Altersvorsorge selbständig

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Altersvorsorge für Selbständige: Stiftung Warentest prüft Rentenmodelle

Bei der Altersvorsorge haben die meisten Selbständigen und Freiberufler die Wahl zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und eigenen Vorsorgeleistungen. Denn während einige Selbständige der Versicherungspflicht unterliegen, können sich andere von ihr befreien lassen. Um trotzdem im Alter finanziell unabhängig zu bleiben, müssen sich diese Selbständigen allerdings frühzeitig um eine private Altersvorsorge kümmern.

Die Stiftung Warentest hat nun untersucht, mit welcher Vorsorgeform sie am meisten Rente erzielen. Die große Überraschung: Neben der staatlich geförderten Rürup-Rente kann sich auch die gesetzliche Rentenversicherung als freiwillige oder Pflichtversicherung sehen lassen.

Altersvorsorge für Selbständige: Gesetzliche vs. private Rentenversicherung

Im Test der Stiftung Warentest (Finanztest 01/2014) haben die Experten berechnet, wie sich die verschiedenen Vorsorgevarianten hinsichtlich der Rente verhalten. Dabei gingen die Experten von einem Modellkunden aus, der 30 Jahre lang für die jeweilige Altersvorsorge zahlt. Bei einem monatlichen Beitrag von 600 Euro hätte dieser – je nach Rentenanpassung – im Alter einen gesetzlichen Rentenanspruch von 1.273 Euro bis 1.710 Euro pro Monat. Zahlt er hingegen in eine klassische Rürup-Rente oder private Rentenversicherung ein, läge die zu erwartende monatliche Rente bei 987 Euro bis 1.650 Euro brutto. Auch bei einem monatlichen Zahlbetrag von 300 Euro wartet die gesetzliche Rentenversicherung mit dem besten Ergebnis auf.

Tipp: Pauschale Aussagen, welche Absicherung für jeden Einzelnen konkret sinnvoll ist, sind schwierig. Wichtig ist, dass sie zum eigenen finanziellen Spielraum passt. Fordern Sie daher ein auf Sie abgestimmtes, unverbindliches Angebot zur Altersvorsorge an und finden Sie Ihre Vorsorgemöglichkeiten heraus.

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Steuervorteile bei Rürup- und gesetzlicher Rente

Egal welche Altersvorsorge Selbständige wählen, die Steuern dürfen sie hierbei nicht außer Acht lassen. So profitieren sie bei der Rürup-Rente von erheblichen Steuervorteilen. Rürup-Sparer können derzeit von jährlichen Einzahlungen bis zu 23.362 Euro (46.724 Euro bei Ehepaaren) 84 Prozent steuerlich geltend machen (Stand 2017). Jedes Jahr steigt der anrechenbare Anteil auf schließlich 100 Prozent. Die Steuerlast lässt sich daher über die Rürup-Beiträge erheblich senken.

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Was viele Menschen nicht wissen: Auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung können diese Steuervorteile geltend gemacht werden. Für den Modellsparer ergibt sich bei der Stiftung Warentest im Laufe der 30 Jahre eine Steuerersparnis von 63.348 Euro für beide Vorsorgevarianten. Hier ist die private Rentenversicherung der eindeutige Verlierer. Denn diese bietet keinerlei Steuervorteile in der Ansparphase.

Steuerliche Vorteile an Bedingungen gebunden

Bei der Rürup-Rente handelt es sich um eine private Rentenversicherung oder einen Fondssparplan mit Zertifikat. Im Gegensatz zu normalen Privatrenten können Sparer bei der Rürup-Rente Steuervorteile geltend machen. Dafür müssen die Verträge bestimmte Voraussetzung erfüllen. So ist beispielsweise eine Kapitalauszahlung nicht vorgesehen.

Steuern bei der Altersvorsorge: Selbständige zahlen im Alter auf ihre Rente

Bei der Rürup- und gesetzlichen Rente müssen im Alter Steuern abgeführt werden. Bei der Privatrente ist nur der Ertragsanteil steuerpflichtig. Oft bedeutet dies, dass gar keine Steuern fällig werden, insbesondere wenn keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte vorliegen. Dann liegt der Ertragsanteil meist unter dem steuerlichen Grundfreibetrag. Rürup-Sparer und gesetzlich Rentenversicherte sind ab 2040 als Neurentner hingegen komplett steuerpflichtig. Allerdings fällt die Belastung durch die sogenannte nachgelagerte Besteuerung im Alter geringer aus als bei einer Besteuerung während des Erwerbslebens, da der persönliche Steuersatz als Rentner meist niedriger ist.

Sozialabgaben auf die Rente berücksichtigen

Neben den Steuern werden unterschiedlich hohe Sozialabgaben auf die Rente fällig. Gesetzlich Krankenversicherte zahlen je nach Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse zwischen 10,15 Prozent und 11,65 Prozent (Eltern) beziehungsweise 10,4 Prozent und 11,9 Prozent (Kinderlose) für ihre Kranken- und Pflegeversicherung von ihrer gesetzlichen Rente (Stand 2017).

Wer eine Rürup- oder Privatrente bezieht, muss als Pflichtversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung keine Abgaben auf die private Rente bezahlen. Als freiwillig Versicherter werden diese hingegen fällig. Wer die hohen Abgaben als freiwillig Versicherter vermeiden will, kann in die Pflichtversicherung der Krankenversicherung der Rentner eintreten, wenn er eine gesetzliche Rente bezieht und in der zweiten Hälfte seines Berufslebens mindestens 90 Prozent der Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war.

Vorsorge muss individuell gewählt werden

Die Privatrente ist bei der Stiftung Warentest als Altersvorsorge für Selbständige der klare Verlierer. Ob sich allerdings die gesetzliche Rentenversicherung, eine Rürup-Rente oder eine Kombination aus verschiedenen Vorsorgestrategien empfiehlt, hängt von den individuellen Lebensumständen ab. So müssen einige Selbständige ihre Altersvorsorge aufgrund schwankender Einkünfte sehr flexibel gestalten. Hier punktet eher die Rürup-Rente. Andere wählen wiederum bewusst die gesetzliche Rentenversicherung, da diese nicht nur eine Rente bietet, sondern auch weitere Leistungen wie einen Hinterbliebenenschutz oder Reha-Leistungen.

Service: Wenn Sie sich unsicher sind, welche Vorsorgeform sich für Sie lohnt oder ob Ihre bisherige Altersvorsorge ausreicht, dann fordern Sie eine unverbindliche Altersvorsorge Beratung an.

Vernachlässigen sollte man die Altersvorsorge als Selbständiger auf keinen Fall, sonst droht im Alter Armut. Zudem steht immer wieder eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige zur Debatte, um auch die Personen zu Vorsorgemaßnahmen zu bewegen, die bisher noch nichts unternommen haben.

Altersvorsorgepflicht

  • Die neuen Regelungen im Überblick
  • Private Altersvorsorge als Alternative
  • Alle Selbständigen und Freiberufler unter 50 betroffen
  • Kostenlose Beratung nutzen

Altersvorsorgepflicht für Selbständige und Freiberufler

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat die Pläne der Bundesregierung für eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige und Freiberufler bekannt gegeben. Die Pflicht wird alle selbständig arbeitenden Berufstätigen unter 50 Jahren betreffen und hat zum Ziel die Altersarmut gerade in dieser Personengruppe zu senken.

Gestaltung der Altersvorsorgepflicht

Selbständige und Freiberufler, die noch nicht in eine private Altersvorsorge investiert haben, sollen mit der geplanten Regelung zwangsverpflichtet werden, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dies betrifft alle Menschen, die nicht nur vorübergehend ihre selbständige bzw. freiberufliche Tätigkeit ausüben und dabei ein Einkommen von mehr als 400 Euro im Monat haben. Mit Inkrafttreten der neuen Regelung sollen alle selbständig arbeitenden Menschen, die noch keine 30 Jahre alt sind von der Versicherungspflicht betroffen werden, ebenso wie alle, die nach Inkrafttreten eine selbständige Tätigkeit aufnehmen. Selbständig arbeitende Menschen zwischen 30 und 50 Jahren sollen zwar in Zukunft auch in eine private Altersvorsorge einzahlen oder in die gesetzliche Rentenversicherung eintreten. Für sie gelten aber abgeschwächte Regelungen. Selbständige über 50 Jahren sollen hingegen nicht zu Vorsorgemaßnahmen verpflichtet werden.

Umfang der Vorsorgemaßnahmen

Die Regelungen sollen der Abhängigkeit von staatlichen Sonderleistungen, wie der Grundsicherung im Alter vorgebeugen. Um dies zu erreichen, so Arbeitsministerin von der Leyen, wird eine monatliche Rente von 850 Euro zugrunde gelegt. Bei einer Einzahlungszeit von 45 Jahren würden sich dadurch für die Selbständigen und Freiberufler monatliche Beiträge von zirka 300 Euro plus 100 Euro für eine Erwerbsminderungsabsicherung ergeben.

Diejenigen Selbständige und Freiberufler, die zur Zeit aufgrund von gesetzlichen Regelungen in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, sollen auch in Zukunft in der gesetzlichen Rentenversicherung verbleiben, bis sie eine Versicherungszeit von 18 Jahren erreicht haben. Dann haben sie die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Pflichtversicherte Handwerker etwa, die bereits jetzt die 18 Jahre Versicherungszeit überschritten haben, werden von der neuen Regelung nicht betroffen und sind der Versicherungspflicht dann nicht weiter unterworfen.

Redaktions-Tipp

Wer bereits jung in eine private Altersvorsorge investiert, hat insgesamt geringere Beiträge und im Alter durchschnittlich eine höhere Rente zu erwarten. Daher lohnt es sich für junge Selbständige und Freiberufler bereits jetzt vor Umsetzung der neuen Regelungen, die private Altersvorsorge anzupacken.

Probleme der Versicherungspflicht

Vor allem für junge Selbständige und Existenzgründer wird es durch die verpflichtende Altersvorsorge voraussichtlich zu Übergangsbestimmungen kommen, die eine zu hohe Überforderung in der Anfangsphase der Gesetzesänderung verhindern sollen. Denn die veranschlagten 400 Euro monatlich dürften zahlreiche junge Selbständige finanziell überfordern. Insbesondere Existenzgründer hatten bisher die private Altersvorsorge immer eher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Dies wird nun nicht mehr bzw. nur noch bedingt möglich sein, da alle Selbständigen eine Form der Altersvorsorge vorweisen werden müssen.

Voraussetzung für private Altersvorsorge

Die Altersvorsorge, die neben der gesetzlichen Rentenversicherung gewählt werden darf, ist dennoch gewissen Auflagen unterworfen. So darf sie nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht veräußerbar, nicht beleihbar und nicht kapitalisierbar sein. Damit soll vorgebeugt werden, dass zwar eine Kapitalbildung stattfindet, diese aber vorzeitig einem anderen Zweck als der persönlichen Altersvorsorge zugeführt wird. So kommen etwa Rürup-Produkte für die geplante Vorsorgepflicht in Frage, für manche Selbständige werden sich aber auch andere Finanzprodukte lohnen. Eine kostenlose und unverbindliche Beratung durch einen Versicherungsexperten kann Ihnen dabei helfen, die richtige Form der Altersvosorge für Ihre persönlichen Lebensumstände zu finden.

Altersvorsorge für Selbstständige: Sind Sie abgesichert?

Selbstständige zahlen nicht in die gesetzliche Rentenkasse ein und sind deshalb umso mehr in der Pflicht, sich ihre Altersvorsorge zurechtzulegen. Schließlich ist Altersarmut ein weit verbreitetes Problem, und vor allem Selbstständige laufen Gefahr, in eine solche zu geraten. Wie also können sich Selbstständige sinnvoll für das Alter absichern?

Jeder zehnte Selbstständige ist schon heute von Altersarmut bedroht

Es gibt rund 4,5 Millionen Selbstständige in Deutschland. Von diesen 4,5 Millionen sind nur rund 1 Million durch eine gesetzliche Rentenversicherung oder ein berufsständisches Versorgungswerk abgesichert. Den restlichen Selbstständigen steht es frei, für ihr Alter vorzusorgen. Das hat teils gravierende Folgen, denn schon heute sehen die meisten Menschen, ob selbstständig oder nicht, der Rente pessimistisch entgegen. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage der DGB-Index Gute Arbeit 2013 .

Risikoabsicherung und Vermögensbildung – Die zwei Grundpfeiler der Altersvorsorge

Bei der Altersvorsorge für Selbstständige kommt es vor allem auf zwei Dinge an: die Risikoabsicherung und die Vermögensbildung. Die Risikoabsicherung sichert den Selbstständigen gegen existenzbedrohende Risiken ab und wird bei einem Versicherungsunternehmen abgeschlossen. Die Vermögensbildung bezieht sich auf die Anhäufung von Kapital und dessen Vermehrung durch eine positive Rendite.

Welche Risiken sollten abgedeckt werden?

Die Risikoabsicherung sollte Risiken wie Krankheit, Berufsunfähigkeit, Haftpflichtschaden und Tod abdecken. Eine Krankenversicherung ist Pflicht, zusätzlich sollten Selbstständige jedoch auch eine Krankentagegeldversicherung, die bei längeren Krankheitsphasen den Einkommensausfall kompensiert, abschließen. Diese kann in der Regel als Zusatzleistung an die Krankenversicherung angeschlossen werden. Genauso essentiell ist eine Privathaftpflichtversicherung.

Selbstständige sollten zudem über den Abschluss einer Berufshaftpflicht nachdenken, um Personen- und Vermögensschäden abzusichern. Gerade Selbstständige, die Kinder haben, sollten eine Risikolebensversicherung in Betracht ziehen. Diese ist im Vergleich zu einer Kapitallebensversicherung vergleichsweise günstig und sichert die Familie im Todesfall finanziell ab. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht nur, aber vor allem, für Selbstständige sehr ratsam. Denn niemand kann ausschließen, dass er aus gesundheitlichen oder psychischen Gründen irgendwann nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben.

Wichtig ist, zu begreifen, dass der Vermögensaufbau für das Alter nur sinnvoll ist, wenn vorher alle elementaren Risiken abgesichert wurden. Deshalb sollte der Risikoabsicherung auch immer eine höhere Priorität zukommen als dem Aufbau von Vermögen. Das Risiko, das angesparte Kapital im Schadensfall aufbrauchen zu müssen, ist einfach zu groß. Zudem sollten Selbstständige sich immer einen gewissen Geldbetrag für Notfälle zur Seite legen. Ist die Auftragslage mal schlecht, kann darauf zurückgegriffen werden.

Zuerst sollten Selbstständige abklären, ob sie zu einer Berufsgruppe zählen, die der Versicherungspflicht unterliegt. Denn Selbstständige bestimmter Berufsgruppen sind verpflichtet, entweder in die gesetzliche Rentenversicherung oder in ein berufsständisches Versorgungswerk einzuzahlen.

Zwei verschiedene Systeme der Altersvorsorge

Zum einen gibt es das Umlageverfahren. Das bedeutet, dass eine Person, die Rente bezieht, diese von den laufenden Einzahlungen der gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer bekommt.

Die kapitalgedeckte Altersvorsorge meint, dass im Ruhestand (sog. Entsparphase) von dem Geld gelebt wird, welches man selbst in der Ansparphase angehäuft und eventuell durch kluge Investitionen vermehrt hat.

Kapitalanlagen und ihre Risiken

Gleich mehrere Risiken müssen bei verschiedenen Kapitalanlagen berücksichtigt werden. Bei Aktien zum Beispiel ist das Wertschwankungsrisiko besonders hoch, dafür bringen sie auf lange Sicht jedoch eine hohe Rendite. Verschiedene Kapitalanlagen beinhalten zudem ein Fehlbetragsrisiko. Das bedeutet, dass das gesparte Geld am Ende möglicherweise nicht ausreicht, um die laufenden Kosten im Alter zu decken. Das Inflationsrisiko besteht immer, und keine Form der Kapitalanlage ist vor der Wertminderung des Geldes sicher.

In der Entsparphase kommt in einigen Fällen das Langlebigkeitsrisiko hinzu. Niemand weiß, wie lange er leben wird und es ist möglich, dass bei einem sehr langen Leben irgendwann die Ersparnisse ausgehen. Eine private Rentenversicherung ist die einzige Möglichkeit, dieses Langlebigkeitsrisiko abzudecken, denn sie zahlt dem Versicherten bis zu seinem Tod einen gewissen Betrag.

Vier Optionen für Selbstständige, um langfristig Vermögen zu bilden

Es folgen vier verschiedene Möglichkeiten, die Selbstständigen zur Verfügung stehen, um langfristig für das Alter vorzusorgen.

1. Versicherungen oder Sparverträge ohne staatliche Förderung

Lebensversicherungen, Kapitallebensversicherungen, Risikolebensversicherungen und Rentenversicherungen können das Einkommen von Selbstständigen im Alter absichern. Lebensversicherungen sind wegen ihres hohen Renditeverlusts nicht besonders attraktiv für Selbstständige. Auch von einer Kapitallebensversicherung raten Verbraucherschützer ab, wenn der Versicherte seine Familie damit absichern möchte.

Empfehlenswerter ist da eine Risikolebensversicherung. Diese dient jedoch nicht als Altersvorsorge, sondern lediglich zur Absicherung der Hinterbliebenen. Die optimale Altersvorsorge beinhaltet laut dem Versicherer Ergo immer eine private Rentenversicherung. Als Altersvorsorge ohne staatliche Förderung eignet sich eine Rentenversicherung aus mehreren Gründen am besten: Bei einigen Versicherern kann zwischen einer lebenslangen Auszahlung der Rente oder einer Einmalzahlung gewählt werden. Zudem ist eine private Rentenversicherung gegenüber anderen Modellen, wie dem der Rürup-Rente, flexibler in der Beitragsgestaltung.

2. Versicherungen oder Sparverträge mit staatlicher Förderung – Die Rürup-Rente

Angestellte haben in Deutschland die Möglichkeit, sich mit der Riester-Rente zusätzlich für das Alter abzusichern. Dies können Selbstständige nicht.

Für sie besteht aber ebenfalls die Möglichkeit, einen Teil ihrer Altersvorsorge staatlich fördern zu lassen. Gemeint ist die Rürup-Rente, auch Basis-Rente genannt. Die Riester-Rente bildet eine Erweiterung der gesetzlichen Rente, während die Rürup-Rente sozusagen ein Ersatz für selbige ist. Seit dem Jahr 2012 können Personen, die mit der Rürup-Rente für ihr Alter vorsorgen, mehr Geld steuerlich absetzen. Das Finanzamt erkennt 74 Prozent der Beiträge zu einer Rürup-Rente als Sonderausgaben an. Zudem soll diese Prozentzahl bis zum Jahr 2025 auf 100 Prozent steigen. Der steuerfreie Anteil wird in diesem Zeitraum Schritt für Schritt jeweils um 2 Prozent angehoben. Bei Alleinstehenden werden zurzeit Beiträge bis zu 20.000 € jährlich gefördert, während es bei Verheirateten Beiträge bis zu 40.000 € im Jahr sind. Jeder kann so viel für seine Altersvorsorge zurücklegen, wie er kann und möchte, lediglich die Summe, die steuerlich gefördert wird, ist festgesetzt.

Während sich die Rürup-Rente in der Ansparphase zum Teil steuerlich absetzen lässt, müssen die gezahlten Beträge in der Entsparphase voll versteuert werden. Wer sich für eine Rürup-Rente entscheidet, sollte also im Vorfeld von einem Steuerberater bestmöglich prüfen lassen, ob die Steuerersparnis in der Ansparphase die steuerlichen Ausgaben in der Entsparphase übersteigt. Im Einzelfall ist dies allerdings nicht immer einschätzbar.

Der Unterschied der Rürup-Rente gegenüber der gesetzlichen Rente:

Rürup-Rente und gesetzliche Rente sind in Bezug auf Leistungen und steuerliche Aspekte gleichgestellt, jedoch ist die gesetzliche Rente umlagefinaziert. Die Rürup-Rente hingegen ist kapitalgedeckt, was bedeutet, dass Kapital aus einem individuell angesparten Konto monatlich ausgezahlt wird. In diesem Punkt ähnelt die Rürup-Rente der Riester-Rente. Der Unterschied ist jedoch, dass die Rürup-Rente höhere steuerliche Vorteile bietet, dafür jedoch keine staatlichen Zulagen erhält.

Frühster Auszahlungsbeginn der Rürup-Rente

Wer eine Rürup-Rente vor dem 31.12.2011 abgeschlossen hat, kann diese zum Zeitpunkt der Vollendung des 60. Lebensjahres ausgezahlt bekommen. Jeder, der die Rürup-Rente ab dem 1.1.2012 abgeschlossen hat, muss bis zum 62. Lebensjahr warten, um eine monatliche Auszahlung zu erhalten.

Vorteile der Rürup-Rente im Überblick

Die Rürup-Rente wird bis zu einem bestimmten Betrag staatlich gefördert.

Das angesparte Kapital wird bei längerer Arbeitslosigkeit nicht als Vermögen berücksichtigt, solange der Vertrag vor Beginn des Bezuges von Hartz IV abgeschlossen wurde.

Eine flexible Besparung ist möglich.

Nachteile der Rürup-Rente im Überblick

Vor Rentenbeginn kann der Vertrag lediglich beitragsfrei gestellt, jedoch nicht gekündigt werden. Die laufenden Kosten schmälern also das bereits eingezahlte Kapital.

Ausschließlich durch Zusatzvereinbarungen kann eine Rürup-Rente im Todesfall in Form einer Hinterbliebenenrente an Ehepartner oder Kinder ausgezahlt werden. Dies gilt auch nur dann, wenn für die Kinder noch Kindergeldanspruch besteht. Für eingetragene Lebenspartner gilt diese Regelung nicht.

Ausgezahlt wird das eingezahlte Kapital nur in Form einer lebenslangen Rente. Einmalzahlungen, wie bei einigen Rentenversicherungen, sind nicht möglich.

Ein Kapitalerhalt ist bei der Rürup-Rente nicht gesetzlich vorgeschrieben. Bei fondsgebundenen Anlagen besteht also ein Verlustrisiko.

Die Rürup-Rente wird nachgelagert versteuert.

Ein Anbieterwechsel ist nur in seltenen Fällen möglich.

Immobilien sind nach wie vor eine beliebte Altersvorsorge. Entweder, weil sie selbst genutzt werden sollen und die Besitzer sich so die monatliche Kaltmiete sparen, oder weil durch Immobilien Mieteinnahmen erwirtschaftet werden sollen, die später die Rente aufbessern. Die Finanzierung einer Immobilie ist in vielen Fällen eine Lebensaufgabe und sollte immer maßgeschneidert sein. Schuldenfrei sind die meisten Immobilien erst im Ruhestand. Vorher fallen monatlich laufende Kosten für die Rückzahlung von Krediten an.

Die Bauherren sollten zu Baubeginn oder beim Hauskauf mindestens 20 Prozent an Eigenkapital zusteuern können. Gerade junge Selbstständige verfügen jedoch meist nicht über so hohe Rücklagen. Die monatlichen Kreditraten für Zins und Tilgung sollten zudem 40 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigen. Staatliche Zuschüsse und Förderungen sollten bei dieser Rechnung erst einmal außen vor gelassen werden, denn diese erhalten Eigenheimbesitzer nicht immer. Ersparnisse, die bei steigenden Zinsen oder Schäden am Eigenheim als Reserve dienen, sind ebenfalls zu empfehlen. Wo früher der Vermieter für Schäden in der Wohnung aufkam, müssen sich Eigenheimbesitzer selbst darum kümmern. Zudem sind die regelmäßigen Nebenkosten bei einer eigenen Immobilie in der Regel höher als in einem Mietverhältnis. Außerdem fallen Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten an.

Auf der anderen Seite muss gesagt werden, dass eine steigende Nachfrage an Immobilien besteht und eine Immobilie immer einen Sachwert darstellt. Das Grundstück, auf dem die Immobilie steht, ist ein guter Inflationsschutz, und wird die Immobilie gepflegt, ist langfristig mit einer Wertsteigerung zu rechnen. Zudem wird ein Immobilienkauf bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen von Dritten gefördert. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel ist ein Förderer von energieeffizienten Bauvorhaben. Wer eine Immobilie erwirbt, um diese später zu vermieten, muss ebenso Instandhaltungskosten und andere Ausgaben einplanen. Nicht immer findet sich ein Mieter, und selbst wenn, zahlt dieser nicht in allen Fällen die Miete. Mietnomaden sind ein bekanntes Problem und neben den Mietausfällen müssen Immobilieneigentümer auch mit Schäden in und an der Immobilie rechnen.

4. Investitionen in Produktivkapital

Als Produktivkapital werden Aktien und Anleihen bezeichnet. Dabei stehen eine hohe Rendite, niedrige Kosten und eine Risikosteuerung für die meisten Anleger im Mittelpunkt. Aktien hatten in den vergangenen 20 Jahren die höchste Rendite aller Anlageklassen. Jedoch muss bei einer Investition mit Aktien oder Anleihen immer mit zwischenzeitlichen Wertschwankungen gerechnet werden. Dafür gibt es keine Vertragslaufzeiten sowie eine Abhängigkeit von nur einem Versicherungsunternehmen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Selbstständige, für das Alter vorzusorgen. Dabei hat jede Alternative ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile und bringt gewisse Sicherheiten, aber auch Risiken mit sich.

Eine Kombination aus einer guten Risikoabsicherung und einer durchdachte Anlage von Vermögen bildet eine gute Grundlage, um der gefürchteten Altersarmut zu entgehen.

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Источники: http://www.finanzen.de/news/14879/altersvorsorge-fuer-selbstaendige-stiftung-warentest-prueft-rentenmodelle, http://www.finanzen.de/altersvorsorge/selbststaendige, http://www.steuertipps.de/selbststaendig-freiberufler/themen/altersvorsorge-fuer-selbststaendige-sind-sie-abgesichert

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