn die Angestellte im Mutterschutz ist oder Elternzeit beansprucht.

    Worauf man achten sollte.

    Den Vertrag doppelt und dreifach lesen. Enhählt er z.B, Treue- oder Abschlußbonie die in die Kapitalerträge eingerechnet werden, sollten Arbeitnehmer die Finger davon lassen.

    Unter dem Strich profitieren von der bAV garantiert nur der Arbeitgeber, der Staat und die Versicherungen. Ob der Arbeitnehmer profitiert ist von Fall zu Fall höchst unterschiedlich.

    Vorteile der BAV die im Artikel nicht genannt wurden. Hartz4 sicher und private Krankenversicherte müssen keine Krankenkassen und Pflegeversicherungsbeiträge nachzahlen.

    Wie stark die „betriebliche Vorsorge“, der staatliche Rente schmälert.

    Wenn man wegen der Entgeltumwandlung weniger Sozialbeiträge zahlt, verringern sich auch entsprechend die Renten Ansprüche. So wird die gesetzliche Rente entsprechend geringer Ausfallen.

    Pro 1000,- € umgewandeltes Entgelt verringert sich die gesetzliche Rente monatlich um ca.1 €.

    Praktisches Beispiel. Wer 30 Jahre lang pro Jahr 2500 € Umwandelt, hat entsprechend 75 € weniger gesetzliche monatliche Rente.

    Hier kann man das selber ausrechnen:

    Das schmälert natürlich zusätzlich mögliche Renditen und muß bei kritischer Kosten/Nutzen Rechnung mit einbezogen werden.

    Bei den Nachteilen zur bAV habe ich auch noch einen Punkt vergessen.

    Bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlung/länger als 6 Wochen Krank), erhällt man weniger Krankengeld, weil sich das an dem letzten sozialversicherungspflichtigen(!) Bruttolohn richtet.

    Im Artikel wird zwar erwähnt das sich für Geringervdiener die bAV nicht lohnt, trotzdem sei noch auf folgendes hingewiesen.

    Das Grundsicherungsniveau liegt bei ca 620 Euro im Monat. Eine private Altersvorsorge wird komplett mit dieser Grundsicherung verrechnet.

    „Einnahmen“ aus deiner bAV werden also zunächst von der Grundsicherung abgezogen.

    Es ist völlig widersinnig

    in einer Zeit, in der praktisch niemand mehr eine ungebrochene Erwerbsbiographie hat, auf betriebliche Altersvorsorge zu setzen. Die funktioniert praktisch nur gut für Leute, die nach der Lehre übernommen werden und bis zur Rente bei einem Arbeitgeber bleiben.

    Wer hingegen in seinem Leben 10-15x den Arbeitgeber wechseln muß, darf sich dann jedes Mal damit herumschlagen, wie es mit er BAV weitergehen soll. Und wehe wenn der neue Arbeitgeber das Modell des alten nicht unterstützt!

    Daß die Ansprüche betrieblicher Altersvorsorge ebenso wie die von Direktversicherungen normalerweise nicht linear ansteigen, sondern eine gewisse Anlaufzeit brauchen, verschärft das Problem exponentiell. Auf die Art erwirbt der häufig wechselnde Arbeitnehmer dann am Schluß 10-15 Rentenansprüche in der Größenordnung von jeweils 8,50€, und für jeden davon darf er bei Renteneintritt den kompletten Papierkrieg separat durchziehen – vorausgesetzt, es gibt überhaupt noch durchsetzbare Ansprüche, denn natürlich könnte das Geld auch längst weg sein, weil es einen Börsencrash gab, rechtliche Änderungen oder der Pensionsfond in Konkurs ging.

    Alles in allem muß man sagen, daß einzig die klassische gesetzliche Rente nach dem Umlageverfahren ausreichend Sicherheit und Stabilität für eine solide Altersvorsorge bietet – und wenn da endlich mal wirklich alle gleichermaßen einbezogen würden, hätten wir auch weder ein Problem mit Altersarmut noch mit leeren Rentenkaassen.

    Wichtigste wie die Autorin auch vergessen, die Betriebsrente wird erst nach 5 Jahren Betriebszugehörigkeit unverfallbar und diese Phase beginnt bei jedem neuen AG von vorne.

    Auch sollte jedem bewusst sein, das wenn die Firma in Liquidation/Insolvenz geht, man beim Liquidator/Insolvenzverwalter Ansprüche anmelden muss. Da heisst es also nach Arbeitsplatzwechsel regelmäßig den Bundesanzeiger nach Bekanntnachungen durchzuforsten.

    Und ob die Pensionsicherungkasse noch bezahlen kann, wenn es knallt darf bezweifelt werden.

    Auch rechnet sich die Betriebsrente für die meisten AN eh nicht, sondern sie helfen nur dem Staat, nicht für seine verfehlte Wirtschaftspolitik gerade zu stehen. Denn bei den meisten kommt man dann aus der Grundsicherung raus und muss alles alleine stemmen, das selbe Prinzip verfolgte ja auch Riester.

    Wie sicher Betriebsrenten sind, konnte man hier im Süden sehen, wo Leute auf einmal mit Mitte 70 wieder arbeiten gehen müssen und wo die Pension Fonds geplündert werden http://www.rollingstone.c. .

    Oder hier im Norden, wo die Kommunen unter ihren Betriebsrentenplänen zusammenbrechen http://www.cbc.ca/news/bu. .

    Die Entstaatlichung des Rentensystems .

    wird als Selbstverständlichkeit angesehen. Wie auch dieser Artikel zeigt. Und auch die Annahme, dass insbesondere Geringverdiener Geld für Vorsorge übrig haben (. selbst „wenn der Chef drauflegt“), um im Alter wenigstens annähernd ohne Geldsorgen leben zu können. Der kontinuierliche Abbau angemessen bezahlter „Jobs“ sowie staatlicher Sicherungssysteme wird einfach so hingenommen. Nicht nur in diesem Artikel.

    Und seit wann hat jeder Anspruch auf Betriebsrente?

    Wann endlich hört auch der Trend auf, Empfängern geringer bis mittlerer Einkommen durch Suggestion irgendwelche relativ teuren Versicherungspakte zur vermeintlichen Altersvorsorge anzudrehen, um sich fein raushalten zu können aus der sozialen Verantwortung?

    Wenn jeder an sich denkt bzw. denken muss, ist noch längst nicht für alle gesorgt. Ich habe jedenfalls keine Lust, in Zukunft in einem mehr und mehr US-amerikanisierten Land mit/in riesigen Armutsquartieren und von den Almosen von Charity-Veranstaltungen zu leben.

    Kleinleins Klartext: Die Risiken der betrieblichen Altersvorsorge

    • 19.06.2013 10:02 Uhr

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    Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.

    Betriebswirte wissen was KMUs sind. Es handelt sich um sogenannte „Kleine und Mittlere Unternehmen“, also um genau die Unternehmen, die zu klein sind um eine große Lobby zu haben. Es sind aber auch die Unternehmen, die in Wahlkampfzeiten als „Mitte der Gesellschaft“ bezeichnet werden.

    Sie gelten als die wichtigsten Arbeitgeber, ohne die Deutschland wirtschaftlich im Abseits steht. Aus Sicht der Politik sind sie wichtig, weil sie zu klein sind, um sich vor dem Zahlen der Steuern drücken zu können, wie viele ganz große Unternehmen.

    Die Politik hofft aber auf das Engagement der KMUs in Sachen Altersvorsorge. Denn sie sollen nach Plänen der einen oder anderen Partei zukünftig auch stärker die betriebliche Altersvorsorge (bAV) stärken. Wie es der Name schon sagt, wird diese „zweite Säule der Altersvorsorge“ in den Arbeitsbetrieben praktiziert.

    Der Arbeitgeber ist dabei Dreh- und Angelpunkt: Er entscheidet welche Art der betrieblichen Altersvorsorge praktiziert werden soll, er entscheidet auch, welche Tarife den Mitarbeitern offen stehen sollen. Auch für diese Entscheidungen muss der Arbeitgeber gerade stehen. Zudem ist er sogar gesetzlich verpflichtet, eine betriebliche Altersvorsorge für seine Mitarbeiter vorzuhalten.

    Größere Unternehmen können dabei die verschiedensten Möglichkeiten der bAV nutzen: Pensionsfonds, Unterstützungskasse, Pensionskasse (reguliert oder dereguliert), Direktzusage oder Direktversicherung stehen zur Auswahl. Für KMUs ist das schon schwieriger, denn die Umsetzung der meisten dieser Lösungen ist aufwändig und kompliziert. Vernünftig umsetzen lässt sich meist nur eine Direktversicherung.

    So eine Direktversicherung sieht auch erst einmal recht einfach aus. Es handelt sich um einen Vertrag, der sich nur gering von einem „normalen“ Versicherungsvertrag unterscheidet. Einziger Unterschied: Der Arbeitgeber ist der Versicherungsnehmer. Und als Versicherungsnehmer hat er die Entscheidung zu fällen, welchen Tarif er denn wählt. Und da kann er massive Fehler machen!

    Die Risiken der betrieblichen Altersvorsorge

    Heimtückische Haftungsfallen

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    Handelsblatt-Redakteur mit den Schwerpunkten Medien und Telekommunikation. In seinem neuen Buch „Die Nimmersatten. Die Wahrheit über ARD und ZDF“ rechnet er mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab.

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    • Hanse 21.06.2013, 11:16 Uhr

    Weiteres Problem ist die Übertragung bei Ausscheiden aus dem Unternehmen. Was viele nicht wissen, dass sie bei einem Arbeitgeberwechsel nur Anspruch auf Übertragung des Guthaben hätten.

    Niedriger Garantiezins und manchmal auch veränderte Kalkulation der Lebenserwartung könnten die Folge einer Übertragung sein.

    Auch die "Schönrechnung" durch Steuererspanis bzw. auch Sozialabgabenersparnis hebt sich im Ruhestand häufig durch die nachträgliche Besteuerung und Kranken-Pflegeversicheurngsplicht wieder auf.

    "Normal" sparen war früher so ist heute auch nicht verkehrt.

    Ich bin mir da nicht so sicher, dass ein Umlageverfahren wirklich der einzig richtige Weg ist. Heute leben 81 Mio. Menschen in Deutschland und ca. 50 Mio sind erwerbtätig. Im Jahre 2050 wird die Zahl der Einwohner auf 70 Mio. prognostiziert und die der Erwerbstätigen nur noch auf 35 Mio. In den letzten 20 Jahren wuchs die Produktivität um durchschnittlicht 1,5 % pro Jahr.

    Betriebliche Altersvorsorge: Nachteile oft erst im Alter erkennbar

    Um ihren Ruhestand finanziell abzusichern, bauen viele Arbeitnehmer auf die betriebliche Altersvorsorge. Doch Nachteile schmälern die Auszahlung im Alter teilweise erheblich. Für manche Sparer entwickelt sich diese Form der Altersvorsorge sogar zum Minusgeschäft. Schuld daran sind mehrere Faktoren. So wissen viele Menschen gar nicht, dass die Auszahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) nachgelagert versteuert werden. Das Hauptproblem liegt jedoch bei der sogenannten Entgeltumwandlung – also genau dem Aspekt, der bei der Betriebsrente oft positiv hervorgehoben wird.

    Betriebliche Altersvorsorge: Nachteile reduzieren den Ertrag

    Die Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge wird von Sparern meist nicht als Nachteil wahrgenommen. Denn während der Einzahlungsphase hat diese vorrangig positive Auswirkungen. Da die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge aus dem Bruttogehalt des Arbeitnehmers gezahlt werden, bleibt einerseits mehr vom Nettoeinkommen übrig als wenn die Einzahlung erst nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge vorgenommen wird. Andererseits verringern sich diese Sozialversicherungsbeiträge durch den effektiv geringeren Bruttolohn. Hier sparen Arbeitnehmern also vorerst.

    Beispiel: Ein Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro monatlich zahlt zirka 519 Euro an Sozialabgaben. Gehen vom Einkommen allerdings monatlich 200 Euro an die Betriebsrente, reduzieren sich die Abgaben um mehr als 40 Euro – Der Angestellte zahlt nur noch 478 Euro für Pflege-, Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung (Stand 2017).

    Doch gerade die geringeren Rentenbeiträge haben bei der betrieblichen Altersvorsorge einen Nachteil. Wer weniger in die Rentenkasse einzahlt, erhält bei Renteneintritt auch entsprechend weniger Rente. Diese Differenz muss die Betriebsrente erst einmal ausgegleichen. Andernfalls lohnt sie sich nicht.

    Service: Welche Vorsorgemöglichkeit sich für Sie dauerhaft auszahlt, erfahren Sie mit einem kostenlosen und unverbindlichen Angebot zur Altersvorsorge.

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    Betriebliche Altersvorsorge: Nachteile werden durch Einmalauszahlung verstärkt

    Die Süddeutsche Zeitung (SZ) zeigt in einem Beispiel, dass sich die Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge sogar noch verstärken. Denn sowohl bei einer monatlichen Betriebsrente als auch bei einer einmaligen Auszahlung des angesparten Kapitals wird in der Regel der volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag fällig – zumindest dann, wenn man gesetzlich krankenversichert ist. Bei einer Einmalauszahlung wird dieser Beitrag für die Dauer von 120 Monaten anteilig vom Renteneinkommen abgezogen. In dem Beispiel der SZ muss der Ruheständler bei einer einmaligen Auszahlung von rund 24.374 Euro für die nächsten zehn Jahre 35,64 Euro zusätzlich für die Pflege- und Krankenversicherung aufbringen – jeden Monat. Zusammen mit den fälligen Steuern reduziert sich die Betriebsrente auf rund 14.000 Euro.

    Mit der Reform der Betriebsrente sieht die Regierung keine Änderungen vor, um die Nachteile in der bAV abzubauen.

    Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge trotz Nachteile?

    Nachgelagerte Besteuerung, geringere gesetzliche Rente, zusätzliche Sozialversicherungsbeiträge bei der betriebliche Altersvorsorge – bei diesen Nachteilen müssen sich Verbraucher fragen, ob sich die sonst so gelobte Form der eigenständigen Vorsorge wirklich lohnt. Insbesondere wenn der Arbeitgeber nichts zur Betriebsrente zuschießt, sollten Arbeitnehmer genau nachrechnen, ob es nicht bessere Alternativen gibt. Im schlimmsten Fall zahlen Sparer bei der betrieblichen Altersvorsorge mehr Geld ein, als sie am Ende ausgezahlt bekommen. Interessierten ist vor Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge dringend zu raten, mit einem kostenlosen Altersvorsorge Angebot prüfen zu lassen, welche Vorsorge sich für sie wirklich rentiert.

    Источники: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-09/betriebliche-altersvorsorge-anspruch, http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/kleinleins-klartext-die-risiken-der-betrieblichen-altersvorsorge/8370424.html, http://www.finanzen.de/news/15197/betriebliche-altersvorsorge-nachteile-oft-erst-im-alter-erkennbar

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