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Versicherungs-Apps: Diese Anwendungen helfen Ihnen weiter

Zuletzt aktualisiert am 18.07.2017

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Versicherer bieten ihren Versicherten heute vielfach die Möglichkeit, spezielle Versicherungs-Apps zu verwenden. Diese Anwendungen für das Smartphone oder Tablet bieten je nach Versicherungsunternehmen ganz unterschiedliche Services. Manche Apps können bei der Verwaltung der bestehenden Police oder beim Abschluss einer neuen helfen. Andere leisten zusätzliche Services rund um den Versicherungsvertrag. Allerdings sind nicht alle Versicherungs-Apps wirklich sinnvoll.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

Das Smartphone gehört mit seinen Apps heute zum Alltag der meisten Verbraucher. Es gibt Apps über das Wetter, Apps für soziale Netzwerke oder sogar Anwendungen, die beim Abnehmen helfen sollen. Auch die Versicherungsbranche hat das Smartphone als Möglichkeit erkannt, um Versicherten zusätzliche Services anbieten zu können. Doch was ist überhaupt eine Versicherungs-App?

Viele verschiedene Varianten

Wenn heute von Versicherungs-Apps gesprochen wird, kann es sich dabei um ganz verschiedene Anwendungen handeln. In der Regel ist es keine reine Verwaltungs-App, mit der Verträge, Kundendaten und Policen verwaltet werden, sondern weit mehr.

Moderne Versicherungs-Apps sind vergleichbar mit Versicherungsmaklern, die ihren Kunden verschiedene Produkte empfehlen und von den Versicherungen eine Provision für den Abschluss erhalten. Daneben gibt es jedoch auch Apps, über welche Schäden abgewickelt werden können.

Versicherungsnehmer sollten sich die jeweilige App deshalb sehr genau anschauen. So kann es nämlich sein, dass Versicherungsverträge, die über eine App nur für ein paar Tage abgeschlossen werden können, deutlich teurer sind als vergleichbare Angebote bei einem Versicherungsmakler oder -vermittler.

Neue Entwicklung auf dem Versicherungsmarkt

Versicherungs-Apps sind noch eine relativ neue Entwicklung auf dem Versicherungsmarkt. Die Anbieter sind meist junge Startups, die den Markt für Versicherungen erneuern und vereinfachen wollen.

Die Anbieter arbeiten dabei ähnlich wie herkömmliche Versicherungsmakler – mit dem Unterschied, dass der überwiegende Teil der Kommunikation und Vertragsverwaltung über eine App abläuft.

Was genau ist eine Versicherungs-App?

Eine Versicherungs-App ist eine Anwendung für ein Smartphone, Tablet oder den PC. Über diese Anwendung können Nutzer alle persönlichen Versicherungsverträge einsehen oder Unterlagen hochladen und verwalten. Zugleich fungiert die App als Versicherungsmakler.

Wer eine Versicherungs-App nutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er für die Verwaltung seiner Policen auf ein elektronisches Endgerät angewiesen ist. Zugleich sollten Verbraucher sich überlegen, ob sie ihre persönlichen gesammelten Versicherungsdaten digital bei einem Anbieter speichern wollen.

Ein Maklermandat wird an die App übertragen

Die App-Anbieter arbeiten wie ein Versicherungsmakler. Aus diesem Grund übertragen Sie mit der Nutzung der App ein Mandat auf diese. Dabei werden all Ihre Versicherungsdaten, sowie persönliche Daten zum Wohnort, Familienstand oder Einkommen vom Anbieter gespeichert. Mit der Übertragung des Makler-Mandats darf die App in Ihrem Namen nicht nur Ihre Versicherungen verwalten, sondern auch Verträge prüfen, Deckungssummen anpassen oder neue Versicherungen für Sie abschließen.

Änderungen dürfen zwar nur mit Zustimmung des Nutzers erfolgen, dennoch übergeben Sie mit dem Mandat weitreichende Befugnisse an die App-Anbieter.

Zugleich wird durch die Übertragung des Makler-Mandats an die App ein bestehendes Mandat mit einem Makler gekündigt. Dieser ist dann nicht mehr Ihr Ansprechpartner bei Versicherungsfragen.

Nie ganz unabhängig

Ganz unabhängig sind Versicherungs-Apps eigentlich nie, da die Geschäftsmodelle auf Provisionszahlungen von Versicherungen basieren. Selbst wenn die Mitarbeiter festangestellt sind, hängt das Unternehmen von den Zahlungen der Versicherungen ab.

Wer bietet solche Apps an?

Es gibt verschiedene Startups in Deutschland, die Versicherungs-Apps anbieten. Hierzu zählen:

  • Rechtsschutzversicherungen
  • Unfallversicherung
  • Altersvorsorge
  • Krankenversicherung
  • Reiseversicherung
  • Lebensversicherungen
  • Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Kfz-Versicherungen
  • Krankenzusatzversicherung
  • Tierhalterhaftpflicht
  • Veranstalterhaftpflicht
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Versicherungen, die eine eigene App anbieten

Was bringt mir eine Versicherungs-App?

Eine Versicherungs-App kann Verbrauchern verschiedene Vorteile bringen:

  • Übersichtlichkeit: App-Nutzer haben die Möglichkeit, alle abgeschlossenen Versicherungsverträge mit nur einer Anwendung zentral zu verwalten und einsehen zu können.
  • Ortsungebundenheit: Durch die Nutzung einer Versicherungs-App sind Verbraucher nicht an einen bestimmten Ort gebunden, um ihre Verträge zu verwalten oder neue Versicherungen abzuschließen. Die Verwaltung oder Beantragung erfolgt ausschließlich digital.
  • Kosteneinsparung: Die meisten Apps weisen schnell auf mögliches Einsparpotential bei Versicherungspolicen hin und empfehlen zum Beispiel, Verträge zu kündigen oder andere abzuschließen.
  • Umfänglichkeit: Eine Versicherungs-App kann dabei helfen, Lücken im Versicherungsschutz aufzudecken.

Trotz einer Liste von möglichen Vorteilen sollten sich Verbraucher immer fragen, ob sie von diesen Vorteilen nicht auch anders profitieren können.

Wer zum Beispiel regelmäßig vor dem Abschluss einer Versicherung auf Vergleichsportale zurückgreift, kann eigenständig und mindestens ebenso genau Versicherungspolicen miteinander vergleichen.

Dies gilt ohnehin wie bei der App nur für relativ simple Vertragskonstruktionen wie Kfz-Versicherungen, Hausratversicherungen oder Haftpflicht- und Rechtsschutzprodukte.

Möchten Sie eine komplexere Versicherung, wie eine Krankenversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Rentenversicherung abschließen, werden Sie vermutlich am besten bei einem Makler des Vertrauens beraten.

Letztlich bleibt die Frage, ob Sie eher einen digitalen Lebensstil pflegen oder Ihnen mitunter auch der persönliche Kontakt zu einem Berater wichtig ist.

Wie sicher ist eine Versicherungs-App?

Vor der Nutzung einer Versicherungs-App sollten die AGB genau geprüft werden. Die Anbieter verpflichten sich darin zur sicheren Speicherung persönlicher Daten. Allerdings arbeiten manche App-Betreiber mit Mitarbeitern, die außerhalb der EU agieren.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Investoren oder Unternehmensinhaber Einblick in Ihre Daten erhalten können.

Je nach Anbieter werden unterschiedliche Daten gespeichert. Zumindest werden Datensätze mit Namen und Adressen sowie Versicherungsverträge abgespeichert. Die Anbieter geben meist an, dass „allgemeine Daten“ zur Versicherung gespeichert werden, wie Vertragslaufzeiten, Art und Höhe der Tarife sowie Versicherungsleistungen.

Verbraucher sollten genau prüfen, ob die AGB eine Weitergabe der Daten an Dritte vorsehen. Darüber hinaus sollten sie sich darüber informieren, wo die Daten gespeichert werden.

Manche Dienstleister setzen neben einer sicheren SSL-Verschlüsselung auch auf die Sicherheitsprüfung von TÜV oder anderen Organisationen.

Kurzzeit-Versicherungen empfehlenswert?

Über Versicherungs-Apps sind häufig auch Kurzzeit-Versicherungen möglich. Verbraucher können entsprechende Policen für bestimmten Anlässe abschließen.

Mögliche Kurzzeit-Versicherungen sind:

In diesen Fällen ist eine Kurzzeit-Versicherung in der Regel entweder viel teurer als eine herkömmliche Versicherung oder schlicht nicht nötig.

So sind zum Beispiel Schüler und Kita-Kinder immer über den jeweiligen Bildungsträger oder Veranstalter abgesichert. Kurzfristige Unfallversicherungen hingegen sind im Verhältnis zu einer Jahrespolice deutlich teurer. In diesen Fällen lohnt sich dann eher der Abschluss einer herkömmlichen Unfallversicherung.

Verbraucher sollten bei Kurzzeit-Angeboten deshalb immer genau den Leistungsumfang des Angebots prüfen und mit anderen Angeboten vergleichen.

Versicherungsberatung per App sinnvoll?

Wer eine Versicherungs-App nutzt, kann sich dabei von Versicherungsmaklern über die App zu neuen Produkten beraten lassen. Die Kontaktaufnahme kann per Chat, Mail oder Telefon erfolgen.

Für Verbraucher ist es wichtig zu wissen, dass die Berater der Apps in der Regel nicht immer unabhängig arbeiten. Sie erhalten ihre Vergütung dann in Form von Provisionen. Die Provisionen werden von Versicherungsunternehmen gezahlt, wenn eine Versicherung über die App abgeschlossen wurde. Möglich ist auch eine Provision, die über den App-Anbieter gezahlt wird.

Allerdings hängt die Vergütung der Berater vom jeweiligen Anbieter ab. So sind manche Berater auch fest angestellt und erhalten ihre Boni über die Kundenzufriedenheit.

In der Regel sind die Berater der Versicherungs-Apps über die IHK als Versicherungskaufleute zertifiziert. Allerdings ist es für Nutzer nicht immer eindeutig ersichtlich, über wie viel Berufserfahrung ein Berater verfügt.

Versicherungs-Apps und die Kostenfrage

Die meisten Versicherungs-Apps können von Verbrauchern kostenlos auf ihrem Smartphone installiert werden. Darüber hinaus verlangen die Anbieter keine Gebühren für die Vermittlung einer Versicherungspolice, denn sie arbeiten wie ein Versicherungsmakler, der über die Provisionszahlung der Versicherungsgesellschaften verdient.

Sie bezahlen mit Ihren Daten

Doch die vermeintlich kostenlosen Apps haben in der Regel den Nachteil, dass über deren Nutzung zahlreiche Daten über den jeweiligen User gesammelt werden. Diese Daten können die App-Anbieter je nach AGB an andere Dienstleister weitergeben oder an Versicherungen verkaufen.

Dies hat zur Folge, dass Sie als Nutzer von Versicherungs-Apps regelmäßig mit möglichen „besseren Versicherungsangeboten“ kontaktiert werden. Da die Anbieter in der Regel durch die App-Nutzung genau wissen, für welche Themen Sie sich interessiert haben, kann die Werbung zwar sehr zielgerichtet sein. Dennoch sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie bei einer kostenlosen Versicherungs-App zwar nicht mit Geld bezahlen, aber dafür mit Ihren Daten.

Möglicher Verlust des bisherigen Kundenbetreuers

Häufig geben Verbraucher ihren Kontakt zum bisherigen Versicherungsbetreuer durch die Nutzung einer App auf. Dieser Nachteil muss erst durch bessere Angebote oder eine bessere Leistung der App kompensiert werden.

Wie kündigt man am richtig?

Die Deinstallation einer Versicherungs-App reicht nicht aus, um zu kündigen. Da mit der Nutzung einer Versicherungs-App ein Maklermandat an die App-Betreiber gegeben wurde, bedarf es einer ordentlichen, schriftlichen Kündigung per Mail oder Post. Für die Kündigung sind jeweils Fristen der Anbieter zu beachten. Die jeweiligen Bedingungen sind von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Wenn Sie eine reine Service-App einer Versicherung nutzen, müssen Sie in der Regel keinen Vertrag kündigen.

Fragen und Antworten

Wie lange dauert der Einrichtungsprozess meiner Versicherungen in der App?

Bis eine Versicherungs-App alle Vertragsdaten aufbereitet hat, können mehrere Tage vergehen. Danach sind die Daten zentral für den Nutzer über die App abrufbar.

Mit welchen Versicherungsgesellschaften arbeiten App-Anbieter zusammen?

In der Regel arbeiten Versicherungs-Apps mit allen großen Versicherungsgesellschaften auf dem deutschen Markt zusammen. Auf diese Weise können sie ein größtmögliches Angebot bereitstellen.

Habe ich mit der App Zugang zu allen Versicherungsprodukten am Markt?

Über eine Versicherungs-Apps werden in der Regel nur einfachere Versicherungsprodukte angeboten, die wenig Erklärungsbedarf haben. Hierzu zählen KFZ-Versicherungen, Unfallversicherungen, Haftpflichttarife oder Hausratversicherungen. Komplexere Versicherungsprodukte wie Krankenversicherungen werden nicht über Apps angeboten.

Habe ich die Möglichkeit, verschiedene Versicherungen miteinander zu vergleichen?

Die App schlägt in der Regel passende Versicherungslösungen vor. Dabei haben Nutzer die Möglichkeit, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.

Wie ist der Ablauf, wenn ich eine Versicherung wechseln oder kündigen möchte?

Wenn Sie eine Versicherung kündigen möchten, beauftragen Sie die App, dies für Sie zu erledigen. Da sie über Ihr Mandat verfügt, kann Sie die Kündigung in Ihrem Auftrag durchführen.

Kann ich einen Schaden über die App abwickeln?

Ein Schaden lässt sich über eine Versicherungs-App in der Regel über einen Klick abwickeln. Die App-Anbieter rufen die Geschädigten nach der Schadensmeldung sofort zurück. Durch die Übergabe eines Maklermandats wird die Schadensabwicklung vom App-Anbieter übernommen. Bei der Abwicklung kommt es in der Regel zu keinen Verzögerungen im Vergleich zu herkömmlichen Maklern.

Was passiert, wenn mein Handy gestohlen wurde?

Sollte das Handy oder Tablet gestohlen werden, müssen Sie unbedingt Ihren Account sperren lassen, damit andere nicht auf Ihre Daten zugreifen können.

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Versicherungs-Apps im Vergleich

Wer zuletzt einmal einschlägige Online-Portale besucht oder den Fernseher eingeschaltet hat, ist mit Sicherheit mit diversen Versicheruns-Apps in Kontakt gekommen, die allesamt eines versprechen – den Papierkrieg zu beenden, den Umgang mit Versicherungen radikal zu vereinfachen und obendrein Geld zu sparen.

Und tatsächlich zeichnet sich der Trend einer steigenden Anzahl der sogenannten InsurTech-Unternehmen ab, die angetreten sind, den lukrativen Versicherungsmarkt mit Hilfe des disruptiven Potenzials der Digitalisierung zu erobern und die etablierten Player herauszufordern.

Die zunehmende Anzahl von Versicherungs-Apps wie Knip, GetSafe, Clark, simplr und asuro erschwert Nutzern zusehends die Entscheidung darüber, welcher der InsurTech-Anbieter den individuellen Bedürfnissen der Versicherten am besten genügt.

Um also interessierten Nutzern das Votum zu erleichtern, nehmen wir im Rahmen dieses Tests die fünf größten Versicherungs-Apps unter die Lupe und unterziehen diese einem eingehenden Vergleich.

Auch wenn die Ansätze der einzelnen Anbieter dabei durchaus differieren und damit unter Umständen auch unterschiedliche Nutzerbedürfnisse befriedigen, können wir in unserem Versicherungs-App-Test letztlich einen Punktsieger präsentieren.

Vergleichstabelle

Wer sind die Kontrahenten?

Bevor wir allerdings die erste Runde im Vergleich der InsurTech-Apps einleiten, möchten wir die fünf Kontrahenten kurz vorstellen. Per Klick auf das Logo kommt ihr direkt zum Test.

Dienstleistungs- und Funktionsumfang – Welche App ist die beste?

Die Kernfrage, die sich gegenüber allen Anbietern stellt, ist letztlich jene danach, ob der gebotene Funktionsumfang den Umgang mit Versicherungen nicht nur in der Reklame, sondern auch in der Praxis merklich erleichtert und damit einen greifbaren Mehrwert für die Nutzer der jeweiligen Apps liefert.

Ist der Papierkrieg vorüber?

Was alle getesteten Apps versprechen, und auch halten, ist ein komplett digitalisierter Versicherungsordner, mit dem sich alle Versicherungspolicen überblicken und verwalten lassen.

Und tatsächlich gehört der Papierkrieg der Vergangenheit an, denn relevante Police-Informationen wie Prämien, Fristen und Vertragslaufzeiten hatten wir im Rahmen unseres Tests immer griffbereit. Auch ist das Ändern, Kündigen und Neu-Abschließen von Verträgen zentral über die Apps möglich.

Ein Bedarfs-Check, mit dem Versicherungslücken aufgedeckt und ergänzende Empfehlungen gegeben werden, gehört bei allen fünf Apps zum Standard.

Unterschiede im Leistungsumfang gibt es zwischen den Apps jedoch auch. Dies betrifft insbesondere die Organisation der Policen sowie die Schadensmeldung über die App.

Asuro, simplr und Knip bieten die Möglichkeit einen Schaden direkt durch Hochladen eines Fotos im Chat oder einer Text- oder Sprachnachricht zu melden.

Bei Clark werden Schadensmeldungen durch Email, Chat oder telefonisch aufgenommen. GetSafe hinkt etwas hinterher, da in der App nur ein Rückruf eines Beraters angefordert werden kann.

Das Einscannen von Versicherungspolicen erlauben derzeit nur asuro, simplr und Knip. Damit fallen Clark und GetSafe im Vergleich deutlich ab.

Ranking Funktionen & Dienstleistungen

Clark und der Branchenprimus Knip haben in der Kategorie Funktionen & Dienstleistungen gegenüber simplr und asuro damit leicht das Nachsehen, da uns die genannten Anbieter auch hinsichtlich der technischen Umsetzung einen Tick mehr überzeugt haben.

Warum unser Urteil so und nicht anders ausgefallen ist, erläutern unsere Einzeltestberichte zu asuro, simplr, Knip, Clark und GetSafe im Detail.

Benutzerfreundlichkeit – Welche App lässt sich am besten bedienen?

Auch in dieser Kategorie gibt es keine App, die in puncto Benutzerfreundlichkeit völlig durch das Raster fällt. Alle Apps laufen sowohl auf iOS-Systemen als auch unter Android in ihren jeweils neuesten Versionen weitgehend flüssig und lassen sich intuitiv bedienen. Lediglich Knip neigt in seltenen Fällen dazu, zu haken.

Die leidige Geschichte mit dem Maklermandat

Große Unterschiede weisen unsere fünf Testkandidaten aber beim Thema Maklermandat auf, das vor allem in der Vergangenheit viele Gemüter in der Community erregt hat. Stein des Anstoßes ist dabei die bei den meisten Apps verklausulierte Erläuterung, was es mit dem Maklermandat auf sich hat und warum es in jedem Fall benötigt wird, sofern der betreffende Anbieter als Makler für den Nutzer tätig werden soll.

  1. Das Maklermandat wird benötigt, damit der Anbieter auf rechtlicher Ebene überhaupt die Versicherungsangelegenheiten des Nutzers managen darf.
  2. Ohne Mandat könnten die Unternehmen also weder Versicherungsdaten für die Darstellung im Übersichtsordner anfordern, günstigere Verträge abschließen noch Schäden regulieren, also ihr Dienstleistungsversprechen nicht erfüllen.
  3. Der Anbieter ersetzt damit den angestammten Versicherungsmakler, sofern dieser vorhanden war, und bezieht von nun auch die entsprechenden Provisionen von den Versicherungsgesellschaften. Die meisten Versicherungsmakler, aber auch manche Versicherungen selbst, sehen die Apps deswegen kritisch.
  4. Der bisherige Makler verliert für den Nutzer im Gegenzug mit der Unterzeichnung des Mandats darüber hinaus jede Zuständigkeit.

Clark und simplr setzen auf Transparenz

Hinsichtlich der unmittelbaren Kommunikation der nicht unerheblichen Thematik nehmen insbesondere Clark und simplr eine exponierte Stellung ein, indem sie klar auf die Konsequenzen hinweisen, um Missverständnissen vorzubeugen.

Wer sich allerdings einen der Anbieter bewusst als seinen Makler einsetzen möchte und das Maklermandat erteilt, ist diesbezüglich bei allen unseren Testkandidaten gut aufgehoben.

Die Unterzeichnung der Maklervollmacht auf dem Touchscreen ist dabei sehrunkompliziert und funktioniert einfach per Unterschrift oder Fingerabdruck in der App.

GetSafe und Clark ohne Maklermandat mangelhaft

Der Knackpunkt, den wir zum ausschlaggebenden Wertungskriterium erhoben haben, entspringt jedoch den eigenen Versprechen der Anbieter, die in ihrer Außenwirkung vor allem als Dienstleister für die Verwaltung digitaler Versicherungsordner auftreten. Diese Kommunikation führte jedoch vielerseits zu Missverständnissen, da diese Funktion bei GetSafe ohne die Erteilung eines Maklermandats nicht verfügbar ist. Clark bietet zumindest einen Bedarfs-Check, eigene Versicherungen kännen ohne Mandat jedoch nicht verwaltet werden.

Dies wäre isoliert betrachtet noch nicht einmal wirklich schlimm, sofern die betreffenden Anbieter dem Nutzer zumindest einige Funktionen auch ohne die Erteilung eines Maklermandats zugänglich machen würden, um so eine gewisse Vertrauensbasis aufzubauen. Denn wer kauft schon gern die Katze im Sack?

Knip hat auf die ersten Nutzerkritiken reagiert und bietet in der aktuellen App-Version eine grundlegende Policenverwaltung ohne Erteilung eines Maklermandats.

Auch simplr und asuro bieten ihren Kunden eine Verwaltung der bestehenden Versicherungspolicen ohne Maklermandat. Wer sich dazu entscheidet, asuro als Makler einzusetzen, kann die ebenfalls kostenlose Premium-Version asuro+ nutzen.

Simplr versteht sich zunächst als Bindeglied zwischen Makler und Kunden, sodass Kunden ihren angestammten Makler behalten könen. Der Makler kann den Nutzern durch die App wiederum direkte Empfehlungen und Beratungen anbieten – die Kommunikation wird vereinfacht.

Wer noch keinen Maker hat oder bereit ist, seinen zu wechseln, kann sich von simplr beraten lassen oder sich selbst an einen neuen Makler wenden.

Auf das Grundlegende Geschäftsmodell hat dies allerdings keinen Einfluss, denn wie die Mitbewerber verdient auch simplr an den Maklerprovisonen. Wie genau sich der Makler-Pool „Blau direkt“, der für die Entwicklung verantwortlich ist, im Detail über die angeschlossenen Makler finanziert, ist allerdings nicht bekannt und vertraglich zwischen dem Pool und den Maklern geregelt.

Ranking Benutzerfreundlichkeit

Simplr hat die Nase vorn

Unter dem Strich dürfte es also kaum verwundern, dass simplr in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit die Nase vorne hat. Auf dem zweiten Platz folgt trotz Abzügen in der B-Note, die auf der fehlenden Verifikation per Mobilfunknummer beruhen, überraschenderweise Clark.

Beratung/Service – welcher Anbieter überzeugt?

Kundenorientierung statt Provisionsgier

Gerade bei klassischen Versicherungsmaklern, die auf Basis von Bestands- und Abschlussprovisionen bezahlt werden, herrscht nicht selten ein Konflikt zwischen Verdienst und Kundenorientierung, weshalb wir diesen Aspekt in unserem Test ganz besonders unter die Lupe genommen haben.

In dieser Beziehung haben wir zahlreiche praktische Tests durchgeführt, im Zuge derer wir den Maklern einmal ganz genau auf den Zahn gefühlt haben, ganz gleich, ob es um einen Preisvergleich, einen Bedarfs-Check oder eine sehr individuelle Beratung ging.

Berater überzeugen auf ganzer Linie

Das Resultat ist dabei überraschend positiv ausgefallen, denn alle getesteten Anbieter lieferten eine sehr solide Beratung. Alle Makler, die wir kontaktiert haben, zeichneten sich durch fundiertes Fachwissen aus und konnten uns zu den meisten Angelegenheiten gut und günstig beraten. Darüber hinaus riet man uns auch in jedem Fall von überflüssigen aber im Gegenzug provisionsträchtigen Versicherungen ab.

Unter dem Strich haben wir jedoch den Eindruck gewonnen, dass insbesondere sehr komplexe Sachverhalte am besten bei simplr aufgehoben sind, da die Betreuung in der Praxis einen Tick tiefgründiger erfolgte.

Abgesehen von der eigentlichen beratenden Kerndienstleistung konnten asuro, simpler, Clark, GetSafe und Knip auch durch einen stets freundlichen Support via

Ranking der Kategorie Beratung & Service

4. GetSafe und Knip

Besonders überzeugend gestaltete sich aber das Beratungs- und Support-Paket von simplr, sodass der Anbieter als der verdiente Sieger dieser Kategorie dasteht. Clark und asuro folgen auf den Plätzen zwei und drei, während sich GetSafe und Knip den vierten Rang teilen, da beide zwar gegenüber der Konkurrenz das Nachsehen haben, aber dennoch auf dem gleichen Niveau agieren, sodass ein klarer Verlierer nicht auszumachen ist.

Welche App schneidet bei den Nutzern am besten ab?

Zugegebenermaßen sind Nutzerbewertungen sowohl im Android Play Store als auch im iOS-Store mit Vorsicht zu genießen, da diese oft nur wenig argumentativ verfasst sind und eher auf einer oberflächlichen Ebene stattfinden. Es ist also nicht selten der Fall, dass polarisierende Apps im Schnitt deutlich schlechter bewertet werden, als sie nach objektiven Gesichtspunkten tatsächlich sind.

Das trifft auch auf unsere fünf InsurTech-Apps zu. Insbesondere Knip, GetSafe, asuro und Clark, die im Schnitt allesamt nur gut drei Sterne erhalten, haben mit der Thematik des Maklermandats zu kämpfen.

Maklermandat sorgt für Unmut

Eine Analyse der Kritiken fördert dabei zutage, dass die Konsequenzen des Maklermandats beziehungsweise generell dessen Notwendigkeit nicht ausreichend erläutert oder verstanden worden sind. An dieser Stelle herrscht dementsprechend Nachbesserungsbedarf auf der Kommunikationsebene.

Nutzer, welche die App aber in vollem Umfang nutzen und auch das Geschäftsmodell durchdringen, äußern sich in der Regel sehr positiv und bestätigen neben Kostenersparnissen auch den deutlich geringeren Verwaltungsaufwand. Moniert werden lediglich Kleinigkeiten wie vereinzelt nicht im Portfolio geführte Versicherer.

Nutzer ziehen simplr vor

Wenig überraschend ist indes, dass simplr, also die App, die nicht selbst als Makler agiert, sondern von vornherein klarstellt, dass sie lediglich als Mittler fungiert und darüber hinaus auch noch wahlweise mit dem angestammten Makler genutzt werden kann, in der Gunst der Nutzer mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 Sternen deutlich besser dasteht.

Unser Urteil

Insgesamt betrachtet fällt unser Urteil deutlich differenzierter aus als die Bewertungen aus den App-Stores, denn anhand unserer objektiven Testkriterien konnten wir keine wirklich schlechte App ausmachen.

Nichtsdestotrotz fallen Clark und GetSafe gegenüber asuro, Knipund simplr etwas ab. Bemängeln ließen sich bei beiden Anbietern, dass nicht alle Versicherer verfügbar sind. Außerdem kann GetSafe ohne Maklermandat nicht verwendet werden.

Besser abgeschnitten hat hingegen die asuro-App, zumal sie eine umfangreiche nutzbare Basisvariante bietet, welche die eigenständige Verwaltung der Versicherungspolicen ermöglicht und darüber hinaus auch eine Premium-Variante bereitstellt, im Rahmen derer das Unternehmen ebenso als Makler fungiert. Außerdem bietet asuro einen Notfallguide, in dem alle wichtigen Infos für verschiedene Szenarien, wie z.B. Verlust der Geldkarten, Unfall im Ausland etc., zusammengefasst werden

Simplr gewinnt nach Punkten

Hinsichtlich unseres Testsiegers stimmt unser Votum für simplr überraschend mit dem Community-Votum überein. Wir rechnen es dem Anbieter hoch an, dass sie Nutzern die Möglichkeit eröffnet, die komfortablen Verwaltungsfunktionen zu nutzen und dabei noch den angestammten Makler behalten zu können, beziehungsweise einen beliebigen vertrauenswürdigen Berater einzusetzen.

Nicht zuletzt diese vertrauensbildende Komponente war es, die unter dem Strich den entscheidenden Ausschlag dafür gegeben hat, dass sich simpler mit einer Note von 1,6 knapp vor Knip positionieren und den Titel des Testsiegers einstreichen konnte.

Versicherung: Knip, Clark & Co – was taugen Makler-Apps?

  1. Startseite Test
  2. So haben wir getestet
  3. Makler-Apps im Test
  4. Wer alles Versicherungen verkauft
  5. Testergebnisse: Ver­sicherungs­makler-Apps 10/2017
  6. Artikel als PDF (6 Seiten)

Zahlt meine Rechts­schutz­versicherung auch bei Stress mit dem Vermieter? In der App können Kunden mit dem Makler chatten und Fragen stellen.

Makler-Apps wollen die Versicherungs­branche digital revolutionieren. Anbieter wie Knip, Clark, Feelix & Co versprechen, alle Versicherungen ihrer Kunden papierlos zu betreuen. Alles, was der Kunde braucht, ist eine entsprechende App. Wir haben sieben Gratis-Apps getestet, deren Anbieter als Versicherungs­makler registriert sind und die Privatpersonen neue Versicherungs­verträge vermitteln, aber auch bestehende Verträge betreuen. Fazit: Die Idee ist gut, aber die Beratung könnte besser sein.

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Schluss mit dem Papierkram

Beratung per Chat, E-Mail oder Telefon – das passt zum Alltag vieler Menschen, der zunehmend digital und mobil ist. Die Versicherungs­branche ist bekannt für viel Papier, viele Formulare und viele Unter­schriften. Apps bieten in vielen Bereichen heute schon Lösungen für das tägliche Tun an – von der Banking- bis zur Spiele-App. In der Versicherungs­welt sind digitale Anwendungen noch Nischen­produkte.

Kann eine App den Makler ersetzen?

Makler-Apps versprechen dieselben Dienst­leistungen, wie sie ein Versicherungs­makler aus Fleisch und Blut erbringt. Der Makler ist ein Bindeglied zwischen Kunde und Versicherungs­gesell­schaften. Er ermittelt den Versicherungs­bedarf des Kunden und vermittelt ihm passende ­Versicherungen, ist aber von einzelnen Gesell­schaften unabhängig: Er soll für seine Kunden einfach die besten Produkte am Markt finden. Für die erfolg­reiche Vermitt­lung einer Police erhält er eine Vergütung vom Versicherer. Der Makler muss begründen, warum er etwas empfiehlt, und Vertrags­abschlüsse dokumentieren. Er betreut auch bestehende Policen, kündigt oder optimiert sie. Und er unterstützt seine Kunden im Schadens­fall. Es klingt anspruchs­voll, aber attraktiv für den Kunden, all dies in einer einzigen App zu bündeln. Doch wie gut klappt das in der Praxis?

Makler-Apps: Das bietet der Test

Hintergrund. Wir erklären, was ein „digi­taler Versicherungs­makler“ ist und wie solche Makler-Apps funk­tionieren. Sie erfahren, wer alles Versicherungen verkauft – und worin sich Versicherungs­makler, -vertreter und -berater unterscheiden.

Test­ergeb­nisse. Hier erfahren Sie, wie die sieben getesteten Makler-Apps abschneiden bei Beratungs­leistung und Kunden­information, beim Import der Policen, beim Daten­sende­verhalten und bei der Qualität des Klein­gedruckten.

Digitale Makler im Test

Sieben Apps haben wir geprüft. Wir haben uns angeschaut, was die neuen Anbieter versprechen und was sie tatsäch­lich leisten. Wir wollten heraus­finden: Halten sie sich an die Regeln, die ein Versicherungs­makler einhalten muss, wenn er Kunden berät? Wie sieht die Beratungs­qualität aus? Wie gut lässt sich ein bestehender Versicherungs­vertrag in die App importieren? Außerdem: Wie sieht es mit dem Daten­schutz aus? Die Teste­rinnen und Tester installierten sich dafür die Versicherungs­makler-Apps auf ­ihren Smartphones. Die Mini-Programme gibt es kostenlos im Internet.

Keine App berät sehr gut

Zentraler Prüf­punkt war die Beratungs­leistung. Jeder Tester stellte drei Beratungs­fragen. Es ging zum Beispiel um die Qualität einer bestehenden Privathaft­pflicht­police, die Wichtig­keit einer Unfall­versicherung und falsche Vorstel­lungen zur Leistung einer Hausrat­versicherung. Keine Makler-App beriet in allen Fragen sehr gut. Mal wurde die eine, mal die andere Beratungs­anfrage zufrieden­stellend beant­wortet. Insgesamt schneiden nur zwei von sieben Apps gut ab.

Vertrag in die App

Bestehende Verträge müssen in die App integriert werden. Dazu fordert die Makler-App bestehende Policen von den Versicherern an. Der Versicherer muss seiner­seits erfahren, dass der Makler jetzt der Ansprech­partner für die Vertrags­verwaltung ist. Was Kunden manchmal nicht klar ist: Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern. Darauf wiesen die meisten Apps auch hin. Bei einer der getesteten Apps klappte es inner­halb des mehr­wöchigen Test­zeitraums nicht, Verträge in die App zu integrieren.

Fünf Apps versenden zu viele Daten

Um die App nutzen zu können, geben Kunden persönliche Daten wie Anschrift, Geburts­datum, E-Mail-Adresse und Mobil­funk­nummer an. Wir haben geprüft, welche Daten die Apps weitersenden und an wen. Sind darunter Daten, die für die App-Funk­tion nicht notwendig sind? Ergebnis: Nur zwei von sieben Apps sind daten­spar­sam.

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Источники: http://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/versicherungs-apps, http://www.versicherungsapps.com/, http://www.test.de/Versicherung-Knip-Clark-Co-was-taugen-Makler-Apps-5227792-0/

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