Ausfallversicherung selbstständige

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Krankengeld für Selbst­ständige: Gegen Verdienst­ausfall absichern

Für Selbst­ständige bedeutet eine Krankheit Verdienst­ausfall vom ersten Tag an. Wenn sie gesetzlich kranken­versichert sind, können sich Selbst­ständige gegen dieses Risiko mit der Wahl des gesetzlichen Krankengeldes für wenig Geld absichern: Wer mindestens 3712,50 Euro verdient, kann sich bereits für rund 22 Euro Monats­beitrag ein tägliches Krankengeld von rund 87 Euro ab dem 43. Krank­heits­tag sichern. Um ein früheres oder ein höheres Krankengeld zu erhalten, können sie bei ihrer Krankenkasse Wahl­tarife abschließen. Allerdings sind die Preis­unterschiede hier enorm. Für ein Krankengeld von rund 87 Euro, das schon ab der dritten Krank­heits­woche gezahlt wird, müssen Versicherte bei manchen Anbietern 29 Euro zahlen – bei anderen hingegen satte 93 Euro.

Finanztest hat untersucht, welche Krankenkassen die güns­tigsten Angebote haben und erklärt, wann sich ein Kassen­wechsel lohnt, wenn Selbst­ständige ein höheres Krankengeld wollen oder das Krankengeld früher beziehen wollen. Die Konditionen unterscheiden sich stark.

Generelle Informationen, die bei der Auswahl der richtigen Kasse helfen, bietet der Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen.

Zum Thema Kranken­tagegeld für gesetzlich Versicherte bietet test.de einen aktuel­leren Test: Krankentagegeldversicherung.

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Ausfallversicherung

Ausfallversicherungen: Überblick und Beitragsvergleich

Als Unternehmer oder Freiberufler trägt man Tag für Tag ein hohes Maß an finanzieller Verantwortung. Doch was, wenn man wegen Krankheit länger ausfällt oder ein Brand in den Betriebsräumen das Geschäft lahm legt? Ausfallversicherungen schützen Ihre Existenz!

Egal, ob Sie ein kleines Unternehmen führen, das andere Firmen beliefert, oder Vermieter einer Wohnanlage sind, ob Sie selbst Waren produzieren oder eine Arztpraxis leiten: Wenn keine Umsätze gemacht werden, aber die Fixkosten weiter laufen, ist das meist ein Zustand, der finanziell nicht lange tragbar ist.

Ein vorher gut laufender Betrieb kann schnell in Engpässe geraten. Geschäftspartner in Insolvenz, zahlungsunfähige Mieter, lahmgelegte Maschinen oder die eigene Krankheit – viele Faktoren können zu einem Umsatzstopp führen. Die Kosten für Mieten, Löhne und Ähnliches schrauben sich dann in kurzer Zeit in unangenehme Höhen und nichts steht auf der Einnahmenseite gegenüber.

Gut, dass es die Ausfallversicherung gibt. Wir stellen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Ausfallversicherungen vor, sagen Ihnen was diese leisten.

Praxisausfallversicherung / Kanzleiausfallversicherung

Die Praxisausfallversicherung wurde speziell für Freiberufler wie etwa Ärzte, Apotheker, Ingenieure und Architekten, auch für Steuerberater, Notare und Wirtschaftsprüfer entwickelt.

Müssen Sie Ihre Praxis oder Büroräume wegen Krankheit, wegen eines Unfalls, infolge eines Sachschadens durch Brand, Blitzschlag, Hagel oder Sturm oder auch wegen einer angeordneten Quarantäne schließen, so nehmen Sie nichts mehr ein, während die Kosten einfach weiterlaufen. Eine Krankentagegeldversicherung ist ein guter Anfang, deckt aber nur Ihren eigenen entgangenen Nettolohn ab, die Kosten der Praxis wie Miete, Leasingraten, Zinsen und Personalkosten hingegen nicht. Mit der Praxisausfallversicherung sind Sie auf der sicheren Seite.

Im Falle einer bei Ihnen eintretenden temporären Arbeitsunfähigkeit oder einer zwangsweise geschlossenen Praxis tritt die Praxisausfallversicherung in Kraft und übernimmt alle oben genannten Kosten einschließlich Steuern, Versicherungen und Buchführungskosten. Ab welcher Ausfallspanne die Praxisausfallversicherung zum Tragen kommt, können Sie selbst vorher festlegen. Wichtig ist es, neu hinzugekommene Kosten für Versicherungen, Personal oder ähnliches sofort dem Versicherer mitzuteilen, um im Schadensfall nicht über die Höhe der Ersatzleistungen streiten zu müssen.

Betriebsausfallversicherung

Während die beiden Versicherungen Ertrags- und Betriebsunterbrechungsversicherung nur dann einspringen, wenn der Betrieb aufgrund von Sachschäden, die durch Brand, Blitzschlag, Hagel, Sturm, austretendes Leitungswasser oder ähnliches, stillsteht, leistet eine Betriebsausfallversicherung auch dann, wenn der Betrieb wegen des krankheits- oder unfallbedingten Ausfalls einer Person nicht weitergeführt werden kann. Das ist sehr häufig bei Selbständigen und Freiberuflern sowie bei kleineren Handwerksbetrieben der Fall.

Hier finden Sie weitere Informationen (Kosten, Leistungen, Zielgruppe und Anbietervergleich) zur Betriebsausfallversicherung.

Ertragsausfallversicherung

Betriebe, die nicht nur von einer Person abhängig sind, können stattdessen eine Ertragsausfallversicherung abschließen. Diese sichert neben den Personalkosten, Mieten, Zinsen, Versicherungen und Steuern auch den entgangenen Betriebsgewinn ab, wenn der Betrieb stillsteht. Auch die Kosten für die Anmietung von Produktions- und Lagerräumen werden i.d.R. vom Versicherer übernommen.

Allerdings tritt die Ertragsausfallversicherung nur in Kraft, wenn die Betriebsunterbrechung durch einen Sachschaden bedingt wurde. Können Sie also Ihre Produktion nicht fortführen, weil Ihre Waren und Rohstoffe, bzw. das Produktionsgebäude durch Brand, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Erdbeben, Überschwemmungen, Fahrzeuganprall oder ähnliches beschädigt oder unbenutzbar wurden, dann greift der Versicherungsschutz der Ertragsausfallversicherung.

Forderungsausfallversicherung

Mehr als 140.000 Insolvenzen wurden im Jahr 2013 angemeldet. Dabei sind davon nicht nur das Unternehmen oder die Privatperson selbst betroffen, sondern auch alle diejenigen, die noch Forderungen an den Betroffenen haben. Forderungsausfälle können schnell auch für die Gläubiger zum immensen Problem werden, eine gefährliche Kettenreaktion setzt ein.

Sie können Ihr Unternehmen mit einer Forderungsausfallversicherung effektiv vor Liquiditätsproblemen schützen und damit Planungssicherheit gewinnen. Die Forderungsausfallversicherung bietet Ihnen einen Inkassoservice, hilft Ihnen also, ausstehende Zahlungen einzufordern. Bereits bei Zahlungsverzug des Kunden können Sie vom Versicherer, je nach Vereinbarung, eine Entschädigung erhalten. Von der Versicherungsgesellschaft durchgeführte Bonitätsprüfungen helfen Ihnen, einen zahlungsunfähigen Geschäftspartner frühzeitig zu erkennen.

Ersetzt werden die in Rechnung gestellten Kosten für Lieferungen und Leistungen (einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer, wenn Sie nicht als Kleinunternehmer beim Finanzamt geführt werden). Dabei sind sowohl inländische als auch ausländische Forderungen versichert.

Mietausfallversicherungen

Das bereits oben beschriebene Schneeballsystem kann auch in Mietverhältnissen schnell eintreten. Der Mieter wird krank und arbeitslos, kann seine Miete nicht mehr zahlen; der Vermieter hat laufende Kosten, die normalerweise von der Miete abgedeckt werden müssen… schon befindet man sich als Hauseigentümer in der Abwärtsspirale. Von dem Alptraum einer an Mietnomaden vermieteten Wohnung ganz zu schweigen. Muss man mit der Miete kalkulieren oder hat man mehrere Wohneinheiten zu verwalten, sollte man unbedingt eine Mietausfallversicherung abschließen.

Oftmals können Sie sich schon für kleines Geld umfangreich absichern. Die Versicherung übernimmt ausbleibende Mietzahlungen einschließlich Nebenkosten für bis zu 12 Monate. Allerdings muss der Vermieter vor Abschluss des Mietvertrages den Mieter auf Solvenz geprüft haben und im Falle des Ausbleibens von Zahlungen Maßnahmen gegen den Mieter treffen, etwa das Schreiben einer Abmahnung und das Erheben einer Räumungsklage. Auch am vermieteten Objekt entstandene Sachschäden können mitversichert werden. Bei gewerblich genutzten Immobilien ist der Mietausfall oft noch höher als im Privatbereich, auch hier kann es schnell zu Zahlungsversäumnissen kommen. Auch dann greift die Mietausfallversicherung.

Maschinenausfallversicherung

Die Maschinenausfallversicherung, häufig auch Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung genannt, ist vor allem für Fertigungsbetriebe eine wichtige Versicherungsart. Kommt es aufgrund eines Schadens an einer Maschine zu einer Unterbrechung in der Produktion oder Weiterverarbeitung, dann greift die Maschinenausfallversicherung. Hier sind besonders sogenannte Engpassmaschinen erfasst, aber auch alle anderen Maschinen und Geräte, die Sie im Maschinenverzeichnis aufgenommen haben.

Die Maschinenausfallversicherung übernimmt im Falle einer Betriebsunterbrechung die laufenden Kosten wie Löhne und Gehälter, Steuern, Zinsen, Versicherungen u.Ä. Daneben wird Ihnen auch der entgangene Gewinn ersetzt. Ursachen für Schäden an den Maschinen können zum Beispiel Sturm, Hagel, Material- und Konstruktionsfehler, Kurzschlüsse, Überspannungen oder Bedienungsfehler sein. Oftmals wird auch eine Allgefahrendeckung angeboten, dann sind Sie gegen alle Risiken abgesichert, die nicht explizit vom Versicherungsschutz ausgenommen werden. Die Maschinenausfallversicherung übernimmt ebenfalls die anfallenden Kosten zur Schadenminderung oder -abwendung.

Veranstaltungsausfallversicherung

Gründe für ein Nicht-Stattfinden von Veranstaltungen gibt es viele: Sie reichen von ungünstigen Witterungseinflüssen über behördliche Anordnungen bis hin zum Nichterscheinen angekündigter Prominenter. Insofern ist das Risiko eines Veranstaltungsausfalles durchaus gegeben.

Seit einigen Jahren können Veranstalter hier allerdings mit der Veranstaltungsausfallversicherung vorbeugen: Diese Versicherung deckt Vermögensschäden ab, die dem Veranstalter durch Ausfall nach bestimmten Ereignissen entstehen können.

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Krankengeld für Selbständige

Anspruchsvoraussetzung – Dauer – Höhe – Antragstellung

Seit 1. Jänner 2013 haben Selbständige unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Krankengeld. Der Gesetzestext spricht von einer Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit. Damit wird die soziale Absicherung von Selbständigen bei längerer Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit infolge eines Unfalls entscheidend verbessert.

Anspruchsvoraussetzungen

Anspruchsberechtigt sind selbständig Erwerbstätige,

  • die aufgrund lang andauernder Krankheit oder der Folgen eines Unfalls arbeitsunfähig sind,
  • die nach dem GSVG krankenversichert sind,
  • deren persönliche Arbeitsleistung zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig ist und
  • die regelmäßig keine oder weniger als 25 Mitarbeiter (auch Teilzeitkräfte) beschäftigen.

Anspruchsdauer

Anspruch auf Krankengeld besteht ab dem 43. Tag einer Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von maximal 20 Wochen für ein und dieselbe Krankheit. Mit dem Ende der Arbeitsunfähigkeit endet der Anspruch auf Krankengeld.

Ein Unternehmer erleidet einen Bandscheibenvorfall und ist vom 1.1.2017 – 15.3.2017 arbeitsunfähig. Der Unternehmer erhält ab dem 12.2.2017 (= 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit) Krankengeld. Der Anspruch endet am 15.3.2017 und wurde im Ausmaß von 32 Tagen konsumiert.

Die Folgen des Bandscheibenvorfalls machen eine Operation erforderlich, weswegen der Unternehmer erneut vom 1.4.2017 – 15.8.2017 arbeitsunfähig ist. Der Unternehmer erhält ab dem 1.4.2017 Krankengeld. Der Anspruch auf Krankengeld endet jedoch bereits am 17.7., weil die erneute Arbeitsunfähigkeit bis zu diesem Tag weitere 108 Kalendertage gedauert hat. Die maximale Anspruchsdauer von 20 Wochen (= 140 Kalendertage) wegen ein und derselben Krankheit ist somit ausgeschöpft.

Ein Unternehmer ist vom 1.1.2017 – 15.3.2017 wegen den Folgen eines Autounfalls arbeitsunfähig. Der Anspruch auf Krankengeld besteht vom 12.2.2017 (= 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit) bis zum 15.3.2017 (= Ende der Arbeitsunfähigkeit).

Am 11.4.2017 erleidet der Unternehmer einen Herzinfarkt und ist bis zum 20.7.2017 arbeitsunfähig. Da es sich hierbei nicht um ein und dieselbe Krankheit handelt, erhält der Unternehmer erst am 23.5.2017 (= 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit) eine Unterstützungsleistung.

Nach Ausschöpfen dieses Zeitraumes entsteht ein neuer Anspruch für ein und dieselbe Krankheit erst wieder, wenn in der Zwischenzeit mindestens 26 Wochen einer gesetzlichen Krankenversicherung vorliegen.

Ein Unternehmer ist vom 1.1.2017 – 15.8.2017 wegen einer Krebserkrankung arbeitsunfähig. Der Anspruch auf Krankengeld besteht vom 12.2.2017 – 2.7.2017 (= 20 Wochen).

Am 15.10.2017 erkrankt der Unternehmer erneut an derselben Krankheit und ist bis 31.1.2018 arbeitsunfähig. Der Unternehmer erhält ab 1.1.2018 Krankengeld, da zwischen dem Ende des letzten Anspruches (2.7.2017) und dem 1.1.2018 26 Wochen einer gesetzlichen Krankenversicherung liegen.

Das Krankengeld aus einer Zusatzversicherung kann schon ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit bezogen werden (siehe dazu unser Infoblatt „Die Zusatzversicherung in der Krankenversicherung der Selbständigen“).

Ein Parallelbezug von Krankengeld aus einer Zusatzversicherung und der Unterstützungsleistung bei lang andauernder Arbeitsunfähigkeit (ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit) ist möglich.

Höhe der Unterstützungsleistung

Die Geldleistung beträgt unabhängig vom Einkommen € 29,46 täglich und wird jährlich angepasst. Die Unterstützungsleistung ist als Betriebseinnahme zu versteuern.

Antragstellung

Die Leistung ist bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) zu beantragen. Dazu ist eine ärztliche Bestätigung über die Arbeitsunfähigkeit erforderlich, die vom behandelnden Arzt ausgestellt wird. Das dafür notwendige Formular „Krankmeldung“ hat der SVA-Vertragsarzt.

Diese Krankmeldung muss innerhalb von vier Wochen ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit vom Arzt ausgestellt und dann innerhalb von zwei Wochen der SVA der gewerblichen Wirtschaft vorgelegt werden. Erfolgt die Meldung nicht innerhalb dieser Fristen, so steht die Unterstützungsleistung erst ab dem auf das Einlangen der Meldung folgenden Tag zu.

Der Fortbestand der Arbeitsunfähigkeit ist 14-tägig vom Arzt zu bestätigen und innerhalb einer Woche der SVA der gewerblichen Wirtschaft zu melden.

Wirtschaftskammer Kontakt

Für den Ansprechpartner in Ihrer Wirtschaftskammer wählen Sie bitte oben Ihr Bundesland aus.

Источники: http://www.test.de/Krankengeld-fuer-Selbststaendige-Gegen-Verdienstausfall-absichern-4289413-0/, http://www.online-vergleich-versicherung.de/ausfallversicherung/, http://www.wko.at/service/arbeitsrecht-sozialrecht/Krankengeld_fuer_Selbstaendige.html

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