Betriebliche altersvorsorge steuervorteil

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Pensionskasse Entgeltumwandlung

Ein Versorgungsvertrag kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer finanziert werden. Letzteres nennt man auch Pensionskasse Entgeltumwandlung. Alle Arbeitnehmer, Angestellte, Arbeiter, Auszubildende, Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH und Vorstandsmitglieder einer AG haben einen Anspruch auf die Pensionskasse Entgeltumwandlung. So können sie Beiträge bis maximal 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steuer- und sozialabgabenfrei in einen Versorgungsvertrag einzahlen.

Besteht darüber hinaus keine Altzusage nach § 40b EStG, die der Pauschalversteuerung unterliegt, kann der Arbeitnehmer noch weitere 1.800 EUR steuerfrei umwandeln. Bei der Pensionskasse Entgeltumwandlung führt der Arbeitgeber die Beiträge vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers ab. Die Leistungen aus Verträgen nach § 3 Nr. 63 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) sind bei Bezug zu 100 % steuerpflichtig und unterliegen somit der nachgelagerten Besteuerung. Da der persönliche Steuersatz im Alter in der Regel niedriger als zur Erwerbstätigkeit ist, ist eine Pensionskasse Entgeltumwandlung für den Arbeitnehmer lohnend. Zudem kann er selbst die Vertragsgestaltung übernehmen, indem der Einschluss zusätzlicher Leistungen, wie Berufsunfähigkeitsabsicherung und Hinterbliebenenschutz, wählbar ist.

Bei einem Arbeitgeberwechsel gibt es bei der Pensionskasse Entgeltumwandlung für den Arbeitnehmer verschiedene Optionen den Vertrag fortzuführen: Der neue Arbeitgeber kann den Vertrag übernehmen und fortsetzen. Eine private Fortführung des Vertrages sowie die Beitragsfreistellung sind ebenfalls möglich. In der Regel wird der neue Arbeitgeber den Vertrag übernehmen, es sei denn, er bietet seinen Mitarbeitern eine andere Form der betrieblichen Altersversorgung an. Die Leistungen aus der Pensionskasse Entgeltumwandlung können ab dem 62. Lebensjahr ausgezahlt werden. Der Arbeitnehmer hat die Wahl zwischen einer lebenslangen Altersrente oder einer Einmalzahlung. Prinzipiell bietet die Pensionskasse Entgeltumwandlung eine attraktive Möglichkeit, staatliche Förderungen zu erhalten und die individuelle Versorgungslücke im Alter zumindest teilweise zu schließen.

Betriebliche altersvorsorge steuervorteil

Steuervorteile bei der Altersvorsorge

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012
  • Von: Finanztip-Redaktion

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Die private Altersvorsorge wird durch Zulagen und Steuervergünstigungen gefördert. Gefördert werden: Riesterverträge, Rürup-Verträge sowie Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Sonderfall: Private Rentenversicherungen werden nur mit dem Ertragsanteil besteuert.

Bei der Altersvorsorge geht es um viel Geld und die einzelnen Alternativen sind teilweise auch komplex und erklärungsbedürftig. Bevor endgültig eine für viele Jahre geltende Entscheidung getroffen wird, empfiehlt sich ggf. die Einholung einer Zweitmeinung zur Altersvorsorge. Nachstehend wird ein kurzer Überblick über die Fördermaßnahmen gegeben.

Riester-Verträge

Die zu zahlenden Beiträge in einen Riestervertrag umfassen die eigenen Einzahlungen und die Zulagen, die der Staat hierfür gewährt. Der Zuschuss vom Staat beträgt 154 Euro Grundzulage und 185 Euro Zulage für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht. Für Kinder, die ab dem 01. Januar 2008 geboren sind, beträgt die Kinderzulage sogar 300 Euro. Um die vollen Zulagen zu erhalten, muss der eigene Beitrag zusammen mit den Zulagen 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens betragen. Es sind aber maximal nur 2.100 Euro begünstigt.

In der Steuererklärung können Riester-Sparer für den Gesamtbetrag aus Zulagen vom Staat und eigenen Beiträgen den Abzug als Sonderausgaben beantragen. Ist die Steuerersparnis durch den Abzug größer als die Zulagen, wird ihnen die Differenz mit der Jahresabrechnung ausgezahlt. Dieser Vergleich „Steuerersparnis zu Zulagen“ ist vom Finanzamt dann bei der Veranlagung durchzuführen. Die spätere Zahlung der Riesterrente bzw. die Kapitalauszahlung ist voll steuerpflichtig.

Rürup-Rentenversicherung

Die Beiträge zur Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) stellen im Jahre 2011 in Höhe von 72 Prozent Sonderausgaben (14.400 Euro und bei Verheirateten 28.800 Euro) dar. In den nächsten 15 Jahren erhöht sich der anzuwendende Prozentsatz jedes Jahr um 2 Prozent bis auf 100 Prozent im Jahr 2025. Maximal sind 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Ehepaare als Sonderausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung absetzbar.

Rentenzahlungen bis zum Jahr 2040 werden anteilig besteuert. Bis zum Jahr 2040 hängt der steuerpflichtige Teil vom Jahr des Rentenbeginns ab. Versicherte mit Rentenbeginn im Jahr 2011 müssen zum Beispiel 62 Prozent der Rente versteuern und im Jahre 2012 beträgt der Anteil 64%, der für die Einkommensteuer in der Steuererklärung anzusetzen ist. In jedem weiteren Jahr erhöht sich der Besteuerungsanteil (siehe § 22 EStG).

Direktversicherung, Pensionsfonds und Pensionskasse

Die Beiträge der Arbeitnehmer für die betriebliche Altersvorsorge behält der Arbeitgeber ein. Sie sind bis zur Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung steuerfrei. Für den steuerfrei eingezahlten Teil des einbehaltenen Gehaltes brauchen Arbeitnehmer keine Sozialabgaben zu zahlen.

Der Arbeitnehmer darf weiterhin bis zu 1.800 Euro im Jahr steuerfrei in eine Betriebsrente einzahlen, wenn keine Direktversicherung oder Pensionskassen-Vertrag aus der Zeit vor 2005 besteht.

Die spätere Rentenzahlung oder Kapitalauszahlung an den Ex-Mitarbeiter ist voll zu versteuern. Gleichfalls sind Sozialabgaben für den Erhalt der Rentenzahlungen bzw. der Kapitalleistung zu entrichten. Der Artikel Auszahlung Direktversicherung kostet Beiträge für gesetzliche Krankenversicherung erläutert die Details.

Rentenversicherung ohne Riesterförderung (mit und ohne Kapitalwahlrecht)

Wie der Name schon sagt: "Ohne Förderung" bedeutet, dass keine Sonderzulagen oder Sondervergünstigungen gewährt werden. Das gilt für alle Arten von privaten Rentenversicherungen, so zum Beispiel auch für Sofortrentenversicherungen gegen Einmalbeitrag. Ausnahme: Es handelt sich um eine Rürup-Versicherung. Die späteren Rentenzahlungen sind allerdings steuerlich begünstigt. So werden die Rentenzahlungen nur mit dem Ertragsanteil besteuert, der relativ niedrig ist.

Die Höhe des Ertragsanteils hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab. Beispiel: Rentenbeginn mit dem 65. Lebensjahr. Der Ertragsanteil beträgt nur 18 Prozent, so dass auch nur 18% der erhaltenen Rentenzahlungen der Steuer zu unterwerfen sind. Derartige private Rentenversicherungen eignen sich daher insbesondere für Personen mit hohem persönlichen Steuersatz.

Kapitalauszahlung statt Rente

Die Kapitalauszahlung, die der Versicherte statt einer Rentenzahlung wählen kann, wird zur Hälfte versteuert, wenn der Rentenvertrag mindestens zwölf Jahre läuft und frühestens mit 62 Jahren (bei Abschluss vor dem 01.01.2012 mit 60 Jahren) das Kapital ausgezahlt wird. Die private Rentenversicherung ist zwar kein echtes Steuersparmodell. Die günstige Besteuerung der Leibrente führt aber dazu, dass sie eine besonders geeignete Form der Altersvorsorge für Personen mit höherem Einkommen darstellt.

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Die besten Steuervorteile erzielen Sparer mit betrieblicher Altersvorsorge

Die besten Steuervorteile erzielen Sparer mit betrieblicher Altersvorsorge

Für viele Arbeitnehmer beginnen die Tage des Zweifels. Wer eine Betriebsrente abgeschlossen hat, zahlt nicht selten sein Weihnachtsgeld in diesen Topf der Altersvorsorge ein. Manche Sparer aber wollen lieber das Zusatzgeld für Geschenke oder den Winterurlaub ausgeben. Sie müssten die Zahlungen in den kommenden Tagen stoppen. Es gibt jedoch noch eine dritte Gruppe – Arbeitnehmer, die sich noch gar nicht mit betrieblicher Vorsorge befasst haben. Für sie wird es erst recht Zeit, sich Gedanken zu machen, und zwar noch kurz vor Jahresende.

Im Vergleich zu anderen Produkten hat die betriebliche Altersvorsorge (BAV) einige Vorteile. Wegen der steuerlichen Förderung sind die Renditen oft attraktiver als anderswo. Je nach der konkreten Ausgestaltung könnte die BAV sogar die Extremszenarien Hyperinflation oder Währungsreform überleben.

Betriebsrenten gehören zur sogenannten zweiten Säule der Altersvorsorge. Als Ergänzung zur klassischen staatlichen Rente sind sie steuerlich privilegiert. 2002 beschloss die damalige rot-grüne Bundesregierung, dass jeder der hierzulande 30 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten das Anrecht hat, einen Teil seiner Bezüge für die betriebliche Vorsorge umzuwandeln. Bei der Betriebsrente kann der Arbeitnehmer in diesem Jahr bis zu 4440 Euro aus seinem Gehalt steuer- und bis zu 2640 Euro sozialversicherungsfrei investieren. Das Geld fließt direkt aus dem Brutto, niemand muss schon einmal versteuertes Einkommen einsetzen. Und auch die Beiträge für die Renten- oder Krankenversicherung sinken. Daher ist oft von Entgeltumwandlung die Rede. Zwar müssen im Gegenzug die ausgezahlten Beträge versteuert werden und es fallen auf Betriebsrenten auch Sozialabgaben an. Allerdings dürfte der Steuersatz im Alter wesentlich niedriger sein als im aktiven Arbeitsleben. Außerdem werden für Rentner keine Beiträge für die Rentenversicherung fällig und privat Krankenversicherte müssen im Alter gar keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Zudem wirkt die Steuerstundung während der Ansparphase als Renditeturbo.

„Aus einer Garantieverzinsung von 2,25 Prozent kann für die Sparer so rasch eine Rendite von 5,5 bis sechs Prozent herauskommen“, sagt Uwe Saßmannshausen von der Beratungsfirma Pension Solutions. „Sollte der Arbeitgeber noch etwas dazu tun, kann die Rendite sogar noch üppiger ausfallen.“

Zu Zuzahlungen ist der Chef allerdings nicht verpflichtet. Der Arbeitgeber gibt den Beschäftigten auch das Anlagevehikel der BAV und gegebenenfalls den Anbieter vor. Bei Neuabschlüssen sind die Direktversicherung oder die Pensionskasse am häufigsten. Diese Produkte funktionieren ähnlich wie eine Lebensversicherung. Garantiert wird eine Minimumverzinsung von aktuell 2,25 Prozent. Dazu kommt dann die Überschussbeteiligung, sollte der von der Firma beauftragte Versicherer das Geld seiner Kunden gut investiert haben. Der Vorteil gegenüber der privat abgeschlossenen Lebenspolice liegt darin, dass die eingezahlten Beträge aus dem Brutto kommen und die Unternehmen den Versicherern bessere Konditionen bei den oft hohen Kosten abtrotzen können.

Allerdings macht das auch den Nachteil der Produkte nicht wett. So investieren die Assekuranzen bis zu 90 Prozent ihrer Gelder in Zinspapiere. Auf einen plötzlich markanten Anstieg der Inflation sind die Versicherungsgesellschaften nur unzureichend vorbereitet.

Eine bessere Inflationsabsicherung bietet die klassische Betriebsrente oder die Direktzusage des Unternehmens. Hier lagert die Firma die Pensionsverpflichtungen nicht an externe Geldverwalter aus, sondern versucht die Mittel selbst zu mehren. „Weil das ein Bilanzrisiko für die Firmen ist, wird diese Form der betrieblichen Altersvorsorge nicht mehr in der Breite angeboten“, sagt Saßmannshausen.

Um die Sicherheit muss sich kein Betriebsrentner sorgen. Bei den Versicherungslösungen springt im Zweifelsfall die Auffanggesellschaft Protektor ein, wird das Geld bei den Firmen gemehrt, kommt für den schlimmsten Fall der Pleite der Pensionssicherungsverein auf.

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Источники: http://www.betriebliche-altersvorsorge24.info/pensionskasse/pensionskasse-entgeltumwandlung/, http://www.finanztip.de/steuer-auf-altersvorsorge/, http://www.welt.de/print/wams/finanzen/article10920112/Die-besten-Steuervorteile-erzielen-Sparer-mit-betrieblicher-Altersvorsorge.html

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