Berufsunfähigkeitsversicherung depression vorerkrankung

0
54

Depression als Ursache für Berufsunfähigkeit

Am häufigsten, bei rund 30 Prozent der Fälle, entsteht Berufsunfähigkeit durch psychische Leiden. Gerade unter 39-Jährige und Angestellte werden immer öfter aus psychischen Gründen berufsunfähig. Besonders oft führen Depressionen Berufsunfähigkeit herbei. Speziell bei stressreichen Berufen ist das Risiko der Berufsunfähigkeit durch Depression hoch. Ein Schaden im körperlichen Bereich ist insgesamt deutlich seltener der Auslöser.

Jeder vierte Arbeitstätige hierzulande wird berufsunfähig. Arbeitnehmer erhalten durch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente maximal rund 30 Prozent ihres letzten Bruttolohns. Sie können mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung Depressionen und zahlreiche andere Risiken versichern und im Ernstfall eine von Ihnen bestimmte Rente erhalten.

Lassen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich von unserem Experten für Berufsunfähigkeit beraten:

Zusammenhang zwischen Depression & Berufsunfähigkeit

Besteht bei einer Person ein hoher Grad an psychischer Niedergeschlagenheit, wird sie als depressiv bezeichnet. Zu den typischen Merkmalen zählen Motivationsverlust, Trauer, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und Schlafstörungen. Wegen dieser und weiterer Symptome ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch Depressionen sehr hoch.

Dass in Deutschland gerade Depressionen häufig Berufsunfähigkeit verursachen, ist nicht überraschend. In einer modernen Technologie- und Kommunikationsgesellschaft ist die Wahrscheinlichkeit einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erhöht. Seit den 1990er-Jahren steigt die Zahl an jährlichen Fällen von Berufsunfähigkeit durch Depressionen deutlich. Dies zeigen Statistiken der Deutschen Rentenversicherung.

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung bei Depression

Tarife mit abstraktem Verweisungsrecht hingegen sehen vor, dass Sie, falls möglich, in einem anderen Beruf arbeiten. In dem Fall erhalten Sie trotz Berufsunfähigkeit durch Depression keine Rente vom Versicherer. Bei einigen Tarifen muss Ihr Arzt eine durch Depression bedingte Berufsunfähigkeit von drei Jahren vermuten. Je kürzer der vertraglich bestimmte Prognosezeitraum, desto vorteilhafter für Sie.

Anonyme Voranfrage und Beratung ist ratsam

Haben Sie wegen Depressionen bereits professionelle Hilfe in Anspruch genommen, sollten Sie zunächst anonyme Voranfragen an mehrere Versicherer senden. Sonst werden Sie in eine Liste eingetragen, falls Sie von einer Versicherung abgelehnt werden. Diese können alle Versicherer einsehen, was dazu führen kann, dass Sie keine Versicherung annimmt.

So oder so sollten Sie ohne einen Tarifvergleich mit Beratung durch einen Experten keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Die Konditionen der Tarife sind ohne umfassendes Fachwissen nicht durchschaubar.

Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen – ist das möglich?

Die eigene Arbeitskraft absichern. Dieses Vorhaben entwickelt sich für einige Versicherungsnehmer zum Problem, wenn es um den Nachweis bestehender Vorerkrankungen geht. Doch welche Krnakheiten führen eigentlich zu einer Ablehnung? Und wie kann man sich trotzdem absichern? Wir haben die häufigsten Vorerkrankungen, die zu einer Ablehnung durch die Berufsunfähigkeitsversicherung führen, zusammen getragen. Zudem zeigen wir Möglichkeiten auf, wie die eigene Arbeitskraft trotz Vorerkrankung abgesichert werden kann. Dass auch Arbeitgeber unterstützend bei der Absicherung der Arbeitskraft tätig werden können, zeigt die betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung.

Vorerkrankungen im Überblick

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen sind mit Abstand der häufigste Grund einer Berufsunfähigkeit. Allen voran Depressionen. Insbesondere die Berufsgruppe der Angestellten unter 39 Jahren ist einem hohen Krankheitsrisiko ausgesetzt. Dabei genügen allein Anforderungen, wie ein höherer Verantwortungsbereich, die Einhaltung bestimmter Zeitfenster und andere Stressfaktoren, um den menschlichen Organismus lahmzulegen.

Depression führt schnell zum Ausschluss

Hat man seinerzeit durch etwaige Vorkommnisse an einer Depression gelitten und entschließt sich zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung im Test), dürfte sich dieses Vorhaben als durchaus schwierig erweisen. Da sich Versicherer von den Kosten für eine Wiederkehr der Erkrankung freisprechen wollen, wird die Anfrage gewöhnlich mit einer Ablehnung zu den Akten gelegt.

5 Fragen bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Im Einzelfall kommt es durchaus vor, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachter Gesundheitsprüfung gewährt wird, die sich durch folgende Fragen kennzeichnet:

  1. Waren Sie wegen Beschwerden oder Krankheiten des Bewegungsapparates (Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder), der Psyche, des Herzens oder des Kreislaufs (z. B. Bluthochdruck) oder wegen Zuckerkrankheit, Alkoholmissbrauch, Asthma, Schlaganfall, Nierenerkrankungen, Hepatitis, Multiple Sklerose (MS), HIV-Infektion oder Krebserkrankungen in den letzten 3 Jahren in ärztlicher, physiotherapeutischer oder psychotherapeutischer Behandlung?
  2. Besteht eine angeborene Erkrankung oder bestehen Unfallfolgen, die mit bleibenden Beeinträchtigungen verbunden sind (z. B. Bewegungseinschränkung, mit Medikamenten behandelte Schmerzzustände, Verlust von Gliedmaßen, Blindheit, Gehörlosigkeit, Verlust der Sprache)?
  3. Liegt eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung vor oder wurden derartige Leistungen beantragt?
  4. Ist man beruflich oder privat besonderen Gefahren ausgesetzt (z. B. Umgang mit Sprengstoffen, Motorradfahren, Kampfsport, Rennsport, Extremsport)?
  5. Wurde in den letzten 3 Jahren eine Lebensversicherung oder für den Fall einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung von einem Versicherer abgelehnt, zurückgestellt, mit Beitragszuschlag oder mit einer Leistungseinschränkung versehen bzw. angeboten?

Können alle fünf Fragen mit einem Nein beantwortet werden, wird der Antrag auf Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung im Regelfall bewilligt. Wird im Gegenzug nur eine Frage mit „Ja“ beantwortet, wird der Antrag mit den allseits bekannten Gesundheitsfragen der Gesundheitsprüfung bearbeitet.

Verschiedene Lösungen, um Arbeitskraft zu versichern

Liegt die Depression bereits mehrere Jahre zurück, kann alternativ auch ein verkürzter Betrachtungszeitraum die Lösung des Problems darstellen.

Optional hat der Versicherer bei Versicherungsabschluss die Möglichkeit, Leistungsausschlüsse auszusprechen, wenn die Berufsunfähigkeit auf eine Depression zurückzuführen ist.

Darüber hinaus kann ebenso die Vereinbarung sogenannter Risikozuschläge zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung verhelfen. Jedoch ergibt sich für den Versicherungsnehmer damit ein teurer Versicherungsschutz seiner Arbeitskraft.

Burnout führt häufig zur Ablehnung

Ein ähnliches Abbild zeigt sich auch bei der Absicherung der Arbeitskraft, wenn das Leben bereits von einem Burnout- Syndrom gezeichnet ist. Größtenteils müssen Betroffene damit rechnen, dass ihr Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wird.

Absicherung nur zu einem begrenzten Versicherungsschutz möglich

Nichtsdestotrotz haben auch an Burnout erkrankte Versicherungsnehmer die Möglichkeit, sich gegen Berufsunfähigkeit zu versichern. Eine Option, die sich ihnen bietet, ist die Wahl zu abgespeckten Tarifen. Damit wird dem Versicherungsnehmer die Pflicht auferlegt, Versicherungsleistungen nur unter Vorbehalt in Anspruch zu nehmen. Zudem könnte auch die Klausel „Verzicht auf die abstrakte Verweisung“ gestrichen werden. Experten halten diese Exklusion nicht für sinnvoll, da der Berufsweg ganzheitlich abgedeckt werden sollte, unabhängig davon welche Veränderungen sich ergeben.

Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparats

Erkrankungen des Muskels- und Skelettsystems gehören zu einer der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Neben einem ungesunden Lebensstil sind sie auch der Grund dafür, dass es seit vielen Jahren deutschlandweit zu Frühverrentungen kommt, Tendenz steigend.

Ablehnungen stehen auf der Tagesordnung

Treten bereits vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung etwaige Krankheitsbilder auf, könnte sich dies problematisch au den Versicherungsabschluss auswirken. In der Regel wird das Risiko einer dauerhaften Berufsunfähigkeit von den Versicherungsunternehmen als sehr hoch eingeschätzt, sodass auf dem Antrag oftmals die Ablehnung folgt.

Risikozuschlag erhöht Versicherungsbeitrag

Sofern der Versicherer von einer Ablehnung des Antrages abwägt, wird der Versicherungsschutz lediglich unter Einbindung eines Risikozuschlages gewährt. Dieser schlägt sich bedeutend in den zu zahlenden Versicherungsbeiträgen nieder, sodass der Versicherungsnehmer überlegen sollte, inwieweit er die Kosten tragen möchte und vor allem kann.

Stoffwechsel- und Verdauungskrankheiten

Ein weitaus abgemildertes Szenario zeichnet sich ab, wenn der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bei bestehendem Diabetes beabsichtigt wird. Im Allgemeinen wird der Versicherungsschutz unter der Prämisse eines Risikozuschlags vereinbart. Daher ist es ratsam, vor allem die Konditionen genauestens unter die Lupe zu nehmen und Zuschläge zu vergleichen.

Auf Vertragslaufzeit achten

Hat man einen passenden Versicherer gefunden, der auch bei bestehenden Diabetes Versicherungsschutz gewährt, ist es zu empfehlen, eine Vertragslaufzeit bis zum Eintritt des Rentenalters auszuwählen. Somit hat der Versicherungsnehmer auch nach Verlust der Arbeitskraft das Recht auf eine BU-Rente.

Risiko wird großgeschrieben

Neben dem Risikozuschlag ist auch ein Risikoausschluss zu erwarten, sodass im Falle einer Berufsunfähigkeit durch Diabetes, keine Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu erwarten sind. Ferner sind die Chancen einer Annahme bei Diabetes Typ I sehr viel höher als bei Typ II. Bei Versicherungsnehmern mit Diabetes Typ I hängt die Versicherungsannahme von dem Zeitpunkt der Diagnose ab. Dieser Zeitpunkt sollte weniger als 15 Jahre zurückliegen, da ansonsten die Ablehnung des Antrags bevorsteht.

Neubildungen durch Krebs

Eine Krebserkrankung kann die Arbeitskraft eines Versicherungsnehmers vorübergehend oder sogar dauerhaft außer Gefecht setzen. Umso wichtiger ist es, sich für den Fall der Fälle ausreichend abzusichern. Während die Berufsunfähigkeitsversicherung das Auftauchen der Krebserkrankung versichert, sieht dies bei einem bereits erkrankten Krebspatienten ganz anders aus.

Einzig die Absicherung der Erwerbsfähigkeit ist möglich

Sind bereits erkrankte Krebspatienten an einer Absicherung interessiert, rückt der Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung in den Vordergrund. Diese versichert den Verlust der Erwerbsunfähigkeit. Nicht zum Versicherungsgegenstand dieser Police gemacht wird hingegen die Ausübung bestimmter Tätigkeiten. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung birgt den Vorteil, dass selbst Versicherungsnehmer, die den Krebs erfolgreich besiegt haben in Besitz einer Absicherung gelangen.

Alternativen nach einer Ablehnung

Kommt es tatsächlich zu einer Antragsablehnung und alle weiteren angefragten Anbieter zeigen sich im Hinblick auf die Versicherungsannahme weniger versöhnlich, stehen dem Versicherungsnehmer alternative Möglichkeiten zur Absicherung seiner Arbeitskraft zur Auswahl:

Grundfähigkeitsversicherung

Eine Grundfähigkeitsversicherung sichert jene Veränderungen ab, die mit dem Verlust der 5 Sinne: hören, sehen, laufen, tasten und reden, einhergehen. Stellt man bei dem Versicherungsnehmer einen Verlust oder dauerhafte Beeinträchtigung der Grundfähigkeit fest, hat er Anspruch auf eine monatliche Rente. Entweder wird diese über die vertraglich vereinbarte Versicherungsdauer ausgezahlt oder bis zum Ende der Beeinträchtigung. Dabei ist es unerheblich, ob der Versicherte weiterhin berufstätig sein kann oder nicht.

Behinderung der 5 Sinne

Damit Leistungen aus der Grundfähigkeitsversicherung überhaupt bezogen werden können, muss der Versicherungsnehmer nachweisen, dass drei weniger zentrale Grundfähigkeiten oder eine zentrale Grundfähigkeit für die Dauer von mindestens 12 Monaten beeinträchtigt oder gar verloren sind.

Zentrale Grundfähigkeit – Definition

Unter den Begriff „Zentrale Grundfähigkeiten“ fasst man all jene Aktivitäten wie Reden, Sehen, das Nutzen der Hände und den Orientierungssinn.

Als weniger zentrale Grundfähigkeiten werden Aktivitäten zusammengefasst wie sitzen, stehen und das mit den Armen greifen.

Unfallversicherung

Wie der Name bereits verrät, gewährt die private Unfallversicherung (Unfallversicherung im Test) Schutz bei entstandenen Unfällen. Unabhängig davon, ob sich dieser in der Freizeit (Fit in der Freizeit) oder im Job ereignet. Dabei gilt dieser Versicherungsschutz weltweit und rund um die Uhr. Des Weiteren versichert die Unfallversicherung alle körperlichen Schäden. Wenig Aufmerksamkeit spielt man der Tatsache zu, ob der Versicherungsnehmer dadurch berufsunfähig wird oder nicht.

Dread Disease Versicherung

Anders als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung konzentriert sich die Dread Disease Versicherung (Dread Disease Versicherung im Test) auf die Absicherung der Grundfähigkeiten. Dabei werden mit der Dread Disease Versicherung grundsätzlich drei Versicherungsbereiche angesprochen: die Absicherung der 5 Sinne, Abschluss einer Pflegezusatzversicherung (Pflegeversicherung im Test) sowie individuelle Leistungen wie eine zusätzliche Unfallrente oder Vereinbarung einer Einmalzahlung.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung handelt es sich um ein Versicherungskonzept, das der Berufsunfähigkeitsversicherung sehr ähnlich ist. Jedoch tritt der Versicherer erst dann in Leistung, wenn dem Versicherungsnehmer diagnostiziert wird, dass er nicht mehr arbeiten kann oder in der Lage ist, für zumindest 3 Stunden zu arbeiten.

Anonyme Vorabanfrage kann Versicherbarkeit klären

Möchte man der Versicherungsgesellschaft nichts über die vorliegende Vorerkrankung erzählen und will dennoch erfahren, ob die Vorerkrankung versichert ist, kann eine anonyme Vorabanfrage sehr hilfreich sein. Diese Vorabanfrage kann mithilfe eines Versicherungsmaklers an die jeweilige Versicherung verschickt werden. Bei der Anfrage werden sämtliche Informationen zu persönlichen Angaben wie Name und Anschrift unkenntlich gemacht. Auch wenn mit der anonymisierten Anfrage ein hoher Kostenfaktor verbunden ist, kann sich dieser lohnen ehe man negativ in der HIS Wagnisdatei der Versicherer erscheint.

HIS Wagnisdatei – Sammlung aller Kundeninformationen

In dieser Datei werden alle Kundeninformationen der verschiedenen Anbieter gesammelt und auch untereinander ausgetauscht. Somit könnten sich bereits erwähnte Leiden bei einem Versicherer problematisch auf den Abschluss einer Versicherung auswirken.

Betriebs-BU – Berufsunfähigkeitsversicherug trotz Vorerkrankungen abschließen

Wem der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund bestehender Vorerkrankungen verwehrt bleibt, der hat über den Arbeitgeber die Möglichkeit, an eine Absicherung seiner Arbeitskraft zu gelangen.

Finanzielle Unterstützung des Chefs verringert die Hürden der Gesundheitsprüfung

Dabei richtet sich die Ausgestaltung des Versicherungsvertrages nach der Größe des jeweiligen Unternehmens. Verfügt das Unternehmen über einen annehmbaren Mitarbeiterstamm, fällt die Risikoprüfung deutlich milder aus. Denn je höher der Arbeitgeberzuschuss und die Anzahl der versicherten Arbeitnehmer sind, desto weniger müssen Hürden bei der Gesundheitsprüfung erwartet werden. Somit wird dem Versicherer eine ausgewogene Streuung des Risikos angeboten. Sofern sich der Arbeitgeber nicht an dem Wohl seiner Arbeitnehmer beteiligt, gehen die Versicherer in der Regel vom worst case aus und verschärfen die Bedingungen der Gesundheitsprüfung.

Dienstobliegenheitserklärung

Statt der Gesundheitsüberprüfung erfolgt die Ausgestaltung des Kollektivvertrags durch Unterschrift einer Dienstobliegenheitserklärung.

Es liegt bei dem Arbeitnehmer keine Berufsunfähigkeit oder Schwerbehinderung vor. Ferner war der Arbeitnehmer in den letzten Jahren für bestimmte Zeiträume nicht ununterbrochen arbeitsunfähig.

Zahlreiche Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Diese birgt im Leistungsfall den Vorteil, die vorvertraglichen Anzeigeverpflichtungen und mögliche Leistungsablehnung so gering wie möglich zu halten, als bei einer vollständigen Gesundheitsprüfung

Die Betriebs-BU wird auch vom Staat über die Förderung der betrieblichen Altersvorsorge unterstützt. Genauso wie die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge unterliegen die Beiträge zur Betriebs-BU der Sozialabgaben- und Lohnsteuerfreiheit. Da keine Sozialabgaben auf die BU-Zahlungen bezahlt werden, spart der Chef sehr viel Geld, das er meistens an seine Arbeitnehmer weitergibt.

Kostenszenario einer Betriebs-BU

Ein 31-jähriger Angestellte hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, die ihm im Falle der Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente von 1.000 Euro ermöglicht. Für diese zahlt er monatlich einen Versicherungsbeitrag von 45,10 Euro. Entscheidet er sich hingegen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung über seinem Betrieb würden ihm bei einer Rente von monatlich 1.250 Euro Beitragszahlungen von 28,71 Euro in Rechnung gestellt werden. Darin eingerechnet ist bereits der Arbeitgeberzuschuss von 20 Prozent eingerechnet.

Das könnte Sie auch interessieren:

Sofortrente Test

Eine Sofortrente kann sich als zusätzliche Rentenversicherung anbieten, um die gesetzliche Rente etwas aufzustocken. Das.

  • Betriebliche Altersvorsorge Test

    Die betriebliche Altersvorsorge nimmt im Test als Ergänzung der gesetzlichen Rente einen wichtigen Stellenwert ein.

  • Risikolebensversicherung Test

    Eine Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen. Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung.

    Trottet man mit einer Vorerkrankung durchs Leben, erscheint der Abschluss einer günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung als unmöglich. Vielmehr haben Versicherungsnehmer damit zu rechnen, dass ihnen erhebliche Risikozuschläge in Rechnung gestellt werden, die gleichzeitig die Versicherungsprämie erhöhen. Jedoch besteht bei einigen Versicherungen die Möglichkeit, zumindest eine Absicherung der Grundfähigkeiten vorzunehmen. Wem das zu wage erscheint, der kann sich bei seinem Arbeitgeber über den Abschluss einer Betriebs-BU informieren.

    Die neuesten Artikel

  • News zum Thema

  • Am meisten gelesen

    Unser Standort

    Tel.: 030 – 120 82 82 8

    News-Archiv

    RSS-Feed abonnieren

    Beratung durch Experten

    Durch diese Inter­net­seite fin­det kei­ne Ver­sich­er­ungs­ver­mitt­lu­ng statt. Die kom­pe­ten­te Be­rat­ung durch Dritte er­folgt aus­sch­ließ­lich über un­ab­hängi­ge Experten.

    Berufsunfähig­keitsver­sicherung und Depressionen – kann ich mich versichern?

    Das Arbeitsleben ist hart – kein Wunder, dass auch sonst kern­gesunde Menschen schon nach einigen Berufsjahren psychisch krank und berufsunfähig durch Depres­sionen werden können. Auch private Gründe können Auslöser für psychische Leiden sein. Das kann auch dir passieren und ist keine Schande. Eine private Absicherung unterstützt dich dann zumindest finanziell, wenn du nicht mehr arbeiten kannst. In diesem Artikel erklären wir dir alles zur Berufs­unfähigkeits­versicherung und Depressionen.

    Das musst du wissen:
    • Erkrankungen der Psyche, wie z.B. Depressionen, sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit – auch bei jüngeren Menschen. Wenn du aufgrund dieser Krankheit nicht mehr arbeiten kannst, hast du kein Einkommen mehr.
    • Eine private Berufsunfähigkeits­versicherung (BU) zahlt dir eine monatliche Rente bei Berufs­unfähig­keit wegen De­pression aus. Die staatliche Erwerbs­minderungs­rente ist nämlich zu niedrig, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können.
    • Bist du bereits an Depres­sionen erkrankt, wirst du bei vielen Anbietern keine BU mehr bekommen. Es gibt aber auch Ausnahmen.

    Berufsunfähigkeits­versicherung und Depressionen: Ein Beispiel

    Unser Beispiel für den Verlauf einer Depression ist Ben Wiegand. Der junge Programmierer stieg nach Studium und Auslandsjahr voll motiviert in seinen neuen Job ein. Stress? Kein Problem. Acht Monate hat er rund um die Uhr gearbeitet, aber irgendwann fühlte er sich zunehmend schlechter. Antriebslosigkeit, die sich im Laufe der Zeit immer weiter gesteigert hat. Das hatte Auswirkungen auf seinen ganzen Alltag: Beruf, Freundin und Freundeskreis.

    Es entstand ein Teufelskreis, Ben konnte überhaupt nichts Positives mehr erkennen. Ein Zustand, den er zuerst nicht akzeptieren wollte – doch dann nach einem Arztbesuch kam die Diagnose: Depressionen. Vier Monate hat ihn die Heilung von Depressionen und Panik­attacken gekostet. Seine Freundin Eve hat daraus gelernt: Sie hat frühzeitig eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Studenten abgeschlossen. Eine BU zahlt dir später nämlich einen monatlichen Einkommensersatz (Berufsunfähigkeits­rente), wenn du wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten kannst.

    Depressionen und andere Ursachen für Berufsun­fähigkeit

    Die Erkrankung der Psyche ist längst eine Volkskrankheit. Laut Bundespsycho­therapeuten­kammer be­kommen fast 20% der Deutschen mindestens einmal im Leben eine Depression. Das kann zur Folge haben, dass depressive Menschen häufig nicht mehr arbeiten können. Wie unsere Grafik zeigt, ist mit 31% die Hauptursache für Berufsun­fähigkeit eine De­pres­sion oder eine andere psychische Erkrankungen – das ist fast ein Drittel aller Menschen, die nicht mehr arbeiten können! Familiäre Belastungen, Orientierungs­losigkeit, übermäßiger Stress im Studium oder Job, Trennungen – die Gründe, warum Menschen an Depres­sionen erkranken, sind vielschichtig. Unterschätzen solltest du diese Krankheit daher nicht.

    Ursachen für Berufsunfähigkeit

    Damit du für den Fall, dass du wegen psychischer Leiden nicht mehr arbeiten kannst, zumindest finanziell abgesichert bist, lohnt es sich, vorher eine Berufsun­fähigkeitsver­sicherung wegen mögli­chen Depressionen abzuschließen. Denn die finanzielle Unterstützung vom Staat, die sog. Erwerbs­minde­rungs­rente, ist nur sehr gering und reicht zum Leben meist nicht aus. Im Jahr 2015 betrug sie im Schnitt 735 Euro im Monat – zu wenig, um Miete, Lebensmittel, Kleidung u.a. zu bezahlen.

    BU nach einer psychischen Behandlung finden – das wird schwierig

    Wenn du frühzeitig eine BU abgeschlossen hast und dann aufgrund von Depressionen irgendwann nicht mehr arbeiten kannst, erhältst du eine monatliche BU-Rente, z.B. 1.000 Euro. Schlimm genug, dass du aufgrund deiner Erkrankung nicht mehr arbeiten kannst – aber mit der BU erhältst du zumindest finanzielle Unterstützung, die dir dabei hilft, den Alltag zu meistern.

    Leidest du allerdings bereits an psychischen Erkrankungen und möchtest eine BU abschließen, wird es schwierig. Eine Berufsunfähigkeits­versicherung nach Burnout oder Depressionen zu erhalten, ist nämlich fast unmöglich. Weil Depressionen ein häufiger Grund für Berufsunfähigkeit sind, zieren sich die Versicherer, eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung bei zurück­liegen­der Psycho­therapie abzu­schlie­ßen. Klar: Das Risiko, dass du wegen schon bestehender Depressionen irgendwann nicht mehr arbeiten kannst, ist ihnen zu hoch.

    Trotzdem lohnt es sich für dich immer, einen Berufs­unfähigkeits­versicherungs-Vergleich zu machen. Bei Antragstellung auf eine BU wird deine Krankengeschichte abgefragt, wobei der Betrach­tungs­zeitraum wichtig ist. Jeder Versicherer erkundigt sich nach verschiedenen Krankheitszeiträumen; manche erfragen Erkrankungen der letzten 3 bis 5 Jahre, manche erkundigen sich nach den letzten 10 Jahren. Liegt deine Depression, psychische Erkrankung oder Psycho­therapie also länger zurück und fällt nicht mehr in die vom Versicherer abgefragte Krankheitshistorie, sollte es kein Problem für dich sein, trotz De­pres­sion eine Berufs­unfähig­keits­versicherung zu erhalten. Ist die Depression allerdings aktuell, erhältst du keine BU.

    Wie Versicherer mit psychischen Vorer­krankungen umgehen

    Es ist sehr schwie­rig – wenn nicht un­mög­lich – eine Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung nach einer De­pres­sion, einer anderen Vor­erkran­kung psy­chischer Art oder einer psycho­logischen Reha zu bekommen. Wir haben beispielhaft für unseren Modell­kunden Ben anonym bei 11 verschiedenen Versicherern angefragt. Bens Eckdaten sind:

    • Geboren im August 1985 – 31 Jahre alt, Versicherungsbeginn 01.10.2016
    • Depression als Vorerkrankung innerhalb der letzten fünf Jahre
    • Kurzzeitige Behandlung der Depressionen mit Medikamenten
    • Nichtraucher
    • Anwendungsprogrammierer
    • 100% Bürotätigkeit
    • Garantierte monatliche BU-Rente 1.000 €
    • Vertragslaufzeit 36 Jahre zum 01.10.2052 mit 67

    Ergebnisse der Voranfrage und Anzahl der Versicherer (Stand: 10/2016)

    Bei keiner der abgefragten Versicherungen erhält Ben eine Berufsun­fähigkeits­versicherung. Er wurde auf Anhieb bei zwei Anbietern einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt , vier Versicherer fordern weitere ärztliche Berichte an und zwei verlangen das Ausfüllen spezieller Fragebögen. Zwei weitere Versicherer verlangen weitere Unterlagen, die mehr Aufschluss über den Gesund­heits­zustand und die Kranken­geschichte der zu versichernden Person geben sollen.

    Auch wenn nicht alle verfügbaren Ver­sicherer geprüft wurden – das Ergebnis gibt einen guten Einblick darüber, wie Versicherungsunternehmen mit Depressionen umgehen. Bist du an Depressionen erkrankt, wird es leider sehr schwer für dich, eine Berufsun­fähigkeitsver­sicherung abzuschließen. Die Sicht der Versicherer ist nachvollziehbar: Leidet eine Person bereits an psychischen Erkrankungen, ist das Risiko, später deswegen berufsunfähig zu werden, stark erhöht. Und dieses Risiko wollen die Versicherer dann auch nicht eingehen.

    Risikovoranfrage bei den Versicherern

    Wenn du schon einmal wegen einer Depression in Behandlung warst, ist die Risikovoranfrage wichtig um zu überprüfen, ob und zu welchen Bedingungen du dich versichern lassen kannst. Diese Anfrage an verschiedene Versicherer kannst du mit Hilfe eines Versicherungs­maklers stellen. Hintergrund: Stellst du einen offiziellen Antrag auf eine BU (ohne Risikovoranfrage) bei einem Versicherer und dieser lehnt dich ab, wirst du in eine Liste, das Hin­weis- und Infor­mations­system der Ver­siche­rungs­wirt­schaft (HIS), eingetragen. Wenn du dann bei anderen Versicherern nach einer BU anfragst, können diese die Liste einsehen, was dazu führen kann, dass sie deine Kranken­geschichte kennen und dich dann ebenfalls nicht versichern.

    Daher ist die Risikovoranfrage, insbesondere bei psychischen Vorerkrankungen, unbedingt notwendig. Bei Getsurance Job jedoch ist es nicht nötig, eine Risiko­voran­frage durch einen Makler zu stel­len. Diese online ab­schließ­bare Ver­siche­rung nimmt die Risiko­prüfung vor, bevor du persön­liche Daten ange­ben musst.

    Bei den Gesundheitsfragen niemals lügen

    Eine Berufsunfähigkeits­versicherung ohne Gesundheitsfragen gibt es nicht. Möchtest du eine BU abschließen, musst du Fragen zu deinem Gesundheits­zustand und deiner Kranken­geschichte beantworten. Damit kalkuliert der Ver­sicherer nämlich dein Risiko, neben anderen Faktoren wie Alter oder Beruf. Beachte: Hier solltest du niemals schummeln! Wenn du beim Abschluss der Versicherung Erkrankungen weglässt, hast du später praktisch keine Chance auf eine Berufsunfähigkeitsrente, weil der Versicherer sie dir wegen falscher Angaben verweigern kann.

    Deswegen darfst du auf keinen Fall Depression verschweigen – es sei denn, sie liegen außerhalb des vom Versicherer abgefragten Krankheitszeitraums (wie oben beschrieben). Sprich vor dem Abschluss einer Berufs­unfähig­keits­­ver­siche­rung mit deinen Ärzten. Ist die Erkrankung eine chronische Depression, dann solltest du ganz offensiv damit umgehen: Lege die Einschätzung des Arztes und die Diagnose vor und mache auch genaue Aussagen zu den Aussichten auf eine Heilung.

    Es muss genau unterschieden werden zwischen Depression und Burnout. Vielleicht leidest du an einem Burnout. Das kann entscheidend sein bei den Gesundheitsfragen: Denn eine Depres­sion, die arbeitsunfähig macht, ist häufig sehr lang anhaltend und hat vielfältige private oder berufliche Ursachen.Ein Burnout hingegen hat seine Ursachen meist im beruflichen Umfeld und ist durch einen Erschöp­fungs­zustand definiert, der mit dem Gefühl des Versagens zusammen kommt. Beim Burnout kann es sein, dass du nach der Behandlung wieder fit bist und dann auch die Störungen für alle Zeiten abgeklungen sind. Eine Depression hingegen kann sich mitunter Monate oder Jahre ziehen.

    Häufige Fragen

    Kann ich wegen Depressionen in Rente gehen?

    erwerbsunfähig, erhältst du vom Staat eine Erwerbsminderungs­rente, auch bei De­pres­sionen. Sie ist aber sehr niedrig; 2015 lag sie im Schnitt bei 735 Euro im Monat. Hast du aber eine private Berufsunfähigkeits­versicherung abgeschlossen, zahlt sie dir zusätzlich Geld. Wenn du in Frührente wegen Depressionen gehen musst und nicht arbeitsfähig bist, dann ist das Ausmaß der Berufsunfähigkeit der entscheidende Faktor. Wenn die Einschränkung bei mindestens 50% ist und dein Arzt der Ansicht ist, dass das auch noch sechs Monate lang mindestens der Fall sein wird, dann bekommst du die Rente aus der Berufsunfähigkeits­versicherung. Es gibt übrigens verschiedene Varianten der BU. Eine Version der BU ist die Berufsunfähigkeits­versicherung mit Beitragsrückgewähr. Das bedeutet, dass am Vertragsende ein Teil der Beiträge zurückgezahlt wird. Darüber hinaus kann auch eine Berufs­unfähigkeits­zusatzversicherung (BUZ) abgeschlossen werden. Diese BUZ Versicherung kombiniert eine BU mit anderen Versicherungen, zum Beispiel mit einer Risikolebens­versicherung. Dieses Modell ist jedoch nicht empfeh­lens­wert, weil du beide Ver­siche­rungen nur zu­sammen kün­digen kannst.

    Kann ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Depressionen abschließen?

    Was bewirken die abstrakte Verweisung und andere Klauseln?

    Können die Beiträge zur BU steuerlich abgesetzt werden?

    Gibt es einen Unterschied zwischen Frauen und Männern bei Depressionen?

    Bettina Maria Breu

    Bettina Maria Breu denkt gern bei langen Stadtspaziergangen über ihre Artikel nach. Sie hat mal in der Bank gelernt und weiß auch aus dem Studium, dass Experten Vieles unnötig verkomplizieren. Ihr Ehrgeiz: Auch ihre Katze Lätta soll ihre Versicherungstexte verstehen. Daran arbeitet sie noch.

    Источники: http://www.berufsunfaehigkeit.com/ratgeber/depressionen, http://www.testsieger-berichte.de/2015/06/19/berufsunfaehigkeitsversicherung-trotz-vorerkrankungen-ist-das-moeglich/, http://getsurance.de/ratgeber/berufsunfaehigkeitsversicherung-depressionen/

  • Kommentieren Sie den Artikel

    Please enter your comment!
    Please enter your name here