Anpassungsfaktor wohngebäude

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Wohngebäudeversicherung: Neue Faktoren und Indizes ab 2017

Wie jedes Jahr gelten ab dem 1. Januar 2017 neue Faktoren und Indizes für die Wohngebäudeversicherung. Die neuen Zahlen gelten für Beitragsrechnungen mit Fälligkeiten ab dem 01.01.2017.

  • Anpassungsfaktor (ab VGB 2000): 17,39
  • Gleitender Neuwertfaktor (SGIN 88/93, VGB 88 und tlw. ab 2008): 17,6
  • Prämienfaktor (SGIN 79a): 17,2
  • Baupreisindex 1914: 1.333,4 (mittlerer), 1.358,3 (Mai 2016)

Was bedeuten die Faktoren und Indizes?

Der Baupreisindex 1914

Wie viel teurer wäre ein Neubau heute verglichen mit einem Neubau im Jahr 1914? Das berechnet der sogenannte Baupreisindex – und schafft damit eine einheitliche Basis zur Ermittlung Ihrer Versicherungssumme.

Die Versicherungssumme wird nach dem ortsüblichen Neubauwert ermittelt – der in den Preisen des Jahres 1914 ausgedrückt wird. Dieses Jahr war das letzte, in dem die Baupreise stabil und somit aussagekräftig waren. Mit Hilfe dieses fiktiven Gebäudeversicherungswertes 1914 hat man eine einheitliche Basis zur Berechnung des Gebäudeneuwertes und damit auch des Beitrages geschaffen. Ohne diese Anpassung besteht die Gefahr, im Schadenfall unterversichert zu sein.

Der gleitende Neuwertfaktor, der Anpassungsfaktor und der Prämienfaktor werden zu Verträgen nach dem Versicherungssummen-Modell lediglich in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Bedingungen zur Berechnung des Versicherungsbeitrages herangezogen.

Wie wird der Beitrag berechnet?

Grundlagen der Berechnung des Beitrages sind die Versicherungssumme „Wert 1914“, der vereinbarte Beitragssatz und der Anpassungsfaktor. Der jeweils zu zahlende Jahresbeitrag wird zu Versicherungsverträgen nach dem Versicherungssummen-Modell berechnet, indem der vereinbarte Grundbetrag 1914 mit dem jeweils gültigen Anpassungsfaktor multipliziert wird. Der vereinbarte Grundbetrag 1914 ergibt sich aus der Versicherungssumme „Wert 1914“ multipliziert mit dem Beitragssatz.

Zu Verträgen nach dem sogenannten Wohneinheiten-Modell erfolgt eine jährliche Anpassung der Beiträge analog der Steigerung des gleitenden Neuwertfaktors / Anpassungsfaktors.

Wenn Sie weitere Fragen zu den Faktoren haben, sprechen Sie gern Ihren zuständigen Kundenmanager an.

Wert 1914 – Wert heute:

Der Baupreisindex – wie viel ist „Wert 1914“ in Euro?

Letzte Aktualisierung: 07.09.2017

Bei der Ermittlung des Wohngebäudewertes für die Gebäudeversicherung hat man sich auf ein Fixjahr – nämlich 1914 – geeinigt, von dem aus über den vom Statistischen Bundesamt ermittelten sogenannten Baupreisindex für jedes einzelne Jahr der entsprechende Wert des Gebäudes berechnet werden kann. Eine solche jährliche Anpassung an die Kosten ist sehr wichtig, denn schließlich hatte ein Haus zum Beispiel im Jahr 1960 einen anderen (niedrigeren) Neubauwert, als im Jahr 2010. Um richtig versichert zu sein, hilft es nicht, im Schadensfall den Wert erstattet zu bekommen, den das Haus im Jahr 1960 hatte, man braucht das Geld für Reparatur oder Neubau jetzt, im Jahr 2017, im Zweifesfall also wesentlich mehr.

Dem Laien sagt ein Wert 1914 natürlich nichts und viele stellen sich die Frage, wie hoch denn nun das Gebäude eigentlich versichert ist?

Hierfür benötigt man den im jeweiligen Jahr geltenden Baupreisindex. Da das Statistische Bundesamt die Baupreisstatistik auf die Basis des Jahres 2005 umgestellt hat und es mehrere Indizes pro Jahr gibt, können die folgenden Werte geringfügig abweichen. Im Zweifesfall fragen Sie Ihren Gebäudeversicherer.

Baupreisindex

Berechnungsformel Wert 1914 – Wert heute

Für die Umrechnung des Wert 1914 auf den aktuellen Wert in EURO gilt die Formel:

Wert 1914 x aktueller Baupreisindex : 100 = Wert im aktuellen Jahr in EURO.

Rechenbeispiel für den Baupreisindex 2017

Faustformel Umrechnung Wert 1914 – Wert 2017

Wenn Ihnen die exakte Umrechnung des Wert 1914 in EURO zu aufwendig ist, können Sie für das Jahr 2017 auch folgende Faustformel benutzen und erhalten so einen relativ zutreffenden Wert:

Wert 1914 x 13,6 = Wert in EURO.

Bitte beachten:

Der Wert 1914 ist nur für die Versicherungssumme in der Gebäudeversicherung ausschlaggebend. Sie können mit dem Wert 1914 weder den aktuellen Verkaufspreis eines Gebäudes berechnen, noch den Einheitswert für das Finanzamt.

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Neue Faktoren zum Jahreswechsel

Alljährlich legt ein vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eingesetzter unabhängiger Treuhänder anhand der Entwicklung der Schadenzahlungen fest, um wie viel Prozent die Beiträge in der Wohngebäude-, Hausrat- und Glasversicherung angepasst werden.

Ab dem 1. Januar 2017 gelten die folgenden Anpassungssätze:

Der Anpassungsfaktor (VGB 2008/VGB 2013) für 2017 liegt bei 17,39, der Baupreisindex 2017 beträgt 13,6.

In der Glasversicherung können nach GDV sowohl die Beiträge für gewerbliche Risiken als auch für Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser um 3,5 Prozent erhöht werden. Hier werden wir die Beitragsanpassung zum 1. Januar 2017 vornehmen.

Liegt noch nicht vor.

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    Die Grundeigentümer-Versicherung VVaG (kurz GEV) wurde 1891 in Hamburg gegründet und ist seit diesem Zeitpunkt ein verlässlicher Partner der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sind die Versicherungsnehmer nicht einfach nur Kunden, sondern laut Satzung Mitglieder, deren gewählte Mitgliedervertreter in der Hauptversammlung sitzen. Das umfangreiche und mit vielen Testsiegeln ausgezeichnete Portfolio der GEV bietet neben Versicherungen für Wohn- und Grundeigentumsbesitzer auch Versicherungen des täglichen Bedarfs.

    Источники: http://avw-gruppe.de/artikel/wohngebaeudeversicherung-neue-faktoren-und-indizes-ab-2017/, http://www.helberg.info/versicherungen/versicherungssparten/gebaudeversicherung/wert-1914-wert-heute-der-baupreisindex/, http://www.grundvers-makler.de/aktuelles/neuigkeiten/neue_faktoren_zum_jahreswechsel.html

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