Absicherung todesfall

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Die Familie richtig absichern Schutz für den Todesfall

Was passiert, wenn der Partner stirbt? Diese Frage stellen sich die wenigsten. Dennoch ist die Frage wichtig – vor allem finanziell. Denn Witwen- oder Waisenrente reichen nicht immer aus. Daher ist oft zusätzliche Absicherung nötig.

Zu Lebzeiten ist alles ganz einfach. Mutter und Vater gehen arbeiten, die Kinder sind gut versorgt und die Raten für das Eigenheim können problemlos bezahlt werden. Doch was, wenn einer der Partner stirbt? In diesem Fall müssen die Hinterbliebenen nicht nur mit ihrer Trauer fertig werden. Auch finanziell kann es eng werden. "Stirbt ein Ehepartner oder ein Elternteil, stellt sich für viele Hinterbliebene die Frage nach der weiteren Absicherung", erklärt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) in Berlin. Mit Witwen- und Waisenrente kann der Ausfall eines Einkommens nicht in jedem Fall aufgefangen werden.

Risikovorsorge und Geldanlage trennen

Verbraucher sollten daher selbst vorsorgen. "Eine gute Wahl, gerade bei Familien mit Kindern und Paaren mit einem Alleinverdiener, ist eine Risikolebensversicherung", sagt Sven Kretzschmar von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt in Halle. "Neben dieser Variante gibt es die kapitalbildende und fondsgebundene Lebensversicherung, bei der neben dem Todesfallschutz Geld angespart wird." Von diesen Verträgen rät der Verbraucherschützer aber ab: "Wir empfehlen, Risikovorsorge und Geldanlage strikt voneinander zu trennen."

Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BDV) in Henstedt-Ulzburg schließt sich an: "Die einzige sinnvolle Absicherung für Hinterbliebene ist die Risikolebensversicherung", sagt die Versicherungsexpertin. "Eine Auszahlung ist nur im Todesfall innerhalb des Versichertenzeitraums möglich. Sie ermöglicht eine ausreichend hohe Absicherung zu bezahlbaren Beiträgen." Viele Versicherungsvermittler verkauften Verbrauchern aufgrund hoher Abschlussprovisionen zwar auch Kapitallebensversicherungen. Das Problem: "Der Vertrag samt Kosten sowie die zu erhaltende Ablaufleistung verteuern den Vertrag so sehr, dass keine ausreichend hohe Absicherung im Todesfall möglich ist."

Simone Schuchert vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin erläutert eine weitere Möglichkeit: "Die Absicherung des Todesfallrisikos kann auch als sogenannter Todesfallschutz in eine Rentenversicherung integriert werden. Außerdem gibt es Rentengarantiezeiten, die festlegen, dass beispielsweise Altersrenten für einen vereinbarten Zeitraum an die Erben weitergezahlt werden." Je nach Vereinbarung kann diese Leistung als einmalige Summe oder als monatliche Rente erfolgen. Welche Police die beste Hinterbliebenenabsicherung bietet, klären die Anbieter gemeinsam mit dem Kunden. Die wichtigsten Fragen: Wie hoch ist der Absicherungsbedarf? Muss im Todesfall ein Kredit zurückbezahlt werden? Und wie hoch ist der Beitrag, den der Kunde aufbringen kann?

Hinterbliebenenanspruch liegt bei 60 Prozent

Eines ist aber sicher: Die staatliche Witwen- und Waisenrente greift auch dann, wenn keine private Vorsorge möglich ist. Anspruch besteht, wenn der Verstorbene mindestens fünf Jahre Beiträge in die Rentenversicherung gezahlt hat, die Ehepartner mindestens ein Jahr verheiratet waren und die Ehe bei Eintritt des Todes noch bestand. Das Gleiche gilt für eingetragene Lebenspartnerschaften. Rentenexperte von der Heide erklärt: "Die große Witwenrente wird an den überlebenden Ehepartner gezahlt, wenn dieser das 45. Lebensjahr vollendet hat." Dies werde aktuell stufenweise auf 47 Jahre angehoben. Anspruch besteht auch bei Erwerbsunfähigkeit sowie der Erziehung von Kindern. Der Hinterbliebenenanspruch liegt bei 60 Prozent der Rente des Verstorbenen nach altem sowie 55 Prozent nach neuem Recht. Die kleine Witwenrente beträgt 25 Prozent der Rente des verstorbenen Ehegatten.

"Kinder erhalten bis zum 18. Lebensjahr eine Halbwaisenrente, in der Ausbildung bis zum 27. Lebensjahr", sagt von der Heide. "Die Halbwaisenrente beträgt 10 Prozent, die Vollwaisenrente 20 Prozent der Rente, auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hat oder hätte." In den ersten drei Monaten nach dem Tod, dem sogenannten Sterbevierteljahr, wird die Hinterbliebenenrente nicht reduziert: Angehörige erhalten die Rente in der Höhe, wie sie dem Verstorbenen zugestanden hätte. Zudem gibt es während dieser Zeit keine Einkommensanrechnung. Von der Heide resümiert: "Wer keinen Rentenantrag stellt, verschenkt bares Geld."

Lebensversicherungen: Der Todesfall lässt sich billig absichern

Lebensversicherungen Der Todesfall lässt sich billig absichern

M it Risikolebensversicherungen können Angehörige für den Todesfall weitaus günstiger als mit Kapitallebensversicherungen abgesichert werden. Allerdings gibt es kaum eine Policenart, bei der die Preisunterscheide so groß sind – trotz vergleichbarer Leistungen. Beim falschen Anbieter wird die Vorsorge schnell zu einer völlig überteuerten Angelegenheit. Denn Preisdifferenzen von 300 Prozent sind keineswegs die Ausnahme. Doch neuerdings müssen Verbraucher auf mehr als nur den Preis achten. Zunehmend kommt es auch auf den Inhalt an. Neuerdings zahlen einige Gesellschaften das Geld nämlich schon zu Lebzeiten an den Kunden.

Risikolebensversicherungen funktionieren nach einem einfachen Schema. Zu einem vergleichsweise moderaten Beitrag wird für einen bestimmten Zeitraum ein finanzielles Polster für Hinterbliebene sichergestellt. Stirbt der Kunde in dieser Zeit, zahlt der Versicherer das Geld an die Angehörigen aus. Meistens leben die Kunden jedoch beim Ablauf der Police noch. Dann verfällt ihr Anspruch, die Versicherungsgesellschaft verbucht das Gros der Prämien als Risikogewinn.

Es handelt sich bei dieser Absicherung also um einen reinen Katastrophenschutz. In erster Linie kommt er für junge Familien, Singles mit Kindern und Immobilienkäufer in Betracht, die nicht auf ausreichende Rücklagen zurückgreifen können. Obwohl Verbraucherschützer Risikoversicherungen in diesen Situationen dringend empfehlen, läuft der Verkauf solcher Policen eher schleppend. Nicht einmal sieben Mio. Verträge weist die gerade für 2008 veröffentlichte Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft aus. Dem gegenüber stehen aber beispielsweise fast 35 Mio. Kapitallebensversicherungen.

Jens Trittmacher, Leiter der Beratungsabteilung beim Bund der Versicherten, führt dafür mehrere Gründe an: „Die meisten Leute wollen auf jeden Fall etwas herausbekommen, wenn sie schon Geld ausgeben. Das verhilft zu einem positiven Gefühl.“

Vermittlern verschaffe dieses Denken einen Vorteil, weil sie bei Kapitallebens- oder privaten Rentenpolicen deutlich höhere Provisionen bekämen als durch die Vermittlung von reinem Risikoschutz. Wobei vielen Kunden überhaupt nicht klargemacht werde, dass der Todesfallschutz durch die in der Regel eher niedrigeren Versicherungssummen oder die bei Rentenpolicen lediglich gewährleistete Beitragsrückzahlung nicht ausreiche. Die weit verbreitete Unkenntnis über den teils preiswerten reinen Risikoschutz verwundere deshalb kaum. Und es sei auch nicht erstaunlich, so Verbraucherberater Trittmacher, „dass die provisionsunabhängigen Direktversicherer bei Prämienvergleichen regelmäßig führende Plätze belegen.“

Dass es am Markt jedoch zu Preisunterschieden von bis zu 300 Prozent kommt, liegt nicht allein an der Provisionspolitik einzelner Gesellschaften. Lars Heermann, Senior Analyst Lebensversicherung bei der Rating-Agentur Assekurata, sieht dafür auch andere Faktoren: „Die Prämienhöhe hängt ganz entscheidend davon ab, wie erfolgreich ein Unternehmen mit seiner Kapitalanlage und wie sparsam es bei den Verwaltungskosten ist. Und wie sorgfältig es bei der Auswahl und Kalkulation der Risiken vorgeht.“

Demnach müssten aber die Kunden bei teuren Anbietern deutlich früher sterben als bei preiswerten – was unwahrscheinlich erscheint. Eher denkbar ist ein zu lascher Umgang mit den Gesundheitsfragen, die jeder potenzielle Kunde im Antrag beantworten muss. Wer gravierende Gesundheitsprobleme hat, bekommt im Normalfall keinen Versicherungsschutz oder muss einen kräftigen Risikozuschlag hinnehmen. Fällt er ganz durchs Raster, kann das angesprochene Unternehmen dies an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS) melden. 2008 gingen im Bereich der Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung immerhin etwa 600.000 Meldungen zu beantragten oder bestehenden Policen ein.

Umso wagemutiger erscheint vor diesem Hintergrund eine Produktneuerung bei Risikolebenspolicen, mit der in jüngster Zeit die ersten Anbieter an den Markt gegangen sind. Barmenia, CosmosDirekt, Delta Direkt, Oeco Capital und Zurich zahlen die Versicherungssumme nicht nur im Todesfall. Geld gibt es stattdessen bereits bei der Vorlage eines Attests, das dem Kunden nur noch eine kurze Lebenserwartung bescheinigt.

Mit diesem finanziellen Polster kann eine optimale medizinische Behandlung finanziert werden. Oder es versetzt den Partner in die Lage, einen eigenen Beruf zumindest vorübergehend aufzugeben und die noch verbleibende Zeit mit dem Erkrankten zu verbringen. Allerdings bedarf es auch hierbei versicherungstechnischer Voraussetzungen. So muss der Vertrag noch eine bestimmte Restlaufzeit vorweisen. Je nach Anbieter sind zwölf bis 15 Monate Pflicht. Bei Oeco Capital gibt es vorzeitig nur 80 Prozent der Summe. Die Lebenserwartung darf bei allen Anbietern nur noch höchstens zwölf Monate betragen.

Entscheidend ist die Beurteilung durch den behandelnden Facharzt, die vom Gesellschaftsarzt überprüft wird. Kommt es nicht zu einem einhelligen Urteil, entscheidet in letzter Konsequenz ein unabhängiger Facharzt. Experten sehen diese neuartigen Policen aufgrund dieser ausufernden Bürokratie sehr kritisch. Sie bemerken zudem, dass nur die wenigsten Ärzte zu einem eindeutigen Urteil über die verbleibende Lebenserwartung kommen dürften.

Nichts desto trotz gibt es auch bei diesen Policen deutliche Prämienunterschiede. CosmosDirekt verlangt für ihren Tarif „Comfort“ von einem 25-jährigen Mann für 200.000 Euro Versicherungssumme bei 30-jähriger Vertragslaufzeit 192 Euro. Und liegt damit nur ganz knapp hinter den besten Standardtarifen in der Tabelle. Bei der Barmenia hingegen kostet die Police 315 Euro. Dennoch zahlt der Kunde beim Wuppertaler Versicherer noch immer weniger als die Hälfte des in der Tabelle aufgelisteten teuersten Standardangebotes.

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Wenn Eltern früh sterben: Den Ernstfall gut absichern

24.09.2015, 13:52 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

Niemand denkt gerne über den eigenen Tod nach – Eltern sollten trotzdem für den Todesfall vorsorgen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein düsterer, aber wichtiger Gedanke: Was wird aus den Kindern, wenn ich sterbe, solange sie noch nicht selbstständig sind? Jährlich werden mehr als 60.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu Halbwaisen, immerhin mehr als 1000 sogar zu Vollwaisen. So sollten Eltern vorsorgen.

Niemand denkt gern über den eigenen Tod nach. Aber wenn man Kinder hat, kommt man daran nicht vorbei. Denn im schlimmsten Fall kann es passieren, dass sie – zum Beispiel durch einen Unfall – beide Elternteile auf einmal verlieren. Dass niemand Mutter oder Vater ersetzen kann, ist selbstverständlich. Aber man kann dafür sorgen, dass sich jemand um die Kinder kümmert, der diesen auch emotional nahesteht.

Zu Lebzeiten einen Vormund bestimmen

Das Sorgerecht geht in einem solchen Fall nicht automatisch auf Geschwister oder Großeltern über und auch nicht auf die Paten – auch wenn dies früher eine ihrer Aufgaben war. Wenn es ungünstig läuft, dann bestimmen Gerichte oder Jugendämter über die Zukunft der Kinder. Möchte man dies vermeiden, sucht man sich einen Vormund. Denn auch, wenn das Vormundschaftsgericht trotzdem noch ein Wörtchen mitzureden hat, so hat es doch den Wunsch der Eltern zu berücksichtigen. Das Mittel der Wahl ist eine sogenannte Sorgerechtsverfügung.

Sorgerechtsverfügung kann bei Gericht hinterlegt werden

Doch wen auch immer man aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis für diese Aufgabe auswählt, man sollte im Vorfeld mit der jeweiligen Person sprechen und die Zustimmung einholen. Denn eine solch verantwortungsvolle Aufgabe kann und will nicht jeder übernehmen. Auch dann nicht, wenn er die Kinder liebt. Ist man sich einig, dann genügt es, diesen Wunsch handschriftlich, mit vollem Namen und unterschrieben festzuhalten. Am besten versehen mit einer Vollmacht. Genau wie ein Testament sollte das Schriftstück an einem sicheren Platz hinterlegt werden. Entweder beim gewünschten Vormund oder bei einem Notar beziehungsweise dem Nachlassgericht.

Alleinerziehende sollten besonders vorsichtig sein

Kommt nur ein Elternteil ums Leben und haben beide Eltern gemeinsam das Sorgerecht ausgeübt, dann geht dieses automatisch auf den anderen über, selbst bei Trennung oder nach einer Scheidung. Außer es gibt triftige Gründe, warum dies nicht der Fall sein sollte. Besonders vorsichtig sollten Alleinerziehende sein, wenn das Kind keinen Kontakt zum Vater hat, weil dieser sich zum Beispiel noch vor der Geburt aus dem Staub gemacht hat.

Selbst wenn der Mutter das Sorgerecht allein zustand, wird ein Familiengericht zunächst prüfen, ob es dem Wohl des Kindes dienen könnte, wenn die elterliche Sorge dem leiblichen Vater übertragen wird. Möchte die Mutter das auf keinen Fall, muss sie dem Übertragen des Sorgerechts auf den nichtehelichen Vater im Rahmen der Sorgerechtsverfügung widersprechen.

Von einer Waisenrente kann keiner leben

Stirbt ein Elternteil beziehungsweise im schlimmsten Fall sogar beide, hat das auch finanzielle Folgen. Waisen und Halbwaisen steht das Kindergeld genauso wie die sogenannte (Halb-)Waisenrente zu. Hoch ist diese aber nicht. Sie macht durchschnittlich etwa 150 Euro bei Halbwaisen und 300 Euro bei Vollwaisen aus. Es macht daher Sinn, auch diesbezüglich für den Fall der Fälle vorzusorgen.

Zum ersten, indem man eventuell zwei Vormünder bestimmt. Einen, der sich um das Kind kümmert und einen, der das geerbte Vermögen handhabt. In der Sorgerechtsverfügung bestimmt man damit eine Person für die Personensorge und eine zweite für die Vermögenssorge. Und zum zweiten, indem man sich überlegt, mit welcher Versicherung man die Kinder am besten absichern kann. Eine Risikolebensversicherung zum Beispiel kann genutzt werden, um im Falle des Ablebens noch fällige Haus- oder Wohnungsraten zu begleichen, damit die Kinder nicht auch noch ihr Zuhause verlieren.

Kapitallebensversicherungen sind unrentabel

Paare, die gemeinsam Wohneigentum besitzen und beide arbeiten, schließen daher oft mehrere solcher Versicherungen ab. Eine für den Todesfall jedes Partners, angepasst an das jeweilige Gehalt und weitere für die Absicherung der Kinder. Schon für wenige Euro im Monat ist es so möglich, ihnen im Ernstfall eine gute Ausbildung zu sichern.

Bedenken sollte man hier allerdings, dass eine solche Risikolebensversicherung tatsächlich nur das Risiko versichert. Überlebt man sozusagen die Kindheit und Jugend seiner Kinder, so ist das Geld weg. Im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung, bei der zu einem bestimmten Zeitpunkt das Geld an den Versicherungsnehmer ausgezahlt wird. Doch Stefan Albers, Präsident des Bundesverbandes der Versicherungsberater (BVVB) in Bonn, rät trotzdem ab.

„Eine Kapitallebensversicherung besteht aus einer Todesfallabsicherung kombiniert mit einem unrentablem Sparvertrag.“ Solche Versicherungen sind meist schlecht verzinst, ihre Laufzeit viel zu lange. Wer sie vorzeitig beendet, bekommt oft nur schlechte Konditionen. Wurde bereits eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen, kann diese aber stillgelegt werden.

Online-Anbieter sind sicher

Viele Eltern fühlen sich angesichts der Fülle der Angebote überfordert. Gerade, wenn die Kinder noch klein sind und besonders stark Absicherung brauchen, hat man eigentlich anderes zu tun, als sich mit dem Vergleichen von Versicherungsverträgen zu beschäftigen. Doch es lohnt sich, hier etwas Zeit zu investieren. Denn gerade bei Versicherungen gilt: Die Teuersten sind nicht immer die Besten. Die Online-Anbieter haben oft Angebote, mit denen andere Versicherungsgesellschaften nicht mithalten können. „Sofern der Online-Anbieter die Tochtergesellschaft eines Konzerns ist, sehe ich da kein Problem. Die Versicherer werden auch hier durch den Konzern und auch über den Protektor geschützt“, erklärt Albers.

Versicherungsberater kann nützlich sein

Besonderheiten gilt bei bestimmten Vorerkrankungen zu beachten oder auch, wenn man gerne Risikosportarten betreibt. Hier kann ein Versicherungsberater besonders gut helfen. Dieser darf übrigens von den Versicherungsunternehmen keine Provision oder Ähnliches annehmen, sondern sollte nur im Interesse des Mandanten arbeiten. Sonst wäre nicht mehr garantiert, dass er neutral berät. Der Versicherungsberater kann anonym Angebote einholen und entsprechend beraten. Denn wird man zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen erst einmal bei einer Versicherung abgelehnt, dann muss man das der nächsten mitteilen und das kann sich negativ auswirken. Das Honorar für den Berater trägt man selbst, wobei man mit rund 500 Euro rechnen muss.

500.000 Euro für die Absicherung einer durchschnittlichen Familie

Wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, kann man nicht pauschal sagen. Sie ist zum einen abhängig vom Alter der Kinder, zum anderen natürlich auch davon, wie viel man im Monat investieren kann und will. Albers rät dazu, sich einen Überblick zu verschaffen, welcher Absicherungsbedarf konkret besteht.

„Das heißt, welches Kapital erforderlich ist, um daraus für den überlebenden Ehepartner und die Kinder den jeweiligen monatlichen Betrag für eine definierte Anzahl von Jahren auszufinanzieren“, so der Diplom-Betriebswirt. „Für die Absicherung einer Familie mit zwei kleinen Kindern werden häufig 400- bis 500.000 Euro Todesfallsumme benötigt.“

Man kann sich nicht gegen alles versichern

Sind die Kinder im Grundschulalter und besuchen sie eine teure Privatschule, wird man anders handeln als bei Kindern, die bereits in der Ausbildung sind. Doch letztendlich ist es wie immer beim Thema Versicherung: Man kann sich nicht gegen alles im Leben absichern. Aber man kann, wenn man wohlüberlegt handelt, doch etwas beruhigter sein, wenn der fiese kleine Gedanke wiederkommt.

Источники: http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Schutz-fuer-den-Todesfall-article6062756.html, http://www.welt.de/finanzen/article4155395/Der-Todesfall-laesst-sich-billig-absichern.html, http://www.t-online.de/leben/familie/id_72475448/tod-der-eltern-so-sichern-sie-ihre-kinder-fuer-den-ernstfall-ab.html

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