Betriebliche altersvorsorge direktversicherung

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Betriebliche Alters­vorsorge: Mit dem Arbeit­geber für die Rente sparen

Ob es sich lohnt, eigenes Geld per Entgelt­umwandlung in eine betriebliche Alters­vorsorge zu stecken, hängt entscheidend vom Arbeit­geber ab. Gibt der einen ordentlichen Teil dazu und organisiert er gute Verträge, dann macht der Sparer ein gutes Geschäft. Schon jetzt helfen viele Arbeit­geber ihren Angestellten beim Sparen fürs Alter. Bald müssen das alle Chefs tun. Hier lesen Sie alles, was Sie über Ihre betriebliche Alters­versorgung wissen müssen.

Betriebs­rente – das Wichtigste in Kürze

Anspruch. Jeder Arbeitnehmer hat in Deutsch­land den Anspruch, über den Betrieb für das Alter vorzusorgen.

Formen der betriebliche Alters­vorsorge. Es gibt fünf verschiedene Arten der betrieblichen Alters­vorsorge. Der Arbeit­geber kann frei entscheiden welchen er wählt.

Entgelt­umwandlung. Bei der Entgelt­umwandlung spart der Arbeitnehmer aus dem Brutto­gehalt für die betriebliche Alters­vorsorge. Er spart damit Steuern und Sozial­abgaben. Das lohnt sich aber nur dann, wenn der Chef ordentlich Geld beisteuert.

In der Renten­phase. Die Renten aus der betrieblichen Alters­vorsorge sind komplett zu versteuern. Außerdem wird der volle Satz bei den Sozial­abgaben fällig.

Sicherungen. Um Betriebs­renten auch bei der Pleite des Unter­nehmens zu schützen, gibt es verschiedene Sicherungs­einrichtungen, die eine Rente im Insolvenzfall weiterzahlen.

Arbeit­geber gibt betriebliche Alters­vorsorge vor

Ohne den Chef geht nichts in der betrieblichen Alters­vorsorge. Der Arbeitnehmer hat zwar ein Recht darauf, über den Betrieb für das Alter vorzusorgen. Aber in welcher Form und über welchen Vertrag das geschieht, entscheidet der Arbeit­geber. Optimal für die Mitarbeiter ist es natürlich, wenn der Chef die Beiträge selbst über­nimmt oder dem Arbeitnehmer ordentlich Geld zur Betriebs­rente zuschießt. Das machen schon jetzt viele Betriebe – Pflicht ist es aber leider bisher nicht. Ab 2018 wird dieser Zuschuss vom Chef jedoch schritt­weise verbindlich, wenn der Arbeitnehmer eigenes Geld aus seinem Brutto­lohn in eine Betriebs­rente steckt: Der Arbeit­geber muss dann bei neu abge­schlossenen Verträgen mindestens 15 Prozent des Spar­beitrags drauf­legen – aber nur, wenn er sich mit den Gewerk­schaften auf ein „Sozial­part­nermodell“ einigt. Dieser neue Durch­führungsweg tritt neben die etablierten Varianten der betrieblichen Vorsorge, die unver­ändert bestehen bleiben. Ab 2019 gilt dies auch für neue Betriebs­renten­verträge mit den anderen Vorsorgemodellen. Und ab 2022 müssen alle Chefs auch bei vor 2019 abge­schlossenen laufenden Verträgen mindestens 15 Prozent dazu­geben. Der Arbeit­geber kann einen von fünf Durch­führungs­wegen für eine Betriebs­rente wählen, wobei die Formen „Direkt­versicherung“ und „Pensions­kasse“ am häufigsten gewählt werden. Einen Anspruch auf einen bestimmten Durch­führungsweg haben Arbeitnehmer aber nicht.

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Direkt­versicherung – häufig in kleinen Betrieben

Eine Direkt­versicherung ist eine Lebens­versicherung, die ein Arbeit­geber für einen Mitarbeiter abschließt. Dieser kann von seiner Firma verlangen, dass sie ihm mindestens diese Form der betrieblichen Alters­vorsorge anbietet. Deswegen wird die Direkt­versicherung häufig in kleinen und mitt­leren Unternehmen angeboten. Üblich ist die klassische Form der Direkt­versicherung mit Garan­tiezins. Bei Neuabschlüssen ab 2015 beträgt dieser 0,9 Prozent. Verzinst wird jedoch nicht die gesamte Einzahlung, sondern nur der Teil, der nach Abzug der Kosten übrig bleibt. Neuerdings werden Direkt­versicherungen auch häufig mit abge­schwächten Garan­tien angeboten, so dass nur noch der Beitrags­erhalt garan­tiert wird. Direkt­versicherungen sind als Gruppen­vertrag für mehrere Mitarbeiter oft kostengüns­tiger als Einzel­verträge.

Tipp: Unser aktueller Test von 45 Direktversicherungs-Angeboten zeigt: Zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot im Test liegen deutliche Unterschiede. Arbeitnehmer sollten das Angebot ihres Arbeit­gebers daher gründlich prüfen. Wenn der Arbeit­geber etwas zum Beitrag hinzugibt, ist das gut für die Rente. Stockt er den Beitrag um 15 Prozent auf, bekäme unser Test-Modell­kunde im Alter 16 Euro Betriebs­rente mehr als ohne den Zuschuss.

Pensions­kasse – Vorsorgeform mit Unterschieden

Häufig sind Pensions­kassen mit einem einzelnen Unternehmen verbunden und stehen nur den Mitarbeitern dieser Firmen für die betriebliche Alters­versorgung offen. Es gibt aber auch Pensions­kassen, die einem größeren Markt offen stehen. Doch gibt es zwischen diesen Pensions­kassen große Unterschiede. Zunächst sind da die traditionellen Pensions­kassen: Sie existieren häufig seit Jahr­zehnten und sind oft als Verein organisiert, dessen Mitglieder die Arbeit­geber sind. Zwar ähneln die Leistungen dieser Pensions­kassen denen der privaten Lebens­versicherer. Doch sie haben eine entscheidende Ausnahme­stellung: Die Pensions­kassen dürfen mit einem höheren Rechnungs­zins kalkulieren als die für Renten- und Lebens­versicherungen vorgeschriebenen 0,9 Prozent. Das heißt für die Versicherten, dass sie aktuell mit einer höheren Renten­anwart­schaft rechnen können. Seit jeder das Recht hat, im Betrieb für das Alter zu sparen, drängen auch die privaten Lebens­versicherer in den Markt der Pensions­kassen. Viele bekannte Versicherer wie Debeka oder Ergo gründeten Pensions­kassen als Tochter­unternehmen. Die Angebote und Vertriebs­strukturen ähneln denen der Muttergesell­schaften. Die Versicherer bieten Beratung an und gehen mit ihren Vertriebs­leuten in die Unternehmen. Oft sind die Angebote dieser Pensions­kassen dadurch teurer.

Pensions­fonds – oft in großen Betrieben

Große Unternehmen wie RWE, Siemens oder Bosch haben oft eigene Pensions­fonds zur betrieblichen Alters­versorgung. Im Vergleich zu den anderen Formen kann hier ein größerer Teil der Geld­anlage in Aktien gesteckt werden. Im Gegen­zug müssen Sparer jedoch Abstriche bei der Garantie hinnehmen. Da der Arbeit­geber dem Pensions­sicherungs­ver­ein angehören muss, ist im Pleitefall jedoch das gesamte Spar­vermögen abge­sichert. Welche Rente ein Pensions­fonds zahlt, hängt von den Erträgen ab. Entscheidend sind außerdem die Kosten, die der Fonds für Vertrags­abschluss, Verwaltung und Zusatz­leistungen wie Hinterbliebenen­schutz kassiert.

Unterstüt­zungs­kasse – gut für Gutverdiener

Die Unterstüt­zungs­kasse ist eine arbeit­gebereigene Einrichtung für die betriebliche Alters­vorsorge. Große Unternehmen und Konzerne haben häufig eigene Unterstüt­zungs­kassen. Einzahlungen sind steuerlich begüns­tigt. Deshalb gilt diese Variante als besonders geeignet für Beschäftigte in den mitt­leren und oberen Hierarchie­stufen eines Unter­nehmens. Wie hoch die Betriebs­rente ausfällt, hängt stark von der Zusage des Arbeit­gebers ab. Dieser garan­tiert nur eine Mindest­auszahlung. Sie kann sich jedoch um Über­schüsse erhöhen. Wie hoch diese ausfallen hängt von den Erträgen der Unterstüt­zungs­kasse ab.

Direkt­zusage – Rente aus laufenden Erträgen

Der Arbeit­geber verpflichtet sich, den Mitarbeitern eine Rente aus dem Betriebs­vermögen zu bezahlen. Diese Form wird häufig von großen Unternehmen genutzt. Die Direkt­zusage kommt ohne externen Versorgungs­träger aus. Damit der Arbeit­geber sein Versprechen gegen­über den Mitarbeitern halten kann, muss er Rück­stel­lungen bilden – diese kann er jedoch auch in die eigenen Firma investieren. Dank dieses Vorgehens zahlt das Unternehmen weniger Steuern und hat erst einmal mehr Geld zur Verfügung. Die zugesagten Leistungen muss es irgend­wann in einer Art Umlage­verfahren aus laufenden Erträgen zahlen. Da die Betriebs­rente jedoch bei Zahlungs­schwierig­keiten gefährdet wäre, zahlt das Unternehmen Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein. Dieser würde im Fall einer Insolvenz einspringen.

Unver­steuert sparen mit der Entgelt­umwandlung

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer in Deutsch­land das Recht, in Form der so­genannten Entgelt­umwandlung über den Betrieb für das Alter zu sparen. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer das ermöglichen. Bei der Entgelt­umwandlung zahlt der Arbeitnehmer aus seinem unver­steuerten Brutto­einkommen ein. Über diesen Weg erlässt der Staat ihm einen Teil seiner Last an Steuern und Sozialver­sicherungs­beiträgen. Bis zu vier Prozent der jähr­lichen Beitrags­bemessungs­grenze der gesetzlichen Renten­versicherung dürfen auf diesem Weg gespart werden. Aktuell (Stand Juni 2017) sind das 3 048 Euro. Für weitere 1 800 Euro entfallen nur die Steuern. Auch der Arbeit­geber spart durch die Entgelt­umwandlung Lohn­neben­kosten. Fair wäre es, wenn er diese rund 20 Prozent zum Ansparen dazugibt. Tut er das nicht, lohnt sich die Entgelt­umwandlung beim jetzigen Zins­niveau kaum.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der 2 500 Euro brutto im Monat verdient, spart 100 Euro per Entgelt­umwandlung für seine betriebliche Alters­vorsorge. Dadurch reduziert sich sein Brutto­gehalt auf 2 400 Euro. Er spart dadurch Steuern und Sozial­abgaben in Höhe von rund 48 Euro. Obwohl er 100 Euro in die betriebliche Alters­vorsorge spart, reduziert sich sein Netto­gehalt also nur um rund 52 Euro.

Steuern und Sozial­abgaben der betrieblichen Alters­vorsorge

Der Steuer­erlass in der Anspar­phase ist nur die eine Seite der Medaille. In der Renten­phase holt sich der Staat zumindest einen Teil der Förderung wieder zurück. Die Betriebs­rente muss in der Renten­phase komplett versteuert werden. Ein Vorteil: In der Regel ist der persönliche Steu­ersatz im Renten­alter geringer als während der Anspar­phase. Was neue Rentner jedoch häufig über­rascht: Auf die Betriebs­rente werden die vollen Sozial­abgaben fällig – anders als bei der gesetzlichen Renten­versicherung, wo nur die Hälfte der Beiträge vom Rentner gezahlt wird. Wenn der Rentner gesetzlich kranken­versichert ist, sind das derzeit – inklusive Pflege­versicherung – mindestens 17,15 Prozent, die von der Rente jeden Monat abgehen. Außerdem wichtig zu bedenken: Zwar sparen Arbeitnehmer in der Anspar­phase Sozial­abgaben. Dadurch schmälern sie aber auch ihre Ansprüche. Wer weniger in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlt, erhält später auch weniger gesetzliche Rente. In vielen Fällen bleibt nach allen Abzügen bei einem Betriebs­renten­vertrag nicht mehr übrig, als hätte der Arbeitnehmer eine gewöhnliche, unge­förderte Privatrente abge­schlossen.

Tipp: Hilfe zum Thema Steuererklärung für Rentner finden Sie in unserem Finanztest Spezial Steuern 2017.

Betriebliche Alters­vorsorge ohne Sozial­abgaben

Eine Ausnahme gibt es: Pflicht­versicherte Mitglieder der Kranken­versicherung kommen derzeit um die Abgaben herum, wenn sie nur eine kleine Betriebs­rente bis zu 148,75 Euro monatlich beziehen. Wer kurz vor dem Renten­eintritt steht und verhindern will, diesen Betrag knapp zu über­schreiten, kann die Einzahlung stoppen. So wird die Rente deutlich attraktiver. Der Trick funk­tioniert nicht für freiwil­lig gesetzlich Kranken­versicherte. Sie zahlen ab dem ersten Renten-Euro Beiträge.

Sicherheit betrieblicher Alters­vorsorge

Die betriebliche Alters­vorsorge in Deutsch­land ist in der Regel gut abge­sichert. Je nach Durch­führungsweg gibt es unterschiedliche Sicherungs­einrichtungen, die Betriebs­renten auszahlen, falls das Unternehmen oder der Anbieter der betrieblichen Alters­vorsorge pleite geht.

Tipp: Auf test.de finden Sie eine ausführ­liche Über­sicht der richtigen Ansprech­partner für den Fall, dass die Betriebs­rente nicht mehr fließt Wenn der Arbeitgeber die Betriebsrente einfriert.

Betriebliche Alters­vorsorge und Grund­sicherung

Ebenso wie Riester-Renten werden Betriebsrenten ab 2018 nicht mehr komplett auf die Grund­sicherung im Alter ange­rechnet. Diese Sozial­leistung bekommen Menschen, deren Einkünfte im Alter nicht zum Leben reichen. Sie dürfen dann 100 Euro monatlich aus einer zusätzlichen Alters­vorsorge behalten, von darüber hinaus­gehendem Einkommen 30 Prozent, höchs­tens jedoch bis zu 204 Euro. Dieser Höchst­betrag steigt jähr­lich.

Dieses Special ist erst­mals am 11. April 2017 auf test.de erschienen. Es wurde am 30. August 2017 aktualisiert.

Dieser Artikel ist hilfreich. 60 Nutzer finden das hilfreich.

Direktversicherung

Mit einer Lebensversicherung betrieblich vorsorgen

  • Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2017
  • Von: Sara Zinnecker

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Direktversicherung ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Sie findet sich vor allem in kleinen und mittleren Betrieben.
  • In der Regel handelt es sich um eine klassische oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung. Diese schließt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter häufig günstiger ab.
  • Arbeitnehmer können bis zu 254 Euro ihres Bruttoeinkommens (im Jahr 2017) steuer- und sozialabgabenfrei in die Direktversicherung einzahlen (sogenannte Gehaltsumwandlung oder Entgeltumwandlung).
  • Bezuschusst der Chef die Beiträge mit mindestens 20 Prozent, lohnt sich die Direktversicherung in der Regel.
  • Auf die spätere Rente zahlen gesetzlich krankenversicherte Rentner den vollen Beitrag zur Krankenversicherung, sofern die Rente monatlich 148,75 Euro (im Jahr 2017) übersteigt.

So gehen Sie vor

  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, ob er eine betriebliche Altersvorsorge anbietet und um welche Form es sich handelt. Bietet er keinen Vertrag an, können Sie ihn dazu auffordern.
  • Planen Sie, häufig den Job zu wechseln, ist eine Direktversicherung nicht immer die beste Wahl. Prüfen Sie Ihre Alternativen bei der Altersvorsorge.
  • Bezuschusst Ihr Chef Ihre Beiträge nicht von sich aus, fragen Sie direkt nach, ob er zu Ihrem eigenen Beitrag 20 Prozent dazugibt. Immerhin spart auch er Sozialabgaben in dieser Höhe, wenn Sie Gehalt umwandeln.
  • Ab spätestens 2022 muss der Chef ohnehin Ihre Beiträge mit 15 Prozent bezuschussen. Das steht im neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz.
  • Den Vertrag können Sie bei einem Arbeitgeberwechsel übertragen oder selber fortführen. Ihre angesparte Altersvorsorge verfällt nicht.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Riester-Rente immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Über den Chef für das Alter vorzusorgen ist eine Möglichkeit für Arbeitnehmer, die spätere gesetzliche Rente aufzustocken. Jeder Angestellte hat das Recht, Teile seines Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge zu stecken. Der Staat fördert diese Art der Vorsorge über Vergünstigungen bei den Sozialabgaben und der Einkommensteuer. Umgekehrt muss sich jeder Arbeitgeber darum kümmern, dass die bAV in seinem Unternehmen möglich ist. Die Direktversicherung ist ein gängiges Modell dafür.

So funktioniert eine Direktversicherung

Bei dieser Form der Altersvorsorge über den Betrieb schließt der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter eine klassische Kapitallebens- oder Rentenversicherung ab. Eine Variante ist eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung, bei der der Versicherer einen Teil der monatlichen Sparbeiträge in Aktienfonds investiert.

Viele kleine und mittelgroße Unternehmen greifen auf die Direktversicherung als Form der bAV zurück. Im Vergleich zu anderen Möglichkeiten bedeutet sie den geringsten Aufwand. Den Vertrag sucht meist der Arbeitgeber aus und schließt ihn für seine Angestellten ab. Weil der Versicherer so mehrere Verträge auf einmal verkaufen kann, gewährt er oft Rabatte bei den Kosten.

Eine Direktversicherung kann nur für die berufliche Haupttätigkeit vereinbart werden, nicht für einen Nebenjob. Die Beiträge zur Direktversicherung kann dann entweder der Arbeitgeber allein bezahlen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sie aber auch gemeinsam aufbringen oder der Arbeitnehmer übernimmt sie allein.

Immer dann, wenn der Arbeitnehmer eigenes Geld in einen bAV-Vertrag steckt, spricht man von einer sogenannten Gehaltsumwandlung oder Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber zieht den Beitrag des Arbeitnehmers direkt von seinem Bruttolohn ab und überweist ihn (gegebenenfalls zusammen mit seinem Anteil) an die Versicherung. Daher fallen gut 20 Prozent Sozialabgaben und die Einkommensteuer auf diesen Teil des Gehalts weg.

Sparer können sich die Direktversicherung später als lebenslange Rente auszahlen lassen. Wenn es vertraglich vereinbart ist, ist auch eine Kapitalauszahlung möglich. Bei Verträgen, die ab 2005 abgeschlossen wurden, bringt das für den Sparer aber eine erhebliche steuerliche Belastung mit sich.

Wann sich eine Direktversicherung lohnt

Eine Direktversicherung zahlt sich dann aus, wenn Ihr Arbeitgeber mindestens 20 Prozent zu Ihrem Beitrag dazugibt – und gern auch noch mehr. Tragen Sie stattdessen die Beiträge allein und verzinst sich das Guthaben nur moderat, müssten Sie sehr alt werden, um Ihr eingezahltes Geld wieder herauszubekommen.

Das liegt unter anderem auch daran, dass Sparer auf die spätere Betriebsrente im Regelfall hohe Abgaben zur gesetzlichen Krankenversicherung leisten und Abstriche bei der gesetzlichen Rente hinnehmen müssen. Die Befreiung von Sozialabgaben und Steuern in der Ansparphase können also die Abzüge in der Rentenphase nicht immer aufwiegen. Einige Rechenbeispiele dazu finden Sie im Ratgeber Altersvorsorge.

Den Arbeitgeber ins Boot zu holen, ist gar nicht so schwer. Sollte er Ihnen nicht von vornherein einen Zuschuss auf Ihre Beiträge anbieten, haken Sie freundlich nach. Zum einen spart sich auch Ihr Chef rund 20 Prozent an Sozialabgaben, wenn Sie Teile Ihres Gehalts in eine Direktversicherung einzahlen. Zum anderen sind Arbeitgeber ab spätestens 2022 ohnehin verpflichtet, Mitarbeitern 15 Prozent ihres Beitrags obendrauf zu legen. Mehr dazu finden Sie im Ratgeber zur Entgeltumwandlung.

Vorteile und Nachteile einer Direktversicherung

Wem der Chef eine Direktversicherung anbietet, sollte noch einmal die wichtigsten, damit verbundenen Vor- und Nachteile durchgehen.

Vorteile für Arbeitnehmer

Steuervorteil – Wenn Ihr Chef die Direktversicherung im Jahr 2005 oder später für Sie abgeschlossen hat, sind Ihre Beiträge jetzt steuerfrei und Ihre spätere Rente steuerpflichtig. In den allermeisten Fällen ist der Steuersatz im Rentenalter niedriger als in der Zeit der Berufstätigkeit, was einen Steuervorteil bedeutet.

Sicherheit – Alle Einzahlungen des Arbeitnehmers sind sicher – in der Sprache der Versicherungen: unverfallbar. Das gilt auch bei einem Wechsel der Arbeitsstelle. Bei den Beiträgen des Arbeitgebers kommt es auf die Vertragsdetails an. Ab 2018 gilt, dass die Arbeitgeberbeiträge gesichert sind, wenn ein Mitarbeiter mindestens drei Jahre im Unternehmen gearbeitet hat und beim Jobwechsel 23 Jahre alt war. Manche Arbeitgeber räumen aber schon direkt von Beginn an eine Unverfallbarkeit ein.

Kein Problem bei seltenem Jobwechsel – Wechseln Sie im Lauf Ihres Berufslebens ein- oder zweimal den Arbeitgeber, lässt sich dies ganz gut bewältigen: Am besten ist es, wenn der neue Chef den alten Vertrag übernimmt. Möglich ist aber auch, dass Sie Guthaben auf einen neuen Vertrag übertragen oder den alten Vertrag ruhen lassen und in einem neuen Vertrag weitersparen.

Berufsunfähigkeit mitversichern – Wer eine Direktversicherung abschließt, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) integrieren – in der Regel ohne Gesundheitsprüfung. Das nützt allen, die wegen etwaiger Vorerkrankungen bei ihrer regulären BU-Versicherung nur einen eingeschränkten Schutz bekommen haben.

Keine Beiträge für Privatversicherte – Wer privat krankenversichert ist, muss im Alter keine Krankenkassenbeiträge auf die betriebliche Rente oder die Einmalauszahlung zahlen.

Nachteile für Arbeitnehmer

Sozialabgaben auf die Betriebsrente fallen nur dann an, wenn die Versorgungsbezüge zusammengerechnet höher sind als 148,75 Euro im Monat (im Jahr 2017). Zu den Versorgungsbezügen gehören neben der Betriebsrente auch andere Bezüge aus einem früheren Dienstverhältnis, zum Beispiel Ruhegeld aus einer früheren Beamtentätigkeit oder Hinterbliebenenrenten.

Wer sich das Geld auf einen Schlag auszahlen lässt, muss die Beiträge im Laufe von zehn Jahren abbezahlen.

Weniger Sozialbeiträge – Durch die Entgeltumwandlung ist Ihr Bruttolohn in der Zeit des Ansparens niedriger. Auf der Grundlage des Bruttolohns werden aber die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherungen, also für Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung berechnet. Dadurch kann es passieren, dass Sie später, etwa wenn Sie arbeitslos werden, geringere Leistungen aus diesen Sozialsystemen erhalten.

Kaum Kostenüberblick – Da Sie nicht selbst die Versicherung abschließen, können Sie in der Regel nicht erkennen, ob der Vertrag günstig oder teuer ist. Die Versicherungsgesellschaft ist nicht verpflichtet, Ihnen die genauen Kosten bei Abschluss auszuweisen. Sie müssen konkret danach fragen.

Häufige Jobwechsel problematisch – Wer im Laufe seines Berufslebens häufiger die Arbeitsstelle wechseln will, sollte von der Direktversicherung eher absehen. Denn er muss sich jedes Mal damit beschäftigen, was aus der bisherigen Direktversicherungen wird. Wer sein Guthaben auf einen neuen Vertrag beim neuen Chef übertragen will, muss häufig schlechtere Konditionen hinnehmen und für den Übertrag oft auch Geld bezahlen. In einem solchen Fall dürften andere Formen der Altersvorsorge die bessere Wahl sein. Infrage kommen Riester-Verträge oder eine flexible Vorsorge, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan.

Weitere Tipps im Ratgeber Altersvorsorge

Sara Zinnecker

Expertin für Geldanlage

So können Sie fürs Alter vorsorgen

  • Zur Basisversorgung zählen die gesetzliche Rentenversicherung und Rürup-Verträge.
  • Gefördert sind Riester-Verträge oder betriebliche Altersvorsorge.
  • Die Lebensversicherung zählt zur ungeförderten Vorsorge.

Weitere Ratgeber:

Was hat der Arbeitgeber davon?

Traditionell haben Unternehmen eine bAV angeboten, um die Belegschaft im Alter abzusichern. Ein anderes Motiv ist heute aber vielleicht wichtiger: In Zeiten, in denen Fachkräfte knapp sind, kann eine bAV Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden.

Darüber hinaus haben Arbeitgeber auch wirtschaftliche Gründe, eine Direktversicherung anzubieten. Für jeden Euro, den ein Mitarbeiter in den bAV-Vertag einbezahlt, sparen sie sich gut 19 Prozent Sozialabgaben. Gibt der Chef anstelle einer Lohnerhöhung einen Zuschuss zur bAV, spart er sich weitere Sozialabgaben.

Was die Direktversicherung kosten darf

Der Arbeitgeber sucht als Direktversicherung entweder eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung aus oder schließt eine fondsgebundene Lebensversicherung ab. Sind bis zur Rente noch viele Jahre Zeit, gibt es mit Fonds die Chance auf eine höhere Rendite. Allerdings hängt die Entwicklung dieser Altersvorsorge stark davon ab, wie sich die Finanzmärkte entwickeln. Eine Versicherung ohne Fonds bietet derzeit dagegen nur eine geringe Rendite. Im Jahr 2017 liegt der Garantiezins für Beiträge nach Abzug der Kosten bei 0,9 Prozent pro Jahr. Ein solcher Vertrag lohnt sich nur dann, wenn der Arbeitgeber mit einzahlt.

Egal, welche Art der Vorsorge der Arbeitgeber auswählt: Wenn Sie die Abschluss- und Verwaltungskosten kennen, sind Sie im Vorteil. Denn neben der Anlagestrategie hängt die Rentabilität der Versicherung auch maßgeblich von den Kosten ab. Zur Orientierung: Bei 100 Euro Monatsbeitrag über 35 Jahre Laufzeit sind 1.600 Euro Abschlusskosten viel, 400 Euro noch in Ordnung. Wer die Wahl hat, sollte einen Vertrag ohne Abschlusskosten auswählen. Wer in Fonds investiert, sollte auch dort die Kosten im Auge behalten. Fondskosten von 1,5 Prozent pro Jahr sind hoch, 0,5 Prozent sind okay. Lassen Sie sich die Kosten aufschlüsseln.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Riester-Rente immer auf dem Laufenden – mit unserem kostenlosen Newsletter!

Was sonst noch wichtig ist

Kündigung – Eine Kündigung der Direktversicherung ist in dem Sinne nicht möglich. Wer seine Beiträge nicht weiterbezahlen will, muss den Arbeitgeber bitten, den Versicherer zu veranlassen, den Vertrag ruhend zu stellen. Scheiden Sie aus einem Arbeitsverhältnis aus und möchten Sie Ihren Vertrag nicht weiter besparen, müssen Sie mit der Versicherungsgesellschaft besprechen, ob Sie die Beiträge aussetzen können. Nur wenn die spätere Rente sehr gering ausfallen würde (weniger als 30 Euro im Monat), weil noch nicht viel angespart war, können Sie sich möglicherweise abfinden lassen und sind den Vertrag los. Fragen Sie bei der Personalabteilung oder beim Versicherer nach.

Arbeitslosigkeit – Falls Sie arbeitslos werden, behalten Sie Ihre Ansprüche auf die Betriebsrente. Darüber hinaus gilt: Ansprüche aus der bAV, die per Gesetz nicht verfallen können, werden grundsätzlich nicht auf das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angerechnet.

Krankheit und Elternzeit – Bei Krankheit oder in der Elternzeit können Sie die Ansprüche in voller Höhe aufrechterhalten, indem Sie die Beiträge selbst weiterzahlen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Beitragszahlung für längere Zeit einzustellen – was die Leistungen verringert – und den Vertrag danach wieder aufleben zu lassen.

Leistungen im Todesfall – In einigen Verträgen ist ein Todesfallschutz vereinbart. Stirbt der Versicherte, bekommen die Hinterbliebenen eine vereinbarte Summe ausgezahlt. Dazu zählen der Ehegatte beziehungsweise der Partner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die kindergeldberechtigten Kinder sowie Pflege- und Stiefkinder bis zu einem bestimmten Alter, der namentlich benannte Lebenspartner einer nicht eingetragenen Lebenspartnerschaft, die kindergeldberechtigten Enkelkinder im Haushalt bis zu einem bestimmten Alter.

Insolvenz des Arbeitgebers oder Versicherers – Bei einer Direktversicherung übernimmt ein Lebensversicherer die bAV. Geht der Arbeitgeber pleite, steht der Lebensversicherer weiter für die Zusagen ein. Bei einer Pleite des Versicherers müsste der Arbeitgeber theoretisch die vereinbarte Leistung erbringen. Praktisch würde die Auffanggesellschaft Protektor die bestehenden Verträge fortführen.

Diese Steuern und Sozialabgaben werden fällig

Der Staat fördert die bAV in der Ansparphase mit Erleichterungen bei Sozialabgaben und bei der Einkommensteuer. Allerdings unterscheidet sich die Handhabe, je nachdem, ob der Chef die Direktversicherung für den Mitarbeiter vor oder nach 2005 abgeschlossen hat.

Neue Verträge ab 2005

Steuern – Jeder Arbeitnehmer darf pro Jahr bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer- und sozialabgabenfrei einzahlen. Das sind im Jahr 2017 bis zu 3.048 Euro (oder 254 Euro bei monatlicher Zahlung). Darüber hinaus sind bei Verträgen ab 2005 weitere 1.800 Euro steuerfrei. Das macht für das Jahr 2017 insgesamt also maximal 4.848 Euro. Diese Beiträge müssen Sparer in der Steuererklärung nicht extra angeben. Sie werden bereits als steuerfrei in der Lohnabrechnung berücksichtigt.

Auf die spätere Rente bezahlen Sparer den persönlichen Steuersatz. Dieser ist für Rentner meist niedriger als während des Berufslebens, dadurch sparen Rentner Steuern. Betriebsrenten aus einem neuen Direktversicherungsvertrag kommen in der Anlage R der Steuererklärung in Zeile 31.

Sie können sich das angesparte Kapital auch auf einen Schlag auszahlen lassen, sofern Ihr Vertrag dieses Wahlrecht vorsieht. Das hat – anders als bei Altverträgen – aber den Nachteil, dass Sie es bei Auszahlung voll versteuern müssen. Der Bundesfinanzhof hat eine Steuerermäßigung ausgeschlossen (Az. X R 23/15). Bei der Kapitalauszahlung handelt es sich um sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 5 Einkommensteuergesetz.

Sozialabgaben – Auf Beiträge bis 254 Euro pro Monat (im Jahr 2017) zahlen Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsabgaben, also Krankenkassen- und Pflegeversicherung, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Auf die spätere Rente (ab 148,75 pro Monat) wird hingegen der volle Beitragssatz zur Krankenversicherung fällig. Im Jahr 2017 sind das durchschnittlich 15,7 Prozent inklusive Zusatzbeitrag und 2,55 Prozent Pflegeversicherung. Das gilt für alle gesetzlich krankenversicherten Rentner. Wer privat krankenversichert ist, spart sich die Beiträge.

Sonderfall: Alte Verträge bis 2004

Steuern – Ein Sparer zahlt pauschal 20 Prozent Steuern (plus den Solidaritätszuschlag) auf seine monatlichen Beiträge. Dafür ist die Rente später bei der Steuer bessergestellt: Als Rentner muss derjenige nur den sogenannten Ertragsanteil nach Paragraf 22 Nummer 5 Einkommensteuergesetz versteuern. Dieser hängt vom Alter des Rentners ab. Wer beispielsweise mit 67 Jahren in Rente geht, muss 17 Prozent der Rente versteuern. Wer schon ab 62 Rente bezieht, muss noch 21 Prozent dieser Rente versteuern. Betriebsrenten aus alten Direktversicherungsverträgen kommen in Zeile 36 in der Anlage R der Steuererklärung.

Lässt sich der Rentner das angesparte Kapital in einem Betrag auszahlen, bleibt dieser Betrag steuerfrei.

Sozialabgaben – Wer seine Beiträge monatlich einzahlt, muss darauf seinen Arbeitnehmeranteil an Sozialversicherungsbeiträgen entrichten. Frei von Sozialversicherungsbeiträgen sind nur jährliche Zahlungen bis 1.754 Euro.

Hinzu kommt: Seit 2005 müssen auch Sparer mit einer alten Direktversicherung auf ihre Betriebsrente den vollen Beitrag zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlen. Auch wer die Einmalauszahlung wählt, muss über zehn Jahre monatlich Beiträge aufbringen. Solche Sparer zahlen also in der Ansparphase den halben, in der Rentenphase den vollen Beitrag zur Krankenversicherung. Dieses Problem ist auch unter dem Schlagwort „Doppelverbeitragung“ bekannt.

Altsparer, die wissen, dass sie eine geringe Betriebsrente von weniger als 148,75 Euro pro Monat beziehen und kein weiteres Arbeitseinkommen, etwa aus selbstständiger Arbeit, haben, zahlen auf diese geringe Betriebsrente keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und je nach Einkommen mit dem Ertragsanteil nur minimale Steuern. Eine Rente könnte also im Vergleich zur Einmalauszahlung die bessere Wahl sein.

Direktversicherung privat weiterführen

Haben Sie Ihre Direktversicherung ab einem bestimmen Zeitpunkt privat fortgeführt, beispielsweise weil Sie irgendwann den Arbeitgeber gewechselt haben und haben Sie den Vertrag auf Sie als Versicherungsnehmer umschreiben lassen, profitieren Sie von einer sogenannten reduzierten Beitragspflicht. Grundlage ist ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom September 2010 (BvR 1660/08).

Das bedeutet: Für den Teil der späteren Betriebsrente, den Sie aus privaten Mitteln finanziert haben, fallen keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Ihre Versicherung muss – zur Not auf Nachfrage – diese Aufschlüsselung bieten. Den privat angesparten Teil der Betriebsrente tragen Sie in der Anlage R bei den Leibrenten aus privaten Rentenversicherungen mit ein (Zeile 15).

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Artikel verfasst von

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Betriebliche Altersvorsorge: Direktversicherung: Unkomplizierte Betriebsrente

  • 17.06.2009 11:20 Uhr

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Eine Direktversicherung ist eine simple Möglichkeit, um den Anspruch auf BAV zu erfüllen.

HB KÖLN. Claus-Dieter Brinkmann, Geschäftsführer der Brinkmann Möbelelemente Ummantelungswerke GmbH (BMU) ist rundum glücklich: Jüngst wurde der Unternehmer mit dem BAV-Award für besonders gelungene betriebliche Altersversorgung ausgezeichnet. Dabei lobten die Juroren vor allem die Einbindung der Mitarbeiter in den Gestaltungsprozess der Vorsorgekonzepte. Die Beteiligung führe dazu, dass die Angestellten hochmotiviert seien und sich mit dem Unternehmen identifizierten.

„Für uns ist es wichtig, über die betriebliche Altersversorgung Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern zu übernehmen“, erklärt Brinkmann, dessen Mitarbeiter in Direktversicherungen, Pensions- und Unterstützungskassen einzahlen können, um später eine Betriebsrente zu erhalten. Das Unternehmen zahlt neben den laufenden Arbeitgeberbeiträgen zur Entgeltumwandlung weitere Prämien für Verbesserungsvorschläge und spezielle Projekte. „Somit haben wir eine eindeutige Win-Win-Situation“, freut sich der Geschäftsführer.

Betriebliche Renten als rein arbeitgeberfinanzierte Sozialleistungen gibt es zwar schon seit über 20 Jahren. „Doch erst mit dem seit 2002 bestehenden Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung hat sich die betriebliche Altersversorgung sprunghaft verbreitet und insbesondere durch mischfinanzierte Formen zu einem starken personalpolitischen Instrument entwickelt“, sagt Siegfried Hischke, Leiter Produktmanagement Firmen bei HDI Gerling und Experte für betriebliche Altersversorgung. „Wer als Arbeitgeber signalisiert, dass er sich an einer Betriebsrente beteiligt, kann auf breite Akzeptanz bei den Mitarbeitern setzen“, weiß Hischke.

Für Unternehmen, die großen administrativen Aufwand scheuen, aber für Mitarbeiter Vorsorge treffen wollen, eignet sich die Direktversicherung. Dahinter verbirgt sich ein denkbar einfaches Konzept. Der Unternehmer schließt für die Mitarbeiter bei einem externen Versicherer eine Rentenversicherung ab, in die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einzahlen können. Der Vorteil daran: Bis zu einer Höhe von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung sind die eingezahlten Beträge sozialabgabefrei, für Beiträge des Arbeitnehmers fallen bis zum derzeitigen Höchstbetrag von 4392 Euro auch die Steuern weg. „Während der Unternehmer so die Lohnnebenkosten um etwa 20 Prozent senken kann, spart der Mitarbeiter bei Einzahlungen in die Direktversicherung je nach Steuerniveau bis zu 50 Prozent gegenüber einer einfachen Gehaltsauszahlung“, erklärt Hischke.

Grundsätzlich ist es mit diesem Modell auch möglich, die Arbeitszeit von Minijobbern auszuweiten – und diese in den Genuss einer Altersrente kommen zu lassen. Dafür zahlt der Arbeitgeber den Lohn, der über der gesetzlichen Grenze von 400 Euro liegt, in die Direktversicherung ein, sozialabgaben- und steuerfrei versteht sich. Während sich das rechtliche Verhältnis so nicht verändert, erhält der Minijobber später eine zusätzliche Rente. Diese lassen sich auch viele Unternehmer nicht entgehen, die – genauso wie im Betrieb mitarbeitende Familienangehörige – ebenfalls von den Steuervorteilen der Direktversicherung profitieren.

Allerdings sind für Unternehmer und leitende Angestellte Direktversicherungen allein nicht interessant. „Durch die Deckelung der Beiträge eignet sich dieses Modell hier insbesondere als Basisvorsorge“, so Markus Arnold, Experte für betriebliche Altersversorgung bei der Allianz. Wer Führungskräften zusätzliche Rentenkonzepte anbieten will, kann dies aber über Direktzusagen und Unterstützungskassen tun, die höhere Fördervolumen zulassen. „Der Kreativität in der Kombination von Vorsorgemodellen sind fast keine Grenzen gesetzt“, wirbt Arnold.

Obwohl die finanziellen Vorteile einer Direktversicherung auf der Hand liegen, haben sie sich trotz der gesetzlichen Vorgabe als Mindestversorgung nicht überall durchgesetzt. „In vielen Fällen spielt mangelndes Wissen über den administrativen Arbeitsaufwand einer solchen Altersvorsorge im Betrieb eine entscheidende Rolle“, sagt HDI-Experte Hischke. Dieser hält sich meist in Grenzen, da die komplette Abwicklung über den externen Versicherer läuft.

Selbst für die Zukunft ist ein Unternehmer mit einer Direktversicherung gut gerüstet, ist sich Allianz-Experte Arnold sicher. „Bei einem Arbeitsplatzwechsel ist die Police dank des Übertragungsabkommens in einem standardisierten brancheneinheitlichen Verfahren auf den neuen Arbeitgeber übertragbar.“

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Источники: http://www.test.de/betriebliche-altersvorsorge-5158846-0/, http://www.finanztip.de/betriebliche-altersvorsorge/direktversicherung/, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/betriebliche-altersvorsorge-direktversicherung-unkomplizierte-betriebsrente/3200474.html

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